Europäischer Grundrechtsschutz

Die Anwendung der Unionsgrundrechte in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union und ihr Verhältnis zu den nationalen Grundrechten
 
 
Nomos (Verlag)
  • 1. Auflage
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  • erschienen am 8. September 2021
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  • 646 Seiten
 
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978-3-7489-2681-8 (ISBN)
 
Die Charta der Grundrechte der Europäischen Union gewinnt zunehmend in den Mitgliedstaaten der EU an Bedeutung. Dies zeigen nicht zuletzt die Beschlüsse des Bundesverfassungsgerichts zum sog. "Recht auf Vergessen". Der Anwendungsbereich der Charta ist allerdings über 10 Jahre nach ihrem Inkrafttreten nicht vollständig geklärt. Die Arbeit geht zunächst der Frage nach, wie dieser näher zu bestimmen ist. Darauf aufbauend werden Ausgleichs- und Abwägungslösungen aufgezeigt, die das Zusammenspiel von Unionsgrundrechten und nationalen Grundrechten ermöglichen. Die Frage des "letzten Worts" muss dabei im europäischen Grundrechtsverbund offenbleiben. Eine Stärkung des europäischen Grundrechtsschutzes kann dabei im Wege des Dialogs der Gerichte erfolgen. Erörtert wird schließlich, wie sich ein möglicher Beitritt der EU zur EMRK auswirken könnte.
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  • Cover
  • Einleitung
  • 1. Kapitel: Grundrechtsschutz im Spannungsfeld zwischen nationalem Recht, Unions- und Völkerrecht
  • A. Nationales Recht und Unionsrecht
  • I. Verhältnis von Unionsrecht und nationalem Recht
  • 1. Aus der Perspektive des EuGH: Absoluter Vorrang des Unionsrechts
  • 2. Aus der Perspektive des Bundesverfassungsgerichts: Vorrang unter Vorbehalt
  • a. Die sog. Solange-Rechtsprechung
  • b. Maastricht-Urteil
  • c. Bananenmarkt-Beschluss
  • d. Lissabon-Urteil
  • e. Honeywell-Beschluss
  • f. OMT-Verfahren
  • g. Europäischer Haftbefehl II-Beschluss
  • h. Recht auf Vergessen-Entscheidungen
  • i. PSPP-Verfahren
  • j. Zusammenfassung
  • 3. Antwort auf die Vorrangfrage in den anderen Mitgliedstaaten der EU
  • a. Vorrang des Unionsrechts
  • aa. Estland
  • bb. Niederlande
  • cc. Österreich
  • dd. Zypern
  • ee. Luxemburg und Finnland
  • b. Vorrang des nationalen Verfassungsrechts
  • aa. Litauen
  • bb. Kroatien
  • cc. Polen
  • dd. Rumänien
  • ee. Frankreich
  • ff. Lettland
  • gg. Griechenland
  • c. Tendenziell begrenzter Vorrang des Unionsrechts
  • aa. Belgien
  • bb. Dänemark
  • cc. Irland
  • dd. Italien
  • ee. Malta
  • ff. Portugal
  • gg. Schweden
  • hh. Slowenien
  • ii. Spanien
  • jj. Tschechien
  • kk. Ungarn
  • d. Unklare Rechtslage in Bulgarien und der Slowakei
  • 4. Zwischenergebnis
  • II. Rechtsquellen des Unionsrechts und Auswirkungen auf nationales Recht
  • 1. Rechtsquellen des Unionsrechts
