Der Eden Effekt

Thriller
 
 
Lübbe (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 25. November 2011
  • |
  • 600 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8387-1071-6 (ISBN)
 
Die Anthropologin Anika French macht eine brisante Entdeckung: Die Menschheit hat den Punkt, an dem sich der Treibhauseffekt umkehren lässt, bereits überschritten; sie wird ebenso untergehen wie einst die Maya, und zwar schon in wenigen Jahren. Doch Anika ist keineswegs die Einzige, die darüber Bescheid weiß. Geheime Regierungsorganisationen haben dieses Wissen seit Langem vertuscht. Bald wird Anika zur Zielscheibe der Verschwörer, denn sie findet heraus, dass deren Pläne weiter reichen: Die Menschheit erwartet ein noch viel schlimmeres Schicksal als eine globale Klimakatastrophe -
1. Aufl. 2011
  • Deutsch
  • 0,98 MB
978-3-8387-1071-6 (9783838710716)
3838710711 (3838710711)
weitere Ausgaben werden ermittelt
22. KAPITEL (S. 246-247)

ANIKA HATTE DAMIT gerechnet, zu dem großen herrschaftlichen Haus in der Nähe ihrer Wohnung geführt zu werden. Stattdessen wurde sie zu einem Bürogebäude gebracht, das in den Berg hineingebaut worden war. Von außen sah es mit seinem breiten Dach und dem Holzgiebel wie ein zweistöckiges Landhaus aus. Doch die Innenausstattung hätte mit den modernsten Gebäuden in der Innenstadt von Denver konkurrieren können. Fast alles bestand aus Glas.

An den schallgedämpften Decken hingen Leuchtstoffröhren, die die gefliesten Böden, die schlichten Holztüren und die Aluminiumrahmen beleuchteten. Am Ende eines Ganges benutzte Stephanie eine Magnetkarte und gab einen Code ein, worauf sich eine Aufzugtür öffnete. Sie trat ein und ließ sich zum zweiten Stock fahren. Dort betrat Anika einen Gang mit weiß getäfelten Wänden und Türen aus massivem Holz. Stephanie führte sie zu der dritten Tür, zog wieder ihre Karte hervor und gab einen Code ein. Sie warf Anika einen Blick zu und sagte: »Hier wird alles überwacht. Der Sicherheitsdienst weiß, wer in welchem Raum ist. Alle Zugänge werden vom Zentralcomputer überprüft. Jeder, der sich irgendwo unerlaubt aufhält, wird sofort gemeldet.«

»Da haben Sie sich ja eine herrliche Wellnessoase eingerichtet.« »Uns gefällt’s.« Stephanie öffnete die Tür und führte Anika in einen Raum voller Schreibtische und Computerarbeitsplätze, in dem hektische Aktivität herrschte. Männer in weißen Hemden und mit Krawatte beugten sich über Tastaturen und schauten auf die Monitore vor ihnen. Die meisten trugen Headsets. An allen Wänden hingen Monitore, über die vor allem Zahlenreihen rollten. Anika erinnerte dieser Raum an ein NASA-Kontrollzentrum. Stephanie, die Anikas erstaunte Miene bemerkte, fügte hinzu: »Willkommen in der Schaltzentrale von ECSITE!

Von hier aus überwachen wir alles: Banken und Märkte auf der ganzen Welt sowie die verschiedenen Börsen.« Sie wies mit dem Kopf auf die Monitore an den Wänden. »Das hier sind die Ergebnisse unserer Analysten.« Sie zeigte auf einen verglasten Computerraum innerhalb des großen Raumes. »Nur die New Yorker Börse wird als eigenes System behandelt.« Anika folgte ihr einen Seitengang hinunter. Im Vorübergehen schaute sie auf die Monitore, über die Zahlenreihen, Grafiken und Texte rollten, deren Sinn sich ihr so schnell nicht erschloss. An der weißen Rückwand des Raumes befand sich eine Holztür, an die Stephanie nun klopfte. Ein muskulöser Mann mit einem rasierten Schädel und dunklen Augen öffnete die Tür.

Er trug einen Anzug und Krawatte, und ein Plastikkabel führte vom Headset zu seinem kräftigen Nacken. »Anika French hat einen Termin beim großen Boss«, sagte Stephanie respektvoll. Der Glatzkopf nickte mit undurchdringlicher Miene und trat zurück, um Anika Platz zu machen. Der Raum war quadratisch und fünfzig Quadratmeter groß. Wie in ihrem Schlafzimmer gab es auch hier holografische Wände. Die Bilder zeigten jedoch keine Landschaften, sondern andere Büros, in denen Männer hinter Schreibtischen saßen und sie interessiert beobachteten, als sie den Raum betrat. Anika stellte fest, dass die meisten von ihnen Asiaten waren.

Zwei trugen Uniformen des nordkoreanischen Militärs, und an den Wänden hinter ihnen hingen Bilder des nordkoreanischen Diktators. Die anderen Männer, die tadellos gekleidet waren, erinnerten sie an leitende Angestellte großer Unternehmen. Die Büros, in denen sie arbeiteten, bestätigten diesen Eindruck. Wahnsinn! Eine virtuelle Videokonferenz auf höchstem technischem Niveau. Anika zwang sich, ihre Verwunderung zu verbergen, und konzentrierte sich auf den Mann, der hinter dem prächtigen Schreibtisch saß. Die mit Schnitzereien verzierte Tischplatte glänzte, und ihre Größe war beeindruckend.

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