When You're Back - Gefunden

Roman
 
 
Piper (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 10. August 2015
  • |
  • 288 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-492-96950-5 (ISBN)
 
Die Zukunft erscheint rosig für Reese. Sie hat in Mase ihren absoluten Traummann gefunden und sie freut sich, endlich ihren leiblichen Vater kennenzulernen. Alles wird gut. Doch während sie ihre neue Familie in Chicago besucht, verbringt Mase viel Zeit mit Aida. Als Reese zurückkommt, muss sie bald erkennen, dass Aida mehr für Mase empfindet und um ihn kämpfen wird - und sie hat nicht vor, sich an die Spielregeln zu halten .
  • Deutsch
  • München
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  • Deutschland
Piper ebooks in Piper Verlag
  • 3,39 MB
978-3-492-96950-5 (9783492969505)
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Abbi Glines, 1977 in Birmingham (Alabama) geboren, schrieb zahlreiche erfolgreiche Fantasy- und Jugendbücher, bevor ihr mit ihren »New Adult«-Romanen der internationale Durchbruch gelang. Heute lebt sie mit ihrem Mann und drei Kindern in Fairhope (Alabama).

Zweiundzwanzig Tage, fünf Stunden und dreißig Minuten war es nun her, seitdem ich mich am O'Hare-Flughafen von Mase verabschiedet hatte. Sobald er sich vergewissert hatte, dass ich im Chicagoer Haus meines Vaters bei meiner neu entdeckten Familie gut aufgehoben war, musste er auf seine Ranch in Texas zurück, wo es ohne ihn drunter und drüber ging.

Es wäre sehr verlockend gewesen, gleich schon mit ihm in den Flieger zu steigen. Ich konnte den Beginn unseres gemeinsamen Lebens nämlich kaum erwarten und wollte sein Heim so umgestalten, dass es unser gemeinsames werden würde. Doch auch meine neue Familie forderte ihr Recht.

Vor etwas über einem Monat - da war es noch gar nicht so lange her, dass ich Mase kennengelernt hatte -, war ein gepflegt wirkender, eleganter Italiener an meiner Wohnungstür in Rosemary Beach erschienen, wo ich für einige der reichsten Familien der Stadt als Haushaltshilfe arbeitete. Er war mein leiblicher Vater, wie sich herausstellte, dem ich bis dahin noch nie begegnet war und von dem ich nie auch nur ein Lebenszeichen erhalten hatte. Doch nun wollte er alles nachholen.

Benedetto war eine Woche bei uns in Rosemary geblieben, und in dieser Zeit war Mase nicht von meiner Seite gewichen. Danach waren wir alle zusammen nach Chicago geflogen.

Dort hatte ich auch meinen Bruder kennengelernt, von dem mir mein Vater schon erzählt hatte. Raul war zwei Jahre jünger als ich und ein echter Spaßvogel, der mich ständig zum Lachen brachte. Auch eine Großmutter hatte ich, die allerdings lieber »Nonna« genannt werden wollte. Sie tat nichts lieber, als mir stundenlang Geschichten über meinen Vater in jüngeren Jahren zu erzählen, und zeigte mir Fotos aus Rauls Kindheit. Auch dass sie Benedetto angefleht hatte, sich auf die Suche nach mir zu machen, erzählte sie mir.

Er hatte seine Gründe, warum er mich nicht schon früher hatte ausfindig machen wollen, doch welche genau, darüber schwieg er sich aus. Früher hätte ich ihn dafür gehasst, doch da mich mein bisheriges Leben letztlich zu Mase geführt hatte, konnte ich es nicht.

Ich hatte eine wunderschöne Zeit mit meiner neuen Familie verbracht, aber Mase hatte mir so gefehlt! Die Telefonate, die wir jeden Abend führten, reichten einfach nicht. Ich brauchte ihn. Brauchte ihn mehr als einen Vater, einen Bruder und eine Nonna. Mase war meine Familie und der erste Mensch, der für mich da gewesen war, nachdem ich jahrelang von meiner Mutter schlecht behandelt und meinem Stiefvater missbraucht worden war.

Nun war ich endlich zu Hause - oder zumindest an dem Ort, der mein Heim hatte werden sollen, bevor mein Vater aufgekreuzt war. Mase und ich wollten zusammenziehen, doch ganz so weit war es noch nicht.

