Clonescope

 
 
Books on Demand (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 11. August 2020
  • |
  • 316 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Adobe-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7526-3047-3 (ISBN)
 
Gregor könnte eigentlich glücklich sein, denn sein größter Wunsch hat sich erfüllt: Er verlobt sich mit seiner großen Liebe Lala und zieht in die mittelgroße Stadt Sunseyf. Allerdings hat die Sache einen Haken: Es gibt Gregor plötzlich doppelt - und dann tausendfach!
Als Gregor nachts zu Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehr aufbricht, sieht er sich bald einem mysteriösen Phänomen gegenüber: Klone, die sich in immer größerer Zahl ausbreiten. Doch Rettung naht: Ausgerechnet Freddy, der aussieht wie ein verrückter Professor und auch einer ist, wird für Gregor und die Menschen in Sunseyf zur letzten Hoffnung. Hätten Gregor und Lala geahnt, welch haarsträubenden Abenteuer auf sie warten, wären sie vermutlich in ihrer beschaulichen Kleinstadt geblieben.
Fantasy, Sci-Fi, Tempo und Witz sind die Zutaten, mit denen Leon Gatzen seinen Romanerstling anreichert. Sein turbulenter Verwechslungsroman führt die Leser*innen durch eine spannende Geschichte mit unvorhersehbaren Wendungen und liefert beste Unterhaltung.
1. Auflage
  • Deutsch
  • 0,48 MB
978-3-7526-3047-3 (9783752630473)
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DER EINSATZ


Jetzt musste es schnell gehen, aber die Feuerwehrleute waren ein eingespieltes Team. Aufgrund regelmäßigen Trainings waren alle Einsatzkräfte der örtlichen Feuerwehreinheit in hervorragender körperlicher Verfassung. Nachdem Gregor so schnell er konnte zur Feuerwache geeilt und mit seinen Kollegen per Feuerwehrfahrzeug am Einsatzort angekommen war, ging alles ganz schnell. An diesem Brand schien zunächst alles routinemäßig zu verlaufen. Frank, der Gruppenführer des Fahrzeugs, verteilte die Aufgaben zum Aufbau der Wasserversorgung und des Löschangriffs. Nachdem Gregor die Eingangstür mit einer Axt geöffnet hatte, durchsuchten Peter und Melanie gemeinsam mit Gregor das Gebäude nach verletzten Personen.

Während ihrer Suche war Melanie in einen Raum gelaufen. Nachdem Gregor sich kurz umgesehen hatte, wollte er ihr nachlaufen. Doch plötzlich kam ihm Melanie entgegengerannt und rief: "Hey Gregor, komm mit wieder raus! Da drin war nur eine Sexpuppe!" Gregor fragte erstaunt nach, ob er gerade das Wort "Sexpuppe" richtig verstanden habe. Melanie bestätigte dies, drängte aber, dass sie sofort das Gebäude evakuieren müssten, da Peter per Funk ein riesiges Kerosinlager im Keller gemeldet hatte. Gregor bekam den Funkspruch gar nicht mit; er fragte ungläubig nach und Melanie antwortete hastig: "Ja, da ist tatsächlich ein selbst gebautes Kerosinlager im Keller, ohne irgendwelche Sicherheitsmaßnahmen, und es wird gleich explodieren!"

Beide liefen so schnell sie konnten aus dem Gebäude und versteckten sich hinter dem Feuerwehrfahrzeug, wo der Rest der Gruppe bereits versammelt war. Dann gab es eine große Explosion. Trümmerteile flogen herum, das Gebäude wurde stark beschädigt, aber nicht ganz zerstört. Zum Glück wurde niemand verletzt, nur das Feuerwehrauto trug ein paar beschädigte Glasscheiben davon. Nach der Explosion setzte die Gruppe ihre Löscharbeiten fort, mit Unterstützung von weiteren nachgeforderten Einheiten der Feuerwehr, die wenig später am Einsatzort eintrafen.

