Baccara Exklusiv Band 206

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 30. April 2021
  • |
  • 384 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7515-0177-4 (ISBN)
 
MIT DEM TRAUMMANN IN PARIS von MERLINE LOVELACE Beim Blick in Devon Hunters blaue Augen spürt Sarah einen heißen Schauer. Nicht ohne Grund hat ihre Zeitschrift ihn auf die Liste der attraktivsten Junggesellen gesetzt! Doch jetzt wird er von Verehrerinnen verfolgt - wovor Sarah ihn nur retten kann, indem sie seine Verlobte spielt. Mit ungeahnten Folgen ... DIE RÜCKKEHR DES VERFÜHRERS von KATHERINE GARBERA Selfmade-Millionär Chris weiß genau, was er tun muss, damit Macy seinen Verführungskünsten erliegt. Und genau davor hat sie Angst! Denn wie wird Chris reagieren, wenn er die Narben sieht, die sie bei einem Unfall davongetragen hat? SINNLICHE NACHT AUF HAWAII von YvonNE LINDSAY Nach einer Nacht voller Leidenschaft auf Hawaii erwacht Ali allein in ihrem Hotelzimmer. Nicht mal eine Notiz hat Ronin ihr hinterlassen! Enttäuscht kehrt sie nach Neuseeland zurück, wo sie ein Kinderzimmers einrichten soll. Und schockiert sieht sie, wer ihr Auftraggeber ist - Ronin!
USA-Today-Bestsellerautorin Katherine Garbera hat schon mehr als neunzig Romane geschrieben. Von Büchern bekommt sie einfach nicht genug: ihre zweitliebste Tätigkeit nach dem Schreiben ist das Lesen. Katherine lebt mit ihrem Mann, ihren Kindern und ihrem verwöhnten Dackel in England.

1. KAPITEL

Sarah hörte gedämpftes Stimmengewirr, aber sie achtete nicht darauf, denn der Abgabetermin für das neue Layout rückte immer näher. Bis Mittag mussten die Seiten über die besten neuen Skiresorts fertig sein. Beguile war ein Hochglanzmagazin, das vor allem junge, moderne Frauen ansprach, und wenn sie nicht pünktlich lieferte, konnte sie sicher sein, dass Alexis Danvers ihr später beim gemeinsamen Lunch einen jener vernichtenden Blicke zuwerfen würde, für die sie in ihrer Branche wohlbekannt war.

Nicht, dass die Blicke ihrer Chefredakteurin auf Sarah großen Eindruck gemacht hätten. Wenn Alexis damit auch den anderen Mitarbeitern kalten Schweiß auf die Stirn trieb - Sarah und ihre Schwester waren bei einer Großmutter aufgewachsen, die anmaßende Personen jedweden Ranges mit einem Stirnrunzeln vernichten konnte. Nicht umsonst hatte sich Charlotte St. Sebastian einst in denselben Kreisen wie Fürstin Gracia Patricia und Jackie Onassis bewegt.

Doch diese glanzvollen Zeiten waren längst vorbei, das wusste auch Sarah. Während sie die Überschrift des Artikels von der Schriftart Futura in Trajan änderte, dachte sie daran, dass ihre Großmutter auch heute noch glaubte, gute Erziehung und unaufdringliche Eleganz würden einer Frau durch alle Schwierigkeiten helfen, die das Leben für sie bereit hielt.

Dieser Meinung war Sarah ebenfalls. Deshalb hatte sie sich auch ganz bewusst für einen schlichten, eleganten Stil entschieden - im Gegensatz zu den Leserinnen von Beguile, die entschlossen waren, um jeden Preis mit der Mode zu gehen. Sarahs Vintageklamotten stammten teilweise aus dem Kleiderschrank ihrer Großmutter. Chanelkostüme und Kleider von Dior, die sie mit auffallendem Modeschmuck aufpeppte. Zu den Kostümjacken trug sie schwarze Hosen oder Jeans und Stiefel. Das Ergebnis war ein stylischer Retrolook, den selbst Alexis bewunderte.

Doch der wahre Grund für Sarahs ausgefallenen Modegeschmack war, dass sie sich die Designerschuhe, It-Bags und hochpreisigen Klamotten, die in Beguile angepriesen wurden, einfach nicht leisten konnte. Dazu waren die Arztrechnungen von Grandma viel zu hoch. Mittlerweile zeigten einige ihrer Kleidungsstücke auch Abnutzungsspuren, und sie hätte .