  • a. Primärrecht
  • b. Sekundärrecht
  • c. Zwischenergebnis
  • 2. Tatsächlicher Einfluss auf die Rechtsetzung in den Mitgliedstaaten
  • a. Rechtsakte mit europäischem Einfluss ("Impuls-Methode")
  • b. Vergleich der Rechtsakte auf europäischer und nationaler Ebene ("Kompetenz-Methode")
  • 3. Schlussfolgerungen
  • B. Grundrechtsschutz durch nationale Gerichte, EuGH und EGMR
  • I. Terminologie des europäischen Grundrechtsschutzes
  • 1. Begriff der "Grundrechte" in nationalen Verfassungen, der EMRK und der GRC
  • 2. Grundrechte vor Inkrafttreten der GRC, allgemeine Rechtsgrundsätze und Grundrechte in den Verträgen
  • II. Rechtsquellen des europäischen Grundrechts- und Menschenrechtsschutzes
  • 1. Nationale Grundrechte am Beispiel des Grundgesetzes
  • 2. EMRK
  • 3. Grundrechte in der GRC
  • 4. Zwischenergebnis
  • III. Für den Grundrechtsschutz verantwortliche Gerichte
  • 1. Bundesverfassungsgericht
  • 2. EuGH
  • 3. EGMR
  • 4. Zwischenergebnis
  • IV. Verhältnis zwischen den europäischen Grundrechtsquellen
  • 1. Derzeitiges Verhältnis von Unionsgrundrechten und der EMRK
  • a. Perspektive des EuGH
  • b. Perspektive des EGMR
  • 2. Verhältnis von nationalem Recht und der EMRK
  • a. Überblick
  • b. Stellung der EMRK am Beispiel des deutschen Rechts
  • c. Perspektive der EMRK und des EGMR
  • C. Konfliktpotential zwischen nationalem und europäischem Grundrechtsschutz
  • I. Kompetenzrechtliche Konflikte
  • II. Inhaltliche Konflikte
  • 1. Formelle Divergenzen
  • 2. Materielle Divergenzen
  • D. Ergebnis
  • 2. Kapitel: Bindung der Mitgliedstaaten an Unionsgrundrechte, Art. 51 Abs. 1 S. 1 GRC
  • A. Grundrechtsverpflichtung der Mitgliedstaaten vor Inkrafttreten der GRC
  • I. Rechtsprechung des EuGH
  • 1. Konstellationen, in denen eine Bindung angenommen wurde
  • a. "Durchführung" von Unionsrecht
  • aa. Nationales Recht im Zusammenhang mit Verordnungen
  • bb. Auslegung und Anwendung von nationalem Recht bei der Umsetzung von Richtlinien
  • cc. Zwischenergebnis
  • b. Handeln im "Anwendungsbereich" des Unionsrechts
  • aa. Einschränkung von Grundfreiheiten
  • bb. Grundrechte als selbstständiger Rechtfertigungsgrund bei der Beeinträchtigung einer Grundfreiheit
  • cc. Grundrechtsbindung bei fehlender Beeinträchtigung einer Grundfreiheit?
  • dd. Anwendung nationaler Prozess- und Verfahrensregeln bei unionsrechtlich gewährleisteten Rechten
  • ee. Umsetzung von Richtlinien vor Ablauf der Umsetzungsfrist
  • ff. Änderung von zur Umsetzung von Richtlinien erlassenen Rechts
  • gg. Anwendung von Verordnungen
  • hh. Zwischenergebnis
  • c. Keine bestimmte Formulierung
  • aa. Rechtfertigung einer Beeinträchtigung von Grundfreiheiten durch Inanspruchnahme eines Grundrechts als zwingendes Erfordernis
  • bb. Grundfreiheit als formaler Anknüpfungspunkt?
