Diakonie im reformierten Protestantismus

Vorträge der 11. Internationalen Emder Tagung zur Geschichte des reformierten Protestantismus
 
 
Vandenhoeck & Ruprecht (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 13. November 2017
  • |
  • 213 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7887-3232-5 (ISBN)
 
In den Beiträgen dieses Bandes, die auf der 11. Internationalen Emder Tagung zur Geschichte des reformierten Protestantismus gehalten wurden, richtet sich der Blick auf die Diakonie im reformierten Protestantismus. Zur Sprache kommen sowohl historische Einblicke in Ausprägungen der reformierten Diakonie von ihren Anfängen bis zur Gegenwart als auch Reflexionen zu ihrem theologischen Selbstverständnis. Der Bogen spannt sich von ersten Impulsen der reformierten Diakonie in der frühen Neuzeit (Thomas K. Kuhn) bis zur Diakonischen Theologie und Sozialdiakonie in der ungarischen reformierten Kirche (Sándor Fazakas). Hinzu treten Untersuchungen zur Diakonie in der Schweiz im 19. und 20. Jahrhundert (Martin Sallmann) und zum gegenwärtigen diakonischen Profil zwischen theologischem Anspruch und diakonischer Alltagspraxis in Deutschland (Beate Hofmann). Fallstudien sind der diakonischen Existenz im französischen Protestantismus von der Reformation bis 1685 (Gerhard Wenzel), dem diakonischen Engagement in Elberfeld (Martin Hamburger) und dem reformierten Diakonissenhaus Detmold (Bartolt Haase / Gerhard-Wilhelm Brand) gewidmet. Ein Beitrag des Ratspräsidenten der Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes Gottfried Locher stellt die Überlegungen zur reformierten Diakonie in das Licht des Reformationsjubiläums 2017.
Aufl.
  • Deutsch
  • Gottingen
  • |
  • Deutschland
mit 7 Abb.
  • 7,98 MB
978-3-7887-3232-5 (9783788732325)
3788732326 (3788732326)
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  • Cover
  • Title Page
  • Copyright
  • Table of Contents
  • Body
  • Vorwort
  • Gottfried Locher: Sola fide. Beobachtungen
  • 1. Glaube und Diakonie
  • 2. Glaube als erleuchteter Blick: Grundlegendes
  • 2.1 Gnade
  • 2.2 Glaube
  • 2.3 Calvins Kommentar zum 4. Psalm
  • 2.4 Die mystischen Wurzeln des reformatorischen Glaubensverständnisses
  • 2.5 Christus in den Evangelien unter dem â??erleuchteten Blickâ?? des Glaubens
  • 3. Das zweifache protestantische Paradox: Aktivismus und Rationalismus
  • 3.1 Die Falle des Aktivismus: ein produktives und streng geregeltes Leben führen
  • 3.2 Die Falle des Rationalismus: die Vernunft dreht sich im Kreis angesichtsdes Zweifels
  • 4. Glaube als erleuchteter Blick: Folgerungen
  • 4.1 Ein neuer Blick auf den Menschen: Ebenbild
  • 4.2 Ein neuer Blick auf die Natur: Erwählung und Erlösung
  • 4.3 Ein neuer Blick auf die Geschichte: Kraft im Schwachen
  • 4.4 Ein neuer Blick auf Gott: mit Gott im Blickkontakt bleiben
  • Thomas K. Kuhn: Werke der Barmherzigkeit. Zu den Anfängen der Diakonie in der Frühen Neuzeit
  • 1. Anmerkungen zur Forschungsgeschichte und zu den Quellen
  • 2. Armut als gesellschaftliche Herausforderung
  • 3. Armenpflege im 15. und 16. Jahrhundert
  • 4. Zürich: Diakonie als weltlicher Sozialdienst
  • 5. Schluss
  • Marco Hofheinz: â??Die Gläubigen hatten alles gemeinsamâ?? Die Gütergemeinschaft der Urgemeinde nach Johannes Calvin Zugleich ein Beitrag zur sog. Weber-These
