Gewaltfreie Kommunikation

Eine Sprache des Lebens
 
Junfermann Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 23. Januar 2012
  • |
  • 240 Seiten
 
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978-3-87387-801-3 (ISBN)
 
Wir betrachten unsere Art zu sprechen vielleicht nicht als "gewalttätig", dennoch führen unsere Worte oft zu Verletzung und Leid - bei uns selbst oder bei anderen. Die Gewaltfreie Kommunikation hilft uns bei der Umgestaltung unseres sprachlichen Ausdrucks und unserer Art zuzuhören. Aus gewohnheitsmäßigen, automatischen Reaktionen werden bewusste Antworten. Wir werden angeregt, uns ehrlich und klar auszudrücken und gleichzeitig anderen Menschen unsere respektvolle Aufmerksamkeit zu schenken.
Wenn wir die Gewaltfreie Kommunikation in unseren Interaktionen anwenden, ob mit uns selbst, mit einem anderen Menschen oder in einer Gruppe, kommen wir an eine Tür, die auf allen Ebenen der Kommunikation, in allen Altersklassen und in den unterschiedlichsten Situationen im Beruf, im Privatleben und auf dem politischen Parkett erfolgreich geöffnet werden kann. Die Gewaltfreie Kommunikation ist die verlorene Sprache der Menschheit, die Sprache derjenigen, die rücksichtsvoll miteinander umgehen und die die Sehnsucht haben, in Balance mit sich selbst und anderen zu leben.
Mit Geschichten, Erlebnissen und beispielhaften Gesprächen macht Marshall Rosenberg in seinem Buch alltägliche Lösungen für komplexe Kommunikationsprobleme anschaulich.
  • Deutsch
  • Paderborn
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  • Deutschland
  • 1,51 MB
978-3-87387-801-3 (9783873878013)
3873878011 (3873878011)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Dr. Marshall B. Rosenberg ist international bekannt als Konfliktmediator und Gründer des Center for Nonviolent Communication (CNVC) in den USA. Die von ihm entwickelte Methode der Gewaltfreien Kommunikation hat sich als machtvolles Werkzeug herausgestellt, um Differenzen auf persönlichem, beruflichem und politischem Gebiet friedlich zu lösen. In den letzten 40 Jahren hat Marshall Rosenberg die Gewaltfreie Kommunikation in mehr als zwei Dutzend Ländern an Ausbilder, Schüler, Studenten, Eltern, Manager, medizinisches und psychologisches Fachpersonal, Militärs, Friedensaktivisten, Anwälte, Gefangene, Polizisten und Geistliche weitergegeben.

Vorwort von Arun Gandhi
Vorwort von Vera F. Birkenbihl
Einführung von Friedrich Glasl

Von Herzen geben: Das Herz der gewaltfreien Kommunikation
Wie wir unsere Aufmerksamkeit fokussieren können
Wie wir die gewaltfreie Kommunikation in unserem Leben und in unserer Umgebung anwenden können

Wie Kommunikation Einfühlungsvermögen blockiert
Moralische Urteile
Vergleiche anstellen
Verantwortung leugnen
Andere Formen lebensentfremdender Kommunikation

Beobachten ohne zu bewerten
Die höchste Form menschlicher Intelligenz

Gefühle wahrnehmen und ausdrücken
Unterdrückte Gefühle kommen teuer zu stehen
Gefühle im Gegensatz zu "Nicht"-Gefühlen
Wie wir uns einen Gefühlswortschatz aufbauen

Verantwortung für unsere Gefühle übernehmen
Eine negative Äußerung und vier Reaktionsmöglichkeiten
Die Bedürfnisse an den Wurzeln unserer Gefühle
Der Schmerz, den wir fühlen, wenn wir unsere Bedürfnisse ausdrücken, im Gegensatz zu dem Schmerz, den wir beim Unterdrücken unserer Bedürfnisse fühlen
Von emotionaler Sklaverei zu emotionaler Befreiung

Um das bitten, was unser Leben bereichert
Positive Handlungssprache benutzen
Bitten bewußt formulieren
Um Wiedergabe bitten
Um Offenheit bitten
Bitten kontra Forderungen
Mit welchem Ziel äußern wir eine Bitte?

Empathisch aufnehmen
Präsenz: Tu nicht irgend etwas, sei einfach da
Auf Gefühle und Bedürfnisse hören
Paraphrasieren - Mit eigenen Worten wiedergeben
Empathie vertiefen
Wenn Schmerz unsere Empathiefähigkeit blockiert

Die Macht der Empathie
Empathie, die heilt
Empathie und die Fähigkeit, verletzlich zu sein
Wie Empathie Gefahrensituationen entschärft
Mit Empathie ein leerlaufendes Gespräch wiederbeleben

Einen einfühlsamen Kontakt mit uns selbst aufbauen
Wie bewerten wir uns selbst, wenn wir nicht ganz perfekt sind?
Selbstkritik und innere Forderungen übersetzen
Trauern in der GFK
Uns selbst verzeihen
Tue nichts, was du nicht aus spielerischer Freude heraus tust


Ärger vollständig ausdrücken
Den Auslöser von der Ursache unterscheiden
Ärger hat immer einen lebensbejahenden Kern
Auslöser kontra Ursache: Praktische Auswirkungen
Vier Schritte um Ärger auszudrücken

Die beschützende Anwendung von Macht
Wenn die Anwendung von Macht unumgänglich ist
Die Einstellung hinter der Machtanwendung
Verschiedene Arten bestrafender Macht
Die beschützende Ausübung von Macht in Schulen

