Rock'n'Love

 
 
LYX (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 1. Mai 2020
  • |
  • 268 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7363-1376-7 (ISBN)
 
Jede Liebesgeschichte verdient einen Soundtrack. Und unserer ist episch!

Düster. Verführerisch. Wild. All das ist Cameron Knight, Gitarrist der heißbegehrten Rockband Caged. Er genießt sein Leben und vor allem seine Freiheit in vollen Zügen. Was Frauen angeht, gibt es für ihn eine klare Regel: Mehr als Nacht hat man von ihm nicht zu erwarten. Als Cameron sich jedoch dringend für einige Zeit vor der Presse verstecken muss, landet er im luxuriösesten Resort Austins - und trifft dort auf die attraktive Mitarbeiterin Lily Tennison, für die er plötzlich jede Regel brechen würde ...

Band 1 der romantisch-heißen ROCK'N'LOVE-Reihe von Bestseller-Autorin Jayne Frost

Jayne Frost kommt aus Kalifornien und träumte immer davon Rockstar zu werden. Als sie herausfand, dass sie überhaupt nicht singen konnte, entschied sie sich für das Naheliegende: Liebesgeschichten über heiße Rockstars und die Frauen, die ihre Herzen brechen, zu schreiben. Seitdem kann sie sich nicht mehr vorstellen, jemals etwas anderes zu tun.

1


CAMERON

Mein Knie zuckte unruhig auf und ab, als das Taxi sich auf der I-35 durch den dichten Nachmittagsverkehr kämpfte. Ich kramte das Handy hervor und tippte auf Wahlwiederholung.

»Ja?«, meldete sich Logan. Er klang ebenso erschöpft, wie ich mich fühlte.

»Gibt's was Neues?« Ich biss ein Stück von meinem Fingernagel ab und spuckte es in den Fußinnenraum.

Der Taxifahrer funkelte mich im Rückspiegel zornig an, und ich lächelte entschuldigend.

»Nicht in den letzten fünf Minuten«, entgegnete Logan, »Ich habe doch gesagt, ich melde mich, sobald ich etwas höre. Wo bist du?«

Ich fuhr mir mit der Hand durchs Haar und schaute mich draußen nach etwas um, was mir auch nur entfernt vertraut war, aber vergeblich. Meine Homebase war Austin, und wenn ich mich die zweihundert Meilen rauf nach Dallas bewegte, dann höchstens für einen Gig.

»Scheiße, Alter. Keine Ahnung.«

»Komm einfach her, so schnell du kannst. Christians Handy ist immer noch tot.« Ein ängstlicher Unterton schwang in seiner Stimme mit. Es war die gleiche Furcht, der ich selbst das flaue Gefühl im Magen verdankte.

»Ich komme, so schnell es geht. Ruf einfach an, wenn .«

»Ja, ja, mache ich. Scheiße. Lindsey ist hier. Ich muss Schluss machen.«

Er hatte aufgelegt, ehe ich noch etwas erwidern konnte. Für gewöhnlich war ich so etwas wie ein Puffer zwischen Logan und unserer tiefbegabten Managerin Lindsey. Unter normalen Umständen brachte sie es fertig, ihn in weniger als einer Minute auf hundertachtzig zu bringen, und heute stand zu befürchten, dass er sie killte, bevor ich eintraf, um das Schlimmste zu verhindern.

Ich begegnete im Rückspiegel dem Blick des Taxifahrers und fragte: »Hey, Mann, ist es noch weit?«

Achselzuckend richtete er den Blick wieder auf die Straße. »Bei dem Verkehr schätzungsweise zwanzig Minuten.«

Er drehte die Musik demonstrativ lauter, um der Unterhaltung ein Ende zu setzten, und ich nahm die Brille ab und rieb mir die müden Augen. Als ich von Christians Unfall erfahren hatte, war ich in das nächstbeste Taxi gesprungen, anstatt auf den Fahrdienst unserer Plattenfirma zu warten - eine Entscheidung, die ich inzwischen bereute. Das Taxi sah aus, als wäre es vor einem Jahr das letzte Mal gereinigt worden, und der strenge Geruch, den der Fahrer verströmte, legte die Vermutung nahe, dass er ebenso lange nicht geduscht hatte.

Ich drückte auf den elektrischen Fensterheber, um das Fenster einen Spalt zu öffnen, aber nichts geschah. Nach einem zweiten vergeblichen Versuch schrie ich über die Musik hinweg, die aus den Lautsprechern dröhnte: »Hey, können Sie bitte eins der hinteren Fenster öffnen?«

»Geht nicht. Zu schlechte Luft da draußen.«

Unfassbar. Im Wagen stank es wie eine Kuh aus dem Hintern, und der Typ beklagte sich über Smog . Ich ließ den Kopf an die Rückenlehne sinken und starrte an den fleckigen Autohimmel.