  • 1. Einleitung: Calvin, Calvinismus und die sog. Weber-These
  • 2. Die lukanischen Summarien von der Gütergemeinschaft der Urgemeinde
  • 3. Zwischen den Extremen. Calvins Beurteilung des Eigentumsverkaufsund der Gütergemeinschaft der Urgemeinde
  • 4. Calvins projektierte â??Ordnungâ?? der â??offenen Handâ?? für die Notleidenden
  • 5. Calvins Abgrenzung gegenüber Wiedertäufern bzw. Libertines
  • 6. â??Haben als hätte man nichtâ??. Der Umgang mit Eigentum nach Calvin
  • 7. Gemeindediakonie. Impulse Calvins
  • 8. Schlussbemerkung
  • Gerhard Wenzel: Diakonische Existenz im französischen Protestantismus von der Reformation bis 1685
  • 1. Vorbemerkung
  • 2. Die diakonische Existenz in der Phase der klandestinen Etablierung und Konsolidierung (vom Ausbruch der Reformation bis ca. 1593 bzw. 1598)
  • 2.1 Die Ursprünge und Charakteristika des französisch-reformierten Diakonenamtes
  • 2.2 Die ambulante Gemeindearmen und -krankenpflege als dritter Weg und ihre Kennzeichen
  • 2.3 Das Verhältnis von städtischer und gemeindlicher Armenfürsorge
  • 3. Diakonische Praxis in der Blütephase (1594 bzw. 1598 bis 1660)
  • 3.1 Veränderte Rahmenbedingungen der diakonischen Existenz
  • 3.2 Die Legate als Spiegel spiritueller Identifikation der Gemeindegliedermit der Verantwortungswahrnehmung für die Armen
  • 3.3 Die Vergabe von Kleinkrediten als ein wesentliches Kennzeichender diakonischen Praxis
  • 3.4 Ausbau des Armenschulsystems
  • 3.5 Ergänzung der ambulanten Diakonie durch die Gründungvon â??Crypto-Hospitälernâ??
  • 3.6 Teils gelungene interkonfessionelle Zusammenarbeit in derArmenfürsorge auf Stadtebene â?? so z.B. in Vitré
  • 4. Diakonische Existenz in der Phase erneuter Restriktion und Repression (1661 bis 1685)
  • 4.1 Der Angriff auf das diakonische Netzwerk
  • 4.2 Die Caisse de Conversion
  • 4.3 Endgültige SchlieÃ?ung protestantischer Hospitäler und Armenhäuserund die Folgen
  • Frauke Thees: â??Lassend eüch die lieb befolhen seyn under einander / und zu / ovorab die armen / Der fryd Christi sey mit eüch / Amen.â?? Johannes Oekolampads Umgang mit den Armen
  • Georg-Hinrich Hammer: Das Pfarrhaus als â??öffentliches Hospitiumâ?? Beispiele für seine diakonische Bedeutung im 16. und 17. Jahrhundert
  • 1. Ein neuer Faktor: die Priesterehe
  • 2. Die soziale Lage
  • 3. Städtische Almosenordnungen
  • 4. Die diakonische Aktivität der Pfarrhäuser
  • 4.1 Das Pfarrhaus von Ulrich Zwingli (1484â??1531) und Anna Reinhart (1485â??1539)
  • 4.2 Das Pfarrhaus von Johann Heinrich Bullinger (1504â??1575)und Anna Adlischweiler (um 1504â??1564)
  • 4.3 Das Pfarrhaus von Johann Jakob Breitinger (1575â??1645)und Regula Thommann (1573â??1634)
  • 5. Eine neue soziale Institution
  • Martin Hamburger: Vom Armenhaus der Reformierten Gemeinde zum diakonischen Partner im Sozialstaat. 340 Jahre diakonisches Engagement in Elberfeld
  • 1. Einleitung
  • 2. Die Entwicklung Elberfelds bis zum Ende des 17. Jahrhunderts
  • 3. Das Armenhaus der Reformierten Gemeinde Elberfeld von 1677
  • 4. Die Frühindustrialisierung und ihre Folge â?? Elberfeld bis 1815
  • 5. Bevölkerungswachstum, Pauperismus und Erweckungim 19. Jahrhundert
  • 6. Das Elberfelder System von 1853 und die Reformierte Gemeinde
  • 7. Das Reformierte Gemeindestift ab 1889
