Sometimes It Lasts - Cage und Eva

Roman
 
 
Piper (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 10. August 2015
  • |
  • 272 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-492-96955-0 (ISBN)
 
Als Cage York endlich das lang ersehnte Sportstipendium bekommt, erkrankt Evas Vater so schwer, dass sie Cage nicht ans College in Tennessee begleiten kann. Er stimmt nur zögerlich einer Fernbeziehung zu - und erliegt schon bald einer gefährlichen Versuchung. Nachdem Eva einige Fotos zu Gesicht bekommt, auf denen Cage sich wie der Bad Boy benimmt, der er einmal war, bricht eine Welt für sie zusammen ...
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  • 3,47 MB
978-3-492-96955-0 (9783492969550)
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Abbi Glines, 1977 in Birmingham (Alabama) geboren, schrieb zahlreiche erfolgreiche Fantasy- und Jugendbücher, bevor ihr mit ihren »New Adult«-Romanen der internationale Durchbruch gelang. Heute lebt sie mit ihrem Mann und drei Kindern in Fairhope (Alabama).

Ich lag in Cages Armen und beobachtete ihn im Schlaf. Nach einem wilden Quickie auf der Bar hatten wir alles Weitere ins Schlafzimmer verlegt, wo Cage plötzlich ganz lieb und sanft geworden war.

Er war so glücklich, und ich war stolz auf ihn. Er hatte sich so reingekniet und war sich trotzdem unsicher gewesen, ob seine Leistungen ausreichen würden. Ich dagegen hatte immer an ihn geglaubt.

Nachdem sein Blick nun nicht mehr ständig auf mir ruhte, kam ich ins Grübeln. Die Frage war ja, ob mich mein Dad bezuschussen würde, wenn ich Cage nach Tennessee folgte. Wenn nicht, konnte ich das Ganze nämlich vergessen, selbst wenn ich mir irgendwo einen Job suchte. Meinen Wunsch, zu Cage zu ziehen, hatte mein Dad unter Murren akzeptiert, aber mehr auch nicht. Einverstanden war er damit ganz und gar nicht, im Gegenteil: Er war fest davon überzeugt, dass mir Cage das Herz brechen würde.

Ich würde Dad ohne Cage besuchen und mit ihm reden müssen. Bis dahin erzählte ich Cage von meinen Sorgen mal lieber nichts. Er war noch so in Hochstimmung über seinen Erfolg, die wollte ich ihm nicht trüben. Er hatte sein Stipendium erhalten und konnte nach Tennessee. Wie ich dorthin gelangte, war mein Problem.

Ich drückte ihm einen Kuss auf die Schulter, bevor ich mich behutsam aus seinen Armen löste. Ich musste meinen Dad anrufen und ihn fragen, ob er am nächsten Tag mit mir Lunch haben wollte, wo wir in Ruhe über alles sprechen konnten. Er wollte doch, dass ich aufs College ging, und weiß der Himmel, vielleicht gefiel ihm die Idee ja.

Ich schloss die Schlafzimmertür leise hinter mir und ging nach draußen, damit Cage auch ja nicht aufwachte und mich hörte. Nervös stand ich unter dem direkt am Strand gelegenen Stelzengebäude, in dem wir eine Wohnung bewohnten, und versuchte, mich ganz auf die Wellen und die Schönheit des Meeres zu konzentrieren.

»Wurde auch Zeit, dass du dich mal wieder bei deinem Daddy meldest!«, lautete die ruppige Begrüßung meines Vaters. Dabei hatten wir gerade erst vor zwei Tagen telefoniert! So viel dazu, dass ich mich selten meldete. Doch darüber jammerte er wohl einfach gern.

»Hallo, Daddy. Na, wie geht's dir?«, fragte ich zunächst, so wie immer. Nun, da ich mit Cage in Sea Breeze wohnte, hatte ich zum Landleben Abstand gewonnen. Wie Dad wohl klarkam, jetzt da ich und Jeremy nicht mehr nach ihm sahen? Direkt alt war er zwar nicht, der Jüngste andererseits auch nicht mehr. Die Vorstellung, dass er ganz allein war, gefiel mir gar nicht.

