Die juristische Konstruktion des Insolvenzplans als Vertrag

 
 
Mohr Siebeck (Verlag)
  • 1. Auflage
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  • erschienen am 30. August 2017
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  • 342 Seiten
 
E-Book | PDF mit Adobe DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-16-155234-2 (ISBN)
 
Der Insolvenzplan entwickelt sich immer mehr zur 'Allzweckwaffe' des Insolvenzrechts. Umso dringender bedarf es einer tragfähigen rechtswissenschaftlichen Einordnung dieses Rechtsinstituts. In der Wissenschaft ist jedoch die Rechtsnatur des Insolvenzplans bislang umstritten. Diesen Streit bereitet Matthias Fritzsche grundlegend auf und entscheidet ihn zugunsten der Vertragstheorie. Er entwickelt dazu eine Konstruktion des Insolvenzplans als Vertrag, die maßgeblich auf die Rechtsfigur einer Bruchteilsgemeinschaft der Gläubiger an Verfahrensrechten gestützt ist. Das vorliegende Werk ist jedoch nicht nur eine wissenschaftliche Grundlagenarbeit zu dieser Gläubigergemeinschaft und dem Insolvenzplanverfahren, sondern bietet auch Lösungen für praktische Fragen im Planverfahren wie etwa jene nach der Zulässigkeit sogenannter Nachzüglerklauseln.
  • Deutsch
  • Tübingen
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  • Deutschland
  • 3,09 MB
978-3-16-155234-2 (9783161552342)
3161552342 (3161552342)
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  • Cover
  • Vorwort
  • Inhaltsübersicht
  • Inhaltsverzeichnis
  • § 1 Funktion des Insolvenzplans und Problematik der rechtlichen Konstruktion
  • § 2 Historischer Hintergrund des Insolvenzplans
  • A. Entwicklung des Regelverfahrens: Privatrechtliches und publizistisches Prinzip
  • I. Ursprünge im römischen Recht
  • 1. Von der Personal- zur Vermögensvollstreckung
  • 2. Missio in bona und cessio bonorum im Formularverfahren
  • 3. Klassische und nachklassische Zeit
  • 4. Einordnung der römischen Verfahren nach heutigen Begriffen
  • a) Keine reine Vermögensvollstreckung
  • b) Keine Begrenzung auf Insolvenzfälle
  • c) Keine Universalität
  • d) Ergebnis
  • 5. "Privatrechtliches Prinzip" als Ausgangspunkt
  • II. Italienisches Statutarrecht und spanisches concursus-Verfahren nach Salgado
  • 1. Das Statutarrecht oberitalienischer Städte im Mittelalter
  • a) Systematische Einordnung der Insolvenzrechts-Statuten
  • b) Verfahrensgang
  • 2. Spanischer concursus
  • a) Bedeutung des "Labyrinthus creditorum" und geschichtlicher Hintergrund
  • b) Verfahrensgang
  • 3. Vergleich der Verfahrensprinzipien
  • a) Verfahrensherrschaft
  • b) Verfahrensumfang
  • c) Ergebnis
  • III. Insolvenzrecht in Deutschland
  • 1. Anfänge des Insolvenzrechts in Deutschland
  • 2. Gemeines Recht und Landesrechte in Deutschland vor der Reichskonkursordnung
  • a) Verfahren
  • b) Bewertung im 19. Jahrhundert
  • 3. Reichskonkursordnung von 1877 und Insolvenzordnung von 1994
  • a) Vorbilder der Reichskonkursordnung
