Von Rabenvätern und Übermüttern.

Das religionshistorische Motiv der heiligen Familie im Spannungsfeld zwischen Religion, Kunst und Film
 
 
Schüren Verlag GmbH
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 11. August 2020
  • |
  • 472 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7410-0127-7 (ISBN)
 
Die Familie ist keine konfliktfreie Zone, sondern ein Ort, an dem Generationen und ihre jeweiligen Weltsichten aufeinander prallen, an dem Genderrollen erlernt, vielleicht auch hinterfragt werden, an dem Werte und Normen vermittelt und soziale Kompetenzen trainiert werden. Es ist der Bereich, in dem Individuen primär sozialisiert werden, ein Mikrokosmos, in dem man allmählich für das "Leben draußen" vorbereitet wird. Patchwork-, Regenbogen- und Einelternfamilien sind aus der heutigen Gesellschaft nicht weg zu denken - und doch gilt allen Krisen und Unabwägbarkeiten zum Trotz die "heile und vor allem heteronormative Familie" bis heute als Ideal. Wie die Inszenierungen der "Heiligen Familie" dieses Familienbild geprägt haben und wie diese Lebensgemeinschaft heute filmisch adaptiert und reflektiert wird, dem geht Natalie Fritz aus der Perspektive einer kulturwissenschaftlich ausgerichteten Religionswissenschaft nach. Am Beispiel eines spezifischen Filmkorpus rekonstruiert sie die intermedialen Tradierungsprozesse des religionshistorischen Motivs vom 16. Jahrhundert bis heute. Besprochene Filme: Sitcom (F 1998), Ricky (F 2009), Todo sobre mi madre (E/F 1999), Volver (E 2006), Brødre (DK 2004) und Efter Brylluppet (DK/S 2006)
  • Deutsch
  • Marburg
  • |
  • Deutschland
  • 6,13 MB
978-3-7410-0127-7 (9783741001277)
weitere Ausgaben werden ermittelt
  • Intro
  • Impressum
  • Inhalt
  • Grazie mille - Herzlicher Dank
  • 1 Einleitung
  • 2 Forschungsfeld Film und Religion
  • 2.1 Visionen des Transzendenten: Ästhetik als ein zentraler Aspekt theologischer und religionswissenschaftlicher Annäherung an den Film
  • 2.2 Im Zeichen von Normen und Werten: kulturwissenschaftlich geprägte Herangehensweisen an den Bereich Film und Religion
  • 2.3 Multidimensionale Bedeutungsvermittlung: kommunikationstheoretische Ansätze im Forschungsfeld Film und Religion
  • 2.4 Visuelle Überlieferungsstrategien unter der Lupe: der für das Projekt verwendete Zugang zum Feld
  • 3 Bildwissenschaft und intermediale Tradierungsprozesse
  • 3.1 Geteilte eigene Bilder: das kulturelle Gedächtnis als Tradierungsfundus
  • 3.2 Was sind Bilder? Bildwissenschaftliche Zugänge zum Bild
  • 3.2.1 Bilder erfahren: wahrnehmungstheoretische oder phänomenologische Perspektiven
  • 3.2.2 Bilder bändigen: Panofskys ikonografisch-ikonologische Methode
  • 3.2.3 Bildkörper und Körperbilder: Hans Beltings bildanthropologische Perspektive
  • 3.3 Von der Vorstellung zum Bild, vom Bild zur Ideologie: intermediale Tradierungsprozesse im Fokus
  • 3.3.1 Bilder wandern und verändern sich: die Dynamik intermedialer Tradierungsprozesse
  • 3.3.2 Innovation durch Tradition: Überlegungen zu den Begrifflichkeiten und den Interaktionen zwischen Ästhetik und Bedeutung
  • 4 Das Motiv der Heiligen Familie
  • 4.1 Von Mutter und Kind zur Heiligen Familie: die (kunst-)historische Situierung des Motivs
  • 4.1.1 Eine Übersicht über populäre Marien- und Josephsdarstellungen
  • 4.1.2 Maria als Gottesmutter
  • 4.1.3 Maria als Jungfrau
  • 4.1.4 Maria als Himmelskönigin
  • 4.1.5 Josephsdarstellungen