»Gut. Big Boy hat's nun doch dahingerafft. Das hat mich den ganzen gestrigen Tag in Atem gehalten. Na, und nun muss ich zur nächsten Viehauktion und für Ersatz sorgen. Eigentlich wird es Zeit, dass ich das Ganze hier verscherble.«

Big Boy war ein Bulle, und zwar ein sehr alter, der schon seit Monaten krank gewesen war. Josh und ich hatten ihn vor Jahren bei einer der Auktionen ausgesucht, zu denen wir Daddy immer begleitet hatten. Dad wusste, dass ich an allen Dingen hing, die mit Josh in Zusammenhang standen, weshalb er den Bullen nicht verkauft hatte. Nach Joshs Tod war der Bulle sogar noch wichtiger geworden. Nun spürte ich ein leises Bedauern, dass ich nicht dabei gewesen war, als Big Boy das Zeitliche gesegnet hatte.

»Er hatte ein langes, erfülltes Leben«, tröstete ich meinen Dad, doch eigentlich sagte ich es mehr zu mir selbst. Mit dem Thema »Tod« hatte ich immer noch meine Schwierigkeiten. Die Angst, ich könnte eine weitere geliebte Person verlieren, ließ mich nicht los.

»Ja, das stimmt«, war Dads einzige Antwort. »Na, und wie läuft's bei dir, Kleines? Behandelt dich der Bursche auch immer gut?«

Es war meinem Dad sehr schwergefallen, mich mit Cage ziehen zu lassen. Er glaubte nicht, dass Cage der Mann meines Lebens war, und traute ihm nicht über den Weg. Was mir wehtat, da ich wollte, dass er Cage genauso liebte wie ich. Aber Daddy war davon überzeugt, Cage sei kein Mann, der bleibe.

»Es läuft alles ganz wunderbar. Bald habe ich meine Abschlussprüfungen, und dann freue ich mich auf den Sommer«, erwiderte ich aufrichtig. Dad war so glücklich gewesen, als ich ihm eröffnet hatte, ich würde nach meinem Abschluss auf dem kleinen Community College hier auf die South Alabama University gehen wollen. Welches Fach ich studieren wollte, war mir allerdings noch nicht ganz klar. Eigentlich hatte ich mein Leben schon genau geplant gehabt, doch dann hatte sich mit Joshs Tod alles geändert.

»Jeremy kommt in zwei Wochen nach Hause. Letzte Woche hat er hier vorbeigeschaut und gefragt, ob er den Sommer über bei mir arbeiten könnte.«

Mir fiel ein Stein vom Herzen. Jeremy würde Dad eine große Hilfe sein. »Oh, das finde ich gut! Dann brauchst du dich dieses Jahr gar nicht anderweitig zu kümmern.«

»Richtig, der Junge kann ordentlich zupacken. Ein guter Mann«, sagte Dad. Eine reine Feststellung war das nicht. Mir war schon klar, was er mir damit durch die Blume zu verstehen geben wollte, doch ich ignorierte es einfach. Ich würde Jeremy nie auf die Weise lieben können, wie ich seinen Zwillingsbruder Josh geliebt hatte. Josh Beasley war meine Welt gewesen. Jeremy dagegen war ein guter Freund.

»Ich hatte gehofft, ich könnte dich diese Woche irgendwann mal besuchen kommen und dir was zu Mittag kochen.« Ich wollte endlich auf den Punkt kommen und gleichzeitig das Thema wechseln.

»Und ich habe mich schon gewundert, ob du mich das je fragen würdest. Ich vermisse deine leckeren Buttermilchbrötchen«, erwiderte Daddy.

Ich lächelte, und mein Herz zog sich zusammen. Ich liebte meinen Dad und vermisste ihn manchmal wirklich sehr. Dabei war ich mit dem Auto in gerade mal einer Stunde bei ihm. »Wie wär's mit Donnerstag?«, fragte ich. Je früher, desto lieber, denn lang konnte ich Cage meine Sorgen nicht verheimlichen. Das Thema musste möglichst schnell vom Tisch.

»Klingt gut. Am Donnerstag ist Jeremy auch hier. Denn er hat keinen Unterricht mehr und kommt daher zu einem langen Wochenende heim. Am Freitag will er mich auf die Viehauktion begleiten.«

Super, das passte doch gut. Jeremy würde mir zur Seite stehen.

