Dangerous Hearts - Mit dir durchs Feuer

 
 
Bastei Lübbe (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 1. Mai 2020
  • |
  • 300 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7325-8747-6 (ISBN)
 
Er geht durchs Feuer, um sie zu retten

Lauries Leben war perfekt - bis sie ihren Mann durch einen tragischen Unfall verlor. Nun lebt sie den gemeinsamen Traum allein: Sie hat sich ein eigenes Gestüt in Judson Creek aufgebaut, einem kleinen Ort inmitten der malerischen, aber rauen Bergwelt Montanas.
Doch plötzlich ist Lauries neues Leben in Gefahr. Denn ein Brandstifter treibt sein Unwesen in Judson Creek und hat es auch auf das Gestüt abgesehen. Als in einer Nacht gleich drei Feuer in der Stadt ausbrechen, ist es Fire Fighter Ethan Bradley, der es gerade noch schafft, Laurie und ihre Tiere vor dem Flammeninferno zu retten. Die junge Frau fühlt sich auf Anhieb zu ihrem schweigsamen Retter hingezogen. Schnell kommen die beiden einander näher. Doch dann brennt es wieder - und Ethan gerät unter Verdacht ...

Eine knisternde Liebesgeschichte, ein perfider Brandstifter und ein spannender Showdown. Romina Gold vereint gekonnt Romantik und Spannung!

eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.
weitere Ausgaben werden ermittelt

Romina Gold wohnt mit Mann und Hund im sonnigen Südwesten Deutschlands. Bereits als Jugendliche fand sie ihre selbsterschaffene Fantasiewelt spannender als das reale Leben. Damals begann sie ihre Lieblingsgeschichten aufzuschreiben. Ihre Träume hat sie sich bis heute ebenso bewahrt wie die Leidenschaft fürs Schreiben. Rominas Bücher sind eine Mischung aus Romantik und Abenteuer, mit der sie ihren Lesern eine kleine Auszeit schenken möchte.

Kapitel 1


Judson Creek, Montana

Die Tür von Bens Saloon fiel hinter ihnen zu. Erleichtert sog Laurie die kühle Nachtluft in ihre Lungen. Der Gastraum war stickig und voller Qualm gewesen, denn in Judson Creek hielt sich niemand an das gesetzliche Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden.

»War rappelvoll wie selten«, brummte Bill.

»Kein Wunder bei den Neuigkeiten.«

»Was für eine verdammte Sch.«

»Mr. Gregory tut mir leid.«

»Mhm.« Bill zog noch einmal an seiner Zigarette, bevor er sie sorgfältig in dem Sandkübel neben der Tür ausdrückte. Es hatte seit Wochen nicht geregnet, und der Wald ringsum war trocken wie Zunder. Ein Funke würde genügen, um einen verheerenden Brand auszulösen. »Mir tun die Leute leid, die bald ohne ihre Jobs dastehen. Hier gibt's ja kaum Alternativen.«

»Natürlich. Mir auch. Aber die Vorstellung, alles zu verlieren, was man sich mühsam aufgebaut hat .« Laurie verstummte bedrückt.

»Sei froh, dass du nicht mehr für Gregory arbeitest.« Bill setzte sich in Bewegung, sie gingen die Treppe hinab und blieben an Lauries Pick-up stehen.

»Bis morgen«, sagte sie.

»Nacht, Boss.« Er tippte an den Schirm seiner roten Baseballkappe, bevor er auf sein Fahrzeug zusteuerte.

Nachdenklich sah Laurie ihm hinterher. Trotz seiner sechzig Jahre bewegte er sich wie ein wesentlich jüngerer Mann. Der ehemalige Rodeoreiter war ihre größte Stütze und seit Logans Tod ihr engster Vertrauter und väterlicher Freund. Ohne seine Hilfe wäre ihr Gestüt vermutlich längst im Besitz der Bank. Sie stieg in ihren Wagen und drehte mit einem Stoßgebet den Schlüssel im Schloss. Zögerlich erwachte der Motor zum Leben.

Laurie rollte vom Parkplatz und bog in die Straße ein, die sich in engen Serpentinen den Berg hinaufwand. Die anspruchsvolle Strecke war die einzige Verbindung zwischen ihrem Tal und Judson Creek. Für die abgeschiedene Lage und die saftigen Weiden bezahlte sie mit langen Wegen und Einsamkeit.

