Verführung wie in 1001 Nacht

 
Olivia Gates (Autor)
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
1. Auflage | erschienen am 16. Juli 2011 | 144 Seiten
 
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978-3-86349-200-7 (ISBN)
 
Da steht ... sie! Überwältigt blickt Prinz Amir, Scheich von Zohayd, in die unglaublich dunklen Augen einer Frau. Lässt seinen Blick weiter gleiten über ihr Gesicht, erforscht alle zauberhaften Details ... und spürt zum ersten Mal seit einer Ewigkeit tiefe Wärme in sich. Amir kann nicht anders, er muss die sinnliche Schönheit in sein Penthouse einladen und verführen. Eine Nacht, die nur ein Märchen bleiben wird, wie in den Erzählungen aus 1001 Nacht? Vielleicht, denn Amir muss schon bald heiraten - eine Braut, die Königin von Zohayd werden kann ...
Baccara Romane | 1677
Deutsch
0,61 MB
978-3-86349-200-7 (9783863492007)
3863492005 (3863492005)

1. KAPITEL

Johara Nazaryan war gekommen, um den Mann zu sehen, den sie als Einzigen je geliebt hatte - bevor er eine andere heiraten würde.

Ihr Herz pochte heftig. Sie war verwirrt; im einen Moment voller Vorfreude, im nächsten verließ sie wieder der Mut.

Sie betrachtete die zahlreichen luxuriös gekleideten Gäste der Party, die zu seinen Ehren stattfand. Aber von Amir Aal Shalaan selbst war keine Spur zu sehen.

Um keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, trat sie vorsichtshalber einen Schritt zurück.

Solange er noch nicht hier war, blieb ihr Zeit, sich etwas zu beruhigen. Oder machte das Warten sie noch nervöser? Sie konnte es immer noch kaum fassen, dass sie sich entschlossen hatte, ihn nach zwölf Jahren wiederzusehen.

Dabei hatte sie die ganze Zeit über jede noch so unbedeutende Nachricht über ihn förmlich aufgesogen. Wann immer sie ihre Reisen in seine Nähe geführt hatten, hatte sie es sich nicht nehmen lassen, ihm sehnsüchtige Blicke zuzuwerfen.

Aber dieses Mal würde sie direkt auf ihn zugehen und ihn ansprechen. Lange nicht gesehen .

Amir. Der Prinz von Zohayd, des mächtigen Königreichs in der Wüste. Der jüngste der drei Söhne von König Atef Aal Shalaan und der verstorbenen Königin Salwa. Außerdem war Amir in den letzten sechs Jahren zu einem erfolgreichen und geschätzten Geschäftsmann in der Bau- und Transportbranche geworden.

Für Johara allerdings würde er immer der vierzehnjährige Jugendliche bleiben, der ihr vor zwanzig Jahren das Leben gerettet hatte.

Es war an ihrem ersten Tag in Zohayd passiert, damals war sie sechs Jahre alt gewesen. Ihr Vater, ein Mann mit armenischen und amerikanischen Vorfahren, war zum ersten Assistenten des Hofjuweliers, Nazeeh Salah, ernannt worden und sollte fortan mit seiner Familie im Palast leben.

"Onkel" Nazeeh, der Mentor ihres Vaters, war übrigens auch derjenige gewesen, der ihren Namen vorgeschlagen hatte: Johara - das arabische Wort für Schmuckstück, Juwel.

Während des Gesprächs zwischen ihrem Vater und dem König war Johara unbemerkt auf den Balkon hinausgegangen und über die Balustrade geklettert - wo sie dann hilflos zwischen Himmel und Erde hing. Sie konnte sich gerade noch mit den Händen am Sims festhalten.

Als sie um Hilfe schrie, liefen sofort alle zusammen. Ihr Vater warf ihr eine Seilschlinge zu, in die sie ihre Hand stecken sollte. Johara versuchte es und wäre dabei fast abgerutscht. Da hörte sie von unten eine Stimme, die ihr dringend riet, es zu lassen.