»Ja okay. Dann bis Donnerstag, Daddy. Ich liebe dich!«

»Ich liebe dich auch, Kleines«, sagte er und legte auf.

Ich steckte mein Handy in die Tasche zurück und beobachtete das Wellenspiel. Alles würde gut. Mit Jeremys Hilfe würde ich meinen Dad davon überzeugen können, dass es richtig war, mit Cage nach Tennessee zu gehen. Ich würde meinen Daddy sehr vermissen - keine Frage! -, aber eine Trennung von Cage würde ich nicht überleben. Ohne ihn konnte ich nicht sein. Das hatte Vorrang.

»Alles okay mit dir?«, erschreckte mich eine Stimme, und als ich herumwirbelte, entdeckte ich Low hinter mir. Sie sah besorgt aus. Willow war Cages beste Freundin. Er nannte sie einfach Low, und alle anderen taten es inzwischen auch. Von meinem Problem erzählte ich ihr mal lieber nichts. Ich vertraute ihr, doch Cage ging ihr über alles, das wusste ich.

»Ja klar, ich genieße nur gerade den Ausblick«, erwiderte ich also.

Low wirkte nicht überzeugt, aber sie lächelte. Ihr langes, rotes Haar tanzte in der Brise, und ich wurde wieder einmal daran erinnert, dass ich stinkeifersüchtig auf sie sein würde, wenn sie nicht mit Marcus Hardy verheiratet gewesen wäre, Cages ehemaligem Mitbewohner. Ich hatte nicht mitbekommen, wie Marcus und Willow sich kennengelernt hatten, aber anscheinend war es so eine Art Liebe auf den ersten Blick gewesen. Cage hatte Low noch umzustimmen versucht, doch gegen Lows Liebe zu Marcus war er machtlos gewesen.

»Hab gedacht, ich schau mal bei euch vorbei und frage, ob ihr nicht Lust habt, heute Abend zum Essen zu uns zu kommen. Preston und Amanda werden auch da sein. Marcus und Preston waren dieses Wochenende beim Tiefseefischen und haben einen Haufen Fische mitgebracht. Die wollen wir braten und würden uns freuen, wenn ihr auch kommen würdet.« Ich wusste, Cage würde das Zusammensein mit all seinen Freunden genießen. In letzter Zeit war er so mit seinem Baseballspiel beschäftigt gewesen, dass er nur Preston Drake zu Gesicht bekommen hatte, der in seinem Team spielte. Preston hatte ihn irgendwann seinen Freunden vorgestellt, und seitdem gehörte Cage auch zu diesem Freundeskreis. Es waren Prestons Kumpel gewesen, und als er und Cage sich kennengelernt hatten, war Marcus auf sein Betreiben hin mit Cage zusammengezogen.

»Ja, gern! Kann ich was mitbringen?«

»Cage kriegt sich ja gar nicht mehr ein wegen deiner Buttermilchbrötchen. Könntest du die backen und dazu noch diesen Schokokuchen, den du vor ein paar Monaten schon mal mitgebracht hast?«

Lächelnd nickte ich. »Kein Ding!«

Low warf einen Blick zu der Treppe, die zu unserer Wohnung führte. »Und es ist auch sicher alles okay? Ich weiß, Cage kann manchmal schwierig sein, aber sein Herz sitzt am rechten Fleck, und er liebt dich.«

Ich schüttelte den Kopf und hoffte, Low würde nicht weiterbohren. Sie spürte, dass ich neben der Spur war, aber das lag nicht an Cage. Er war perfekt.

»Cage ist wunderbar, und mir geht's gut. Ich habe nur gerade mit meinem Dad telefoniert. Wegen der Collegegebühren fürs nächste Jahr. Solche Sachen.«

Low schien sich ein wenig zu entspannen. »Okay, gut. Ich meine ja nur . Ich glaube, ohne dich wäre Cage verloren. Seitdem er dich kennt, ist er wie ausgewechselt. Er verehrt den Boden, auf dem du wandelst, und ich möchte auf keinen Fall, dass er Mist baut. Manchmal trifft er bescheuerte Entscheidungen, dabei meint er es nur gut.«

Augenblicke wie diese erinnerten mich daran, dass Low für Cage Familie war. Im Grunde hatte er nur sie. Sie war nicht älter als er, doch verteidigte sie ihn wie eine ältere Schwester....

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