Trotz ihrer Müdigkeit fuhr sie konzentriert, denn sie musste jederzeit mit Wild auf der Fahrbahn rechnen. Kurz unterhalb der Kuppe schreckte ein klopfendes Geräusch aus dem Motorraum sie auf. Die Nadel der Temperaturanzeige näherte sich dem roten Bereich.

»Na, mach schon, wir sind gleich da«, redete sie der alten Kiste zu, während sie die Geschwindigkeit verringerte. Logan hätte jetzt gelacht und gesagt, dass die Pferdestärken unter der Motorhaube keine Ohren besaßen. Wehmut überkam Laurie. Sie würde alles dafür geben, um noch einmal sein Lächeln zu sehen oder seine Stimme zu hören.

Der Baumbestand lichtete sich, je näher sie der Bergkuppe kam. Am sternenklaren Himmel hing ein fast voller Mond, das erste Morgenrot krönte bereits die Gebirgskämme im Osten. Diesmal hatte die monatliche Gemeindeversammlung besonders lange gedauert, weil Harvey Gregory, der Besitzer des Sägewerks, Entlassungen angekündigt hatte. Ein Konzern versuchte, ihn aus dem Geschäft zu drängen, und seitdem gingen die Aufträge kontinuierlich zurück.

In Judson Creek, einem ehemaligen Holzfällercamp, das im Lauf der Jahrzehnte zu einem kleinen Ort angewachsen war, lebten fast alle Einwohner von der Holzverarbeitung. Entsprechend groß war die Aufregung gewesen. Obwohl Laurie das Schicksal des Sägewerks nicht direkt betraf, hatte die allgemeine Anspannung auf sie übergegriffen, weshalb sie wesentlich länger geblieben war als geplant. Sie bedauerte Mr. Gregory, dessen Existenz auf der Kippe stand. Noch ein paar gute Jahre und er hätte sich sorgenfrei zur Ruhe setzen können.

Mit einem Blick auf die Temperaturanzeige überzeugte sie sich, dass diese nicht weiter gestiegen war. Dabei bemerkte sie die Uhrzeit - 2:19. Das war viel zu früh für den Sonnenaufgang, selbst jetzt im Hochsommer. Ein dumpfes Gefühl breitete sich in ihrem Magen aus. Angestrengt starrte sie durch die Frontscheibe und versuchte, zwischen den dicht stehenden Bäumen etwas zu erkennen. Der Widerschein am Horizont, den sie für Morgenrot gehalten hatte, war inzwischen zu einer rot glühenden Wand angewachsen. Lauries Herz setzte für eine Sekunde aus. Feuer! Meine Pferde! Sunny! Panisch trat sie aufs Gaspedal, quälend langsam beschleunigte der Pick-up. Als sie endlich freie Sicht über das Tal hatte, wurde ihre Befürchtung zur Gewissheit: Der Brand wütete auf ihrer Ranch!

In waghalsigem Tempo durchfuhr sie die letzten engen Serpentinen, schlitterte in die Zufahrt und raste auf den Stall zu, aus dessen Dach meterhohe Flammen loderten. Vier ihrer geliebten Araber standen darin, drei davon trächtige Stuten. Neben dem Wassertank stoppte sie und sprang aus dem Wagen. Trotz der dichten Qualmwolken erblickte sie zwei Ranger, die das Feuer bekämpften. Einer der Männer rief etwas, sie ignorierte ihn und stürzte auf das offene Stalltor zu. Glühend heiße Luft schlug ihr entgegen und brannte auf ihrer Haut. Instinktiv prallte sie zurück, die Angst um ihre Tiere trieb sie jedoch in das Gebäude hinein. Um sie herum knisterte und knackte es, Feuersäulen züngelten an den hölzernen Wänden hoch.

Salouk tobte in seiner Box, stieg, keilte aus und wieherte schrill. Laurie riss die Tür auf, der Hengst stürmte heraus und streifte sie dabei mit seiner Schulter. Der Zusammenstoß warf sie zu Boden. Sie landete neben einem Häufchen Stroh, aus dem gierige Flammen leckten. Stöhnend wollte sie sich aufrappeln, als eine kräftige Hand ihren Oberarm umfasste und sie auf die Beine zog.

