Die Magie deiner Küsse

 
Robyn Grady (Autor)
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
1. Auflage | erschienen am 20. November 2011 | 144 Seiten
 
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978-3-86349-813-9 (ISBN)
 
Wie sehr hat sich Laura nach danach gesehnt, seine Stimme zu hören! Endlich steht Bishop an ihrem Krankenbett - und doch ist alles anders. Vor dem Unfall war er der liebevollste und aufregendste Mann, dem sie je begegnet ist. Und jetzt? Bishop benimmt sich kühl und abweisend. Keine Spur mehr von knisternder Leidenschaft. Dabei sind sie erst seit drei Monaten verheiratet! Warum küsst Bishop sie nicht so wie früher? Laura muss es wissen: Was ist passiert, während sie ohnmächtig gewesen ist? Welches Geheimnis steht zwischen ihr und dem Mann, den sie über alles liebt?
Baccara Romane | 1694
Deutsch
0,39 MB
978-3-86349-813-9 (9783863498139)
3863498135 (3863498135)

1. KAPITEL

Leises Gemurmel drang vom Flur durch die Tür ins Krankenhauszimmer. Laura Bishop hob den verbundenen Kopf vom Kissen und lauschte angestrengt. Eine der beiden Stimmen war weiblich, die andere männlich - draußen unterhielten sich ihre lebhafte Schwester und ihr energischer Ehemann. Und beide schienen sehr aufgeregt zu sein. Laura biss sich auf die Unterlippe und versuchte, etwas von dem Gespräch zu verstehen. Vergebens.

Eines war jedoch klar: Weder Grace noch Samuel klangen besonders fröhlich.

An diesem Morgen war Laura ausgerutscht und gestürzt. Grace, die gerade zu Besuch war, hatte darauf bestanden, die Kopfverletzung untersuchen zu lassen. Später in der Notaufnahme hatte Laura sie gebeten, für sie in Samuels Büro in Sydney anzurufen, da sie im Wartezimmer kein Handy benutzen durfte. Dabei hasste Laura es, ihn stören zu müssen. Doch erfahrungsgemäß konnte die Warterei in der Notaufnahme ewig dauern. Und sie wollte nicht, dass er sich Sorgen machte, wenn er nach der Arbeit in ein leeres Haus kam.

Außerdem bestand Samuel darauf, grundsätzlich über alles informiert zu werden. Was vermutlich an seinem ausgeprägten Beschützerinstinkt lag . der manchmal vielleicht etwas zu ausgeprägt war. Aber Laura verstand seine Sorge, sie war durchaus begründet. Denn sie waren beide vorbelastet; sie durch einen angeborenen Herzfehler, er durch seine spezielle Familiengeschichte.

Jemand drückte die Türklinke herunter. Als die Tür einen Spalt weit geöffnet wurde, stützte Laura sich auf die Ellbogen.

"Ich will nicht, dass sie sich aufregt", hörte sie Grace auf dem Flur scharf flüstern.

Ihr Ehemann schimpfte leise zurück. "Ich habe nicht vor, sie aufzuregen."

Laura zuckte zusammen und legte sich wieder hin. Wann würden die zwei wichtigsten Menschen in ihrem Leben endlich das Kriegsbeil begraben? Grace schien tatsächlich die einzige Frau auf der Welt zu sein, die gegen den unwiderstehlichen Charme eines Samuel Bishop vollkommen immun war. Laura konnte das kaum nachvollziehen. Denn vom ersten Augenblick an war sie seinem umwerfenden Charisma und seinen tiefen Blicken verfallen gewesen. Doch irgendwie .

Seit einiger Zeit stellte sie sich immer wieder diese merkwürdigen Fragen. Dabei liebte sie Samuel über alles. Und sie war sicher, dass auch er sie liebte. Aber nach dem, was sie vergangene Woche erfahren hatte, zweifelte sie. War die Entscheidung, ihn zu heiraten, nicht doch etwas übereilt gewesen?

