Baccara Collection Band 422

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 11. August 2020
  • |
  • 384 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7337-2667-6 (ISBN)
 
VERLIEBT IN DEN SEXY RIVALEN von ROBYN GRADY Er kann sie einfach nicht vergessen! Eine einzige Nacht der Leidenschaft hat Ajax Rawson mit der betörenden Veda verbracht, doch er weiß, dass es nicht mehr für sie geben kann. Denn Veda ist eine Darnel - und ihr Vater hat Ajax' Familie ewige Feindschaft geschworen ... ZÄRTLICHE STUNDEN MIT DEM BOSS von JESSICA LEMMON Brannon Knox ist ihr Boss! Trotzdem weckt er heißes Verlangen in Addison. Denn er ist charmant, gut aussehend und höllisch sexy. Gegen jede Vernunft lässt Addison sich auf eine prickelnde Affäre mit ihm ein. Aber bedeuten ihm die zärtlichen Stunden ebenso viel wie ihr? NUR DU WECKST MEIN BEGEHREN von FIONA BRAND Was zieht ihn an dieser Frau so an? Nach einer gemeinsamen Nacht kann Business-Tycoon Ben Sabin sein Begehren nach der sinnlichen Sophie kaum bezähmen. Doch soll er ihr wirklich trauen? Oder ist sie nur an seinen Millionen interessiert?
Es ist schon lange her, doch Robyn Grady erinnert sich noch ganz genau an jenes Weihnachten, an dem sie ein Buch von ihrer großen Schwester geschenkt bekam. Sofort verliebte sie sich in die Geschichte von Aschenputtel, die von märchenhaftem Zauber und Erfüllung tiefster Wünsche erzählte. Je älter sie wurde, desto mehr verfestigte sich der Wunsch, selbst zu schreiben. Nachdem sie 15 Jahre beim Fernsehen hinter den Kulissen gearbeitet hatte, schien für Robyn die Zeit gekommen, ihren Traum vom Schreiben endlich zu verwirklichen: Sie besuchte Workshops, nahm an Wettbewerben teil und gab nicht auf, an sich zu glauben. Und irgendwann wurde ihr eigenes Märchen tatsächlich wahr: Ihr erstes Buch wurde veröffentlicht! Robyn lebt heute mit Mann und Töchtern in Queensland, Australien. Sie liebt neue Schuhe, abgetragene Jeans, Theaterbesuche und gemeinsame Brunchs mit ebenfalls schreibenden Freundinnen, mit denen sie ihre neuesten Romanideen austauschen kann. Was das Schreiben betrifft, bereut sie einzig und allein, nicht schon viel eher damit begonnen zu haben, und ihrem Verstand statt ihrem Herz gefolgt zu sein. Das Spielen mit Wörtern und die Fähigkeit, die buntesten Bilder allein durch eine Tastatur und die eigene Fantasie zu erschaffen, faszinieren Robyn jeden Tag aufs Neue und bestätigen ihr, dass dies genau das ist, was sie sich vom Leben immer erträumt hat!

1. KAPITEL

Letzte Nacht hatte sie die beste und zugleich schlechteste Entscheidung ihres Lebens getroffen. Ekstase auf der einen Seite, auf der anderen eine absolute Katastrophe.

Veda Darnel konnte es immer noch nicht begreifen. Sie hatte praktisch ihre Seele verkauft für eine Nacht mit einem Mann, der für sie das Wort Befriedigung neu definiert hatte. Ein unerhört charmanter und attraktiver Mann, der sie veranlasst hatte, ihren gesunden Menschenverstand gegen ein beispiellos lustvolles Erlebnis einzutauschen.

Nun lag sie da, an seinen nackten Körper geschmiegt, und studierte sein Gesicht, während er sich seinem wohlverdienten Schlaf hingab. Er wirkte gelöst und entspannt. Von dem übermütigen und bisweilen arroganten Cowboy war kaum noch etwas zu entdecken. Sie kämpfte gegen den Wunsch an, die Hüften an seinen zu reiben. Bei jedem seiner Atemzüge berührte sein Oberkörper ihre empfindlichen Brustwarzen. Wann immer sich auf seinem Mund ein traumverlorenes Lächeln abzeichnete, verlangte es sie nach einem Kuss.

Nur noch einen einzigen Kuss.

Aber dazu würde sie es nicht kommen lassen. Denn sie wusste es besser. Und in Zukunft würde sie es auch besser machen.

Im Schlaf zog Ajax Rawson scharf den Atem ein. Sie spürte, wie seine Hände, die auf ihrem Hinterteil lagen, sich reflexartig bewegten und sie damit noch näher an sich zogen. Sie biss sich auf die Lippen, um ein Stöhnen zu unterdrücken. Ihr verräterischer Körper sehnte sich nach diesen Händen. Wenn er jetzt aufwachte, würden sie vermutlich da weitermachen, wo sie aufgehört hatten, und miteinander schlafen, als gäbe es kein Morgen.

