Heiße Küsse im Mondschein

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
1. Auflage | erschienen am 15. Februar 2011 | 144 Seiten
 
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978-3-86349-674-6 (ISBN)
 
Ein sinnlicher Flirt im Büro? Nie wieder! Das hat Astrid sich fest geschworen. Und dennoch knistert es heiß zwischen ihr und ihrem neuen Boss Henry Devonshire - dem attraktiven Manager von Everest-Music. Eines Abends bringt er sie von der Arbeit nach Hause und küsst sie im glitzernden Mondschein so leidenschaftlich, wie es noch kein Mann vermocht hat. Astrid vergisst die guten Vorsätze und lässt sich auf eine Affäre mit ihm ein, träumt vom absoluten Liebesglück - da kommt Henry hinter ihr tiefstes, gefährliches Geheimnis, und plötzlich ist alles anders ...
Baccara Romane | 1655
Deutsch
0,56 MB
978-3-86349-674-6 (9783863496746)
3863496744 (3863496744)

1. KAPITEL

Astrid Taylor hatte genau vor einer Woche bei Everest-Music angefangen zu arbeiten, und ihre Jobbeschreibung klang so, als wäre sie ein besseres Kindermädchen. Doch sie verdiente gut, und das war im Augenblick das Wichtigste. Sie war einem von Malcolm Devonshires Söhnen als Assistentin zugeteilt worden.

Ihre Erfahrung als Vertriebsassistentin für den legendären Musikproduzenten Mo Rollins hatte ihr den Job bei Everest-Music gesichert. Glücklicherweise hatte man ihr nicht allzu viele Fragen bezüglich der Kündigung ihres letzten Jobs gestellt.

"Hallo, Miss Taylor. Ich bin Henry Devonshire."

"Hallo, Mr. Devonshire. Freut mich, Sie kennenzulernen."

Henry streckte ihr die Hand hin, und sie schüttelte sie. Er hatte große, raue Hände mit kurz geschnittenen, gut gepflegten Nägeln. Sein Kinn war ein wenig kantig, und seine Nase sah aus, als wäre sie mehr als einmal gebrochen gewesen. Kein Wunder, schließlich war er ein erstklassiger Rugbyspieler gewesen, bevor eine Verletzung ihn gezwungen hatte, den Sport aufzugeben. Er war jedoch noch immer schlank und athletisch gebaut.

"Ich brauche Sie in fünf Minuten in meinem Büro", sagte er. "Bringen Sie alles mit, was Sie über Everest-Music haben. Finanzberichte, Gruppen, die wir unter Vertrag haben, Gruppen, deren Verträge wir nicht verlängern sollten."

"Ja, Mr. Devonshire", antwortete Astrid.

Er blieb auf der Türschwelle zu seinem Büro stehen und lächelte sie an. "Nennen Sie mich Henry."

Sie nickte. Wow, er hatte ein perfektes Lächeln. Eins, bei dem einem die Knie weich wurden. Was ihr natürlich nicht passieren konnte. Schließlich kannte Astrid die Artikel, die über ihn in der Klatschpresse standen - er war ein Spieler. Einer, der jede Nacht eine andere hat, erinnerte sie sich.

Trotzdem war sie ein wenig atemlos, als sie bat: "Bitte nennen Sie mich Astrid."

"Gern. Arbeiten Sie schon lange hier?"

"Erst seit einer Woche. Ich wurde extra für Sie eingestellt."

"Gut, dann kommen Sie ja nicht in Loyalitätskonflikte, sondern wissen, wer hier das Sagen hat."

"Ja, Sir, Sie sind der Chef", erwiderte sie keck.