  • b) Reichskonkursordnung
  • c) Insolvenzordnung
  • aa) Wichtigste Änderungen der Insolvenzrechtsreform
  • bb) Gerichts- und Gläubigermacht in den Reformvorschlägen
  • aaa) Berichte der Insolvenzrechtskommission
  • bbb) Weiterer Gesetzgebungsprozess
  • ccc) Ergebnis
  • cc) Die derzeitigen Regelungen der InsO
  • d) Nachtrag zur Gesamtvollstreckungsordnung
  • IV. Zwischenergebnis zu den Verfahrensprinzipien
  • 1. Gläubigerherrschaft
  • 2. Universalität des Verfahrens
  • 3. Möglicher Widerspruch der beiden Prinzipien
  • B. Historische Alternativen zum Regelverfahren und Gesetzgebungsgeschichte des Insolvenzplans
  • I. Römisches Recht
  • 1. Kaiserliches Moratorium
  • 2. Moratorium nach Gläubigerentscheid
  • 3. Teilweiser Forderungserlass bei Erbschaft
  • 4. Rechtliche Einordnung und Bedeutung für heutige Regelungen
  • II. Zwangsvergleich in Deutschland vor der Reichskonkursordnung
  • III. Italienische Statuten und französischer Code de Commerce von 1807
  • 1. Italienisches Statutarrecht des Mittelalters
  • 2. Code de Commerce
  • IV. Modernes deutsches Insolvenzrecht bis zur InsO
  • 1. Zwangsvergleich der KO
  • 2. Vergleichsordnung
  • 3. Vergleich der GesO
  • 4. Weitere Gesetze zur Konkursabwendung
  • a) Landwirtschaftshilfe in der Weimarer Republik und dem "Dritten Reich"
  • b) Sogenannte "Vertragshilfe" in nationalsozialistischen Gesetzen
  • c) Landwirtschaftliche Entschuldung und Vertragshilfe in der BRD
  • d) Abschließende Würdigung
  • 5. Rechtliche Einordnung des Zwangsvergleichs
  • a) Vorstellungen des Gesetzgebers ausweislich der Motive zur KO
  • aa) Vertragsnatur des Zwangsvergleichs
  • bb) Gläubigerabstimmung als Beschluss einer Gemeinschaft
  • cc) Funktion der Zulässigkeitserfordernisse und der gerichtlichen Bestätigung
  • dd) Zusammenfassung und Würdigung
  • b) Diskussion in der Literatur
  • aa) Urteilstheorie
  • bb) Theorie vom Institut eigener Art
  • cc) Rechtsnormtheorie
  • dd) Vertragstheorie
  • aaa) Prozessvertrag mit materiellrechtlichem Reflex
  • bbb) Kontrahierungszwang
  • ccc) Stellvertretung
  • ddd) Gesetzliche Anordnung
  • eee) Gesetzlich angeordneter Beschluss, "unechte" Gemeinschaftstheorien
  • fff) "Echte" Gemeinschaftstheorien
  • ggg) Ernst Jaegers Weg zur Gemeinschaftstheorie
  • hhh) Zusammenfassung
  • c) Ansicht des Gesetzgebers der VglO
  • d) Rechtsprechung
  • aa) Folgen der vertraglichen Einordnung
  • bb) Unklare Äußerungen zu den Vertragsparteien und der Vertragskonstruktion
  • cc) Erklärungen der Beteiligten als Prozesshandlungen
  • dd) Zwangsvergleich als Vergleich i. S. d. § 779 BGB
  • ee) Reichweite des Bestätigungsbeschlusses
  • e) Zusammenfassung
  • V. Einführung der Insolvenzordnung
  • 1. Kontinuität zum Zwangsvergleich
  • a) Konzept der Insolvenzrechtskommission
  • b) Weiterer Entstehungsprozess
  • aa) Insolvenzplan als "Neuerung" und "universelles Instrument"
  • bb) Keine wesensmäßige Änderung
  • c) Ergebnis