Das Stimmengewirr wurde lauter und schien näher zu kommen. Sarah hatte in den drei Jahren, die sie nun als Layouterin hier arbeitete, oft erlebt, dass Models die neuesten Entwürfe der Top-Designer direkt in der Redaktion präsentierten. Manchmal probierten auch die Makeup-Künstler und Friseure die Wirkung ihrer Kreationen an den Mitarbeiterinnen von Beguile aus, die die spontanen Shows dann immer mit begeisterter Zustimmung kommentierten.

Heute allerdings schien noch etwas anderes in der Luft zu liegen. Prickelnde Erregung. Sarah fragte sich, ob die neuesten, perlenbestickten Schuhe von Jimmy Choo oder das Kleid von Versace tatsächlich so einen Aufruhr verdient hatten, und schwang auf ihrem Drehstuhl herum. Als sie aufblickte, schaute sie direkt in das Gesicht von Super Sexy Single Nummer drei.

"Ms. St. Sebastian?"

Seine Stimme war eiskalt, doch seine strahlend blauen Augen, das schwarze Haar und seine markanten Züge bewirkten, dass Sarah ein heißer Schauer durchlief. Alexis hat einen Fehler gemacht, als sie diesen Typ auf Nummer drei setzte, dachte sie. Auf der Liste der zehn attraktivsten Junggesellen der Welt, die das Magazin einmal im Jahr veröffentlichte, hätte er ihrer Meinung nach den ersten Platz verdient.

Die Künstlerin in ihr musste ihn unweigerlich bewundern. Er war mindestens einsneunzig groß, schlank und durchtrainiert, und trug einen maßgeschneiderten Anzug, dazu eine Seidenkrawatte. Doch sie war Profi genug, um seine kalte Begrüßung mit kühler Höflichkeit zu erwidern.

"Ja."

"Ich will mit Ihnen reden. Und zwar allein."

Sie folgte seinem Blick und sah mindestens ein Dutzend Kolleginnen, die mit mehr oder weniger offener Neugier über die halbhohen Zwischenwände des Großraumbüros spähten. Manchen kullerten schier die Augen aus dem Kopf.

Schade, dass Nummer drei schlechte Manieren hat, dachte sie, als sie sich ihm wieder zuwandte. Was fiel dem Typ ein? "Worüber möchten Sie mit mir sprechen, Mr. Hunter?"

Anscheinend überraschte es ihn nicht, dass sie seinen Namen kannte. Schließlich arbeitete sie für jenes Magazin, das dafür gesorgt hatte, dass Devon Hunter zum Objekt der Begierde zahlloser Frauen weltweit geworden war.

"Über Ihre Schwester, Ms. St. Sebastian."

Oh nein. Sarah durchfuhr es siedend heiß. Was hatte Gina nun schon wieder angestellt?

Ihr Blick fiel auf das silbern gerahmte Foto neben ihrem Monitor, auf dem die Schwestern abgebildet waren. Sarah, mit dunklem Haar, grünen Augen und ernstem Gesichtsausdruck. Daneben Gina, blond, fröhlich, offen und wenig verantwortungsbewusst. Gina wechselte ihre Jobs ebenso häufig wie ihre Liebhaber. Vor zwei Tagen erst hatte sie Sarah von ihrer neuesten Eroberung vorgeschwärmt, einem reichen, gut aussehenden Typ, dessen Namen sie natürlich vergessen hatte zu erwähnen.

Anscheinend war Devon Hunter jene neue Eroberung gewesen. Er besaß eine Firma mit Hauptsitz in Los Angeles, die im Flugzeugbau tätig war und unter den Fortune Top 500 rangierte. Und Gina versuchte sich zurzeit in Los Angeles als Eventmanagerin für die Reichen und Berühmten.

"Ich denke, es ist das Beste, wenn wir uns ungestört unterhalten, Ms. St. Sebastian."

Sarah fügte sich ins Unvermeidliche und nickte. Die Affären ihrer Schwester dauerten nie lange und endeten meistens freundschaftlich. Einige Male hatte Sarah jedoch das gekränkte Ego von Verehrern wieder aufpäppeln müssen. Dies hier schien so ein Fall zu sein.

"Kommen Sie bitte mit, Mr. Hunter."