Als ob der Preis, den sie zu zahlen hatten, nicht jetzt schon hoch genug wäre.

Behutsam ergriff sie eine seiner großen Hände auf ihrem Po und versuchte, sie beiseitezuschieben. Vergeblich. Es kam ihr vor, als wäre sein Arm aus Blei. Sie versuchte es erneut. Als es ihr schließlich gelang, sich von ihm zu lösen, setzte sie sich auf und hielt den Atem an. Aber er rührte sich nicht. Nicht einen Zentimeter.

Also, jetzt sollte sie schnell aufstehen, in ihre Sachen schlüpfen, das Hotelzimmer verlassen und keinen Blick zurückwerfen. Aber ein bittersüßes Verlangen hielt sie davon ab. Ajax war der beste Liebhaber, den sie jemals gehabt hatte.

Allerdings warf das die Frage auf, wie viele Frauen genau dasselbe über ihn denken mochten.

Er holte tief Luft, drehte sich auf den Rücken und legte eine Hand auf seinen Waschbrettbauch. Dann öffneten sich seine Augen, und er blinzelte sie verschlafen an. Vedas Magen zog sich zusammen.

Jetzt war es zu spät für eine unbemerkte Flucht.

Ajax runzelte die Stirn. Sein Blick glitt zur Zimmerdecke und dann wieder zu ihr, während er versuchte, sich zu orientieren. Sein Mund verzog sich zu einem Lächeln. "Oh, ja, jetzt weiß ich wieder, wer du bist."

Vedas Vorsatz, es in Zukunft besser zu machen, war vergessen. Sie hatte das Gefühl, in seinen tiefblauen Augen zu ertrinken.

"Komm wieder zu mir", bat er.

Beim Klang seiner tiefen, sonoren Stimme erschauerte Veda. Doch als er sich zur Seite drehte und eine Hand nach ihr ausstreckte, gab sie der Versuchung nicht nach. Sie rückte ein Stück von ihm ab. "Eigentlich muss ich gehen."

Ajax stützte sich auf den Ellenbogen. "Aber doch wohl hoffentlich nur ins Bad?"

"Nein, das nicht."

"Ah, du brauchst etwas zu essen. Genau wie ich. Ich bestelle etwas. Vielleicht Rühreier mit Schinken? Und ein paar Pfannkuchen mit Sirup? Wir können im Bett frühstücken." Er richtete sich auf und rieb seine Wange an ihrer. "Und auch zu Mittag und zu Abend essen, wenn du möchtest."

Ajax schien nie um Worte verlegen. Besonders, wenn es darum ging, das Richtige zu sagen. Er besaß eine Ausstrahlung, als ob alles Gute, was das Schicksal zu bieten hatte, von ganz allein zu ihm kam und er sich nie um etwas bemühen musste.

Wenn sie doch dasselbe auch von sich sagen könnte.

Vor Jahren und mehr als einmal hatte eine viel jüngere Veda Ajax aus der Ferne betrachtet und sich in Tagträumen vorgestellt, in genau der Situation zu sein, in der sie sich gerade befand. Doch schon damals, ebenso wie jetzt, hatte der Gedanke, was ihr Vater dazu sagen würde, sie mit Angst erfüllt. Drake Darnel hatte ein oder zwei Hühnchen mit den Rawsons zu rupfen. Eines davon rührte noch aus einer Zeit, als Ajax' Vater, Huxley Rawson, begann, sich einen Ruf als Schürzenjäger zu machen. Das lag Jahrzehnte zurück.

Und wie hieß es doch so schön?

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

Als er näher rückte, sein männlicher Duft sie umhüllte und er Anstalten machte, sie zu küssen, fühlte Veda ihre Widerstandskraft schwinden. Doch sie schaffte es, aufzustehen und ein paar Schritte zurückzutreten.

Ajax lehnte sich zurück und musterte sie, als ob er nicht verstehen könnte, wo das Problem lag. Nachdem sie sich ihm in den vergangenen Stunden so rückhaltlos hingegeben hatte, konnte sie ihm daraus keinen Vorwurf machen.

"Habe ich etwas falsch gemacht, Veda? Habe ich dir wehgetan?"

Sie schüttelte den Kopf. "Nein, überhaupt nicht." Er war der perfekte Kavalier gewesen. Und ein unglaublicher Liebhaber.

"Dann hast du einen Termin?"

"Nein, habe ich nicht."

Er verzog das Gesicht zu einer schmerzlichen Grimasse. "Dann geht es um die Familie? Darum, dass unsere Väter nicht miteinander auskommen?"