  • cc. Weites Verständnis des Anwendungsbereichs einer Richtlinie
  • dd. Grundrechtsbindung bei Kommissionsentscheidungen
  • ee. Umsetzung von Rahmenbeschlüssen
  • ff. Bestätigung bisheriger Rechtsprechung
  • gg. Konstellationen bei einem weiten Grundrechtsverständnis
  • (1) Voraussetzung der Ausübung eines durch den Vertrag geschützten Rechts
  • (2) Grundsatz der Gleichbehandlung von Männern und Frauen
  • hh. Zwischenergebnis
  • 2. Konstellationen, in denen eine Bindung abgelehnt wurde
  • a. Potentielle Ausübung des Rechts auf Freizügigkeit
  • b. Kompetenz zum Erlass von Sekundärrecht
  • c. Nationale Normen, die lediglich unionsrechtliche Regelungen berühren
  • 3. Ergebnis und Stellungnahme
  • II. Überblick zum Meinungsstand im Schrifttum
  • III. Terminologische Klarstellung für die weitere Untersuchung
  • B. Auslegung des Art. 51 Abs. 1 S. 1 GRC
  • I. Auslegung im Unionsrecht
  • 1. Rückgriff auf bereits bestehende grundrechtsspezifische Auslegungselemente
  • 2. Besondere Auslegungsregeln für die Auslegung der Grundrechtecharta
  • a. Methodische Besonderheiten bei der Anwendung bestehender Auslegungsregeln
  • b. Auslegung unter Berücksichtigung einer Grundrechtstheorie
  • c. Zwischenergebnis
  • 3. Eigenständige Auslegungsregeln im Unionsrecht
  • a. Auslegungsziel
  • b. Auslegungsmethoden
  • aa. Semantische Auslegung
  • bb. Systematische Auslegung
  • cc. Historische Auslegung
  • dd. Teleologische Auslegung
  • c. Zusammenfassung und weiteres methodisches Vorgehen
  • II. Semantische Auslegung
  • 1. Bedeutung des deutschen Wortlautes
  • a. Sprachliche Bedeutung des Begriffs "Durchführung"
  • b. Rechtliche Bedeutung des Begriffs "Durchführung"
  • c. Verständnis des Begriffs "Durchführung" unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des EuGH
  • d. Zwischenergebnis
  • 2. Vergleich der weiteren Amtssprachen der EU
  • a. Sprachfassungen mit einem restriktiven Verständnis
  • aa. Bulgarisch
  • bb. Dänisch
  • cc. Englisch
  • dd. Französisch
  • ee. Kroatisch
  • ff. Lettisch
  • gg. Litauisch
  • hh. Maltesisch
  • ii. Niederländisch
  • jj. Slowakisch
  • kk. Ungarisch
  • b. Sprachfassungen mit einem weiten Verständnis
  • aa. Estnisch
  • bb. Finnisch
  • cc. Griechisch
  • dd. Irisch
  • ee. Italienisch
  • ff. Polnisch
  • gg. Portugiesisch
  • hh. Rumänisch
  • ii. Schwedisch
  • jj. Slowenisch
  • kk. Spanisch
  • ll. Tschechisch
  • c. Zwischenergebnis
  • 3. Lösungsansätze zum Umgang mit sprachlichen Divergenzen im Unionsrecht
  • a. Besondere Bedeutung der Ursprungsfassung
  • b. Anwendung der sog. Günstigkeitsregel
  • c. Beschränkung auf den kleinsten gemeinsamen Nenner
  • d. Vorrang der klarsten Fassung
  • e. Vorrang der Mehrheit der Sprachfassungen
  • f. Berücksichtigung von weiteren Auslegungsmethoden
  • 4. Zwischenergebnis
  • III. Systematische Auslegung
  • 1. Bestimmungen der Charta - Art. 51 Abs. 2 und Art. 53 GRC
  • 2. Protokoll Nr. 30 über die Anwendung der Grundrechtecharta auf Polen und das Vereinigte Königreich
  • 3. Bestimmungen der Verträge und Rechtsgrundsätze des Unionsrechts