"Das bin ich", bekräftigte er und schlenderte in sein Büro. Astrid sah ihm hinterher und bewunderte seinen knackigen Po. Reiß dich zusammen, ermahnte sie sich. Ein Flirt im Büro war keine gute Idee, zumal eine Büroaffäre sie letztlich ihren letzten Job gekostet hatte. Damals hatte sie sich geschworen, sich künftig absolut professionell zu verhalten. Sie mochte Männer, das war schon immer so gewesen, und sie flirtete auch gern, aber zum Glück bestand ja keine Gefahr, dass Henry Devonshire ihr Avancen machte. Er bewegte sich in Kreisen, in denen er sich mit Supermodels umgab. Doch für blaue Augen und ein verführerisches Lächeln hatte sie leider schon immer eine Schwäche gehabt. Außerdem hatte sie schon vor Jahren für ihn geschwärmt, als er einer der Topspieler der London-Irish-Rugbymannschaft gewesen war.

Seufzend ermahnte Astrid sich erneut, sich auf die Arbeit zu konzentrieren, und begann, die Berichte zusammenzusuchen, nach denen Henry verlangt hatte.

Gerade als sie zu ihm gehen wollte, klingelte das Telefon. Ein Blick auf die Telefonanlage zeigte ihr, dass Henry ebenfalls telefonierte.

"Everest-Music, Henry Devonshires Büro", meldete Astrid sich.

"Wir müssen reden."

Astrid zuckte zusammen. Es war Daniel Martin, ihr ehemaliger Chef und einstiger Liebhaber. Daniel war ein wenig wie Simon Cowell, ein Musikproduzent, der alles, was er anfasste, zu Gold machte. Aber wenn das Gold seinen Glanz verlor, ging Daniel weiter. Etwas, was Astrid am eigenen Leib hatte erfahren müssen.

"Ich glaube nicht, dass es zwischen uns noch etwas zu besprechen gibt." Mit Daniel zu reden war wirklich das Letzte, was sie wollte.

"Henry Devonshire könnte das anders sehen. Wir treffen uns in zehn Minuten im Park zwischen City Hall und Tower Bridge."

"Ich kann nicht, ich muss gleich zu meinem Chef."

"Er wird nicht lange dein Chef sein, wenn du nicht mit mir redest. Du weißt schon, was ich meine. Ich verlange ja nicht viel, nur ein paar Minuten deiner kostbaren Zeit", meinte Daniel sarkastisch.

"Gut", willigte Astrid widerstrebend ein. Daniel konnte ihre Karrierechancen bei Everest-Music zerstören, indem er einfach nur ein paar abfällige Bemerkungen über ihre Arbeitsmoral machte.

Sie war nicht sicher, was er wollte - ihre Beziehung hatte auf sehr unschöne Art und Weise geendet. Vielleicht wollte er etwas wiedergutmachen, jetzt, da sie wieder in der Musikindustrie arbeitete. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, dachte sie.

Sie schickte Henry eine E-Mail, in der sie ihm mitteilte, dass sie gleich zurück sei, und stellte den Anrufbeantworter an. Fünf Minuten später marschierte sie am Ufer der Themse entlang. Viele Büroangestellte saßen draußen vor den Bürokomplexen zum Rauchen. Astrid eilte an ihnen vorbei und hielt nach Daniel Ausschau. Sein hellblondes Haar entdeckte sie zuerst. Es war ein bewölkter Tag und ein wenig frisch, und Daniel trug seinen Lieblingstrenchcoat von Ralph Lauren.

Trotz der Tatsache, dass sie längst über ihre Gefühle für ihn hinweg war, musste sie zugeben, dass er gut aussah. Die Frauen schauten ihm bewundernd hinterher, und Astrid sah die Enttäuschung in ihren Augen, als er sich zu ihr wandte. Früher hatte sie die neidischen Blicke anderer Frauen genossen. Jetzt wusste sie, dass es nichts gab, worauf man eifersüchtig sein musste. Daniel verfügte leider nur über ein ansprechendes Äußeres. Seine inneren Werte ließen einiges zu wünschen übrig.

"Astrid."

"Hallo, Daniel. Ich habe nicht viel Zeit. Weshalb wolltest du mich treffen?"

"Was hast du dir dabei gedacht, einen Job bei Everest-Music anzunehmen?"