  • 2. Verständnis des Gesetzgebers von der Rechtsnatur des Plans
  • a) "Der Plan ist kein Vergleich"
  • b) Entbehrlichkeit der Zustimmung des Schuldners
  • c) Obstruktionsverbot als "Schikaneverbot"
  • d) Kein Einfluss ausländischer Regelungen auf dogmatische Fragen
  • e) Keine Erwähnung der "Vertragshilfe"
  • f) Ergebnis
  • VI. Änderungen durch das ESUG
  • 1. Klarstellungen zu möglichen Anwendungsfeldern des Plans
  • 2. Ermöglichung einer gesellschaftsrechtlichen Umgestaltung des insolventen Verbands
  • 3. Begrenzung der Beschwerdemöglichkeit gegen den Bestätigungsbeschluss
  • 4. Maßnahmen zur Absicherung des Plans gegenüber Nachzügler-Forderungen
  • 5. Verständnis des ESUG-Gesetzgebers von der Natur des Plans
  • C. Auswertung der Ergebnisse
  • I. Gläubigerautonomie
  • II. Insolvenzplan als stärkstes Mittel der Gläubigerautonomie
  • III. Kontinuität zwischen Zwangsvergleich und Insolvenzplan
  • IV. Universalitätsprinzip
  • V. Vereinigung von Gläubigerautonomie und Universalität in einer Gläubigergemeinschaft
  • VI. Gesamtergebnis
  • § 3 Bisherige Theorien zur Rechtsnatur des Insolvenzplans
  • A. Rechtsnormtheorie
  • B. Urteilstheorie
  • I. Kritik an der Argumentation der Urteilstheorie
  • 1. Angebliche Unmöglichkeit einer vertraglichen Konstruktion
  • 2. Verfahren als "Bevormundung" bei Annahme der Vertragstheorie
  • 3. Bestandskraft des Plans nach rechtskräftiger Bestätigung
  • 4. Entbehrlichkeit der Zustimmung des Schuldners
  • 5. Obstruktionsverbot
  • 6. Vorschriften zur Zurückweisung des Plans
  • 7. Minderheitenschutz
  • 8. Rechtsvergleichung
  • II. Argumente gegen die Konstruktion des Insolvenzplans als "Urteil"
  • 1. Wortlaut und gesetzgeberischer Wille
  • 2. Grundsätzliche Erwägungen zur richterlichen Gestaltungsmacht
  • a) Erklärungsnot im Hinblick auf das Gestaltungsrecht
  • b) Ausnahmecharakter und numerus clausus von Gestaltungsurteilen
  • c) Keine vergleichbare Interessenlage
  • d) Ergebnis
  • III. Abschließende Bewertung
  • C. Theorie vom Institut eigener Art
  • D. Vertragstheorie
  • I. Zweifel über Parteistellung des Schuldners
  • 1. Verwertungsvereinbarung der Gläubiger
  • 2. Differenzierung nach tatsächlicher Zustimmung des Schuldners
  • 3. Ergebnis
  • II. Erklärung der Bindungswirkung der Abstimmung für alle Beteiligten
  • 1. Gesetzliche Anordnung
  • 2. Stellvertretung
  • 3. Erklärung mithilfe eines Gemeinschaftsmodells
  • a) Einzelne Gläubigergruppen als Interessengemeinschaften
  • b) Kritik an der vorgestellten Theorie
  • aa) Fragwürdigkeit der Rechtsfigur "Interessengemeinschaft"
  • bb) Unterteilung der Gläubiger in einzelne Gemeinschaften nicht überzeugend
  • aaa) Gesetzeswortlaut und -begründung sowie Obstruktionsverbot in § 245 InsO
  • bbb) Keine Pflicht zur Gruppenbildung nach § 222 II InsO
  • ccc) Verbindung der Beteiligten nicht erst durch Gruppeneinteilung
  • ddd) Abstimmung in Gruppen keine zwingende Folge einer differenzierten Gläubigerbehandlung
