Raus aus dem Gedankenkäfig

So löst du dich vom Schmerz deiner Vergangenheit und erschaffst dir ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit
 
 
Books on Demand (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 22. November 2019
  • |
  • 200 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Adobe DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7504-8378-1 (ISBN)
 
Negative Gefühle, unbewusste Ängste und emotionaler Schmerz manipulieren unsere Gedanken, steuern unser Handeln und bestimmen unser ganzes Leben. Dieses Buch zeigt, wie wir unseren größten emotionalen Schmerz als kraftvollsten Antreiber nutzen können und liefert wertvolle Übungen, um innere Käfige zu öffnen.

Unser Unterbewusstsein hält unsere Vergangenheit fest, weil die Gefühle so vertraut scheinen. Wir bewegen uns dann in den vertrauten Mustern und nehmen uns durch unbewusste Ängste selbst gefangen. Diesen Kreislauf aus Gefühlen, Gedanken und Angst können wir beeinflussen und steuern!

Erschaffe dir ein zufriedenes, glückliches Leben, indem du deine Vergangenheit erfolgreich überwindest und sie mit all deinen Erfahrungen positiv für dich nutzt - egal, wo du herkommst und egal, was du erlebt hast.
1. Auflage
  • Deutsch
  • 1,33 MB
978-3-7504-8378-1 (9783750483781)
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Rebecca Gerike ist Recovery Coach, Podcasterin und Autorin. Mit ihren Coachings und dem Podcast "Bright & Bold" inspirierte sie bereits hunderte Menschen dazu, sich selbst ein glücklicheres, bewussteres und selbstbestimmtes Leben zu kreieren.

Dank ihrer innovativen Übungen erschafft sie ein neues Bewusstsein für die Erfahrungen der Vergangenheit. Ihr Herzensthema ist es, emotionalen Schmerz zu heilen, alten Ballast abzulegen und negative Erfahrungen in eine freie, glückliche Zukunft zu verwandeln.

Rebecca Gerike studierte ab 2008 Rechtswissenschaften an der Universität Hamburg. Nach einer schweren Lebenskrise und einem freiwilligem Psychiatrieaufenthalt brach sie das Studium jedoch ab und ging für ein Jahr auf Weltreise. Sie arbeitete ehrenamtlich in pädagogischen und gemeinnützigen Einrichtungen auf der ganzen Welt - von Sylt über Australien bis zu den Fidschi-Inseln.

Zurück in Deutschland gründete sie ihre eigene Familie und absolvierte eine Ausbildung zur Erzieherin, welche sie durch verschiedene pädagogische und psychologische Ausbildungen ergänzte. Bis 2019 führte sie selbstständig eine Großtagespflege und arbeitete freiberuflich für das Jugendamt. Als Familienberaterin unterstützte sie junge Mütter auf ihrem Weg ins Familienleben, schrieb Artikel für Blogs und Internetforen und machte sich als Autorin und Speakerin einen Namen in den sozialen Netzwerken.

Was ist Glück?


Glück und Freiheit sind eng miteinander verwoben. Sie stehen auf einer Stufe und sie sind wie Geschwister, die sich gegenseitig unterstützen. Wenn wir wirklich frei in unserem Leben sind, können wir auch wahres Glück empfinden. Und wenn wir glücklich sein wollen, dann können wir das nur, wenn wir frei sind.

Du wunderst dich jetzt vielleicht, warum wir hier nicht mit den Themen "Angst" oder "emotionaler Schmerz" einsteigen. Das liegt daran, dass ich nicht vor habe, noch mehr von dem in dein Herzen zu säen, wovon wir alle sowieso schon genug haben. Ich möchte dir viel lieber ein Bild davon zeigen, was dich erwartet! Ich möchte dir ein Ziel, eine Perspektive und eine Blickrichtung geben. Nur wenn wir wissen, wo wir hin wollen, können wir vermeiden, im Kreis zu laufen.

Um also zu verstehen, wohin wir wollen und was uns erwartet, wenn wir endlich in Freiheit leben, müssen wir verstehen, was Glück eigentlich genau ist. Und ich falle gleich mit der Tür ins Haus: Glück ist nicht das Selbe wie Spaß!

Spaß ist, wenn wir lachen, wenn wir eine unmittelbare Befriedigung oder eine Belohnung erhalten. Spaß ist, wenn wir uns jetzt gerade gut fühlen und unser Körper in einem Zustand ist, in dem er bestimmte Hormone ausschüttet. Spaß ist ein vorübergehender Zustand, in dem wir uns immer dann befinden, wenn wir etwas erleben, das uns Freude macht.