"Wieso? Sie haben mich eingestellt. Ich brauche einen Job, da ich leider nicht so reich bin, dass ich ohne leben kann", erwiderte Astrid grimmig.

"Sehr witzig."

"Sollte es nicht sein. Was versuchst du, mir zu verstehen zu geben?"

"Machst du dich auch nur an einen meiner Künstler heran . dann ruiniere ich dich."

Sie schüttelte den Kopf. "Das würde ich niemals tun. Ich habe nicht die Absicht, meine Karriere voranzutreiben, indem ich jemand anderen benutze."

"Ich warne dich nur. Sollte ich mitbekommen, dass du dich auch nur in die Nähe von einem meiner Künstler begibst, werde ich Henry Devonshire anrufen und ihm alles erzählen, was die Presse nicht über unsere Affäre herausgefunden hat."

Er machte auf dem Absatz kehrt und ließ sie, ohne ein weiteres Wort zu verlieren, stehen. Astrid sah ihm hinterher und fragte sich zum einen, wie sie jemals auf Daniel hereinfallen konnte, und zum anderen, wie sie sich vor ihm schützen sollte.

Besorgt eilte sie zurück ins Büro und stand kurz darauf an der Tür zu Henrys Zimmer.

Er telefonierte noch, winkte sie aber herein. Sie ging zum Schreibtisch und legte die Akten, um die er sie gebeten hatte, auf den Tisch.

"Das hört sich gut an. Ich komme heute Abend gegen neun", sagte Henry. "Nein, nicht allein, zu zweit."

Er legte auf und wandte sich an Astrid. "Bitte setzen Sie sich. Vielen Dank für die Sachen, die Sie vorbereitet haben. Bevor wir uns an die Arbeit machen, erzählen Sie mir doch erst einmal ein wenig über sich."

"Was wollen Sie wissen?", fragte sie. Irgendwie war es wohl eher unpassend, gleich ihre gesamte Vergangenheit herauszuposaunen. Und sie hatte inzwischen gelernt, dass sie, wenn sie bei solchen Fragen nicht genauer nachhakte, dazu neigte, Dinge zu enthüllen, die besser im Verborgenen geblieben wären.

Sie hoffte, dass der Job hier bei Everest-Music eine Art Puffer zwischen ihrer Vergangenheit und ihrer Zukunft darstellte. Ein Job, der sie so in Anspruch nahm, dass sie vergaß, ständig an verpasste Chancen zu denken, und stattdessen wieder anfing zu leben.

"Zunächst einmal würde mich interessieren, warum Sie für den Everest-Konzern arbeiten", meinte Henry, während er sich zurücklehnte. Der eng anliegende schwarze Pulli, den er trug, spannte sich über seinen kräftigen Muskeln. Oh, dachte Astrid, er treibt wohl noch immer regelmäßig Sport.

"Weil sie mich eingestellt haben", erklärte sie. Nach ihrem Gespräch mit Daniel fürchtete sie, zu viel zu sagen.

Er lachte. "Also ist es nur ein Job zum Geldverdienen für Sie?"

"Ein bisschen mehr steckt schon dahinter. Ich begeistere mich wirklich für Musik, und Teil Ihres Teams zu sein klang so, als könnte es Spaß machen. Die Aussicht, das nächste große Talent zu entdecken ." Sie zuckte mit den Schultern und lächelte leicht. "Ich habe mich immer für eine Trendsetterin gehalten, jetzt wird sich herausstellen, ob ich es tatsächlich bin."

Eine Zeit lang hatte sie daran geglaubt, selbst Musikproduzentin zu werden. Sie verstand ihren Job und wusste, wie viel Arbeit nötig war, aber irgendwann war ihr klar geworden, dass ihr etwas fehlte, um wirklich erfolgreich sein zu können. Sie konnte Künstler, deren Aufstieg sie begleitet hatte, nicht einfach fallen lassen, wenn deren Stern zu sinken...

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