  • a. Verhältnis zwischen Grundfreiheiten und Grundrechten
  • b. Grundlegende Werte der Union i.S.d. Art. 2 EUV
  • c. Grundsatz des wirksamen gerichtlichen Schutzes nach Art. 19 EUV
  • d. Grundsatz der Rechtssicherheit
  • 4. Zwischenergebnis
  • IV. Historische Auslegung
  • 1. Ausarbeitung der Grundrechtecharta
  • a. Beratungen im Grundrechtekonvent
  • aa. Erste Vorschläge für die Bindung der Mitgliedstaaten
  • bb. Diskussion und Änderungsvorschläge
  • cc. Erster Entwurf für den vollständigen Text der Charta und abschließende Diskussion
  • dd. Zwischenergebnis
  • b. Beratungen im Verfassungskonvent 2002-2003 und bei der Regierungskonferenz 2004
  • c. Grundrechtecharta und Vertrag von Lissabon
  • d. Zwischenergebnis
  • 2. Erläuterungen zur Charta der Grundrechte
  • 3. Zwischenergebnis
  • V. Teleologische Auslegung
  • 1. Ziele der Charta vor ihrem entstehungsgeschichtlichen Hintergrund
  • 2. Normative Anknüpfung der Ziele der Charta in der Präambel
  • 3. Gebot des effet utile
  • 4. Dynamische Auslegung
  • 5. Ausübung von unionaler Hoheitsgewalt
  • 6. Einheitliche Durchsetzung des Unionsrechts
  • 7. Union als Wertegemeinschaft
  • 8. Zwischenergebnis
  • VI. Ergebnis
  • C. Entwicklung in der Rechtsprechung des EuGH
  • I. Anfänglich restriktive Anwendung der Charta - Rechtssachen McB, Asparuhov und Chartry
  • II. Bindung auch bei sekundärrechtlich gewährleisteten Ermessensspielräumen - Rechtssache N.S. u.a.
  • III. Erste Kriterien zur Bestimmung der Reichweite des Art. 51 Abs. 1 S. 1 GRC - Rechtssachen Iida, Ymerga und Pringle
  • IV. Weites Verständnis der Durchführung i.S.d. Art. 51 Abs. 1 S. 1 GRC - Rechtssache Åkerberg Fransson und Folgerechtsprechung
  • 1. Leitentscheidung zu Art. 51 Abs. 1 S. 1 GRC - Rechtssache Åkerberg Fransson
  • a. Sachverhalt
  • b. Schlussanträge des Generalanwalts Cruz Villalón
  • c. Entscheidung des EuGH
  • d. Reaktionen und Bewertung
  • 2. Einschränkung der Entscheidung Åkerberg Fransson? - Rechtssachen Siragusa, Torralbo Marcos, Hernández und Dano
  • a. Rechtssache Siragusa
  • b. Rechtssache Torralbo Marcos
  • c. Rechtssache Hernández
  • d. Rechtssache Dano
  • 3. Bestätigung der Grundsätze der Rechtssache Åkerberg Fransson - Rechtssachen Delvigne, WebMindLicenses, Petruhhin, Tele2 Sverige und Berlioz Investment Fund
  • a. Rechtssache Delvigne
  • b. Rechtssache WebMindLicenses
  • c. Rechtssache Petruhhin
  • d. Rechtssache Tele2 Sverige
  • e. Rechtssache Berlioz Investment Fund
  • V. Grundrechtsbindung bei Beeinträchtigung von Grundfreiheiten - Rechtssachen Pelckmans Turnhout, Pfleger, Global Starnet und Europäische Kommission/Ungarn
  • 1. Rechtssache Pelckmans Turnhout
  • 2. Rechtssache Pfleger
  • 3. Rechtssache Global Starnet
  • 4. Rechtssache Europäische Kommission/Ungarn
  • VI. Erfüllung unionsrechtlicher Pflichten als Anknüpfungspunkt für die mitgliedstaatliche Grundrechtsbindung - Rechtssachen Florescu u.a., Demarchi Gino und Miravitlles Ciurana u.a.
  • 1. Rechtssache Florescu u.a.
  • 2. Verbundene Rechtssachen Demarchi Gino
  • 3. Rechtssache Miravitlles Ciurana u.a.