Die Tür ging weiter auf. Als Laura die vertraute athletische Gestalt ihres Mannes sah und sie einander in die Augen schauten, wurde Laura noch schwindeliger. Noch immer verspürte sie bei seinem Anblick ein erotisches Kribbeln.

In dem dunklen Maßanzug sah Samuel genauso anziehend aus wie an jenem ersten Abend, als er im eleganten Smoking auf sie zugekommen war. Er hatte sie mit seinen tiefblauen Augen verführerisch angesehen und zum Tanz aufgefordert. Auch jetzt genügte allein dieser magische Blick, und ihr Herz schlug schneller. Allerdings lag keine Spur von Begehren in seinem Blick. Nichts in seinen Augen verriet, was er gerade empfand.

Laura erschauerte.

Sonst war er doch immer so fürsorglich und aufmerksam. War er etwa verärgert, weil sie ausgerutscht war? Weil sie ihn dadurch von der Arbeit abhielt? Um diese Gedanken zu verscheuchen, schüttelte Laura den Kopf. Dabei berührte sie den Verband über ihrer linken Schläfe und lächelte unbeholfen.

"Bin offenbar hingefallen."

Er runzelte die Stirn und sah sie kühl an. "Offenbar?"

Seine dürftige Reaktion beunruhigte sie. Angestrengt dachte sie nach. "Ich . weiß nicht mehr genau. Der Arzt sagt, das sei nicht ungewöhnlich bei jemandem, der auf den Kopf gefallen ist. Dass er sich nicht an den Vorfall erinnern kann."

Ruhig knöpfte er sich das Jackett auf und strich mit der Hand über die dunkelrote Seidenkrawatte. Er hatte lange schlanke Finger und geschmeidige Hände. Sie liebte diese Hände. Sie liebte es, wie er ihr damit gekonnt Freude bereitete.

"Und an was kannst du dich erinnern?"

Sie wandte den Blick ab und ließ ihn durch das nüchtern eingerichtete, aber komfortable Privatzimmer schweifen. "Ich erinnere mich an die Ankunft im Krankenhaus. An den Arzt, Röntgenaufnahmen . und an die anderen Untersuchungen."

Samuel kniff die blauen Augen zusammen.

Krankenhäuser waren nicht gerade sein Lieblingsthema. Klar geworden war ihr das schon nach den ersten zwei Monaten ihrer Beziehung - an jenem Abend, an dem er ihr den Antrag gemacht hatte. Er hatte einen umwerfend schönen Diamantring hervorgezaubert, und sie hatte spontan und voller Liebe Ja gesagt. Später, als sie im Luxusbett seines Penthouses dicht an ihn geschmiegt gelegen hatte, hatte sie ihm von ihrer angeborenen Herzschwäche erzählt - im Fachjargon hypertrophe Kardiomyopathie. Da sie nie auf Mitleid aus gewesen war, hatte sie ihre Krankheit für gewöhnlich nicht an die große Glocke gehängt. Doch als ihr zukünftiger Ehemann hatte Samuel es wissen müssen.

"Grace hat mir gesagt, sie hat dich gesehen, als sie die Auffahrt zum Haus hinaufgefahren ist", sagte Samuel, strich sich den Saum des Sakkos glatt und schob die Hand in die Hosentasche. "Wie du von der Brücke im Garten gestürzt bist."

Laura nickte. Aus etwa zwei Meter Höhe. "Genau das hat sie mir auch erzählt." Aber sie selbst konnte sich an nichts erinnern.

Sie sah ihm an, dass er angestrengt nachdachte. "Außerdem hat Grace gesagt, dass du dich benommen fühlst. Sie glaubt, du bist . ein wenig verwirrt."

"Ich bin sehr wohl bei Verstand." Sie setzte sich etwas auf. "Um genau zu sein, sehe ich heute alles viel klarer als noch vor einiger Zeit."

In seinen Augen flackerte es auf. Sie wusste, dass ihm der zweideutige Unterton ihrer Worte nicht entgangen war, doch er hakte nicht nach. Stattdessen hielt er Abstand und rückte auch nicht näher, um sie zu umarmen und zu trösten. So, wie er es an dem Abend seines Heiratsantrags getan hatte.

