Literatursprünge

Das erzählerische Werk von Friederike Helene Unger
 
Birte Giesler (Autor)
 
Wallstein (Verlag)
1. Auflage | erschienen im Juli 2011 | 352 Seiten
 
E-Book | PDF ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8353-2053-6 (ISBN)
 
Von den Zeitgenossen viel gelesen und gerühmt, sind die Texte der Schriftstellerin, Übersetzerin und Verlegerin Friederike Helene Unger (1751-1831) heute weitgehend vergessen. Zu Unrecht - denn die Wiederentdeckung ihres im Zentrum des Berliner Literaturbetriebs der Goethezeit entstandenen Erzählwerks stößt auf eine spezifische, den künstlerischen Entstehungskontext reflektierende Literarizität: Die Texte spielen gleichermaßen ironisch mit gängigen literarischen Mustern wie mit den Konventionen des sich eben etablierenden modernen Literatursystems, wobei sich die Auseinandersetzung mit den beiden großen Antipoden der Epoche - Goethe und dessen Werk sowie die Brüder Schlegel und die Frühromantik - als dominierend erweist. Von Friedrich Schlegel als eine der »größten Tendenzen des Zeitalters« bezeichnet, dient Goethes für die Erzählliteratur der Epoche grundlegender Roman »Wilhelm Meisters Lehrjahre« dabei als durchgängiger erzählerischer Bezugspunkt. Weil Ungers hochgradig intertextuelle Prosa das Gattungsmuster ironisch-kritisch reflektiert, führen die Lektüren der vorliegenden Studie auch über eine Revision der Gattungsgeschichte zum Bildungsroman und zu einer Neufassung der Theorie zur Gattung.
Als erste Unger-Monographie enthält der Band zudem eine umfassende Dokumentation mit einem Werkverzeichnis und einer Liste der überlieferten Autographen, die der zukünftigen Forschung den Weg zu den teilweise schwer zugänglichen Quellen erleichtert.
Ergebnisse der Frauen- und Geschlechterforschung an der Freien Universität Berlin, Neue Folge | 1
Deutsch
4 | 4 s/w Abbildungen
1,94 MB
978-3-8353-2053-6 (9783835320536)
383532053x (383532053x)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Birte Giesler, geb. 1968, studierte Literaturwissenschaft, Soziologie und Philosophie in Karlsruhe und Freiburg i. Br. 2001 Promotion an der Universität Karlsruhe. Veröffentlichungen zu Paul Böckmann und zu Hedwig Dohm. Zur Zeit wissenschaftliche Mitarbeiterin am DFG-Projekt »Das Briefwerk Georg Simmels« an der Universität Bielefeld und Lehrbeauftragte für Gender Studies am Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale der Universität Karlsruhe.
Dank

8
Ursprünglich Literatur »das Mädchen wird uns Sprünge machen; sie wird Romane und Gedichte lesen, Komödien sehen«

10
Zum Beispiel »Rosalie und Nettchen« (1801) Ungers Prosa als Spiel mit literaturbetrieblichen Konventionen

14
Friederike Helene Ungers Werk

44
Der Debütroman »Julchen Grünthal« (1784/98)

82
»Prinz Bimbam. Ein Mährchen für Alt und Jung« (1802)

246
Die Erzählung »Louis und Louise« (1802)

284
Literatursprünge

306
Bibliographischer Anhang zu Friederike Helene Unger

312
Weitere Literatur

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