Alien Covenant: Origins

SciFi-Horror
 
 
Luzifer Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 30. November 2017
  • |
  • 400 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-95835-272-8 (ISBN)
 
Die Covenant Mission - das bislang ehrgeizigste Unterfangen in der Geschichte des Weyland-Yutani Konzerns. Ein Kolonisierungsraumschiff, das über zweitausend Kolonisten weit über die Grenzen des bislang bekannten Universums hinaus bin nach Origae-6 bringen soll. Ein entscheidender Schritt - für die Firma als auch die Zukunft der gesamten Menschheit. Und doch gibt es Kräfte, welche die Mission verhindern wollen. Während die Covenant bereits im Orbit der Erde kreist und Captain Jacob Branson und seine Frau Daniels die letzten Vorbereitungen an Bord treffen, deuten mehrere Terroranschläge auf eine tödliche Verschwörung hin, deren Ziel es ist, den Start des Schiffes zu sabotieren. Zusammen mit Sicherheitschef Daniel Lopé, der auf der Erde noch das letzte fehlende Mitglied seines Teams rekrutiert, versuchen sie alles, die Urheber der Anschläge ausfindig zu machen, bevor diese das Schiff und seine Passagiere zerstören können. ALAN DEAN FOSTER, gefeierter Autor der bahnbrechenden ALIEN-Romanversion, präsentiert mit ORIGINS einen eigenständigen Roman, der die Vorgeschichte der Ereignisse des Films ALIEN: COVENANT erzählt. Darüber hinaus lässt uns ALIEN: ORIGINS einen Einblick in jene Welt werfen, welche die Kolonisten für immer hinter sich lassen werden. © 2017 Twentieth Century Fox

Alan Dean Foster (1946 in New York City geboren) veröffentlichte bislang weit über 100 Bücher in den unterschiedlichsten Genres, von Science Fiction über Fantasy und Horror bis hin zu Detektivromanen und Western. Besondere Bekanntheit erlangte er durch seine Romanversionen zu vielen Kinofilmen, darunter die Star-Wars-Produktionen, die ersten drei Alien-Filme, Alien Nation, Riddick: Chroniken eines Kriegers, Star Trek, Terminator: Salvation und die Transformers. Obwohl Fosters Forscherdrang bislang nur auf eine Welt beschränkt blieb, führte ihn seine Vorliebe für weit entfernte und exotische Plätze schon um die ganze Welt. Er kampierte in dem als 'Grüne Hölle' bekannten südöstlichen peruanischen Dschungel, ritt auf Walhaien vor der Westküste Australiens, seilte sich in die berühmte Lechugilla-Höhle in Neu-Mexiko ab, fuhr allein quer durch Namibia, überquerte mit einem Auto die Anden, schwamm mit riesigen Ottern in Brasilien um die Wette und tauchte im Südpazifik und dem Indischen Ozean nach unerforschten Riffs. Zudem ist Foster der amtierende Weltmeister seiner Alters- und Gewichtsklasse im Bankdrücken und nahm Karate-Unterricht bei Chuck Norris, bevor sich dieser lieber seiner Filmkarriere widmete. Heute leben die Fosters in einem Haus in Prescott, dass aus den Ziegeln eines Bordells für Minenarbeiter aus der Jahrhundertwende gebaut wurde, zusammen mit Hunden, Katzen, Fischen, hunderten Zimmerpflanzen, regelmäßig vorbeischauenden Stachelschweinen, Adlern, Bussarden, Stinktieren, Kojoten, Luchsen und dem verzauberten Sessel des berühmt-berüchtigten Dr. John Dee. Derzeit arbeitet Foster an mehreren neuen Romanen und Medienprojekten.
  • Deutsch
  • 0,67 MB
978-3-95835-272-8 (9783958352728)
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I


Auf der Erde wäre das Schiff nie imstande gewesen auch nur abzuheben. Im Erdorbit hingegen, in dem das Schiff wie ein schlafender Wal in einem endlosen dunklen Ozean trieb, war seine Masse kein Hindernis.

Sein Antriebssystem war unerreicht, die Technik hochmodern, sein Lebenserhaltungssystem wurde von Back-ups unterstützt, und seine Bestimmung . seine Bestimmung war edelmütig. Es sollte eine Kolonie gründen. Den Samen der Menschheit über den kleinen blau-weißen Planeten hinaustragen, auf dem sich diese Rasse entwickelt hatte. Außerdem würde es jenen ermöglichen, die für die Reise in eine neue Welt auserkoren worden waren, der Korruption, der Ausbeutung, der Übernutzung und dem schieren Dreck zu entfliehen, welche ihre geradezu kriminell gleichgültigen Vorfahren achtlos hinterlassen hatten.

