Nationalsozialistische Kriegswirtschaft und DDR

Planungsstatistik 1933-1949/50
 
 
Franz Steiner Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 7. Mai 2020
  • |
  • 283 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-515-12614-4 (ISBN)
 

Unmittelbar nach der Machtübernahme Hitlers stürzte sich das nationalsozialistische Regime in die Kriegsvorbereitung. Seit 1934 beteiligte sich das Statistische Reichsamt (StRA) daran. Als Hauptquelle diente der umfassende Industriezensus von 1936. Rainer Fremdling zeichnet hierbei auch die Rolle des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) nach. Durch Meldepflicht und bereitwillige Kooperation privater Industrieunternehmen und ihrer Organisationen erstellte das StRA umfassende Wirtschaftsstatistiken für die Planung und Lenkung der Kriegswirtschaft. Das StRA wirkte sogar an der Verfolgung von Juden mit, deren Vermögen es 1936 auf Anforderung des Reichswirtschaftsministeriums schätzte. Fremdling spürt die Nutzung der NS-Statistiken auch nach 1945 auf und geht besonders ihrer Rolle beim Aufbau der Planwirtschaft in Ostdeutschland nach. Dafür waren die Originalakten des Industriezensus von 1936 für den Zweijahrplan von 1949/50 neu zu ordnen und auszuwerten. Der Industriezensus von 1936 erwies sich somit als wirksames Referenzsystem für die unterschiedlichen Ökonomien der NS-Kriegsführung und DDR-Planwirtschaft sowie für die westdeutsche Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung.

  • Deutsch
  • Stuttgart
  • |
  • Deutschland
  • 7
  • |
  • 2 s/w Abbildungen, 7 s/w Tabellen
  • |
  • 2 schw.-w. Abb., 7 schw.-w. Tab.
  • 1,96 MB
978-3-515-12614-4 (9783515126144)
weitere Ausgaben werden ermittelt
  • Intro
  • Vorwort
  • Inhalt
  • Nationalsozialistische Kriegswirtschaft und DDR: Planungsstatistik 1933-1949/50
  • Resümee: Nationalsozialistische Kriegswirtschaft und DDR: Planungsstatistik 1933-1949/50
  • Einführung - Statistik zur Wirtschaftsplanung: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, Input-Output-Rechnung, Mengenbilanzierung
  • I Die Mitwirkung des Statistischen Reichsamts an der Vorbereitung des Krieges
  • Das Statistische Reichsamt
  • Die Industrieerhebungen des Statistischen Reichsamts
  • Der Industriezensus von 1933 und der Arbeitsplan von 1934
  • Das Reichsamt für Wehrwirtschaftliche Planung und die veröffentlichte Version des Industriezensus von 1936
  • Inhalt und technische Details der industriellen Produktionsstatistik von 1936
  • II Die Schätzung des jüdischen Vermögens durch das Statistische Reichsamt 1936
  • III Wagemann und das Institut für Konjunkturforschung - Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW)
  • Die Gründung des Instituts für Konjunkturforschung 1925
  • Weltwirtschaftskrise und der Plan Wagemanns zur Krisenüberwindung
  • Exkurs: Der nationalsozialistische Wirtschaftsaufschwung
  • Wagemanns Doppelfunktion: Präsident des Statistischen Reichsamts und Direktor des Instituts für Konjunkturforschung
  • Expansion und Funktion des Instituts in der Kriegswirtschaft
  • IV Die Lenkung der Kriegswirtschaft
  • Von der Friedensökonomie zur Kriegswirtschaft
  • Planungsorganisation
  • Das Planungsamt
  • Statistik und Planungstechnik
  • Die Statistische Leitstelle beim Statistischen Reichsamt und die Statistischen Schnellberichte zur Kriegsproduktion
  • V Das volkswirtschaftlich-statistische Informationssystem des Reichswirtschaftsministeriums 1944/45
  • Das volkswirtschaftliche Referat (Abteilung II/1)
  • Initiative und Einbindung der deutschen Industrie
  • Wirtschaftswissenschaftliche und wirtschaftsstatistische Sachverständige
  • Reichswirtschaftsministerium und Statistisches Reichsamt
  • VI Wirtschaftsstatistik im Nachkriegsdeutschland
  • NS-Statistik und Kontinuität in Westdeutschland
  • Die Sowjetische Militäradministration
  • Das Scheitern des Statistischen Zentralamts bei der Industrieberichterstattung in der Sowjetischen Besatzungszone
  • Das Statistische Zentralamt und die NS-Statistik
  • Das Statistische Zentralamt, die Deutsche Wirtschaftskommission und die statistischen Vorarbeiten zum Zweijahrplan
  • Die Staatliche Zentralverwaltung für Statistik in der etablierten Planwirtschaft der DDR
  • VII Das systemübergreifende Planungspotential des Industriezensus von 1936
  • Biografische Skizzen
  • Anhang
  • Anhang 1: Referat von Wilhelm Bauer (DIW) über Volkseinkommen, Kriegsfinanzierung und privaten Verbrauch 1942/43
  • Anhang 2: Verzeichnis von Arbeiten des StRA, November 19441
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Archiv- und Literaturverzeichnis
  • Archivalien
  • Statistiken, Statistische Ämter
  • Literatur
  • Personenregister
  • Tabellen
  • Tab. 1 Beschäftigung und Produktion der deutschen Industrie 1936
  • Tab. 2 Das jüdische Vermögen in Deutschland, 1928-1933-1936
  • Tab. 3 Jüdische Vermögensabgaben an die deutschen Länder und das Deutsche Reich1933-1945 in Millionen RM
  • Tab. 4 Das DIW und seine Tochterinstitute 1942
  • Tab. 5 Jährliche Beitragszahlungen der Verwaltungsausschussmitglieder des DIW
  • Tab. 6 Produktionszahlen aus den Statistischen Schnellberichten und industrielle Arbeitsproduktivität 1938-1945
  • Tab. 7 Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung der SBZ 1936-1947
  • Abbildungen
  • Abb. 1 Flussdiagramm: Holz-Industrie 1933
  • Abb. 2 Flussdiagramm: Eisen und Stahl 1936
BISAC Classifikation

Dateiformat: PDF
Kopierschutz: Wasserzeichen-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie zum Lesen die kostenlose Software Adobe Reader, Adobe Digital Editions oder einen anderen PDF-Viewer Ihrer Wahl (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie die kostenlose App Adobe Digital Editions oder eine andere Lese-App für E-Books (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nur bedingt: Kindle)

Das Dateiformat PDF zeigt auf jeder Hardware eine Buchseite stets identisch an. Daher ist eine PDF auch für ein komplexes Layout geeignet, wie es bei Lehr- und Fachbüchern verwendet wird (Bilder, Tabellen, Spalten, Fußnoten). Bei kleinen Displays von E-Readern oder Smartphones sind PDF leider eher nervig, weil zu viel Scrollen notwendig ist. Mit Wasserzeichen-DRM wird hier ein "weicher" Kopierschutz verwendet. Daher ist technisch zwar alles möglich - sogar eine unzulässige Weitergabe. Aber an sichtbaren und unsichtbaren Stellen wird der Käufer des E-Books als Wasserzeichen hinterlegt, sodass im Falle eines Missbrauchs die Spur zurückverfolgt werden kann.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

52,00 €
inkl. 5% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
PDF mit Wasserzeichen-DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen