Collection Baccara 0301

Alte Leidenschaft - neu entflammt / Ein verführerisches Versprechen / Betört von so viel Leidenschaft /
 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
1. Auflage | erschienen am 6. April 2011 | 128 Seiten
 
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978-3-86349-005-8 (ISBN)
 
Alte Leidenschaft - neu entflammt von GERARD, CINDY
Tara traut ihren Augen nicht: Michael ist wieder da! Ihr Ehemann, der vor zwei Jahren für tot erklärt wurde. Doch er ist eindeutig lebendig - und schon seine kleinste Berührung löst prickelndes Verlangen in Tara aus. Aber sie trägt jetzt den Ring eines anderen ...

Ein verführerisches Versprechen von SANDS, CHARLENE
Der vermögende Winzer Anthony Carlino hält sein Versprechen: Er heiratet die schöne Rena, die Witwe seines besten Freundes, um für sie und ihr Baby zu sorgen. Hätte er nur geahnt, wie sexy Rena ist! Denn schnell will er mehr als eine Ehe auf dem Papier - viel mehr!

Betört von so viel Leidenschaft von NELSON, RHONDA
Will Forresters Welt steht Kopf. Ausgerechnet die bezaubernde Rhiannon hilft dem Security-Fachmann bei der Suche nach einem Vermissten. Liegt es an ihrer einfühlsamen Art, dass diese Frau ihn magisch anzieht? Sicher ist jedenfalls: Er begehrt sie wie verrückt ...
Baccara Romane | 0301
Deutsch
0,58 MB
978-3-86349-005-8 (9783863490058)
3863490053 (3863490053)

1. KAPITEL

Solange er denken konnte, war Tony Carlino von Autos wie besessen gewesen. Alles, was mit Geschwindigkeit und Risiko zu tun hatte, faszinierte ihn. Das hatte schon angefangen, als er gerade sechs Jahre alt war und die steilen Straßen in den Hügeln von Napa Valley, dem berühmten Weinbaugebiet im Norden Kaliforniens, auf seinem Kinderroller hinunterjagte. Nicht selten landete er dabei kopfüber neben der Straße im Gras. Aber schon in zartem Knabenalter war Tony nicht der Typ, der bereit war aufzugeben.

Mancher Beule zum Trotz fegte er über seine Lieblingspisten, bis er in jeder Kurve die Ideallinie gefunden hatte. Dann kam das erste Fahrrad, und es setzte sich fort, als er später sein erstes Motorrad bekam. Tony war diesem Nervenkitzel erlegen, und es sollte sich zeigen, dass heiße Reifen auf Asphalt seine Bestimmung waren. Nachdem er seinen Autoführerschein hatte, dauerte es noch ein paar Jahre, und er war NASCAR-Champion aller Klassen, einer der gefragtesten und erfolgreichsten Rennfahrer im Tourenwagen.

Doch die Jahre waren vergangen, und inzwischen hatte sich Tony Carlino aus dem aktiven Rennsport zurückgezogen. Das bedeutete nicht, dass es in seinem Leben keine Herausforderungen mehr gab. Die Herausforderung, der er an diesem Tag gegenüberstand, hatte einen Namen. Sie hieß Rena Fairfield Montgomery.

Genauer gesagt stand sie ihm auf der anderen Seite eines offenen Grabes gegenüber. Eine Trauergemeinde von ein paar Dutzend Menschen war auf dem Friedhof von Napa Valley versammelt. Verstohlen blickte Tony hinüber und erhaschte einen von Tränen erfüllten Blick aus Renas unbeschreiblich blauen Augen. Der Wind spielte in ihrem rabenschwarzen Haar. Ihr bildschönes Gesicht war von Kummer gezeichnet.

Tony wusste, was ihm bevorstand. Er war drauf und dran, ein Minenfeld von unterschwelligen, unterdrückten Gefühlen zu betreten. Denn eines war sicher: Rena hasste ihn. Und das nicht ohne Grund.

Tony ließ seinen Blick über die Hügel schweifen. Weinstöcke, so weit das Auge reichte. Das alles war Carlino-Land, ein Boden, auf dem die besten Weine wuchsen und der die Familie seit Generationen ernährte. Dafür zu sorgen, dass er es weiterhin tat, war jetzt seine Aufgabe, denn vor wenigen Monaten war sein Vater gestorben und hatte das Erbe an Tony und seine Brüder Nick und Joe weitergegeben.

Rasch galt Tonys Aufmerksamkeit wieder der trauernden Witwe. Mit leerem Blick schritt Rena nun an den bronzefarbenen Sarg, um ein letztes Mal Abschied zu nehmen, Abschied von David, ihrem geliebten Mann. Sie konnte offensichtlich noch immer nicht glauben, dass sie ihn verloren hatte.

Tony hatte selbst mit den Tränen zu kämpfen. Seit jenen Tagen, als sie auf ihren Kinderrollern die Gegend unsicher machten, waren David und er die besten Freunde gewesen. Sie waren gemeinsam durch dick und dünn gegangen. Selbst die Fehde zwischen ihren Familien hatte dieser Freundschaft keinen Abbruch tun können. Auch nicht die Tatsache, dass Rena Tonys Jugendliebe gewesen war, bevor sie David heiratete.

Rena streckte die Hand aus und berührte ganz sacht, nur mit den Fingerspitzen, eine der Rosenblüten im Blumenschmuck, der auf dem Sarg ausgebreitet war. Im selben Augenblick hob sie den Kopf, und Tonys und ihre Blicke trafen sich. Für diesen einzigen, winzigen Moment waren sie in ihrem Schmerz um den unersetzlichen Verlust vereint. Rasch wandte sie den Blick von Tony ab, drehte sich um und kehrte auf unsicheren Beinen an die Seite ihrer trauernden Familie zurück. Niemand der hier Versammelten wusste, dass Tony Renas Geheimnis kannte.

Auch Rena wusste es nicht.

Tony stand zwischen seinen Brüdern und spürte, wie Joe seinen Arm tröstend um seine Schultern legte. Eine Weile verging. Die Trauergemeinde war bereits im Begriff, sich aufzulösen.

"Wir werden ihn alle sehr vermissen", sagte Joe leise zu Tony.

"Er war der beste Freund, den man sich wünschen konnte", fügte Nick hinzu.

Tony nickte stumm und blickte Rena nach, die sich inzwischen auf den Weg zum Wagen machte, der sie zurück nach Hause bringen sollte. Nick verabschiedete sich und verließ die Versammlung ebenfalls.

"Rena ist jetzt ganz allein", bemerkte Joe, als er und Tony als Letzte am Grab übrig geblieben waren. "Da wird sie umso härter kämpfen müssen, um Purple Fields zu halten."

Tony seufzte. Er war in Gedanken schon bei den nächsten Schritten, die er unternehmen wollte. Die Fairfields und die Carlinos waren seit Anbeginn erbitterte Konkurrenten gewesen. Mit den Jahren war es aber dahin gekommen, dass das Unternehmen der Familie Carlino eine marktbeherrschende Stellung einnahm, während die Lage auf Purple Fields, dem Weingut von Renas Familie, zunehmend verzweifelter wurde und es nur noch um die nackte Existenz ging.

"Sie wird nicht kämpfen müssen", erklärte Tony endlich.

Joe sah ihn erstaunt an. "Nicht? Was hast du vor, Tony? Willst du den Betrieb übernehmen? Du weißt doch, dass sie bisher jedes Angebot angelehnt hat. An ihr beißt man sich die Zähne aus."

"Ich habe ein spezielles Angebot für sie. Eines, das sie nicht so leicht ablehnen kann." Er machte eine Pause, um es etwas spannender zu machen. "Ich werde sie heiraten."

Alle gut gemeinten Angebote von Nachbarn, Freunden und Verwandten, sie zu begleiten, hatte Rena abgelehnt, und so fuhr sie in ihrem Wagen allein nach Hause. Sie wollte niemanden sehen. Erst recht war ihr das, was man einen Leichenschmaus nennt, ein Gräuel: Wenn sich alle nach der Beerdigung eines geliebten Menschen zusammensetzen, irgendwann der Wein auf den Tisch kommt und zum Schluss alle durcheinanderreden, Witze reißen und keiner mehr daran denkt, warum man eigentlich in dieser Runde sitzt.