»Hallo Leute«, meldete sich der DJ des lokalen Radiosenders in ernstem Tonfall zu Wort. »Ich muss die Charts für eine aktuelle Nachricht unterbrechen. »Soeben habe ich erfahren, dass Christian Sears, der Bassist der Band Caged, heute Nachmittag in Dallas in einen Autounfall verwickelt wurde.«

Ich setzte mich abrupt auf. »Drehen Sie lauter!«

Erschrocken gehorchte der Fahrer.

»Bisher liegen uns noch keine offiziellen Angaben zu seinem Gesundheitszustand vor«, fuhr der Kommentator fort. »Caged gehört zum Line-up des Rock-Texas-Music-Festivals im AT&T-Stadion an diesem Samstag. Wir halten euch auf dem Laufenden. Wir sind in Gedanken bei dir, Christian.« Dann wechselte der DJ von jetzt auf gleich wieder zu seiner fröhlichen Radiostimme. »Und jetzt zurück zu unseren heißen Charts am Montag. Hier der aktuelle Song von Caged, Above me, auf 97.1 The Eagle.«

Ich verfluchte den Verkehr, meine Kopfschmerzen, den gottverdammten Gestank und schlug mit der Faust auf den rissigen Kunstledersitz.

»Sie sind mir gleich bekannt vorgekommen«, sagte der Fahrer, als der Verkehr wieder einmal völlig zum Erliegen kam. »Sie sind Colin, habe ich recht? Der Gitarrist von Caged.«

»Cameron.« Ich versuchte, zu lächeln, was aber gründlich misslang. »Cameron Knight.«

»Mann, ich liebe eure Musik.« Er gab Gas, lenkte das Taxi quer über zwei Spuren auf den Standstreifen. »Ich bringe Sie hin, so schnell ich kann. Halten Sie sich fest.«

Meine Schultern entspannten sich. »Danke. Nett von Ihnen.«

Als das Taxi an den vier verstopften Bahnen vorbeiraste, klammerte ich mich mit beiden Händen an die Sitzkante, um nicht gegen die Tür geschleudert zu werden. Der Stein in meinem Magen wanderte aufwärts und blieb als Zementkloß in meinem Hals hängen. Ich schloss die Augen und schluckte krampfhaft bittere Galle herunter. Zum ersten Mal seit sehr langer Zeit betete ich.

Im Parkland Memorial Hospital ließ ich den Blick durch das Wartezimmer schweifen und entdeckte schließlich Logan in einer Ecke, der sich alle Mühe gab, möglichst nicht aufzufallen - soweit dies einem über einen Meter neunzig großen Rockstar mit langer blonder Mähne in einem maßgeschneiderten Dreihundert-Dollar-Hemd möglich war. An seiner Seite saß Lindsey und tippte auf ihrem Telefon herum.

Als ich zu ihnen kam, blickte sie ruckartig auf. »Cameron, wurde aber auch Zeit, dass du dich blicken lässt.«

Ihre nervige Stimme verstummte wieder, und ich richtete den Blick auf Logan. Es war nicht leicht, in seinem Gesicht zu lesen, aber die gerunzelte Stirn und der verkniffene Zug um den Mund verrieten seine Anspannung. Er machte sich ernsthaft Sorgen. »Gibt es was Neues?«, fragte ich gepresst.

»Sie machen eine CT oder MRT«, entgegnete er leise und warf einen Blick auf die Leute, die verstohlen zu uns herübersahen. »Irgend so was. Sie checken ihn auf innere Verletzungen. Ich habe ihn noch nicht gesehen. Der Arzt meint, es wäre nicht so schlimm.«

»Gott sei Dank.« Ich ließ mich kraftlos auf den Stuhl neben seinem fallen. »Wo ist Sean?« Ich sah mich nach dem fehlenden Mitglied unserer Band um und bemerkte, dass ein paar Leute uns mit ihren Handykameras filmten.