Sie ging voraus zu einem verglasten Konferenzraum, der auf zwei Seiten einen fantastischen Ausblick auf den Times Square gewährte. Gegenüber lag der berühmte Condé-Nast-Tower - das Epizentrum der Modepresse. Dort waren die Redaktionen von Vogue, Vanity Fair, Glamour und Allure zu Hause. Oft brachte Alexis wichtige Werbekunden hierher, um zu zeigen, dass Beguile ebenfalls zu den Großen der Branche gehörte.

"Möchten Sie Kaffee?", erkundigte sich Sarah. "Oder Mineralwasser?"

"Nein, danke."

Seine knappe Antwort ärgerte sie, und sie unterließ es, ihm einen Platz anzubieten. Stattdessen lehnte sie sich gegen den Konferenztisch, verschränkte die Arme vor der Brust und fragte sachlich: "Sie möchten also über Gina reden?"

Er ließ sich Zeit mit seiner Antwort und musterte Sarah stattdessen von oben bis unten. Sie trug eine schwarzweiß karierte Chaneljacke, dazu Jeans und schwarze Stiefel.

"Sie sind Ihrer Schwester nicht besonders ähnlich", bemerkte er.

"Das stimmt."

Sarah war ganz zufrieden mit ihrem schlanken Körper und den Gesichtszügen, die ihre Großmutter klassisch nannte, doch sie wusste genau, dass sie mit Ginas umwerfendem Aussehen nicht mithalten konnte.

"Meine Schwester ist die einzige Schönheit in der Familie."

Wenn sie erwartet hatte, dass er jetzt höflich widersprechen würde, enttäuschte er sie und ließ die Bombe platzen: "Ist sie auch die einzige Diebin?"

"Wie bitte?"

"Sie haben richtig gehört. Sagen Sie Ihrer Schwester, sie soll das Kunstwerk zurückgeben, das sie mir gestohlen hat."

"Wie können Sie es wagen, meiner Schwester etwas derart Lächerliches zu unterstellen!", entgegnete Sarah wütend.

"Ich unterstelle nichts, ich benenne nur die Fakten."

"Sie müssen verrückt geworden sein!" Die Tigerin in ihr erwachte, wie immer, wenn es um ihre kleine Schwester ging. "Gina ist manchmal ein bisschen flatterhaft und sorglos, aber sie würde niemals etwas stehlen!"

Zumindest nicht vorsätzlich, musste Sarah im Stillen zugeben. Als Gina acht oder neun Jahre alt gewesen war, hatte sie eines Tages einen Hund mitgebracht, der vor einem Restaurant angeleint gewesen war. Sie hatte behauptet, sie habe das Tier "gerettet". Und in ihrer Clique lieh man sich ständig gegenseitig Kleider aus und konnte sich später nicht erinnern, wem sie nun gehört hatten. Außerdem überzog Gina regelmäßig ihr Konto . Aber stehlen - nein, das würde sie nie tun, egal was dieser . dieser arrogante Kerl behauptete. Sarah war kurz davor, den Sicherheitsdienst anzurufen, um den Mann rauswerfen zu lassen, als er ein iPhone aus der Hosentasche zog.

"Vielleicht überzeugt Sie dieses Video meines Sicherheitssystems", erklärte er eisig, tippte auf den Bildschirm und hielt Sarah das Smartphone vor die Nase.

Sie konnte einen Raum erkennen, der eine Bibliothek oder ein Arbeitszimmer sein musste. Die Kamera war auf ein Regal mit Glasböden gerichtet, auf dem mehrere Kunstobjekte ausgestellt waren. Sarah bemerkte eine afrikanische Büffelmaske, eine kleine Scheibe mit bunten, filigranen Einlegearbeiten, die aufrecht in einem schwarzlackierten Halter stand, und daneben befand sich die wohl präkolumbianische Statuette einer Fruchtbarkeitsgöttin.

Hunter tippte erneut auf den Bildschirm, und eine Videoaufzeichnung wurde abgespielt. Zuerst konnte Sarah nur platinblonde Locken erkennen, dann wurde eine junge Frau sichtbar, die auf das Glasregal zuging. Als sie den Kopf wandte, fing die Kamera ihr Profil ein. Es war Gina, daran gab es keinen Zweifel.

Gina blickte über die Schulter, ihr Gesichtsausdruck lächelnde Unschuld. Doch als sie aus dem...

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