Eiswind

Kriminalroman
 
Sandra Gladow (Autor)
 
Random House ebook (Verlag)
1. Auflage | erschienen am 17. Februar 2011 | 320 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-05363-5 (ISBN)
 
Lauf um dein Leben!

Noch immer ist Staatsanwältin Anna Lorenz traumatisiert von dem plötzlichen Tod ihres Babys. Sie sucht Trost in einer Kurzzeitliaison mit ihrem Studienfreund Georg und stürzt sich in die Arbeit, wo ihr neuer Fall sie zwingt, ihre privaten Probleme erst einmal zu vergessen: Im Lübecker Forst ersticht ein Serienmörder junge Joggerinnen, und nichts scheint ihn aufhalten zu können. Noch ahnt Anna nicht, dass sie selbst schon bald in das Visier des Täters geraten wird. Sie spürt bereits den Atem ihres Verfolgers im Nacken, als der attraktive Kommissar Bendt endlich begreift, in welcher Gefahr die Staatsanwältin schwebt ...



Sandra Gladow, geboren 1970, war als Anwältin beschäftigt, bis sie 2002 in ihrer Geburtsstadt Hamburg zur Staatsanwältin ernannt wurde. Parallel zu ihrer juristischen Tätigkeit arbeitete sie bereits als Konzeptentwicklerin, Redakteurin und Drehbuchautorin. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Hamburg.
Deutsch
0,41 MB
978-3-641-05363-5 (9783641053635)
3641053633 (3641053633)
weitere Ausgaben werden ermittelt
8. KAPITEL (S. 63-64)

Sie ist so arrogant!«, schnaubte Ben verächtlich. Dann imitierte er Anna Lorenz’ Stimme: »Ooooch, war Jensen schneller als Sie?«, säuselte er und schob seine Hand in den Nacken, als wolle er wie sie seine Haare zurückwerfen. »Glaubt man gar nicht, wo Sie doch Sportler sind!« Er schlug affektiert die Augen auf. Bendt war gerade bei Anna Lorenz im Büro gewesen und hielt nun den Haftbefehl gegen Alexander Jensen in Händen. Durch Zufall waren sie noch einmal auf die Verfolgung von Alexander Jensen zu sprechen gekommen, und die Häme, mit der sie auf seine Versuche reagierte, sich für Jensens gelungene Flucht zu rechtfertigen, kränkte ihn.

Hauptkommissar Braun hatte im Wagen gewartet, da Bendt trotz seiner immer noch schmerzenden Zerrung beteuert hatte, dass ihm der Weg in das Büro der Staatsanwältin keine Probleme bereiten würde. Braun kugelte sich vor Lachen. »Ich versteh dich gar nicht«, sagte er dann. »Sie hat dir doch ein Kompliment gemacht!« »Es ist nicht, was sie sagt«, gab Ben zurück, »sondern wie sie es sagt. Sie hat immer diesen leicht ironischen Unterton in ihrer affektierten Stimme!«

»Ich mag sie«, entgegnete Braun und sah Bendt, der wie meistens, wenn sie mit dem Auto unterwegs waren, am Steuer saß, von der Seite spitzbübisch an. »Und attraktiv ist sie allemal, oder etwa nicht?« »Geht so«, gab Bendt betont desinteressiert zurück. »Leider nicht mein Typ.« Hauptkommissar Braun gab lediglich ein bedeutungsschweres »Haha« von sich und grinste. »Brauchst gar nicht so blöd zu grinsen«, sagte Bendt. »Ich grinse blöd, aber unheimlich gern, musst du wissen.« Braun genoss die Unterhaltung sichtlich, während er sich in dem bequemen Autositz streckte und schmunzelte. »Ich freu mich einfach«, sagte er dann. »Ist ja schön«, seufzte Bendt ironisch und lenkte den Wagen die Neue Hafenstraße entlang.

»Und worüber, wenn ich fragen darf?« »Ich freu mich«, antwortete Braun, »dass ich so’n alter Sack bin und mir dich Vollidioten angucken kann.« Er seufzte einmal tief, zog die Schultern beim Einatmen hoch und ließ sie beim vernehmlichen Ausatmen wieder fallen. »Haha«, sagte er dann noch einmal, was Bendt unkommentiert ließ. Schließlich erreichten sie das Cube, die kleine Bar, die direkt an der Untertrave lag. Die Gerichtsmedizin hatte den Todeszeitpunkt für Sabrina Mertens inzwischen mit Bestimmtheit auf Freitag zwischen sieben und acht Uhr morgens festlegen können. Nach Auskunft ihrer Eltern war Sabrina am Abend vor ihrem Tod vermutlich in der Bar gewesen, da es sich um ihr Stammlokal handelte. Donnerstags ging im Cube immer der Punk ab, wie Bendt sich ausgedrückt hatte, und so bestand eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Sabrina dort gewesen war.

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