  • eee) Zwischenergebnis
  • cc) Zustimmung aller Beteiligten nicht erforderlich
  • dd) Ergebnis
  • c) Keine sonstigen Gemeinschafts-Theorien
  • 4. Fiktion der "fehlenden" Zustimmungserklärungen
  • E. Ergebnis
  • § 4 Gemeinschaft der Gläubiger
  • A. Denkbare rechtliche Formen einer Gläubigergemeinschaft
  • B. Einordnung als Bruchteilsgemeinschaft und Bestimmung der gemeinschaftlichen Rechte
  • I. Befugnisse "der Gläubigerversammlung" als gemeinschaftliche Rechte der Gläubiger
  • 1. Gemeinschaft der Gläubiger als Rechtsträger
  • 2. Keine gesamthänderische Bindung
  • 3. Ergebnis
  • II. Gemeinschaftliches Befriedigungsrecht
  • 1. Historischer Hintergrund
  • 2. Herleitung und Einordnung des Befriedigungsrechts
  • a) Parallelen zwischen Einzel- und Gesamtvollstreckung
  • b) Beschlagnahme und Befriedigungsrecht als Voraussetzungen der Haftungsverwirklichung
  • c) Eröffnung des Insolvenzverfahrens als Beschlagnahme und Begründung des Befriedigungsrechts
  • aa) Vollstreckungsanspruch als Grundlage
  • bb) Verfügungsbeschränkung nach § 80 I InsO
  • cc) Eröffnungsbeschluss als tauglicher Beschlagnahmeakt
  • dd) Vereinbarkeit mit der Rechtsstellung des Insolvenzverwalters
  • aaa) Stellungnahme zum Theorienstreit
  • bbb) Konsequenz aus der Konstruktion: Öffentlich-rechtliches Verwalterhandeln als weiteres Argument für die Amtstheorie
  • (1) Grundsätzliche Fähigkeit des Insolvenzverwalters zu hoheitlichem Handeln
  • (2) Aufhebung der Verstrickung als Hoheitsakt bei Freigabe und Verteilung
  • ccc) Zusammenfassung
  • ee) Anwendbarkeit des § 136 StGB kein Gegenargument
  • ff) Ergebnis
  • d) Rechtsnatur des Befriedigungsrechts
  • e) Verhältnis des Befriedigungsrechts zu den oben genannten Verfahrensrechten
  • aa) Gläubigerrechte in der Vollstreckung als Ausprägung eines allgemeinen Effizienzgebots
  • bb) Akzessorietät des Befriedigungsrechts als Grund für das Effizienzgebot
  • cc) Ergebnis
  • f) Zusammenfassung
  • 3. Bruchteilsgemeinschaft der Gläubiger am Befriedigungsrecht
  • a) Unterschiede zwischen Einzel- und Gesamtvollstreckung
  • b) Erklärung des Gläubigergleichbehandlungsgrundsatzes mit der Bruchteilsgemeinschaft
  • c) Anwendbarkeit des Mehrheitsprinzips
  • d) Möglichkeit der Aufteilung des Befriedigungsrechts in Bruchteile
  • e) Vereinbarkeit der Bruchteilsgemeinschaft mit Differenzierungen bei der Erlösverteilung
  • f) Ergebnis
  • 4. Schlussfolgerung: Entscheidung über Ausübung der Verfahrensbefugnisse durch Beschluss
  • III. Gemeinschaftliche Regelungsbefugnisse beim Insolvenzplan
  • 1. "Plan-Befugnisse" als Mittel zur Verwirklichung des gemeinschaftlichen Befriedigungsrechts
  • 2. Inhalt dieser Rechte und Rechtfertigung mit der gemeinschaftlichen Verbindung
  • a) Regelungen betreffend die Insolvenzgläubiger
  • aa) Obergrenze der Eingriffsbefugnisse in §§ 224, 225, 227 I InsO
  • aaa) Kein Eingriff in den Bestand des Anspruchs