  • VII. Restriktives Verständnis bei Mindestharmonisierung - Rechtssachen Muladi, Milev, TSN und Moro
  • 1. Rechtssache Muladi
  • 2. Rechtssache Milev
  • 3. Verbundene Rechtssachen TSN
  • 4. Rechtssache Moro
  • VIII. Keine Anwendbarkeit der Charta trotz möglicher Bezugspunkte zum Unionsrecht - Rechtssachen X und X und Associação Sindical dos Juízes Portugueses
  • 1. Rechtssache X und X
  • 2. Rechtssache Associação Sindical dos Juízes Portugueses
  • IX. Keine Grundrechtsbindung mangels konkreter Anhaltspunkte
  • X. Ergebnis
  • D. Ansätze zur Bestimmung des Anwendungsbereichs der Grundrechtecharta in den Mitgliedstaaten
  • I. Konkretisierung des Art. 51 Abs. 1 S. 1 GRC
  • 1. Kriterium des "Beruhens der Unionsgrundrechtsbeeinträchtigung auf unionaler Hoheitsgewalt"
  • 2. Bestehen einer Vorschrift des Unionsrechts sowie einer spezifischen Verbindung zwischen nationalem Recht und Unionsrecht
  • 3. Determination des mitgliedstaatlichen Rechts als Abgrenzungskriterium
  • 4. Erfüllung unionsrechtlicher Pflichten
  • 5. Einheitlichkeit des Unionsrechts
  • 6. Orientierung an Ziel- und Schutzvorgaben
  • 7. Zwischenergebnis
  • II. Vorschläge zur Ausweitung der mitgliedstaatlichen Bindung an Unionsgrundrechte
  • 1. Bindung auch ohne Bezug zum Unionsrecht
  • 2. Abgrenzung nach Kompetenzen
  • 3. Nichtdiskriminierung und Unionsbürgerschaft
  • a. Anwendungsbereich der Verträge nach Art. 18 AEUV
  • aa. Sprachvergleich
  • bb. Sachliche Reichweite des Anwendungsbereichs in Art. 18 AEUV
  • b. Bindung an Unionsgrundrechte aufgrund der Ausübung der Freizügigkeit der Unionsbürger
  • c. Unionsbürgerschaft als Auslöser der mitgliedstaatlichen Grundrechtsbindung
  • d. Stellungnahme
  • 4. "Umgekehrte" Solange-Doktrin
  • 5. Horizontales Solange-Prinzip
  • 6. Zwischenergebnis
  • III. Fallgruppen zur Bestimmung der mitgliedstaatlichen Bindung an Unionsgrundrechte nach Art. 51 Abs. 1 S. 1 GRC
  • 1. Grundrechtsbindung vermittelt über Primärrecht
  • a. Bindung bei Beeinträchtigung einer Grundfreiheit
  • b. Bindung bei Beschränkung des Freizügigkeitsrechts bzw. des Kernbestands der Unionsbürgerschaft
  • c. Bindung bei der Verpflichtung zur Beachtung weiterer primärrechtlicher Vorgaben
  • d. Keine Bindung im Zusammenhang mit dem Primärrecht
  • 2. Grundrechtsbindung vermittelt über Sekundärrecht
  • a. Bindung bei Verordnungen
  • b. Bindung bei Richtlinien
  • aa. Anwendungsbereich einer Richtlinie
  • bb. Überschießende Umsetzung und Mindestharmonisierung
  • cc. Zeitpunkt der Grundrechtsbindung
  • 3. Grundrechtsbindung vermittelt über nationales Recht, das auf Unionsrecht verweist oder zum Bestandteil des Unionsrechts wird
  • E. Übertragbarkeit des Anwendungsbereichs der Rechte der GRC auf Grundrechte als allgemeine Rechtsgrundsätze i.S.d. Art. 6 Abs. 3 EUV
  • F. Ergebnis
  • 3. Kapitel: Verhältnis zwischen Grundrechtecharta und nationalen Grundrechtsgewährleistungen
  • A. Möglichkeit der "Doppelgeltung" der Grundrechtsgewährleistungen
  • I. Nationaler Grundrechtsschutz nach dem Unionsrecht
  • II. Grundrechtsbindung der Mitgliedstaaten am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland
  • III. Zwischenergebnis
  • B. Verhältnis nationaler Grundrechte und Unionsgrundrechte in der Rechtsprechung des EuGH und nationaler Verfassungsgerichte