Rena wollte still für sich an David denken. Er war ihr ein vorbildlicher, liebender Ehemann gewesen, aufopfernd und treu und vor allem viel zu jung zum Sterben. Er war voller Energie und Lebensfreude gewesen. Er hätte noch so viel vor sich gehabt, und das, was er sich so sehr gewünscht hatte, sollte er nun nicht mehr erleben.

Wie in Trance und vom vielen Weinen halb blind fuhr sie über die schmalen Landstraßen des Tals zu ihrem Haus. Sie kannte hier jede Ecke und jede Wegbiegung. Seit ihrer Geburt lebte sie in Napa, war hier aufgewachsen und hatte hier geheiratet. Sie wunderte sich, dass ein Mensch so viele Tränen haben konnte.

Als Rena am Weingut der Carlinos vorbeikam, hielt sie den Wagen vor dem Tor an, das auf den Besitz führte. Der Zwischenstopp geschah aus einer halb unbewussten Regung heraus. Sie gab niemandem anderen als Tony Carlino die Schuld an Davids Tod und hätte es am liebsten von hier aus in die Welt hinausgeschrien.

Entkräftet sank Rena in ihrem Sitz zurück, und zufällig fiel ihr Blick dabei in den Rückspiegel. Im selben Augenblick wurde ihr klar, dass es ein Fehler gewesen war, hier anzuhalten. Hinter ihrem Wagen tauchte ein silberfarbener Porsche auf, der dicht hinter ihrem alten Toyota anhielt.

Sie verfolgte im Rückspiegel, wie Tony aus seinem schnittigen Sportwagen stieg und mit langen Schritten auf sie zukam. "Oh nein", seufzte sie laut, umklammerte das Lenkrad und ließ die Stirn darauf sinken. Allen anderen war sie aus dem Weg gegangen, und nun musste ausgerechnet er hier auftauchen.

Sie hielt die Augen immer noch geschlossen, als sie hörte, wie er ihren Namen rief. Ganz früher war er ihr bester Freund und dann später ihr Leben gewesen. Heute wünschte sie sich, dieser Mann wäre nie wieder nach Napa Valley zurückgekehrt.

"Rena, was ist?", fragte Tony schon zum zweiten Mal.

"Es ist nichts", antwortete sie ihm durch das geöffnete Seitenfenster. "Es geht mir gut."

"Ja, man sieht es deutlich."

Rena blickte starr geradeaus und vermied den Blickkontakt mit Tony. "Was erwartest du? Ich habe gerade meinen Mann zu Grabe getragen."

Tony öffnete die Fahrertür und streckte die Hand aus. "Komm mit. Lass uns reden."

"Nein, ich kann jetzt nicht mit dir reden."

"Na gut, dann gehen wir eben ein Stück zusammen und sagen nichts." Als sie den Kopf zu ihm drehte und auf seine ausgestreckte Hand sah, fügte er hinzu: "Du bist doch nicht ohne Grund hierhergekommen."

Rena stieg aus, wobei sie Tonys Hand ignorierte, ging wortlos an ihm vorbei und schlug den Weg über einen Trampelpfad durch das Grün ein. Eine atemberaubende Aussicht auf die Weinberge und die größeren und kleineren Höfe darin hatte man von hier oben, aber Rena hatte in diesem Moment kein Auge dafür.

Rena hatte David versprochen, Purple Fields auf jeden Fall zu halten, was leichter gesagt war als getan, denn der Betrieb steckte in Schwierigkeiten. Trotzdem hatte Rena sich ein wenig gewundert, gerade diesen letzten Wunsch von ihrem Mann zu hören. Sie selbst wäre nie auf die Idee gekommen, Purple Fields aufzugeben. Es war ihre Heimat und ihre Zuflucht.

Eine Weile gingen sie so, Rena immer einen Schritt voraus, dann hörte sie Tonys ungeduldige Stimme hinter sich. "Verdammt, Rena. Er war mein Freund. Ich habe ihn doch auch geliebt."

Sie blieb unvermittelt stehen und drehte sich um. "Du hast ihn geliebt? Deinetwegen ist er jetzt tot." Sie spürte, wie ein unbändiger Zorn in ihr aufstieg. "Du hättest nie zurückkommen dürfen. David war so glücklich, bis du hier aufgetaucht bist."

...

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