Nach Abschluss der Löscharbeiten entdeckte Gregor vor dem Gebäude auf dem Boden eine menschengroße Puppe. Er war erstaunt, dass die Gummifigur kaum verbrannt war und für so eine Explosion sonst eigentlich ziemlich viel Glück gehabt hatte. Gregor rief seinem Gruppenführer zu: "Hey Frank, die Sexpuppe hat überlebt!"

Nachdem der Löschzug wieder auf der Wache angekommen war, saßen Gregor und Melanie in der Küche, um sich etwas von dem Einsatz zu erholen und sich zu unterhalten. Gregor und Melanie waren inzwischen gute Freunde geworden und ließen es sich nicht nehmen, nach den Einsätzen immer ein bisschen zu plaudern.

"Wie lief es eigentlich mit deinem Heiratsantrag?", fragte Melanie. Gregor erzählte ihr von dem Abend im Restaurant, dem schönen Sternenhimmel und Lalas Lieblingslied. Alles war perfekt für den Heiratsantrag, den Gregor schon lange geplant hatte. Nur leider wurde dieser perfekte Plan durch den Funkmeldeempfänger der Feuerwehr unterbrochen, der ihn zu dem Einsatz alarmiert hatte. Nun musste Gregor nicht nur alles erneut planen, sondern sich auch etwas ganz Neues einfallen lassen. Er wollte Lala nicht erneut in dieses Restaurant einladen, es wäre dann keine so große Überraschung mehr gewesen. Melanie fragte, weshalb Gregor den Funkmeldeempfänger, im Feuerwehrjargon kurz "FME", nicht vorher ausgeschaltet habe. Gregor hatte das leider einfach vergessen. Und als er das Einsatzstichwort "Feu Y" auf dem Melder gesehen hatte, was "Feuer mit Menschenleben in Gefahr" bedeutete, konnte er dies nicht einfach ignorieren. Wenn dann jemand bei diesem Feuer gestorben wäre, hätte er sich das niemals verzeihen können. Melanie zeigte nach Gregors Erklärung Verständnis dafür. Vermutlich hätte sie in seiner Situation nicht anders gehandelt. Und sie ermutigte Gregor sogar, eine andere Möglichkeit für einen Heiratsantrag zu suchen. Dafür bot sie ihm ihre Unterstützung an und sagte: "Ich überlege mir mal was." Es freute Gregor natürlich unglaublich, dass er bei dieser schwierigen Suche nicht allein war. Melanie war wirklich eine sehr gute Freundin.

Nachdem Gregor und Melanie sich etwas von dem Einsatz erholt hatten, machte Gregor sich auf den Rückweg nach Hause. Lala hatte ihm eine SMS gesendet, dass sie bereits wieder zu Hause sei und aus Solidarität auf das Essen im Restaurant verzichtet habe. Doch auf dem Weg passierte etwas ziemlich Merkwürdiges. Ihm kam plötzlich Melanie entgegen und sagte "Hey Gregor!" zu ihm. Gregor fragte etwas verwirrt: "Was machst du denn hier?" Melanie antwortete, dass sie kurz bei Fauldöner etwas essen sei, weil dort der Döner wirklich am besten schmecke. Aber Gregor wollte eigentlich wissen, wie Melanie ihm jetzt entgegenkommen könne, wo sie sich doch eben noch auf der Feuerwache unterhalten hätten. Das war höchstens fünf Minuten her und Melanie wohnte eigentlich in der anderen Richtung. Melanie schien auch etwas verwirrt zu sein. Sie schien sich nicht mehr an vorhin zu erinnern. Hatte sie es wirklich vergessen? War denn alles in Ordnung mit ihr? Auf die Frage, wie es möglich sei, dass sie so schnell hierhergekommen sei, antwortete sie, dass sie sich ein Taxi genommen und schnell gegessen habe. Das müsse aber schon äußerst schnell gewesen sein, da die Portionen bei Fauldöner immer ziemlich groß sind. Außerdem hatte Gregor gar kein Taxi auf der Straße gesehen. Melanie erklärte dies damit, dass der Regen die Ursache dafür sei und das Taxi ohne Licht gefahren war. Gregor fragte, warum sie denn überhaupt in ein Taxi gestiegen sei, dessen Lichtanlage kaputt war. Das sei doch viel zu gefährlich. Darauf antwortete Melanie mit der ebenfalls etwas fragwürdigen Erklärung, dass sie dies erst gesehen habe, als sie ausgestiegen sei. Aber das erklärte immer noch nicht, weshalb sie das Gespräch von vorhin vergessen konnte. Es war schließlich ein sehr wichtiges Gespräch für Gregor. Melanie sagte dazu nur, dass es zwar wichtig war, aber sie könne sich nicht alles merken. Daraufhin sagte Gregor ziemlich verwirrt: "Aber das war vor fünf Minuten! Und ich finde, einen Heiratsantrag sollte man nicht so einfach vergessen!"