Ängstlich blickte sie nach unten - und sah ihn.

Eigentlich schien er zu weit weg zu sein, als dass er Johara würde auffangen können. Doch während ihr die Eltern noch zuriefen, dass sie durchhalten sollte, begriff sie schlagartig, dass er sie sicher halten würde. Sie ließ den Sims los und fiel fast zehn Meter in die Tiefe.

Und tatsächlich: Mit der Schnelligkeit, Kraft und Präzision des Falken, nach dem er benannt war, hatte er sie aufgefangen. Sie war wohlbehalten in seinen Armen gelandet.

Noch heute dachte sie ab und zu an diesen Moment höchster Gefahr. Johara wusste, dass sie es nicht geschafft hätte, das Seil über ihre Hand zu streifen. Blitzschnell hatte sie sich dafür entschieden, sich dem wundervollen Jungen anzuvertrauen, dessen feurige braune Augen so viel Sicherheit ausstrahlten.

Von da an hatte sie gewusst, dass sie immer ihm gehören würde.

Nicht nur, weil er ihr das Leben gerettet hatte. Er war in jeder Hinsicht ein außergewöhnlicher Mensch, der ihr unendlich viel bedeutete.

Auch zwischen ihrem älteren Bruder Aram und ihm hatte sich eine enge Freundschaft entwickelt.

Aber als Johara älter geworden war, hatte sie einsehen müssen, dass ihr Traum von einem gemeinsamen Leben niemals in Erfüllung gehen würde.

Amir war ein Prinz - und sie nur die Tochter eines Bediensteten. Auch dass ihr Vater inzwischen das hohe Amt des Juweliers des Königs übernommen hatte, änderte daran nichts. In dieser Funktion entwarf er zum einen die Schmuckstücke für die königliche Familie, zum anderen war er für den umfangreichen wertvollen Kronschatz verantwortlich. Er wurde "Pride of Zohayd" genannt und war Zohayds ganzer Stolz.

Dennoch blieb ihr Vater ein Mann aus einfachen Verhältnissen, aus dem Ausland, der es nur mit Fleiß und Begabung so weit nach oben geschafft hatte. Eine adelige Abstammung ersetzte das nicht .

Und selbst wenn Johara zu einer der vornehmsten Familien Zohayds gehört hätte, hätte Amir sie wohl kaum in Betracht gezogen. Sicher, er war immer sehr nett zu ihr gewesen. Aber seit seinem siebzehnten Lebensjahr wurde er von attraktiven Frauen regelrecht umschwärmt.

Sich selbst hatte Johara damals längst nicht als Schönheit empfunden, und sie war auch nicht besonders weltgewandt .

Doch inzwischen fand sie ihre äußere Erscheinung ansprechend genug, um seine Nähe zu suchen und ihn zu lieben.

Acht wunderbare Jahre lang hatte er ihr seine Freundschaft geschenkt. Als Johara zwölf war, hatten sich ihre Eltern getrennt. Um weiterhin in Amirs Nähe zu sein, war sie bei ihrem Vater geblieben. Ihre Mutter, eine Französin, war in ihre Heimat zurückgekehrt, wo sie ihre Karriere als Modedesignerin fortsetzte.

Dann plötzlich war alles vorüber. Amir hatte sich von Johara und ihrem Bruder zurückgezogen. Aram hatte erklärt, dass er sich als Prinz nicht länger mit Bediensteten abgeben wollte.

Johara wunderte sich, denn eine solche Einstellung passte ihrer Meinung nach nicht recht zu Amir. Sie vermutete, dass es für die Bitterkeit ihres Bruders andere Gründe gab. Dennoch fühlte sie sich, als sei sie aus einem Traum erwacht.

Denn auf die Erfüllung ihrer Liebe durfte sie kaum hoffen. Eines Tages würde Amir standesgemäß heiraten, wie es seine Bestimmung war.

