Alb-Traum

Heimatkrimi
 
 
Books on Demand (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 31. Juli 2018
  • |
  • 112 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Adobe-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7528-0136-1 (ISBN)
 
Ein Traum - ein Ziel - das Schreiben

Heimatkrimi von Karin Goller
... die Kommissare Manfred und Peter ermitteln ...
1. Auflage
  • Deutsch
  • 0,94 MB
978-3-7528-0136-1 (9783752801361)
weitere Ausgaben werden ermittelt

Er liegt in der Hütte und wird sterben. Er richtet den schon glasigen Blick auf Sarah.

"Hilf mir", schien er noch sagen zu wollen. Doch sie konnte ihm nicht mehr helfen. Er hatte sich selbst zu Grunde gerichtet.

Ein Fall für die Kommissare Manfred Börner und Peter Bauer.

Ihr neuer Fall führt sie auf die Schwäbische Alb!

Manfred Börner und Peter Bauer, Kommissare der Mordkommission, waren erst vor einigen Wochen nach Tübingen versetzt worden. Gegensätzlicher konnte der Wechsel von Hamburg nach Tübingen nicht sein. Noch ahnten Sie nicht, dass schon bald ein neuer Fall auf Sie zukommen wird.

In einem kleinen Hinterzimmer saß ER, seine Hemdsärmel hatte ER aufgekrempelt und genießerisch genoss ER den Whisky. ER schaute den Wölkchen seiner Zigarette nach.

Manfred und Peter saßen lustlos in ihrem Büro bei der Kripo in Tübingen. Vor ihnen lagen noch die Aufarbeitungsarbeiten ihres letzten Falls. Drei Blondinen wurden mit einem Schal von einem Irren getötet. Gefasst wurde er nur durch die mutige Tat ihrer Kollegin, die sich als Lockvogel zur Verfügung gestellt hatte. Sie hörten noch das unkontrollierte Lachen dieses Mannes. Er erzählte ihnen aus seiner Jungend, wo er verspottet wurde, weil er dicke Brillengläser tragen musste und ein Bein nachzog und von seiner Liebe zu Bettina und wie sie ihn verlassen hatte. Plötzlich konnte er die Demütigungen seines ganzen Lebens nicht mehr ertragen. Er wollte sich rächen. Sein Hass auf Blondinen war grenzenlos. Er wurde in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen, wo er den Rest seines Lebens verbringen würde.

Manfred gähnte, trat ans Fenster und nahm ein paar tiefe Atemzüge frische Luft zu sich.

Peter sagte: "Ich glaube, uns würden ein paar Tage Urlaub gut tun."

"Ja, ich würde so gerne auf die Schwäbische Alb fahren und dort eine Fototour machen. Dort soll es viele gute Motive geben."

Sie sprachen mit Oberkriminalkommissar Achim Belser, ihrem Vorgesetzten.

"Na gut, nachdem es ja im Augenblick bei uns ruhig ist, kann ich Euch für ein paar Tage entbehren. Wenn es allerdings nötig sein wird, ist der Urlaub sofort beendet", antwortete er.

Doch zunächst mussten sie noch diese Akte schließen und ihren Schreibtisch aufräumen.

Manfred war groß, schlank. Seine blonden Haare wirkten immer so, als wäre er mit seinen Fingern durchgefahren. Seine blauen Augen blitzten übermütig, doch wenn er jemanden verhörte, dann sollte dieser sich nicht täuschen lassen, dann konnten sie ganz kalt blicken.

Peter war das Gegenteil. Er war klein, rundlich und seine Augen blickten immer, als könne er kein Wässerchen trüben. Er wiegte den Gegner in Sicherheit.

Manfred wachte schweißgebadet auf. Er blinzelte, denn die Sonne hatte sich durch das Fenster mitten in sein Gesicht verirrt. Er versuchte, sich an den Traum zu erinnern. Was war passiert? Im Traum war ihm Heinz Mettler erschienen und hatte ihn hämisch angegrinst. Er erschauderte, hörte er doch noch immer das irre Gekicher. Hoffentlich war das kein schlechtes Zeichen für ihren Urlaub. Dann schüttelte er einfach alle trüben Gedanken beiseite und freute sich auf die Fototour mit Peter. Nach einer erfrischenden Dusche und einem schnellen Frühstück schaute er noch einmal nach, ob er alles für die Fototour eingepackt hatte.

Mit einem "Gut geschlafen?" zu Peter fuhren sie früh am Morgen los. Die Sonne schien vom wolkenlosen Himmel.

Sobald sie auf der Alb angekommen waren, bot sich ihnen ein unsagbar schönes Bild. Schloss Lichtenstein in der Morgensonne.

Dann fuhren sie weiter. Richtung Lautertal.

Ihr erstes Ziel war die Lauterquelle in Offenhausen. Die Quelle war glasklar, aber sehr kalt. Sie war von einer kleinen Mauer umgeben und der Schatten der Bäume tauchte sie in ein unwirkliches Licht. Die Lauter schlängelte sich weiter durch die Wiesen. Manfred holte seine Kamera hervor und es gelang ihm ein wundervolles Bild. Sie saßen eine Weile im Schatten der Bäume. Anschließend wollten sie das Gestütsmuseum besichtigen. Leider war es geschlossen. In diesem wurde die Geschichte des Gestüts Marbach aufgezeigt.