  • Ulf Lückel: Der reformierte Theologe Conrad Mel (1666â??1733) und das Waisenhaus in Hersfeld. Eine frühe pietistisch-diakonische Einrichtung in Hessen
  • 1. Hinführung
  • 2. Biographie
  • 3. In Hersfeld
  • 4. Das Waisenhaus
  • Martin Sallmann: Diakonie in der Schweiz des 19. Jahrhunderts. Die Vielgestaltigkeit diakonischen Handelns an den Beispielen der Kantone Bern und Genf
  • 1. Vielfältige kirchliche Landschaft in der Schweiz
  • 2. Enge Bindung der Kirche an den Staat: Diakonie im Kanton Bern
  • 3. Loslösung der Kirche vom Staat: Diakonie im Kanton Genf
  • 4. Christliche Vereine zwischen Kirche und Staat
  • 5. Ergebnisse
  • Holger Balder: Schleiermachers Ethik und die Sexualmoral diakonischer Einrichtungen im 19. Jahrhundert
  • 1. Die Problemstellung
  • 1.1 Die Gefährdung des evangelischen Hauses
  • 1.2 Die Antwort der Inneren Mission
  • 1.3 Autonomie und Sittlichkeit
  • 2. Schleiermachers Beitrag
  • 2.1 Das Streben nach dem höchsten Gut
  • 2.2 Der hohe Stellenwert der Pädagogik
  • 3. Haushalt, Sittlichkeit und Innere Mission im 19. Jahrhundert
  • Gerald MacDonald: Die diakonische Arbeit der Free Church of Scotland (ab 1874) und der Church of Scotland (ab 1875) bei ihrer Missionsarbeit im heutigen Malawi bis 1914
  • 1. Einführung
  • 2. David Livingstone und die Anfänge der Missionsarbeit im Nyasaland
  • 2.1 Die Universities Mission nach Zentralafrika
  • 3. Robert Laws (1851â??1934) und die Mission in Livingstonia
  • 4. Die Mission in Blantyre
  • 5. Schulen und Strafen
  • 5.1 Die â??Europäisierungâ?? der Einwohner des Nyasalands:die Overtoun Institution
  • 5.2 Die Ausbildung von Frauen
  • 6. Die gesundheitliche Versorgung der Einwohnerinnen und Einwohner
  • 7. Schluss
  • Hans-Georg Ulrichs: â??In fröhlichem Dienst aufgeopfertâ??? Der Lebensweg einer reformierten Gemeindeschwester im 20. Jahrhundert
  • 1. Einführung
  • 2. Herkunft
  • 3. Ausbildung und erste Stationen
  • 4. Ein Vierteljahrhundert Dienst in der Gemeinde
  • 5. Auflösung der Zugehörigkeit zum Mutterhaus
  • 6. Schlussbemerkungen
  • Sándor Fazakas: Von der Diakonischen Theologie zur Sozialdiakonie in der Reformierten Kirche in Ungarn
  • 1. Historische, soziale und wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die Diakonie in Ungarn
  • 2. Möglichkeiten und Grenzen der kirchlich-diakonischen Verantwortung
  • 3. Grundzüge der â??Theologie der dienenden Kircheâ??
  • 4. Neue Herausforderungen und bleibende Ansichten
  • 4.1 Politische Vereinnahmung vermeiden
  • 4.2 Ekklesiologische Konsequenzen bedenken
  • 4.3 Diakonie als Qualitätsmerkmal kirchlicher Tätigkeit konzipieren
  • 4.4 Sich den aktuellen Herausforderungen stellen: die Flüchtlingsproblematik
  • 5. Schlussfolgerung
  • Beate Hofmann: Diakonisches Profil zwischen theologischem Anspruch und diakonischer Alltagspraxis. Eine Bestandsaufnahme
  • 1. Einleitung
  • 2. Herkunft und aktueller Kontext der Frage nach demdiakonischen Profil
  • 3. Modelle theologischer Profilbildung in der Diakonie
  • 4. Konzepte diakonischen Profils im Alltagshandeln diakonischer Organisationen â?? die strukturelle Ausformung des Profils
  • 5. Fazit: Herausforderungen und Aporien der Profildiskussion â?? bleibende Fragen

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