Es ist sehr wichtig, dass wir wissen, was Spaß ist, denn wir können Glück und Spaß leicht verwechseln. Viele Menschen haben in ihren Herzen Glück gegen Spaß eingetauscht. Sie haben an ihrer Oberfläche schon völlig vergessen, was Glück ist. Sie haben tief in ihren Herzen ein Loch, welches sie versuchen mit Spaß zu füllen.

Die Menschen haben sich viele Ersatzhandlungen ausgedacht, um Spaß auf vielfältige Art und Weise möglichst leicht und schnell zu erzeugen. Es gibt Menschen, die essen aus Spaß oder sie haben Sex zum Spaß. Manche gehen shoppen und geben sogar Geld aus, das sie gar nicht besitzen, damit sie sich noch mehr Dinge kaufen können. Übermäßiger Konsum, Adrenalinschübe, viele Bekanntschaften. Hauptsache Ablenkung. Alles, um kurz Spaß zu empfinden. Alles für ein kleines Stück vom kurzen Glück.

Spaß ist nicht grundsätzlich schlecht, verstehe mich da nicht falsch. Doch Spaß ist nie von langer Dauer. Spaß ist wie eine Droge, die nur kurz anhält und von der wir schnell wieder Nachschub brauchen. Spaß befriedigt unseren Körper auf ganz bestimmte Weise und wird nie das Loch in unserem Herzen stopfen, das sich nur durch Glück füllen lässt. Spaß ist nicht nachhaltig.

Es ist wahr, dass Glück und Spaß miteinander verwandt sind, doch sie sind nicht das Selbe. Glück ist dem Spaß übergeordnet. Glück ist ein Zustand, der einige Stufen weiter oben steht. Glück ist eine Herzenshaltung, die wir bewusst einnehmen können, für die wir uns bewusst entscheiden können, selbst dann, wenn wir gerade keinen Spaß empfinden.

Ich möchte dir an dieser Stelle ein ganz einfaches Beispiel aus meiner Vergangenheit nennen:

Ich habe schon als junger Teenager mit dem Rauchen begonnen. Als ich dann schwanger wurde und mir klar wurde, dass ich ab sofort eine Mutter war, hatte ich mich felsenfest entschieden, mit dem Rauchen aufzuhören. Ich wusste, dass das nicht leicht wird, zumal ich täglich eine Schachtel Zigaretten geraucht hatte. Aber ich war bereit, jede erforderliche Hürde zu überspringen. Als ich dann von einen Tag auf den anderen mit dem Rauchen aufgehört hatte, ging es mir einen Monat lang wirklich schlecht. Mein Körper durchlief einen wirklich unangenehmen Entgiftungsprozess und jeder, der schon einmal aufgehört hat, irgendeine suchtmachende Substanz zu sich zu nehmen, kennt das bestimmt. Ich bekam unter anderem Fieber, Schüttelfrost, kalte Schweißausbrüche, Kopfschmerzen und schmerzhafte Verstopfungen. Und das waren ja nur die körperlichen Symptome!

Ich wusste, dass dies allesamt Begleiterscheinungen des Entzugs waren und dass mein Körper nun im Prozess der Umstellung war. Mein Körper musste nun lernen, ohne Nikotin und all die anderen Gifte auszukommen. Dieser Prozess brauchte Zeit und Geduld und Biss.

Also entschied ich mich, glücklich über diesen Zustand zu sein. Ich wusste, dass ich auf dem richtigen Weg war und dass ich bald von meiner Sucht frei wäre. Ich wusste, dass die Symptome ein letztes Aufbäumen meines Körpers gegen den Entzug waren und dass dieses Aufbäumen bald ein Ende haben würde. Und diese Gewissheit, dass ich bald geheilt sein werde, dass ich frei von Zigaretten sein werde, hat mich so unglaublich glücklich gemacht. Ich war einfach glücklich, weil ich wusste, dass ich meiner Freiheit immer näher kam und ich konnte trotz des körperlichen Schmerzes Glück empfinden. Der Entzug hat absolut keinen Spaß gemacht, nein. Ich war ja schließlich einen Monat lang wie krank und kaum zu irgendetwas zu gebrauchen. Aber ich nahm den Zustand wohlwollend an, denn ich wusste ja, wozu es gut war: ich tat es für mich und meine Kinder. Und ich war glücklich.

