Arbeit und Spiel

Jahrbuch Technikphilosophie 2018
 
 
Nomos (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 15. Januar 2018
  • |
  • 376 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8452-8542-9 (ISBN)
 
Spiel und Arbeit gelten oft als Gegensätze: Das Spiel als freie Betätigung menschlicher Vermögen, die Arbeit als deren Subordination unter einen äußeren Zweck. Die Festlegung des Spiels auf konsequenzlose Wiederholbarkeit hat ihm den Ruf des Unernsten eingetragen, während das Abzwecken der Arbeit auf die Nützlichkeit ihres Resultats im Bund mit der Sorge ums Dasein steht.
Auf einen zweiten Blick scheint dieser Gegensatz jedoch, gerade in den hochentwickeltsten Ausprägungen beider Tätigkeitsformen, zu verschwinden. So kann eine hochgradige Rationalisierung von Spielpraktiken in Arbeit umschlagen, wie etwa im Leistungssport, oder ein komplexer Arbeitsvorgang selbstzweckhafte Momente und Eigendynamiken gewinnen, die ihm Spielcharakter verleihen.
Auch andere technologische Entwicklungen geben Anlass dazu, das Verhältnis von Spiel und Arbeit noch einmal grundsätzlich zu bedenken, etwa im Hinblick auf: adaptive Systeme in der Robotik, serious games, Kreativitätstechniken in Unternehmenskulturen, wissenschaftliche Experimentalanordnungen, Online-Rollenspiele oder die Kommodifizierung nicht-zweckrationaler Lebensvollzüge, die traditionell vom Begriff produktiver Arbeit ausgeschlossen waren - einschließlich der Spielräume, die durch neue Umwelt- und Biotechniken erschlossen werden. Die Beschaffenheit der jeweils zum Einsatz kommenden Mittel und Verfahren sowie die Setzung, Variation oder Preisgabe von Zwecken können den Charakter von Spiel und Arbeit sowie ihr Verhältnis zueinander bestimmen oder verändern.
Mit Beiträgen von
Francesco Amigoni, Andreas Brenneis, Petra Gehring, Armin Grunwald, Florian Heßdörfer, Wolfram Ette, Christoph Hubig, Andreas Kaminski, Nicole C. Karafyllis, Christian Klager, Alexander Kluge, Uwe Küster, Oliver Laas, Hildrun Lampe, Pieter Lemmens, Stefan Meißner, Alfred Nordmann, Felix Raczkowski, Markus Rautzenberg, Michael Resch, Nicole J. Saam, Viola Schiaffonati, Alexander Schmidl, Jan C. Schmidt und G. Günter Voß.
4. Jahrgang
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  • 3,48 MB
978-3-8452-8542-9 (9783845285429)
3845285427 (3845285427)
10.5771/9783845285429
weitere Ausgaben werden ermittelt
1 - Cover [Seite 1]
2 - Mehr als ein Technikphilosoph - Zum Tode von Günter Ropohl [Seite 15]
3 - Schwerpunkt [Seite 17]
3.1 - Arbeit und Spiel - mit Technik neu bestimmt [Seite 19]
3.2 - Instrumental Play [Seite 33]
3.3 - Das Spielgeld der Pädagogik. Freiheit, Zwang und Arbeit in der Pädagogisierung des Spiels um 1900 [Seite 51]
3.4 - Play, Work and Ritual in Gamification [Seite 69]
3.5 - Die Ethik des Als-ob. Video- und Computerspiele als technische Sphären der Ethik [Seite 85]
3.6 - »A distinct element of play«. Scientific computer simulation as playful investigating [Seite 99]
3.7 - Robotic competitions as experiments: From play to work [Seite 119]
3.8 - Arbeitende Roboter - Arbeitende Menschen. Über subjektivierte Maschinen und menschliche Subjekte [Seite 139]
3.9 - Kosmos Herakles. Zu einer Erzählung Alexander Kluges [Seite 181]
3.10 - Einübung ins Ungewisse [Seite 201]
4 - Abhandlungen [Seite 209]
4.1 - Der Deus ex Machina reflektiert. Ernst Kapps Technik-Anthropologie zwischen Thomas von Aquin, Hegel und Latour [Seite 211]
4.2 - Die Selbstoptimierung des Selbst. Zur Technikphilosophie des Neuroenhancements [Seite 227]
4.3 - Mathematische Opazität. Über Rechtfertigung und Reproduzierbarkeit in der Computersimulation [Seite 253]
4.4 - Four Horsemen and a Rotten Apple. On the Technological Rationality of Nuclear Security [Seite 279]
5 - Archiv [Seite 295]
5.1 - Heiner Müller und »Die Gestalt des Arbeiters« [Seite 297]
6 - Diskussion [Seite 299]
6.1 - Homo faber revisited. Eine philosophische Bestandsaufnahme der >Machbarkeit< [Seite 301]
6.2 - Modellieren: Ansätze für die Grundlegung zu einer interdisziplinären Praxis [Seite 307]
6.3 - Transductive reticulation: How to reflect on digital thinghood [Seite 313]
7 - Kontroverse [Seite 319]
7.1 - Technikhermeneutik: Ein kritischer Austausch zwischen Armin Grunwald und Christoph Hubig [Seite 321]
8 - Kommentar [Seite 351]
8.1 - Digitalissimo humanissimo! »Die DH« zwischen Marke und Methodik [Seite 353]
9 - Glosse [Seite 357]
9.1 - Unboxing [Seite 359]
10 - Autoreninformationen [Seite 361]

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