»Raus hier! Schnell!«, brüllte ein hünenhafter Mann in Rangeruniform über das Prasseln hinweg und zerrte sie in Richtung Tor.

Energisch befreite sie sich aus seinem Griff. Der beißende Rauch reizte ihre Augen, heiße Luft brannte in ihren Lungen. Das Atmen fiel ihr mit jeder Sekunde schwerer, denn das Feuer fraß den restlichen Sauerstoff im Raum. Laurie packte den Riegel der nächsten Boxentür. Keuchend zuckte sie zurück, als sie sich an dem glühenden Metall die Finger verbrannte. An der gegenüberliegenden Wand schoss eine Feuerzunge in die Höhe, Black Velvet wieherte voller Todesangst. Der Ranger schob Laurie zur Seite und öffnete die Tür.

Wie eine Furie ging die Stute auf den Mann los, der sich mit einem Sprung in Sicherheit brachte. Laurie näherte sich mit besänftigenden Worten dem panischen Pferd. Beim Anblick des Fohlens, das regungslos im Stroh lag, erstarrte sie. Es musste vor wenigen Minuten zur Welt gekommen sein.

Ein Teil des Dachs brach ein. Instinktiv duckte sich Laurie, als mehrere brennende Holzschindeln herunterfielen und sie nur knapp verfehlten. Black Velvet jedoch wurde an der Hinterhand getroffen. Wiehernd keilte sie aus, nur Zentimeter am Kopf des Neugeborenen vorbei. Laurie packte in die Mähne und schwang sich auf ihren Rücken.

»Nehmen Sie das Fohlen!«, rief sie dem Ranger zu und stieß der Stute ihre Fersen in die Flanken.

Zu beiden Seiten des Eingangs loderten Flammen empor, die Holzwände verfärbten sich bereits schwarz. Black Velvet scheute und drängte zurück in ihre Box, doch Laurie trieb sie energisch vorwärts. Sie jagten durchs Tor, ein Funkenregen ging auf sie nieder, die glühend heiße Luft streifte schmerzhaft über Lauries bloße Arme und ihr Gesicht.

In sicherem Abstand zum Brandherd brachte sie das Pferd zum Stehen. Krampfhaft schnappte sie nach Luft. Ihre Lungen fühlten sich an, als wären sie voller Rauch, Tränen rannen aus ihren gereizten Augen. Moonlight! Crystal! Das Fohlen! Mit letzter Kraft rutschte sie von Black Velvets Rücken und lief erneut auf den Stall zu.

Der Anblick des Rangers, der mit dem Neugeborenen in seinen Armen aus der Flammenhölle trat, lähmte sie für eine Sekunde, doch dann stürzte sie erleichtert zu ihm.

»Alle draußen«, keuchte er.

»Moonlight? Crystal?«

Nickend sank er auf die Knie und legte das Fohlen ab. »Es rührt sich nicht, wir müssen .« Ein Hustenanfall schüttelte ihn.

Laurie tastete am Pferdehals nach dem Puls. »Es lebt!«

Rasch überzeugte sie sich davon, dass die Atemwege frei waren, dann begann sie mit einer Herzmassage. Die Anstrengung kostete sie fast übermenschliche Kraft. Sie rang nach Atem, blitzende Sternchen tanzten vor ihren Augen, trotzdem gab sie nicht auf. Plötzlich lief ein Beben durch den zierlichen Körper, gleich darauf riss das Fohlen den Kopf hoch. Laurie wurde es flau vor Erleichterung und Glück. Mit zitternden Händen streichelte sie das Pferdchen und gab beruhigende Laute von sich.

Das Getöse des einstürzenden Stalls ging ihr durch Mark und Bein. Fassungslos starrte sie auf die zischenden Flammen, denen das restliche Stroh neue Nahrung bot. Ohne die Hilfe der Ranger wären ihre Tiere qualvoll verbrannt. Die Vorstellung schnürte ihr das Herz ein und jagte eiskalte Schauder über ihre Haut. Rasch verdrängte sie den Gedanken, stattdessen konzentrierte sie sich wieder auf das Fohlen, das mit weit geblähten Nüstern die Nachtluft einsog.

»Alles okay mit...

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