  • bbb) Ausschluss der prozessualen Durchsetzbarkeit
  • ccc) Begrenzte Möglichkeiten zum Ausschluss des Aufrechnungsrechts
  • bb) Legitimation dieser Regelungsbefugnis
  • aaa) Bindung der Gläubiger an eine Mehrheitsentscheidung zum Verzicht auf die Befriedigung
  • bbb) Konformität mit Bestimmungen des Regelverfahrens
  • cc) Ergebnis
  • b) Regelungen nach § 223 II InsO
  • aa) Prozessualer Ausgangspunkt
  • bb) Materiellrechtliche Folgen bei dauerhaftem Ausschluss der Geltendmachung
  • c) Regelungen nach § 225a III InsO
  • d) Ergebnis
  • IV. Insolvenzanfechtung als weitere Folge des Befriedigungsrechts
  • V. Abgrenzung der gemeinschaftlichen Rechte zu Individualrechten
  • VI. Zusammenfassung
  • C. Teilhaber der Gläubiger-Bruchteilsgemeinschaft
  • I. Insolvenzgläubiger und nachrangige Insolvenzgläubiger
  • II. Absonderungsberechtigte
  • 1. Inhalt der zugrundeliegenden Ansprüche
  • 2. Befriedigung aus Massegegenständen im Insolvenzverfahren
  • 3. Vereinbarkeit der Regelung mit dem Recht der Bruchteilsgemeinschaft
  • a) "Vorzugsweise" Befriedigung bei Verwertung im Insolvenzverfahren
  • b) Recht auf Befriedigung außerhalb des Insolvenzverfahrens
  • 4. Ergebnis
  • III. Massegläubiger
  • 1. Grundsatz
  • 2. Ausnahme im "Insolvenzfall" des § 208 I InsO
  • 3. Ergebnis
  • IV. Mitglieder des insolventen Verbands
  • 1. Vorüberlegung zum Wesen der Mitgliedschaft
  • 2. Vermögensanspruch aus dem Verbandsrecht
  • a) Anspruch auf Teil des verbleibenden Vermögens
  • b) Kein Ausschluss durch Insolvenzeröffnung nach dem Verbandsrecht
  • c) Zwischenergebnis
  • 3. Behandlung des Anspruchs im Insolvenzverfahren
  • a) Keine Verdrängung durch § 199 S. 2 InsO als "spezielles Verbandsrecht"
  • aa) Die Ansicht von Karsten Schmidt
  • bb) Kritik
  • aaa) Insolvenzverfahren muss Zwangsvollstreckung bleiben
  • bbb) Gesetzliche Regelung
  • ccc) Auffassung des Gesetzgebers
  • (1) Begründung zu § 199 InsO
  • (2) Vollabwicklung als "Ziel" des Insolvenzverfahrens?
  • (a) Allgemeine Begründung des Regierungsentwurfs und Begründung zu § 141a FGG
  • (b) Gesetzgebungsgeschichte des § 1 InsO
  • (c) Vollstreckung als "Hauptzweck"
  • (3) Möglichkeit der Vollabwicklung als Folge des § 39 InsO
  • cc) Ergebnis
  • b) Behandlung als letztrangige Insolvenzforderung
  • aa) Verhältnis des Insolvenzverfahrens zur verbandsrechtlichen Liquidation
  • aaa) Verdrängung der Liquidation durch Zwangsvollstreckung
  • bbb) Vorwegnahme der Abwicklung als möglicher Kollateralnutzen
  • bb) Rechtliche Umsetzung durch Einbeziehung der Mitglieder als letztrangige Gläubiger
  • aaa) Regelungsgehalt des § 199 S. 2 InsO
  • bbb) Systematische Stimmigkeit
  • 4. Teilhabe am Befriedigungsrecht
  • V. Ergebnis
  • D. Beschlüsse der Gläubigerversammlung und Ausübung der gemeinschaftlichen Rechte
  • I. Grundsätze über Beschlüsse in einer Bruchteilsgemeinschaft
  • 1. Allgemeine Definition des Beschlusses
  • 2. Verfahren der Beschlussfassung in der Bruchteilsgemeinschaft