Vielleicht hatte er ja ihre Gefühle geahnt und hatte sich von ihr abgewandt, um sie nicht zu verletzen? Jedenfalls hatte sein Verhalten maßgeblich zu ihrer Entscheidung beigetragen, Zohayd zu verlassen.

Kurz nach ihrem vierzehnten Geburtstag war sie nach Frankreich zu ihrer Mutter gereist - und nie wieder zurückgekommen.

Seit diesem Tag empfand Johara Nachrichten über Amir als tröstlich. Aufrichtig freute sie sich über seine Erfolge und darüber, dass es ihm gut ging. Mit der Zeit hatte sie sich daran gewöhnt, dass diese heimliche, einseitige Liebe offenbar ihr Schicksal war .

Aber jetzt, kurz vor dem einschneidenden Ereignis, erschien es Johara, als ob sie nicht länger das Recht hätte, ihren Empfindungen nachzuhängen - auch wenn niemand etwas davon ahnte.

Sie musste ihn sehen, und zwar nicht nur aus der Ferne. Ein letztes Mal, bevor er eine andere zur Frau nahm.

Darum war sie zu der Abschiedsparty gekommen. Aidan McCormick, einer seiner Geschäftsfreunde, richtete sie für Amir in New York City aus.

Über ihre Anwesenheit würde sich niemand wundern. Als erfolgreiche Mode- und Schmuckdesignerin, die auch außerhalb Frankreichs Furore machte, gehörte sie schließlich zum internationalen Jetset.

Aber der weitaus schwierigere Teil des Abends stand ihr noch bevor: Sie musste sich ein Herz fassen und Amir ansprechen.

Dabei, hoffte sie, würde ihr klar werden, wie übertrieben ihre Gefühle für ihn gewesen waren .

Plötzlich überzog eine Gänsehaut ihren ganzen Körper.

Amir war da!

Es dauerte eine Weile, bis sie ihn sah. Seine Persönlichkeit überstrahlte förmlich den ganzen überfüllten Raum.

Sie hatte ihn nicht kommen sehen, obwohl Johara den offiziellen Eingang in den letzten zwei Stunden nicht aus den Augen gelassen hatte. Er war von der anderen Seite gekommen. Dort musste McCormick einen privaten Aufzug haben.

Mit seiner Ausstrahlung zog Amir sie völlig in seinen Bann.

Sie hatte nur noch Augen für ihn. Sie war verwirrt. Und sie bewunderte ihn grenzenlos.

Obwohl sie mit vierzehn schon einen Meter siebzig groß gewesen war, hatte er sie schon damals deutlich überragt. An diesem Abend trug sie halbhohe Absätze, mit denen sie über einen Meter achtzig maß - trotzdem war Amir mindestens fünfzehn Zentimeter größer.

Wieso war ihr nicht schon früher aufgefallen, wie eindrucksvoll seine Erscheinung war?

Als sie ihn das letzte Mal aus der Nähe betrachtet hatte, war er nicht einmal zweiundzwanzig gewesen. Aus der Distanz hatte sie ihn seitdem fünf oder sechs Mal gesehen, zuletzt vor einem Jahr auf einem Ball in Cannes.

Doch bei diesen heimlichen Gelegenheiten hatte sie nie mehr als einen Eindruck von Vitalität und männlicher Kraft gewonnen. Und Fotos und Filmaufnahmen, die sie von ihm gesehen hatten, wurden, wie Johara fand, seiner Persönlichkeit und äußeren Erscheinung sowieso nur annähernd gerecht.

Natürlich hatte sie ihn schon früher regelrecht angebetet, doch in diesem Moment kam er ihr noch attraktiver vor.

Er erschien ihr wie eine gottgleiche Erscheinung der Wüste, geheimnisvoll und mächtig, kaum zu begreifen, herrlich und selbstherrlich zugleich.

Deutlich verrieten sein Anzug aus schwarzer Seide und das eng anliegende T-Shirt, dass Schultern und Brust breiter und...

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