Uns selbst befreien und andere unterstützen
Sich von alten Mustern befreien
Innere Konflikte lösen
In unserer Welt gut für uns sorgen
Diagnosen durch gewaltfreie Kommunikation ersetzen

Wertschätzung und Anerkennung ausdrücken in gewaltfreier Kommunikation
Die Absicht hinter der Anerkennung
Der Hunger nach Anerkennung

Unser Repertoire an Schimpfwörtern ist oft umfangreicher als der Wortschatz, mit dem wir unseren Gefühlszustand klar beschreiben können. Ich habe einundzwanzig Jahre lang verschiedene amerikanische Bildungsstätten durchlaufen und kann mich nicht daran erinnern, daß mich einmal jemand gefragt hätte, wie ich mich fühle. Gefühle wurden einfach nicht als wichtig angesehen. Was sehr geschätzt wurde, war "die richtige Art zu denken" - nach Definition derer, die Stellungen von Rang und Autorität innehatten. Wir werden eher dazu trainiert, "außenorientiert" zu leben, als mit uns selbst in Kontakt zu sein. Wir lernen "in unserem Kopf" zu sein und uns zu fragen: "Was halten die anderen für richtig in dem, was ich sage und tue?"

Eine Auseinandersetzung, die ich im Alter von etwa neun Jahren mit einer Lehrerin hatte, macht deutlich, wie die Entfremdung von unseren Gefühlen ihren Anfang nehmen kann. Eines Tages versteckte ich mich nach der Schule im Klassenraum, weil draußen ein paar Jungen warteten, um mich zu verprügeln. Eine Lehrerin entdeckte mich und sagte mir, ich solle die Schule verlassen. Als ich ihr erklärte, daß ich Angst hätte rauszugehen, verkündete sie: "Große Jungs haben keine Angst." Ein paar Jahre später, im Sportunterricht, wurde diese Haltung noch mehr verstärkt. Es war typisch für die Trainer, ihre Sportler einzustufen nach deren Bereitschaft, "alles zu geben" und immer weiterzuspielen, egal wie weh ihnen gerade etwas tat. Ich lernte diese Lektion so gut, daß ich einmal mit einem gebrochenen, unbehandelten Handgelenk einen Monat lang weiter Baseball spielte.

In einem GFK-Workshop erzählte ein College-Student von einem Mitbewohner, der die Musik so laut aufdrehte, daß er nicht schlafen konnte. Auf die Frage nach seinen Gefühlen in der geschilderten Situation antwortete der Student: "Ich habe das Gefühl, daß es nicht in Ordnung ist, nachts so laut Musik zu hören." Ich wies darauf hin, daß, wenn er nach dem Wort fühlen das Wort dass sagt, er eine Meinung äußert, aber nicht seine Gefühle offenlegt. Auf die nochmalige Bitte, seine Gefühle auszudrücken, erwiderte er: "Ich habe das Gefühl, die Leute, die so was machen, haben eine Persönlichkeitsstörung." Ich erklärte ihm, daß auch dies eine Meinung statt einer Gefühlsäußerung sei. Er machte eine nachdenkliche Pause und sagte dann vehement: "Ich habe überhaupt keine Gefühle dazu!"

Dieser Student hatte offensichtlich starke Gefühle. Leider wußte er nicht, wie er sich seiner Gefühle bewußt werden, geschweige denn sie in Worte fassen konnte. Diese Schwierigkeit, Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken, ist weit verbreitet, besonders bei Anwälten, Ingenieuren, Polizisten, Managern und Leuten, die im Militär Karriere machen - Menschen, deren Fachsprache sie von Gefühlsäußerungen abhält. Familien müssen einen hohen Preis bezahlen, wenn ihre Mitglieder sich keine Gefühle mitteilen können. Die Country- und Western-Sängerin Reba McIntire schrieb einen Song nach dem Tod ihres Vater: "Der tollste Mann, den ich nie kannte". Damit drückt sie zweifelsohne die Gefühlslage vieler Menschen aus, die nie in der Lage waren, die emotionale Verbindung zu ihrem Vater aufzubauen, die sie gerne gehabt hätten.

Ich höre immer wieder die Feststellung: "Verstehen Sie mich nicht falsch - ich bin mit einem wunderbaren Mann verheiratet - ich weiß nur nie, was er fühlt." Eine dieser unzufriedenen Frauen brachte ihren Mann mit zu einem Workshop, wo sie zu ihm sagte: "Ich fühle mich, als wäre ich mit einer Wand verheiratet." Daraufhin gab der Mann eine ausgezeichnete Imitation einer Wand zum besten: Er saß da, steif und stumm. Verzweifelt drehte sich die Frau zu mir und rief aus: "Sehen Sie! Genau das passiert die ganze Zeit. Er sitzt da und sagt nichts. So lebt es sich mit einer Wand."
"Das hört sich für mich so an, als wären Sie einsam und hätten gerne mehr emotionalen Kontakt zu Ihrem Mann", sagte ich. Als sie zustimmte, versuchte ich ihr aufzuzeigen, daß Äußerungen wie: "Ich fühle mich, als wäre ich mit einer Wand verheiratet" nicht dazu geeignet sind, ihrem Mann ihre Gefühle und Wünsche nahezubringen. Sie werden sogar höchstwahrscheinlich als Kritik gehört und nicht als Einladung, mit den Gefühlen in Kontakt zu kommen. Des weiteren führen solchen Äußerungen zu sich selbst erfüllenden Prophezeiungen. Ein Ehemann hört z.B. die Kritik, daß er sich wie eine Wand verhält; er ist verletzt und entmutigt und reagiert nicht; und so bestätigt sich das Bild seiner Frau von ihm als Wand.

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