  • 3. Ermächtigung, nicht Vollmacht als Folge des Beschlusses einer Bruchteilsgemeinschaft
  • a) Systemwidrigkeit einer Zwangs-Stellvertretung
  • b) Ermächtigung als systemkonformes "Zwangsmittel"
  • c) Ergebnis
  • 4. Mögliche Außenwirkung der zur Beschlussfassung abgegebenen Stimmen
  • 5. Zusammenfassung
  • II. Beschlüsse der Gläubigerversammlung
  • 1. Beschlussgegenstand
  • a) Rechte der Gläubigergemeinschaft als Befugnisse zur Vornahme von Prozesshandlungen
  • aa) Erwirkungshandlungen
  • bb) Bewirkungshandlungen
  • cc) Prozessverträge
  • b) Beschluss und Ausführung in denselben Erklärungen
  • aa) Prozessführungsbefugnis als regelmäßige, aber hier unpassende Grundlage für Ausführung eines Beschlusses im Prozess
  • bb) Ermächtigung zu einzelnen Prozesshandlungen als besonderes Mittel in einem Massenverfahren
  • c) Zusammenfassung
  • 2. Beschlussfassung und -ausübung in einer vom Insolvenzgericht geleiteten Versammlung
  • a) Versammlung in einem "Termin"
  • b) Austausch von Erklärungen
  • aa) Verwertung der für § 278 VI 1 Alt. 2 ZPO entwickelten Modelle
  • bb) Anwendung auf die Abstimmung der Gläubiger
  • 3. Wirksamkeitsvoraussetzungen, Rücknahmemöglichkeiten und Anfechtbarkeit der Erklärungen
  • a) Wirksamkeitsvoraussetzungen
  • b) Rücknahme- und Anfechtungsrechte
  • c) Geltendmachung von Mängeln
  • 4. Stimmrecht und Stimmgewicht
  • 5. Minderheitenschutz
  • III. Zusammenfassung
  • E. Gesamtergebnis zur Gläubigergemeinschaft
  • § 5 Konstruktion des Insolvenzplans als Vertrag
  • A. Vertragsparteien
  • B. Insolvenzplan als reiner Prozessvertrag oder Vertrag mit Doppelnatur
  • I. Prozessvertrag
  • 1. Disposition über die Fortsetzung des Regelverfahrens
  • 2. Ermöglichung eines Vollstreckungstitels
  • 3. Mögliche Anordnung zur Überwachung der Planerfüllung
  • 4. Mögliches Aufrechterhalten der Prozessführungsbefugnis gem. § 259 III InsO
  • 5. Regelung über die Rechnungslegung nach § 66 I 2 InsO
  • 6. "Kürzung" und "Erlass" von Ansprüchen sowie "Befreiung von Verbindlichkeiten"
  • 7. Abweichung vom Regelverfahren als Kern jedes Insolvenzplans
  • 8. Ergebnis
  • II. Materiellrechtlicher Vertrag
  • III. Ergebnis und Einordnung eines prozessual-materiellen Insolvenzplans
  • C. Vertragsschluss
  • I. Gericht als empfangsermächtigte Stelle für alle Erklärungen
  • II. Verfahren zur Vertragsvorbereitung mit Möglichkeit erster Zustimmungserklärungen
  • 1. "Antizipierte" Zustimmungserklärungen
  • a) Erklärungen i. S. d. § 230 InsO als Zustimmung einzelner Vertragspartner
  • b) Ratio legis und Analogiebildung
  • c) Erklärungen nach § 226 II InsO
  • 2. Vorlage, Niederlegung und Erörterung des Plans
  • a) Rechtsnatur der Planvorlage
  • b) Rücknahme der Planvorlage
  • 3. Zusammenfassung
  • III. Abstimmung der Gläubiger
  • 1. Stimmrecht
  • a) Missglückte Regelungen in §§ 237 II, 238 II, 238a II InsO
  • b) Grundsatz über das Stimmrecht im Planverfahren
