Der Fluch der bösen Tat

Mitchell & Markbys vierzehnter Fall
 
Ann Granger (Autor)
 
Lübbe (Verlag)
1. Auflage | erschienen am 17. März 2011 | 422 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8387-0687-0 (ISBN)
 
In einem Wald unweit von Bamford findet ein Wanderer Menschenknochen. Superintendent Alan Markby läuft ein eisiger Schauder über den Rücken, als er von dem Fund hört. Als blutjunger Inspektor hatte er einen seiner seltenen Misserfolge: bei der Jagd nach einem brutalen Serienvergewaltiger, der spurlos untertauchte. Hat der Knochenfund mit ebendiesem Täter zu tun? Markby rollt den Fall neu auf. Doch prompt kommt ihm ein neuer Mordfall dazwischen. Besteht eine Verbindung zwischen den Morden? Eines jedenfalls steht fest: Die betroffenen Dorfbewohner wollen lieber keine schlafenden Hunde wecken ...
Luebbe Digital Ebook
1. Aufl. 2011.
Axel Merz
Deutsch
1,01 MB
978-3-8387-0687-0 (9783838706870)
3838706870 (3838706870)
weitere Ausgaben werden ermittelt
KAPITEL 9 (S. 209-210)

DIE ERMITTLUNGEN im Mordfall Hester Millar nahmen inzwischen einen Großteil der verfügbaren Kräfte in Anspruch. Das war wohl auch der Grund, warum am Montagmorgen die Zentrale entschied, den Anruf aus dem Labor direkt zu Markbys Büro durchzustellen, oder zumindest glaubte er dies, bevor er den Hörer abnahm.

»Superintendent Markby?« Die Stimme war weiblich und klang irgendwie bekannt, auch wenn Markby sie im ersten Moment nicht einzuordnen vermochte. Er bestätigte seine Identität, und die Anruferin fuhr fort: »Ich bin Ursula Gretton. Erinnern Sie sich an mich?« »Aber selbstverständlich erinnere ich mich!«, rief Markby aus. Ein Bild von Ursula stieg vor seinem geistigen Auge auf, eine große junge Frau in schmutzigen Jeans, die neben einem baufälligen Wohnwagen auf einer archäologischen Grabungsstelle stand. »Das ist vielleicht eine Überraschung!« »Es geht um Ihre Knochen.« Sie kicherte.

»Sie wissen, was ich meine. Die Knochen, die wir von der Polizei bekommen haben.« »Woraus ich in meiner Eigenschaft als Detective schließe, dass Sie nicht länger für die Ellsworth Foundation arbeiten.« »Nein.« Ihre Stimme wurde plötzlich ernst. »Seit einer ganzen Weile, nicht mehr seit jener Geschichte … Sie wissen schon.« Er wusste in der Tat. Mord. Ein Frauenleichnam in der Sonne inmitten eines Berges von Hausabfällen. Ein Todesfall im unmittelbaren Umfeld von Ursula Gretton. »Ich musste etwas Neues anfangen. Manchmal geht es eben nicht anders.« »Ich verstehe. Schön, von Ihnen zu hören, Ursula.«

»Wie geht es Meredith?« Markby berichtete ihr, dass es Meredith gut ging, und er hoffte, dass sie den Zweifel in seiner Stimme nicht bemerkte. »Sie sucht nach einem Haus«, fügte er hinzu, für den Fall, dass es ihr trotz seiner Bemühungen nicht entgangen war. »Besser Sie als ich«, sagte Ursula. »Aus Ihren Worten schließe ich, dass Sie bis jetzt kein Glück hatten?« »Noch nicht, nein. Im Augenblick sieht es so aus, als hätte sich alles gegen uns verschworen, um die Wahrheit zu sagen. Aber es kann nicht mehr lange dauern«, fügte er beschwichtigend hinzu, »bis wir das Richtige für uns gefunden haben.«

»Natürlich. Ich habe meinen Bericht fein säuberlich für Sie ausgedruckt, aber ich dachte, Sie würden die Fakten vielleicht gerne vorweg hören. Und es war eine willkommene Ausrede, um mich mal wieder zu melden.« Er hörte das Rascheln von Papier, und ihre Stimme fuhr fort: »Wenn ich recht informiert bin, wurden die Knochen im Wald entdeckt, was Sinn macht. Meiner Schätzung nach haben sie etwa zwanzig Jahre lang dort gelegen.«

»Ah …«, hörte Markby sich ausrufen, und dann atmete er tief durch. Sie hörte es. »War es das, was Sie sich erhofft haben?« »Sie stehen möglicherweise mit einem alten, ungelösten Fall in Zusammenhang«, räumte Markby ein. »Männlich oder weiblich?« »Oh, ich denke, es ist ein männlicher Toter Mitte dreißig. Ihnen ist sicherlich aufgefallen, dass er besondere zahntechnische Arbeiten besaß?« »Ist es. Absolut keinerlei Hinweis, nehme ich an, auf die Todesursache?« »Nein, leider nicht. Keinerlei Spuren von einer Krankheit oder Verletzung. Eine Menge Beißspuren – die Knochen wurden von vielen Tieren angenagt, aber weder Messer- noch Sägespuren, nichts, das auf vorsätzliche Zerstückelung schließen ließe. Erde, Humus, Spuren von mikroskopischem Insektenleben.

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