Ich hatte Mase nicht verraten, dass ich schon früher bei ihm eintreffen würde, denn ich wollte ihn überraschen.

Der Taxifahrer hielt vor dem Wohnhaus von Mase' Eltern, das auf ihrer ausgedehnten Ranch lag. Ein kurzer Blick auf das dunkle Gebäude sagte mir, dass niemand zu Hause war. Gut, dann würde ich eben nur Mase überraschen. Rasch bezahlte ich den Taxifahrer, hob mein Gepäck aus dem Kofferraum und machte mich auf den Weg zu den Ställen. Mase' Wagen stand davor, und daneben parkte ein weiterer Pick-up, den ich nicht kannte.

Ich stellte meinen Koffer neben Mase' Auto und ging zum Stallgebäude hinunter. Er musste dort sein, denn er hatte mir erzählt, dass heute kein Pferdetraining anstand. Mir schlug das Herz bis zum Hals, und ich freute mich so, endlich wieder mit ihm zusammen zu sein! Die gemeinsame Zeit mit meiner Familie war wirklich schön gewesen, aber noch mal würde ich es nicht so lang ohne Mase aushalten. Wenn er mich das nächste Mal nicht nach Chicago begleiten konnte, dann würde ich eben nicht hinfliegen. Dann müsste meine Familie stattdessen uns besuchen kommen.

Beim Näherkommen hörte ich im Stall das Gelächter einer Frau. Wickelte Mase gerade einen Verkauf ab? Wenn es sich um eine Kundin handelte, wollte ich lieber nicht stören. Schließlich konnte ich mich schlecht in seine Arme werfen, wenn er gerade ein Pferd an die Frau bringen wollte. Also blieb ich draußen stehen.

»Hör mal, Mase, neulich Abend hast du mir versprochen, dass wir heute reiten gehen, und darauf bestehe ich auch! Die Ausrede, du müsstest arbeiten, gilt nicht!«, sagte die Frau. Ihre Stimme klang jung und sexy, außerdem wirkte sie ausgesprochen vertraut mit Mase. Mir lief es kalt den Rücken hinunter.

»Ich hab's dir versprochen, ich weiß, aber ich habe zu tun. Du musst dich gedulden«, erwiderte er.

»Willst du etwa riskieren, dass ich schlechte Laune kriege?«, drohte die Frau.

»Aida, bitte keine Spielchen heute! Ich habe wirklich zu tun. Denk dran, die letzten beiden Tage hast du mich völlig in Beschlag genommen!«, sagte er mit einer Stimme, die mich zusammenzucken ließ. Genau diesen Ton schlug er auch mir gegenüber an.

»Aber mir ist langweilig, und mit dir habe ich immer so viel Spaß!«, entgegnete sie schelmisch.

»Im Ernst, Aida, gib mir Zeit, damit ich mal was weiterbringe, okay? Heute Abend können wir gern was zusammen unternehmen. Wir gehen aus und essen was. Meinetwegen können wir sogar tanzen gehen.« Seine Worte versetzten mir einen Stich ins Herz, denn sie waren mehr als eindeutig.

Mase verbrachte seine Zeit mit einer anderen Frau. Und er mochte sie, das war nicht zu überhören.

Schon einmal hatte ich gedacht, er würde mich betrügen. Ein zweites Mal wollte ich mir ersparen, aber was sollte das Ganze wohl sonst bedeuten? Ich sah zu dem Pick-up, der neben seinem geparkt stand, und dann wieder zur Stalltür. Am liebsten wäre ich weggelaufen und hätte mich irgendwo verkrochen.

Doch mein Verstand sagte mir, dass ich mich der Situation stellen musste, egal, wie sie aussah. Mase sollte zumindest die Chance bekommen, sich zu erklären, bevor ich verschwand.

Das Hochgefühl, das ich noch Augenblicke zuvor verspürt hatte, war wie weggeblasen. Stattdessen stürmte ein wahres Gefühlschaos auf mich ein.

Das Gelächter der Frau drang heraus, gefolgt von Mase' tiefem Glucksen, das mir immer zu einem warmen Gefühl verhalf. Er amüsierte sich ganz zweifellos. Das Zusammensein mit dieser Aida machte ihn glücklich. War ich zu lange weggeblieben? Und er hatte sich einsam gefühlt?