  • 4.2 Ein Motiv mit gesellschaftspolitischem Potenzial: die Heilige Familie als lebenswertes Vorbild
  • 4.3 Mutter, Vater, Kind bereit . und Action: die Heilige Familie im Film
  • 5 Methodische Überlegungen
  • 5.1 Annäherung an audiovisuelle Inszenierungsstrategien: die Filmanalyse
  • 5.2 Das bewegte Bild in Zwiesprache mit dem «fixierten» Bild: einige Überlegungen zur Rekonstruktion von Tradierungslinien
  • 5.3 Familien im Werk François Ozons, Pedro Almodóvars und Susanne Biers: das Filmkorpus
  • 6 François Ozons scheinheilige Familien
  • 6.1 Ceci n'est pas une famille parfaite: François Ozons kritischer Blick auf die bürgerliche Familienidylle
  • 6.2 Die queere Idealfamilie in den Filmen Ozons
  • 6.3 Die bourgeoise Familie in SITCOM (F 1998)
  • 6.3.1 Hélène - die Emanzipation einer bürgerlichen Mutter
  • 6.3.2 Jean - ein Patriarch als Schädling
  • 6.3.3 Sophie und Nicolas - Transgression als Generationenfrage?
  • 6.4 Die Unterschichtsfamilie in RICKY (F 2009)
  • 6.4.1 Katie - bedingungslose Mutterliebe in der Plattenbausiedlung
  • 6.4.2 Paco - eine Josephsfigur mit Migrationshintergrund
  • 6.4.3 Lisa und Ricky - Kinder vermitteln Stabilität
  • 6.5 Das weite Spektrum von François Ozons Familienportraits - ein Fazit
  • 7 Pedro Almodóvars vergötterte Mütter
  • 7.1 Familie als Symbol der Unterdrückung - die sozialpolitische Kritik in Almodóvars Filmen
  • 7.2 Familienbilder im Wandel - auf der Suche nach realistischen «Solidargemeinschaften»
  • 7.3 Die frauenzentrierte Ersatzfamilie in TODO SOBRE MI MADRE (E/F 1999)
  • 7.3.1 Manuela, Rosa, Rosa, La Agrado und Huma - eine ganze Palette Mutterfiguren
  • Manuela
  • Rosa junior
  • Rosa senior
  • La Agrado
  • Huma
  • 7.3.2 Lola - eine pathologische Vaterschaft
  • 7.3.3 Esteban - der auktoriale Sohn
  • 7.4 Mutter-Tochter-Beziehungen als konstitutive Elemente von Familie in VOLVER (E 2006)
  • 7.4.1 Von biologischen Müttern und «Müttern im Geiste»
  • Raimunda und Irene
  • Agustina, Sole und Tante Paula
  • 7.4.2 Emanzipierte Töchter
  • 7.4.3 Väter der Gewalt
  • 7.5 Frauenfamilien und Familienfrauen in Almodóvars Filmen - ein Fazit
  • 8 Susanne Biers emanzipierte Vaterfiguren
  • 8.1 Die traditionelle Familie - ein instabiles Konstrukt
  • 8.2 «. Vater sein dagegen sehr»: die Vaterrolle als Spiegel gesellschaftskritischer Diskurse
  • 8.3 Die heldenhaften Väter und väterlichen Helden in BRØDRE (DK 2004)
  • 8.3.1 Sarah und Else -ideale Mütter im Brennpunkt der Sozialkritik
  • 8.3.2 Michael, Jannik und Henning - unberechenbare Väter
  • 8.3.3 Camilla und Natalia - zwischen zwei Vätern
  • 8.4 EFTER BRYLLUPPET (DK 2006) - oder das Erbe des Übervaters
  • 8.4.1 Helene, eine Mutter zwischen zwei Vätern
  • 8.4.2 Jørgen und Jacob - doppelte Vaterschaft als Chance
  • 8.4.3 Anna, Tochter zweier Väter
  • 8.5 Traditionelle Familie und emanzipierte Genderrollen in Susanne Biers Filmen - ein Fazit
  • 9 Nachhaltige Präsenz: Die filmische Adaption der Heiligen Familie als Reflexionsgrundlage von Vergangenheit und Gegenwart
  • 9.1 Das Motiv als Reflexionsgrundlage
  • 9.2 Die Inszenierung des familiären Idylls
  • 9.3 Die Rollenmuster und Genderkategorien
  • 9.4 Konventionalisierungsprozesse
  • 9.5 Die trans- oder internationale Wirkung des Werks der Filmemacher
  • Bibliografie
  • Filmografie
  • #-H
  • H-S
  • S-W
  • Abbildungsverzeichnis

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