"Ein Heiratsantrag? Oh, ja, natürlich. Ich habe mich sehr darüber gefreut. Aber das kam sehr überraschend für mich." Nun war Gregor wirklich komplett verwirrt. Er hatte das doch schon lange vorher mit Melanie diskutiert. Und außerdem hatte Melanie ihn vorhin darauf angesprochen. Hatte Melanie wirklich alles vergessen? Oder war das ein Scherz? Gregor fing an, sich Sorgen zu machen. Vielleicht hatte Melanie eine Art Schlaganfall erlitten? Doch nun schien sie sich endlich zu erinnern. "Ja natürlich, ich habe dich gefragt", sagte sie. Und Gregor wollte ein bisschen ängstlich von Melanie wissen, ob sie sich denn schon etwas überlegt habe. Sie hatte ihm ja versprochen, ihm zu helfen und Gregor war eigentlich sehr erleichtert darüber gewesen. Er wisse gar nicht, wie er das alleine noch mal alles planen solle. Überraschenderweise sagte Melanie: "Ich habe mich dazu entschieden, dass wir das nicht machen sollten." Das verärgerte Gregor ziemlich. Niemals würde er sich davon abhalten lassen, Lala einen Heiratsantrag zu machen. Lala war die Liebe seines Lebens. Und dass ausgerechnet Melanie jetzt plötzlich etwas dagegen hatte, konnte er sich gar nicht erklären. Und das sagte er ihr auch sehr deutlich. Als Melanie dann sagte, sie habe Kopfschmerzen und wolle nach Hause gehen, sagte Gregor ihr, sie solle besser sofort in ein Krankenhaus gehen. Denn er hatte weiterhin das Gefühl, dass irgendwas mit Melanie gar nicht in Ordnung war. Sie wirkte so verändert, wie eine ganz andere Persönlichkeit. Als wenn man sie ausgetauscht hätte. Aber Melanie sagte dazu nichts mehr und verabschiedete sich. Also machte sich auch Gregor weiter auf den Weg nach Hause. Und er versuchte, den ganzen restlichen Rückweg lang das eben Erlebte zu verarbeiten.

Gregor war nun seit einiger Zeit wieder zu Hause und saß mit Lala auf der Couch, als das Telefon klingelte. Er stand auf und nahm den Anruf entgegen. Am anderen Ende der Leitung meldete sich ein freundlich klingender, älterer Mann. Es war anscheinend jemand, der im Auftrag eines Nachbarn anrief, welcher ihn darüber informieren wolle, dass Gregors Mülltonne vor dem Haus des Nachbarn stehe, gegenüber von Gregors Haus. Gregor versicherte dem Nachbarn, dass er die Mülltonne nicht absichtlich dort hingestellt habe. Er äußerte die Vermutung, dass dies Jugendliche gewesen seien, da diese in letzter Zeit häufiger für Unruhe in der Nachbarschaft gesorgt hatten.

Nachdem das kurze Gespräch mit der unbekannten Person beendet war, informierte er Lala und machte sich dann auf den Weg nach draußen. Dort sah er tatsächlich seine Mülltonne auf dem Grundstück auf der anderen Straßenseite stehen. Gregor war noch sehr müde und erschöpft von seinem Feuerwehreinsatz und machte sich deshalb keine weiteren Gedanken darüber, wie die...

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