Sie ließ die Schultern sinken. "Das ist schwer zu ignorieren."

"Das haben wir letzte Nacht aber ganz gut hinbekommen."

Sie hatten sich auf einer glamourösen Wohltätigkeitsveranstaltung in Saratoga Springs getroffen. Nach einer Stunde inmitten des Rummels brauchte Veda eine Pause und ging auf einen Balkon, um frische Luft zu atmen. Ajax hatte am Geländer gestanden und gerade ein Telefonat beendet. Er sah unverschämt gut aus in seinem maßgeschneiderten Smoking, der seinen perfekten Körper wie angegossen umhüllte. Veda hatte die Luft angehalten und auf dem Absatz kehrt gemacht. Doch er hatte das Handy weggesteckt und sie mit einer Frage veranlasst, stehen zu bleiben.

"Sind wir uns nicht schon einmal begegnet?"

Kein besonders origineller Spruch, um die Aufmerksamkeit einer Frau zu wecken. Doch es war ihm durchaus ernst damit. Wenn sie auch noch nie miteinander gesprochen hatten, so musste ihr Anblick ihm doch vertraut vorkommen. Schon seit Jahren, immer wenn sie ihren Vater auf ein Pferderennen begleitete, war sie unfähig gewesen, den Blick von Ajax zu wenden.

Also, waren sie sich schon einmal begegnet?

Sie kam sich vor wie ein unbeholfener Teenager. "Nein, jedenfalls nicht direkt", murmelte sie.

Seine unglaublich blauen Augen funkelten amüsiert, als er leise lachte. "Nun, dann bin ich erfreut, Ihre Bekanntschaft zu machen. Ganz direkt."

Nachdem sie sich ihre Namen genannt hatten, war der Groschen gefallen. Sie war eine Darnel, er war ein Rawson. Veda hatte natürlich auch erwähnt, dass sie seit Kurzem mit Lanie Rawson befreundet war, seiner Schwester. Wie klein die Welt doch war.

Während Ajax den Großteil der Unterhaltung bestritt, hatten sie sich besser kennengelernt. Und dann kam das Tanzen, das Küssen - und nach Mitternacht waren sie irgendwie in diesem Hotelzimmer in Saratoga Springs gelandet. Und im Bett. Keiner von ihnen hatte während dieser verzauberten Stunden die Fehde zwischen ihren Familien mit nur einem Wort erwähnt. Veda wollte die faszinierende Stimmung zwischen ihnen nicht zerstören, und Ajax maß dieser Angelegenheit offenbar nicht allzu viel Bedeutung bei.

"Drake und Hux sind über die Jahre immer wieder aneinandergeraten", bemerkte er jetzt leichthin. "Aber ich kann mich nicht erinnern, wann Dad das letzte Mal seinen Namen erwähnt hat."

Sollte das etwa ein Scherz sein? "Ich höre meinen Vater ständig über Hux Rawson reden."

"Warte mal. Sagtest du nicht, dass du in New Jersey wohnst?"

Das entsprach der Wahrheit. Sie lebte schon seit Jahren nicht mehr hier in Saratoga Springs im Staat New York bei ihrem Vater. "Wir stehen in ständigem Kontakt. Telefonate, Textnachrichten. Und ich besuche ihn, wann immer ich kann."

So wie an diesem Wochenende. Eigentlich war sie als seine Begleitung zu dieser Veranstaltung vorgesehen. Aber es ging ihm nicht gut, und er hatte in letzter Minute abgesagt.

Gut gemacht, Schicksal.

"Oh." Ajax stieß den Atem aus und strich sich durch das zerzauste blonde Haar. "Tut mir leid, das zu hören."

"Es tut dir leid, dass ich Kontakt zu meinem Vater pflege?"

"Nein. Es tut mir leid, dass dein Vater immer noch diesen alten Groll hegt. Das muss anstrengend sein."

Veda spürte, wie ihr die Röte in die Wangen stieg. Man konnte Drake Darnel so einiges nachsagen, aber das hier war nicht fair. "Es ist wohl kaum möglich, einfach weiterzumachen, als ob nichts geschehen wäre, wenn jemand einem die Liebe seines Lebens gestohlen hat. Immerhin ging es um die Frau, die er heiraten wollte."

Ajax hob das Kinn. "Sagtest du gestohlen?"

"Mein Vater hatte ihr schon einen Verlobungsring geschenkt. Dann kam Hux, spannte sie ihm aus, und das war es."

"Oh, nein. Drake wollte ihr einen Ring schenken. Aber meine Mutter hat ihn nicht angenommen. Das weiß ich übrigens aus erster Hand, nämlich von ihr. Mein Vater hat sie weder manipuliert noch verhext. Es braucht zwei, um einen Tango zu...

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