Dieser Entzug war für mich eine unglaublich wertvolle Lektion und ich freue mich sehr, sie mit dir teilen zu können: denn wenn wir wissen, was unser Ziel ist, dann sind wir auch bereit einen gewissen Schmerz zu ertragen, ihn anzunehmen und durch ihn durch zu gehen. Wir durchleben den Schmerz dann anders. Wir leiden nicht mehr unter dem Schmerz, sondern wir wissen, dass er uns zu unserem Ziel führt und können ihn dankend annehmen.

Für jemanden, der dieses Gefühl noch nicht erfahren hat, klingt das irgendwie absurd und ein wenig wie Selbstgeißelung. Ich verstehe das absolut. Es wirkt auf die allermeisten Menschen immer etwas schräg, wenn ein einzelner Mensch freiwillig bereit ist, aktiv auf etwas zu Verzichten und dadurch vielleicht sogar eine bestimmte Zeit zu leiden.

Ich vergleiche das dann gerne mit Wachstumsschmerzen:

Eines nachts, als meine Tochter in ihrem Bett lag und weinte, weil sie Wachstumsschmerzen in den Beinen hatte, sagte ich zu ihr: "Freue dich über den Schmerz mein Schatz, denn du wächst! Ich weiß, jetzt gerade tut es weh und ich werde für dich da sein und dich trösten, wann immer du es brauchst. Aber ich verspreche dir: wenn der Schmerz vorbei ist, wirst du ein Stückchen größer sein!".

Natürlich wirkt es in unserer Weltanschauung erst einmal eigenartig, wenn eine Mutter ihr Kind förmlich beglückwünscht, weil es Schmerzen hat. Doch Kinder sind für solche Impulse noch sehr viel empfänglicher, weil sie noch nicht so sehr verlernt haben, am Guten festzuhalten. Kinder haben noch nicht so viel Angst vor dem Scheitern. Sie fragen sich nicht ständig:

"Was, wenn ich es nicht schaffe?"

Meine Worte zauberten den Schmerz meiner Tochter natürlich nicht weg, aber sie veränderten die Sicht meiner Tochter auf den Schmerz. Sie veränderte ihre Herzenshaltung dem Schmerz gegenüber. Sie sah ihn nicht mehr als ihren Feind an, sondern betrachtete ihn als Begleiter des Wachstums. Sie verstand, dass der Schmerz einen Sinn hat, dass er bald vorbei sein würde, dass ihre Mutter sie durch den Schmerz hindurch begleitet und dass sie sich auf die Zeit nach dem Schmerz freuen kann - denn dann wird nicht nur einfach der Schmerz verflogen sein. Sie wird dann ein Stückchen größer sein.

Diese Wachstumsschmerzen können wir nicht nur körperlich wahrnehmen. Wir können sie auch auf unsere Emotionen übertragen:

Jedes Mal, wenn wir eine emotionale Entwicklung durchmachen und wenn wir ein schmerzhaftes Erlebnis aus der Vergangenheit verarbeiten, geht es uns erst einmal schlecht. Wir spüren diesen fürchterlichen emotionalen Wachstumsschmerz und fühlen uns, als würden wir nur Rückschritte machen. Oft müssen sich Menschen, die sich beispielsweise in einer Psychotherapie befinden, erst einmal eine Weile zurückziehen, ihre Gedanken kreisen lassen und sie scheinen plötzlich wieder viel in ihrer Vergangenheit zu stecken. Vieles kommt dann wieder hoch und das will dann erst einmal erneut durchgekaut und wieder verdaut werden. Das ist absolut nicht schön und macht erst Recht keinen Spaß! Dieses Phänomen ist übrigens auch aus den Feldern der Naturheilkunde, Osteopathie und Homöopathie bekannt. Dort nennt sich dieser Prozess "Erstverschlimmerung". Diese Erstverschlimmerung sagt aus, dass wenn wir eine Krankheit heilen wollen, es erst zu einer kurzen Verschlimmerung der Symptome kommen kann, bevor sie dann vollständig geheilt werden können.

Und an dieser Stelle ist es für uns ausschlaggebend, dass wir uns wieder daran erinnern, dass Spaß nicht gleich Glück ist. Diese Unterscheidung ist hier an dieser Stelle wichtig! Wenn es uns zu Beginn eines Wachstumsprozesses zwischenzeitlich emotional wirklich schlecht geht, dann verfallen wir schnell dem Gefühl, dass uns der Prozess nicht gut tut und dass wir ihn lieber abbrechen sollten. Aber das könnte...

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