Nachdem sie ihm in jener Nacht von ihrer Krankheit erzählt hatte, hatte er sie eng an sich gezogen und sanft geküsst. Außerdem war er interessiert gewesen, ob ihre Herzschwäche vererbbar war. Was das betraf, war sie bestens informiert. Falls dieser Fall eintreten sollte, kam aus medizinischen Gründen ein vorzeitiger Schwangerschaftsabbruch infrage. Damals hatte sie seinem Blick entnehmen können, dass ihm diese Vorstellung ebenso wenig gefiel wie ihr. Gott sei Dank. Die Vorstellung, das Risiko in Kauf zu nehmen, hatte ihm allerdings auch nicht behagt.

In der Stille des Krankenhauszimmers neigte Samuel den Kopf zur Seite und sah sie prüfend an. Als wäre sie eine Fremde. Laura hatte das Gefühl, ihre ohnehin schon schwachen Nerven endgültig zu verlieren. Weil sie den Abstand nicht länger ertrug, streckte sie die Hand nach ihm aus.

"Samuel, bitte setz dich zu mir. Wir müssen miteinander reden."

Sofort versteifte er sich, seine Haltung wurde noch verkrampfter. Beinahe misstrauisch sah er sie an, und ihr Magen schien sich noch enger zusammenzuziehen. Als Samuel sie dann noch eindringlich musterte, fingen ihre Wangen, ihre Lippen und ihre Haut förmlich an zu glühen. Doch es war ganz und gar kein angenehmes Gefühl. Irgendwie strahlte er etwas Merkwürdiges aus .

Hätte sie ihn nicht besser gekannt, sie hätte geglaubt, er lehnte sie ab.

Schließlich trat er doch näher. Seine Bewegungen waren so kontrolliert, als befürchtete er, aus dem Hinterhalt überfallen zu werden. Hatte der Arzt mit ihm über mehr als nur den Unfall gesprochen? Falls nicht, sollte sie es schleunigst tun, bevor ihr jemand zuvorkam. Wie würde er wohl reagieren, wenn sie ihm erklärte, dass sie vor Kurzem einen Schwangerschaftstest gemacht hatte?

Sie setzte sich auf und schwang die Beine aus dem Bett, damit sie nebeneinandersitzen konnten. Mit wenigen Schritten war Samuel bei ihr. Streng schlug er die Decke zurück, und sie fühlte sich plötzlich unwohl. Ihrem Blick ausweichend, wies er aufs Kissen.

"Leg dich wieder hin."

Sie unterdrückte das unangemessene Bedürfnis zu lachen.

"Samuel. Mir geht's gut."

Eine Augenbraue hochgezogen, sah er sie an. "Tatsächlich?"

"Absolut."

"Weißt du, wo du bist?"

Sie unterdrückte ein Stöhnen. Was sollten all diese Fragen, mit denen man sie schon den halben Tag quälte?

"Das habe ich doch alles schon mit dem Arzt besprochen." Und mit Grace und mit den Krankenschwestern. Doch als er sie weiterhin anstarrte, nannte sie seufzend den Namen der Klinik. Außerdem fügte sie hinzu: "Im Westen Sydneys, östlich der Blue Mountains." Dort, wo ihr gemeinsames Zuhause war.

"Wer bin ich?"

Sie versuchte trotz allem zu lächeln und schlug die Beine übereinander. "Winston Churchill."

Endlich trat eine vertraute Wärme in seine Augen - ein angenehmes sinnliches Leuchten, das in ihr das Verlangen weckte, ihn zu berühren. Doch im nächsten Moment räusperte er sich, wie er es immer schon getan hatte, wenn er etwas Unangenehmes zu sagen hatte. "Bitte bleib ernst."

Fast hätte sie die Augen verdreht. Doch jeder, der Samuel kannte, wusste, wie unnachgiebig er war. Je früher er sich...

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