Weiter ging es. Sie hatten von den Bibern gehört, die zwischen Gomadingen und Marbach die Bäume, die an der Lauter standen, abnagten und es so zu einem Stau des Wassers kam. Und sie hatten Glück. Die Biber waren eifrig damit beschäftigt, ihren Lebensraum für sich und ihre Familie zu erobern.

Manfred und Peter brauchten Geduld. Denn die Biber waren flink und tauchten immer wieder unter.

Sie machten es sich auf einer Bank gemütlich, hielten ihr Gesicht in die Sonne und genossen den schönen Tag. Dann holten sie ihre Butterbrezeln, die sie zuvor in einer Bäckerei gekauft hatten, aus dem Rucksack und ihre Thermoskanne mit Kaffee hervor. Peter hatte immer Hunger.

Um auf den Sternbergturm zu gelangen, mussten sie ihr Auto unten auf dem Parkplatz stehen lassen. Zu Fuß gingen sie weiter. Immer wieder blieben sie stehen, um auf das Dorf hinunter zu schauen. Die Fensterscheiben blitzten im Sonnenschein. Vom Kirchturm schlug es elf Uhr. Es kamen ihnen nur ein paar Wanderer entgegen, mit denen sie kurz ins Gespräch kamen. Es ging immer weiter hinauf, hinauf in den Wald, der sie mit seiner Stille wohltuend empfing. Die Vögel zwitscherten vergnügt und ein Eichhörnchen flitzte im Zick Zack Kurs über den Weg, um dann flink auf eine Tanne zu klettern. Das Wanderheim liegt in 844 Metern Höhe. Der Aussichtsturm ist zweiunddreißig Meter hoch. Dort hatten schon Wanderer ein Feuer gemacht und hießen sie willkommen, auch ihre Wurst am Feuer zu grillen. Es herrschte eine entspannte Atmosphäre.

In ihrem Wanderführer hatten sie auch von dem Milan gelesen und dann sahen sie ihn. wie er sich majestätisch im Winde wiegte.

Was für ein wunderschöner Anblick. Manfred wusste auf einmal, warum man so viel Geduld für ein gutes Bild aufbringen musste und er gedachte, sich diese Zeit zu nehmen um dieses einmalige Ereignis einzufangen.

Der Milan war auch der Grund, dass es keine Windräder in diesem Gebiet geben würde.

Manfred setzte sich auf die Bank, lehnte sich entspannt zurück, und übte sich in Geduld. Plötzlich setzte sich der Milan auf eine Tanne und als dieser dann die Flügel ausbreitete und davon flog, gelang es ihm ganz unbewusst ein Foto zu schießen.es war das Foto.

Auch Peter bannte die seltenen Tierbilder auf seine Kamera.

Sie packten die Reste ihres Essens wieder in den Rucksack und fuhren weiter.

In einer kleinen Pension hatten sie ihre Zimmer für ein paar Tage gemietet. Die Inhaberin begrüßte sie herzlich. Da die Pension am Hang eines kleinen Bergs lag, konnten sie einen Teil des Lautertals überschauen. Auf der anderen Seite graste gerade eine Schafherde auf der Wachholderheide. Die würden sie morgen besuchen.

Sie schauten sich noch ihre Ausbeute an Bildern des heutigen Tages an und gingen dann müde zu Bett.

Am anderen Morgen lachte die Sonne wieder. Ein paar Schafswölkchen waren zu sehen.

Nachdem sie ausgiebig gefrühstückt hatten, fuhren sie zu der Wachholderheide. Und begrüßten den Schäfer.

Zwei Hunde bewachten die Herde und bellten Manfred und Peter an. Der Schäfer jedoch hatte Lust auf ein Schwätzchen. Er erzählte ihnen, dass er von einer Weide auf die andere wechselte und so die Wachholderheide mit seinen Schafen frei vom Wildwuchs hielt.

Auf der Landstraße fuhren einige Autos, die vielleicht Menschen zu ihrem Arbeitsplatz brachten oder Urlauber, die zu ihrem Ziel wollten.

So sahen sie auch den kleinen, roten Sportwagen vorbeifahren.

Sie verabschiedeten sich von dem Schäfer und fuhren weiter. Das Gestüt Marbach war ihr nächstes Ziel.

Ein Graureiher kam angeflogen.

Schnell zückten sie ihre Kamera und hatten Glück. Der Graureiher nahm gar keine Notiz von ihnen und so konnten sie ihn wunderbar fotografieren.

Plötzlich durchbrachen die Sirenen eines Polizei- und Krankenwagens die Stille. Manfred und Peter waren neugierig und folgten ihnen einfach.

Was war da wohl passiert? ...

Der Hund des Försters bellte und zog ihn zu der Hütte. Die Tür stand etwas offen. Als der Förster den Bewusstlosen fand, alarmierte er sofort den Rettungsdienst.

Der Förster stand immer noch da. Er stand einfach da, vor der Tür der Hütte. Sein Hund stand neben ihm, ein großes, graues, zotteliges Tier, das scheinbar immer sehr misstrauisch schaute.

Peter hielt gebührend Abstand, da er Angst vor großen Hunden hatte. Die Impulsivität stand dem Förster ins Gesicht geschrieben. Seine fast schwarzen Augen unter den dichten Brauen sprangen von einem Punkt zum anderen. Seine lebhafte Mimik stand im Gegensatz zur Ruhe der Umgebung, zur Ruhe der Landschaft, deren Wald sich zwischen Blau und Grün zwischen die stille Hüttenbank und des Gestüts schob. Hier schien die Zeit verlässlich und doch lag dort ein Schwerverletzter.

Die Polizei, die inzwischen angekommen war,...

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