Oder war ihm aufgegangen, dass ich gar nicht so etwas Besonderes war, wie er zunächst gedacht hatte?

»Hallo! Kann ich Ihnen helfen?«

Ich riss den Kopf herum und entdeckte eine Frau in der Stalltür, die anscheinend gerade gehen wollte. Sie war hochgewachsen und hatte ihr langes, blondes Haar zu einem Pferdeschwanz zusammengefasst. Mit ihren vollen Lippen und den perfekten weißen Zähnen sah sie selbst ungeschminkt umwerfend aus. Ihre großen, grünen Augen schienen vor Glück zu strahlen. Tja, diese Wirkung hatte Mase nun mal auf Frauen.

»Sind Sie wegen eines Pferdes hier?«, fragte sie, während ich sie schweigend anstarrte. Sie trug eine knallenge Jeans, die ihre schmalen Hüften und schlanken Oberschenkel zur Geltung brachte. Im Gegensatz zu mir hatte sie die idealen Modelmaße.

»Ich . ich . äh .«, stammelte ich. Was sollte ich schon sagen? Ich hätte einfach gehen sollen. Wie sollte ich Mase in Anwesenheit dieser Barbiepuppe zur Rede stellen? Er würde uns beide anschauen, wie wir Seite an Seite dastanden, und sofort erkennen, wer von uns die bessere Wahl war.

»Haben Sie sich verirrt?«, fuhr die Frau fort.

Verirrt nicht, vielleicht eher geirrt. Ich hatte etwas für wahr gehalten, was gar nicht wahr war, und etwas als meins betrachtet, das nicht mir gehörte.

»Vielleicht«, flüsterte ich und schüttelte dann den Kopf. »Nein, ich bin gekommen, um .«

»Reese!« Noch ehe ich ausgeredet hatte, schob sich Mase an der Frau vorbei und nahm mich in seine Arme. Über seine Schulter hinweg warf ich Aida einen Blick zu, deren Lächeln einer angewiderten Miene Platz gemacht hatte.

»Ich wollte . Ich wollte dich überraschen«, stotterte ich, da ich nun endgültig nicht mehr wusste, was ich denken sollte. Schließlich hatte ich ihr Gespräch belauscht und wusste, dass die beiden sich für heute Abend verabredet hatten. Und ich hatte gemerkt, dass diese Frau mich gar nicht gern hier sah.

Mase nahm mein Gesicht in beide Hände und gab mir einen Kuss. Obwohl ich so unsicher gewesen war und obwohl mich das Gespräch der beiden so verletzt hatte - plötzlich spielte das keine Rolle mehr. Mase' Geschmack und das Gefühl seiner Lippen auf meinen ließen mich alles andere vergessen. Er küsste mich leidenschaftlich, und ich schmiegte mich an ihn und atmete seinen Duft ein. Sein Zungenspiel ließ mich erschauern. Nichts anderes zählte mehr, wenn ich mit ihm zusammen war.

»Hallo, Leute, ich bin auch noch hier. Schon vergessen?« Die Stimme dieser Aida durchbrach die Blase, die uns umgab, und ich erstarrte. Mase unterbrach seinen Kuss, lachte ein wenig in sich hinein und sah dann zu ihr hinüber, während er mich weiterhin fest umschlungen hielt.

»Sorry, Aida, meine Frau ist nach Hause gekommen, und ich werde die nächsten achtundvierzig Stunden ziemlich beschäftigt sein«, sagte er. »Na, vielleicht auch länger. Schau doch, ob du nicht drüben im Haus eine Beschäftigung findest.« Er wandte sich von ihr ab und küsste mich auf die Nasenspitze.

»Ich find's schon ein bisschen unhöflich, wenn du mich jetzt einfach abservierst, ohne mich deiner Freundin vorzustellen«, erwiderte sie aufgebracht.

Mase zwinkerte mir grinsend zu. »Aida ist eine Diva. Aber daran gewöhnt man sich.« Dann wandte er den Kopf zu ihr. »Also, Aida, das ist Reese, die Frau, über die ich gar nicht genug erzählen konnte. Die, mit der ich jeden Abend...

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