  • c) Ergebnis für die einzelnen Gläubigergruppen
  • 2. Erforderliche Mehrheiten und Stimmgewicht
  • 3. Rücknahmemöglichkeiten
  • 4. Zustimmungsfiktionen
  • 5. Zusammenfassung
  • IV. Zustimmung des Schuldners nach § 247 I InsO
  • V. Ergebnis: Vertragliche Bindung
  • D. Gerichtliche Bestätigung als Wirksamkeitsvoraussetzung
  • E. Rechtliche Behandlung von Mängeln beim Vertragsschluss
  • I. Mögliche Fehler
  • II. Rechtliche Behandlung
  • 1. Kritik an den bisher vertretenen Theorien
  • 2. Lösung anhand der allgemeinen Verfahrens- und Vertragsgrundsätze
  • a) Grundsatz der prozessualen Überholung als Ausgangspunkt
  • b) Anwendung auf Planregelungen mit unmittelbarem Bezug zum Befriedigungsrecht
  • c) Nur vertragliche Begrenzung bei sonstigen Regelungen
  • F. Möglicher Vertragsinhalt - insbesondere: Nachzüglerklauseln
  • I. Allgemeines
  • 1. Prozessuale Regelungen
  • a) Verwertung
  • b) Verteilung
  • c) Vollstreckung nach § 257 I InsO und Nachhaftung
  • d) Rechnungslegung, Verfahrensaufhebung, partielle Fortwirkung des Verfahrens
  • e) Zwingendes Verfahrensrecht
  • 2. Materiellrechtliche Regelungen
  • a) Gesellschaftsrechtliche Gestaltungen: § 225a III InsO
  • b) Sonstige materiellrechtliche Regelungen
  • c) Zur Person des Verfügenden bei Verfügungen über Massegegenstände
  • 3. Besondere Wirksamkeitsvoraussetzungen bei bestimmten Regelungen
  • a) Zustimmungserklärungen einzelner Gläubiger oder Dritter
  • b) Formerfordernisse
  • aa) Gleiche Reichweite bei Verpflichtungs- und Verfügungsgeschäften
  • bb) Kein Ausschluss der Geschäfte mit Dritten von der formwahrenden Wirkung
  • c) Publizitätsakte
  • II. Nachzüglerklauseln
  • 1. Meinungsstand
  • 2. Stellungnahme
  • a) Kein gesetzlicher Ausschluss
  • b) Vorhandene gesetzliche Grundlage für den Eingriff in das Eigentumsrecht
  • c) Zeitpunkt der Forderungsgeltendmachung als zulässiges Differenzierungskriterium
  • aa) Grundsatz: Präklusion als notwendige Folge des Universalitätsprinzips
  • bb) Nachweis im System der InsO und Schlussfolgerungen
  • d) Konsequenzen für die Zulässigkeit von Nachzüglerklauseln
  • aa) Anwendung des § 189 InsO nicht ausreichend
  • bb) Gruppeninterne Nachzüglerklauseln
  • aaa) Gruppenbildung und par conditio creditorum im Planverfahren
  • bbb) Konsequenz: Unzulässigkeit gruppeninterner Nachzüglerklauseln
  • cc) Nachzüglergruppe als mögliche Lösung
  • aaa) Möglichkeit entsprechender Gruppenbildung nach § 222 II 1 InsO
  • bbb) Fiktion der Zustimmung in der Nachzüglergruppe nach § 245 I InsO
  • ccc) Ergebnis
  • dd) Planverteilung und Nachhaftungsausschluss als Alternative
  • 3. Ergebnis
  • G. Insolvenzplan als Vergleich i. S. d. § 779 BGB
  • I. Ansichten in der Literatur
  • II. Vorliegen der Merkmale des § 779 I BGB und praktische Relevanz
  • III. Ergebnis
  • § 6 Gesamtergebnis
  • Literaturverzeichnis
  • Sachverzeichnis

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