Der Sturz Heinrichs des Löwen im Blick zeitgenössischer Geschichtsschreibung zwischen 1180 und 1239

 
 
GRIN Verlag
  • 1. Auflage
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  • erschienen am 18. Januar 2006
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  • 20 Seiten
 
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978-3-638-45764-4 (ISBN)
 
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,3, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Veranstaltung: Proseminar, 24 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: "Er strebte, [...], nach Selbstbeherrschung und Ehrenhaftigkeit, vor allem aber nach Strenge; mit dem Tüchtigen wetteiferte er in Tüchtigkeit, mit dem Bescheidenen an Sittsamkeit, mit dem Unschuldigen an Enthaltsamkeit; er wollte lieber gut sein als scheinen. Um so weniger er nach Ruhm verlangte, um so mehr erwarb er sich ihn. Bei allen rühmlichen Unternehmungen tat er das meiste, aber redete am wenigsten von sich." Diese Worte über Heinrich den Löwen, Herzog Sachsens und Bayerns, stammen von Otto von Freising, der zum Hof des Kaisers Friedrich I. Barbarossa gehörte. Man kann also davon ausgehen, dass diese Charakteristik im Sinne des Kaisers war. Das Verhältnis zwischen dem Herzog und dem Kaiser basierte nicht nur auf Verwandtschaft und Freundschaft. Heinrich bildete eine wichtige Stütze innerhalb des Reiches, während sich Friedrich in Italien aufhielt und gegen die lombardischen Städte kämpfte. Der Kaiser beschwichtigte lange Zeit die Fürsten, die aufgrund Heinrichs skrupelloser Territorialpolitik aufgebracht waren, so dass der Herzog seinen Machtbereich stetig erweitern konnte. Heinrich der Löwe unterstützte Barbarossa sehr erfolgreich bei seiner Italienpolitik. Heinrich war bald der mächtigste Herzog im Reich und stand dem Kaiser weitgehend ebenbürtig gegenüber. Das Zerwürfnis zwischen Heinrich dem Löwen und Friedrich I. Barbarossa, kann demnach nicht aus dem staufisch-welfischen Gegensatz entstanden sein. Der Kaiser strebte ein zentralistisch geführtes Reich an. Der Herzog jedoch verwaltete sein Herrschaftsgebiet mehr und mehr unabhängig. Heute geht man davon aus, dass es zu einem Bruch kommen musste, da sich das deutsche Reich weg von den alten Stammesherzogtümern hin zu den jüngeren Fürstentümern entwickelte. Die Auflösung des Herzogtums des Löwen bildete dabei die letzte Etappe. Trotz der Gefahr, die von der Machtstellung des Löwen ausging, wollte der Kaiser ihn keinesfalls vernichten, wie es schließlich von den sächsischen Fürsten erreicht wurde, sondern wollte ihn nur schwächen, um seine eigene Position zu sichern. Mit dem strukturellen Wandel in dieser Zeit werde ich mich nicht befassen, da das an anderer Stelle bereits ausführlich getan wurde.
1. Auflage
  • Deutsch
  • Digitale Ausgabe
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978-3-638-45764-4 (9783638457644)
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