  • I. EuGH
  • II. Bundesverfassungsgericht
  • 1. Trennungskonzeption
  • 2. Abweichungen von der bisherigen Rechtsprechung im Beschluss Europäischer Haftbefehl II
  • 3. Neuordnung durch die Beschlüsse Recht auf Vergessen I und II
  • a. Sachverhalte
  • b. Neubestimmung des bundesverfassungsgerichtlichen Prüfungsmaßstabs
  • c. Begründung für die Prüfung und Berücksichtigung der Unionsgrundrechte
  • aa. Unionsgrundrechte als Prüfungsmaßstab
  • (1) Integrationsverantwortung aus Art. 23 Abs. 1 S. 1 GG
  • (2) Verfassungsrechtlicher Auftrag zur Gewährleistung umfassenden Grundrechtsschutzes
  • bb. Primäre Anwendung der Grundrechte des Grundgesetzes und Auslegung der Grundrechte im Lichte der Unionsgrundrechte
  • d. Anwendbarkeit der Unionsgrundrechte, Art. 51 Abs. 1 S. 1 GRC
  • e. Verhältnis zum EuGH
  • f. Folgen der Beschlüsse
  • aa. Verhältnis zur Fachgerichtsbarkeit
  • bb. Erstreckung auf die Normenkontrolle denkbar?
  • (1) Konkrete Normenkontrolle, Art. 100 Abs. 1 GG
  • (2) Abstrakte Normenkontrolle, Art. 93 Abs. 1 Nr. 2 GG
  • g. Konsequenzen für das Verhältnis zur EMRK
  • 4. Bestätigung des Zweiten Senats durch den Beschluss Europäischer Haftbefehl III
  • 5. Bewertung und Ausblick
  • III. Weitere Verfassungsgerichte
  • 1. Österreichischer Verfassungsgerichtshof
  • a. Ausgangslage
  • b. "Charta-Erkenntnis" und Kritik
  • c. Reaktion des EuGH
  • d. Folgerechtsprechung des Verfassungsgerichtshofs
  • 2. Conseil constitutionnel
  • 3. Corte costituzionale
  • IV. Zusammenfassung und Bewertung
  • C. Ausgleichs- und Abwägungslösungen zur Berücksichtigung des nationalen Grundrechtsschutzes
  • I. Art. 53 GRC als Anhaltspunkt für die Bestimmung des Verhältnisses von Unionsgrundrechten und nationalen Grundrechten
  • 1. Auslegung des Art. 53 GRC
  • a. Semantische Auslegung
  • b. Systematische Auslegung
  • c. Historische Auslegung
  • d. Teleologische Auslegung
  • e. Ergebnis
  • 2. Grundsatzentscheidung des EuGH zu Art. 53 GRC - Rechtssache Melloni
  • a. Sachverhalt
  • b. Entscheidung des EuGH
  • c. Reaktionen und Bewertung
  • d. Rückschlüsse aus der gemeinsamen Betrachtung der Rechtssachen Åkerberg Fransson und Melloni
  • 3. Zwischenergebnis
  • II. Anwendungsvorrang der Grundrechtecharta
  • 1. Bedeutung des Anwendungsvorrangs im Grundrechtsbereich
  • 2. Mögliche Einschränkung des Anwendungsvorrangs durch die Rechtssache M.A.S. und M.B. (Taricco II)
  • a. Ausgangsverfahren Taricco I und erneute Vorlage der Corte costituzionale
  • b. Entscheidung des EuGH in der Rechtssache M.A.S. und M.B. (Taricco II)
  • c. Reaktionen und Bewertung
  • 3. Zusammenfassung
  • III. Berücksichtigung nationaler Identität, Art. 4 Abs. 2 EUV
  • 1. Begriff der "nationalen Identität" i.S.d. Art. 4 Abs. 2 EUV
  • 2. Kompetenz zur Konkretisierung des Identitätsbegriffs
  • 3. Beispiele aus der Rechtsprechung des EuGH
  • a. Rechtssache Omega
  • b. Rechtssache Sayn-Wittgenstein
  • c. Zwischenergebnis
  • 4. Rechtsfolge des Art. 4 Abs. 2 EUV
  • 5. Zwischenergebnis
  • IV. Gewährung von Entscheidungsspielräumen nationaler Verfassungsgerichte durch den EuGH
  • 1. Margin of appreciation-Doktrin in der Rechtsprechung des EGMR
  • 2. Rechtsprechung des EuGH
  • 3. Übertragbarkeit des Ansatzes des EGMR?