»Cafeteria«, brummte Logan. »Er ist raus, sobald er gehört hat, dass Christian so weit okay ist. Der Kerl ist ein Vielfraß.«

Ich lachte leise, atmete mehrmals tief durch und fühlte, wie die Anspannung von mir abfiel. »Dann brauchen wir also nur noch abzuwarten?« Auf Logans Nicken hin streckte ich die Beine aus und schlug sie an den Knöcheln übereinander. Aus Gewohnheit senkte ich den Blick. Caged war nicht berühmt genug, um die Aufmerksamkeit der seriösen Tageszeitungen zu erregen, aber immerhin berühmt genug, dass die Regenbogenpresse über uns berichtete. Ich wollte nicht, dass unsere kleine Zusammenkunft auf der Titelseite von TMZ - oder einem noch übleren Klatschblatt - landete.

Lindsey seufzte tief. »Ihr solltet ins Hotel fahren und euch ausruhen.«

Wenn es ihr ehrlich um unser Wohl gegangen wäre, hätte ich das als freundliche Geste gewertet, aber so war es nicht. Wir mussten in Kürze auf der Bühne stehen, und wir hatten Medien-Termine. Proben. Lindsey ging es allein ums Geschäft.

Als Logan und ich ihr finstere Blicke zuwarfen, versank sie tiefer in ihrem Sitz und spielte weiter mit ihrem Handy herum. Aber Logan brannte eine Sicherung durch. Ich konnte es am Blitzen in seinen Augen sehen.

»Weißt du, was, Lindsey?«, schnauzte er sie an und machte aus seiner Verachtung keinen Hehl. »Warum verpisst du dich nicht einfach und tust, was immer Leute wie du tun.«

Sie blinzelte zu ihm auf, aber ehe sie etwas erwidern konnte, läutete ihr Telefon. »Da muss ich drangehen.« Sie sprang auf und steuerte die automatischen Türen an.

Mit versteinerter Miene blickte Logan ihr nach. »Irgendwann drehe ich ihr den Hals um, Bro. Ihr Handy hat alle fünf Minuten geklingelt. Sie war doch wahrhaftig so dreist, mich zu fragen, ob ich ein Telefoninterview geben kann, während wir auf Neuigkeiten von Christian warten.«

Ich funkelte Lindsey durch die schmutzigen Scheiben böse an. Sie ging paffend im Kreis und gestikulierte dabei wild. Ich konnte die Frau nicht ausstehen. Eine Agentur aus L. A. mit dem Management der Band zu beauftragen war der größte Fehler unserer bisherigen Karriere gewesen. Damals wussten wir es nicht besser, aber es wurde jeden Tag schwieriger, den Scheiß mitzumachen, mit dem sie jeden Tag nervte.

Eine zierliche Rothaarige in blauer OP-Kleidung kam herein. Logan und ich setzten uns aufrecht hin, als sie zielstrebig auf uns zusteuerte. Sie schien etwa in unserem Alter zu sein, so Mitte zwanzig, und sie war richtig niedlich mit ihren flammend roten Haaren und den großen grünen Augen. Und ihrem Blick nach zu urteilen, wusste sie sehr genau, wer wir waren.

»Warten Sie auf Neuigkeiten von Mr Sears?« Wir nickten, woraufhin sie einen Blick auf das Klemmbrett warf, das sie in der Hand hielt. »Ähm . Christian . Mr Sears wurde zur Beobachtung stationär aufgenommen.« Angesichts von Logans betroffenem Gesichtsausdruck fügte sie eilig hinzu: »Er ist okay. Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme. Er möchte Sie sehen.« Sie warf mir einen Blick zu. »Sie beide.«

Wir waren aufgesprungen, den Blick auf die Doppeltüren mit der Aufschrift »Unfallchirurgie« geheftet, noch ehe sie ausgesprochen hatte.

»Nein, Augenblick, nicht da lang«, rief sie und hastete hinter uns her. »Er liegt im vierten Stock. Zimmer 402.«

Logan stürmte zu den Fahrstühlen,...

Dateiformat: EPUB
Kopierschutz: Wasserzeichen-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie eine Lese-Software, die das Dateiformat EPUB verarbeiten kann: z.B. Adobe Digital Editions oder FBReader - beide kostenlos (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat EPUB ist sehr gut für Romane und Sachbücher geeignet - also für "fließenden" Text ohne komplexes Layout. Bei E-Readern oder Smartphones passt sich der Zeilen- und Seitenumbruch automatisch den kleinen Displays an. Mit Wasserzeichen-DRM wird hier ein "weicher" Kopierschutz verwendet. Daher ist technisch zwar alles möglich - sogar eine unzulässige Weitergabe. Aber an sichtbaren und unsichtbaren Stellen wird der Käufer des E-Books als Wasserzeichen hinterlegt, sodass im Falle eines Missbrauchs die Spur zurückverfolgt werden kann.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

5,99 €
inkl. 5% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
ePUB mit Wasserzeichen-DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen