Der Sommer, in dem wir Gatsby gelesen haben

Roman
 
Danielle Ganek (Autor)
 
Random House ebook (Verlag)
1. Auflage | erschienen am 21. Juni 2011 | 352 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-05832-6 (ISBN)
 
Zwei ungleiche Schwestern müssen überwinden, was zwischen ihnen steht

Alles, was Cassie und Peck Moritary verbindet, ist ihre Begeisterung für den Roman 'Der große Gatsby' und ein mit Kunst vollgestopftes Sommerhaus auf Long Island. Das Haus hat ihnen ihre Tante Lydia vererbt, und es soll sogar einen Schatz beherbergen, doch worum es sich dabei handeln soll, hatte ihre Tante den beiden nicht verraten. Inmitten von exzentrischen Künstlern und hoffnungsvollen Literaten versuchen die zwei ungleichen Schwestern nun herauszufinden, was es mit diesem 'Schatz' auf sich hat. Dabei erleben sie einen nicht enden wollenden Sommer mit rauschenden Partys, unverhofften Begegnungen und dem großen Glück.



Danielle Ganek lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in New York. Sie sammelt moderne Kunst und zeitgenössische Fotografie, doch am liebsten mag sie die Bilder, die ihre Kinder von der Schule mit nach Hause bringen.
Ulrich Blumenbach
Deutsch
0,77 MB
978-3-641-05832-6 (9783641058326)
3641058325 (3641058325)
weitere Ausgaben werden ermittelt
"17 (S. 243-244)

Peck kam aus Paris mit einem riesigen Federhut zurück, den sie auf dem Flohmarkt gefunden hatte. »Ich fürchte, er hat Flöhe«, sagte sie, trug ihn aber drei Tage später zu unserem Showdown mit Biggsy in Hamiltons Haus. »Oder die Vogelgrippe. Aber sieht er nicht fantastisch aus?« Hamilton und Scotty stimmten ihr zu. »Er ist so gewagt«, befand Scotty. »Hat also schon gewonnen«, ergänzte Hamilton. Wir sechs – Peck, Miles, Scotty, Hamilton, Finn und ich – hatten uns am Mittwochabend auf der Terrasse hinter Hamiltons Haus eingefunden.

Es war das erste Mal, dass Finn und ich seit unserer Nacht am Strand unter Menschen kamen. Ich fühlte mich, als hätte ich drei Tage lang unter Drogen gestanden, so sehr lenkten mich meine Gefühle für ihn von allem anderen ab. Er sagte, ihm ginge es genauso, und er meldete sich in seinem Büro krank. Hinterher meinte er: »Das war nicht mal gelogen, ich bin krank. Mir ist schwindelig, ich bin schwach, ich kann nicht klar denken. Was hast du bloß mit mir gemacht?«

Ich hatte nicht gewusst, dass ein anderer Mensch einen so aus der Bahn werfen konnte. Romantische Liebe war für mich immer nur ein abstrakter Begriff gewesen, aber jetzt überwältigten mich diese Gefühle mit solcher Wucht, dass ich gleichzeitig lachen und weinen wollte. Ich war wie vor den Kopf gestoßen, nicht nur wegen meiner Gefühle, sondern auch weil sie Finn betrafen – schließlich war er für mich immer noch Lydias Finn. Wir saßen zusammen in einem der großen Korbsessel mit marineblauen Kissen, die an einem niedrigen Tisch auf Hamiltons Terrasse standen. Von den anderen hatten jeder einen eigenen Sessel, aber Finn hatte mich zu sich gezogen und mir einen Arm um die Schultern gelegt, was Peck die Frage entlockte, ob wir kein Schlafzimmer hätten.

Hamilton hatte Scotty gezeigt, wie man echte Pimm’s Cups machte, und die beiden reichten uns große geeiste Gläser mit Fruchtstückchen als Verzierung. »Bist du sicher, dass das nicht noch lebt?«, fragte Finn und rümpfte die Nase über Pecks Hut. »Ich glaube, es hat sich grade bewegt.« »Er zeugt wahrscheinlich von schrecklich schlechtem Geschmack«, erklärte sie mit der Selbstironie, über die sie nur verfügte, wenn sie wusste, dass sie etwas einfach Fabelhaftes trug.

»Aber ich führe lieber einen Tag lang schlechten Geschmack vor, als die ganze Woche völlig geschmacklos zu sein.« »Das sehe ich genauso«, gurrte Scotty. Er war ganz gefesselt von Pecks gewagtem Sinn für Mode. »Was hat dein Beau denn dazu gesagt?« »Mein Beau?«, lachte sie unter der ausladenden Federpracht. »Der hat ihn mir gekauft. Und dann hat er das Ding ins Flugzeug geschafft. Er musste ihm fast einen eigenen Sitzplatz kaufen, stimmt’s, Miles?«

Miles nickte geistesabwesend und scrollte mit der einen Hand auf seinem Blackberry, während er sich mit der anderen Kartoffelchips in den Mund schaufelte. Als er sprach, sprühte er Krümel. »Wann kommt der Radaubruder endlich?« Wie aufs Stichwort erschien Biggsy auf der Terrasse und war schockiert, als er uns sechs sah. Er trug einen hautengen Seersucker-Anzug und Hut: eine sogenannte Kreissäge mit einem munteren roten Band."
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