  • 4. Kriterien zur Bestimmung der Rücknahme der Kontrolldichte des Gerichtshofs
  • a. Kontrolldichte in Abhängigkeit von Art. 51 Abs. 1 S. 1 GRC
  • b. Kompetenzaufteilung zwischen Union und Mitgliedstaaten
  • c. Berücksichtigung des Verfahrens
  • d. Bedeutung des Grundrechts und Intensität des Grundrechtseingriffs
  • e. Besonderheiten des Vorabentscheidungsverfahrens
  • f. Nationale Unterschiede hinsichtlich bestimmter Rechtsfragen
  • 5. Auswirkungen der Rücknahme der Kontrolldichte des EuGH
  • 6. Anwendungsbeispiel unter Berücksichtigung der Entscheidungen zum sog. Recht auf Vergessen
  • V. Zwischenergebnis
  • D. Dialog zwischen EuGH und nationalen Verfassungsgerichten
  • I. Begriffliche Konkretisierung
  • II. Voraussetzungen und Ausgestaltung
  • III. Beispiele für den Dialog zwischen EuGH und nationalen Verfassungsgerichten im Grundrechtsbereich
  • 1. Direkter Dialog
  • a. Rechtssache Melloni als "Negativbeispiel"
  • b. Rechtssache Taricco als "Positivbeispiel"
  • 2. Indirekter Dialog
  • a. Verbundene Rechtssachen Aranyosi und Caldararu
  • b. Rechtssachen Egenberger und IR
  • 3. Vergleichbarer Dialog zwischen dem Österreichischen Verfassungsgerichtshof und dem EGMR
  • IV. Zwischenergebnis
  • E. Ergebnis
  • 4. Kapitel: Verhältnis der Unionsgrundrechte und nationalen Grundrechte nach dem Beitritt der EU zur EMRK
  • A. Entwurf des Beitrittsabkommens und Gutachten 2/13
  • I. Entwurf des Beitrittsabkommens
  • II. Gutachten 2/13 als Ende der Beitrittsbemühungen?
  • 1. Besondere Merkmale und Autonomie des Unionsrechts
  • 2. Artikel 344 AEUV
  • 3. Co-respondent mechanism
  • 4. Verfahren der Vorabbefassung des Gerichtshofs
  • 5. Besondere Merkmale des Unionsrechts in Bezug auf die gerichtliche Kontrolle im Bereich der GASP
  • 6. Bewertung
  • B. Gründe und Möglichkeiten für den Beitritt der EU zur EMRK nach dem Gutachten 2/13
  • I. Fortbestehende Notwendigkeit eines Beitritts der EU zur EMRK
  • II. Möglichkeiten eines Beitritts
  • C. Wesentliche Folgen eines Beitritts der EU zur EMRK für den europäischen Grundrechtsschutz
  • I. Stellung der EMRK innerhalb des Unionsrechts
  • II. Auswirkungen in den Mitgliedstaaten
  • III. Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen EuGH und EGMR
  • 5. Kapitel: Zusammenfassung und Ausblick
  • Literaturverzeichnis

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