Denn umsonst ist nur der Tod

Fran Varadys zweiter Fall
 
 
Bastei Lübbe (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 24. Juni 2011
  • |
  • 381 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8387-0884-3 (ISBN)
 
Als Fran Varady dem verwahrlosten Obdachlosen Albie einen Kaffee spendiert, handelt sie sich jede Menge Ärger ein, denn der dankbare Mann zieht sie ins Vertrauen: Er behauptet, eine Entführung beobachtet zu haben. Die Polizei nimmt Albie nicht ernst, aber Fran beschließt, der Sache nachzugehen.

Wenig später wird der Mann tot aufgefunden, und Fran steht erst am Anfang des Rätsels.
1. Aufl. 2011
  • Deutsch
  • Deutschland
  • 0,73 MB
978-3-8387-0884-3 (9783838708843)
3838708849 (3838708849)
weitere Ausgaben werden ermittelt
"KAPITEL 14 (S. 198-199)

Es war nicht einfach, unter den gegebenen Umständen einen kühlen Kopf zu bewahren: Ich gab mir alle erdenkliche Mühe damit. Mit dumpfer Einsicht gelangte ich zu der Erkenntnis, dass wahrscheinlich niemand beobachtet hatte, was mit mir geschehen war. Es hätte nicht einmal dann Aufsehen erregt, wenn Zeugen gesehen hatten, wie ich in den Wagen geworfen worden war. Alle waren mit ihren eigenen Exponaten beschäftigt, mit dem Abbauen und damit, sie ohne Beschädigung aus der Halle zu schaffen. Alle möglichen eigenartig geformten Gegenstände wurden auf den Parkplatz getragen, und eine Gestalt, die aussah wie ein Mensch, eingehüllt in Stoff und Seile, würde nicht einmal einen flüchtigen Blick auf sich ziehen. Angus wäre der Einzige, der sich Sorgen machen dürfte, wenn ich nicht zurückkäme.

Er würde nach mir und seinem Bodystocking suchen. Ich hatte ihn dort fallen lassen, wo meine Kidnapper mich geschnappt hatten, und wenn sie nicht geistesgegenwärtig genug gewesen waren, um ihn einzusammeln, lag er immer noch dort, und Angus würde ihn finden. Er war gescheit genug, um mein Verschwinden mit meiner früheren Bitte, die Polizei zu rufen, in Verbindung zu bringen, und mit ein wenig Glück würde er es, wenn auch verspätet, tun. Ob mir das allerdings noch von Nutzen sein konnte oder nicht, war fraglich. Lauren Szabo war seit zwei Wochen verschwunden, und die Polizei suchte überall nach ihr – bisher ohne jeden Erfolg.

Ich überlegte, ob ich versuchen sollte, mich zur Hecktür des Wagens zu rollen und sie aufzutreten. Im Fernsehen sieht man so etwas andauernd, aber glauben Sie mir, so einfach ist das nicht. Ich wurde nämlich hin und her geschleudert, und es erwies sich bald als hoffnungslos, mich auf halbwegs kontrollierte Weise zu bewegen. Bald schwitzte ich am ganzen Körper, und mein Mund war wie ausgetrocknet vor Durst und Angst. Das Atmen fiel mir zunehmend schwerer.

Der Stoff auf meinem Gesicht klebte, und ich hatte lose Fasern in Mund und Nase. Es stank. Da es sinnlos war, gegen die Fesseln anzukämpfen, und ich mich dadurch nur unnötig verausgabte, konzentrierte ich mich schließlich darauf, nicht zu ersticken und meine Kraft für den Zeitpunkt unserer Ankunft, wo immer das auch sein mochte, aufzusparen. Vorausgesetzt natürlich, dass meine Entführer nicht vorhatten, bis zum Einbruch der Dunkelheit zu warten und mich dann einfach von der nächsten Brücke zu werfen. Sie hatten bereits einmal eine Tendenz gezeigt, unbequeme Zeugen im Wasser zu entsorgen.

Ich gab mir Mühe, nicht darüber nachzudenken. Ich verlor jegliches Gefühl dafür, wie viel Zeit seit meiner Entführung vergangen war. In meiner Situation erscheinen einem Minuten wie Stunden. Sicher, ich wurde eine ganze Weile auf der Lieferwagenpritsche hin und her geschleudert, doch das bedeutet im Londoner Verkehr nicht unbedingt, dass wir weit gefahren waren. Soweit ich sagen konnte, hatten wir vielleicht ein Drittel der Zeit gestanden. Ich war sicher, dass wir uns noch in London befanden, und wahrscheinlich waren wir nicht mehr als ein paar Meilen von der Stelle entfernt, wo die Fahrt losgegangen war. Merv und sein Kumpan dachten in eingefahrenen Bahnen."

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