Jacob Brandon, der angeschnallt auf seinem Sitz in dem Shuttle saß, bestaunte die Formen der Covenant, während er aus dem Fenster neben sich sah. Er war ihr Kapitän, sie war sein Schiff. Seine Zukunft. Als Assistent von Mutter, der außergewöhnlichen, alles-sehenden, alles-hörenden künstlichen Intelligenz des Schiffes, würde er wenig mehr zu tun haben, als im Kälteschlaf zu verweilen, bis sie die weit entfernte Welt von Origae-6 erreichen würden.

Auf ihrer Route würden sie einige Male aus der Überlichtgeschwindigkeit heraustreten, um das Schiff neu aufzuladen, doch diese Intervalle waren vorausgeplant worden und gehörten zur Routine. Er freute sich auf ein Kommando, das, sofern alles nach Plan verlief, so gut wie ohne sein Eingreifen oder das seiner Crew auskommen würde.

Er wusste, dass Indri Mithun ihn beobachtete. Der spindeldürre dunkelhäutige Mann ihm gegenüber tat immer wieder so, als würde er an der computerisierten Linse an seinem linken Auge herumspielen. Doch in Wirklichkeit beobachtete er den Captain. Die ständige Kontrolle, die in der Abflughalle begonnen hatte, beim Start unterbrochen worden war und während des darauffolgenden Fluges fortgesetzt wurde, begann Jacob mürbe zu machen.

»Hören Sie, Mithun, wenn Sie etwas loswerden wollen, wenn Ihnen etwas auf der Seele brennt, dann raus damit. Aber ich will Sie nicht drängen.«

Durch das Fenster hinter dem Repräsentanten von Weyland-Yutani, war die gebogene Form einer leuchtenden Erde zu sehen, die sich im Gleichklang mit dem kompakten kleinen Schiff drehte, welches sich auf das Andockmanöver vorbereite. Während der Mann herumzappelte, versuchte er, möglichst autoritär auszusehen und zu klingen, doch seine Verlegenheit war offensichtlich.

»Ich habe nicht darum gebeten, den Auftrag zu bekommen, Sie zu beaufsichtigen.«

Jacob schürzte die Lippen und nickte verständnisvoll. »Und ich habe nicht darum gebeten, einen Beobachter zugeteilt zu bekommen, also haben wir etwas gemeinsam.«

Als Mithun darauf nicht reagierte, bohrte Jacob gereizt nach: »Also, sprach der Beobachtete zu dem Beobachter . Wenn Sie mir die Frage erlauben . Weshalb genau beaufsichtigen Sie mich?«

Der Repräsentant der Firma schluckte, und da er genug an seinem Okular herumgespielt hatte, ging er dazu über, den Hemdkragen unter seinem Jackett zu richten. Er schien nicht zu wissen, wohin er mit seinen Händen sollte. Der finstere Blick, den Jacob ihm von der anderen Seite des Ganges zuwarf, lies seine Hände nur noch nervöser werden. Draußen, hinter dem Fenster, schwang der Blick auf den faszinierenden Kosmos wie die Aussicht auf einem Karussell vorbei.

»Sie müssen eines verstehen, Captain. So erfahren unsere Leute und Maschinen auch im Bewerten von Rahmenbedingungen sein mögen - die Auswahl einer Crew für ein Unterfangen dieser Größenordnung bleibt dabei unweigerlich ein Vorgang, der von Zweifel und Kritik überschattet ist.«

Jacob lächelte freundlich. »Ich wünschte, Sie würden nicht Worte wie Unterfangen benutzen, wenn Sie über die Mission sprechen.«

Dieses Mal gab es einen Grund dafür, dass Mithun sein Okular richtete. Sein Gesichtsausdruck veränderte sich, als er verstand. Jacob war enttäuscht. Er hatte auf eine Reaktion in Form eines Kicherns gehofft, oder wenigstens auf ein Lächeln. Doch nun musste er einsehen, dass der Vertreter der Firma nicht leicht zu erheitern war.

»Ich verstehe, ein Witz«, antwortete Mithun, ohne es tatsächlich zu verstehen. »Ich schätze, ich hätte einen anderen Begriff wählen sollen, um .«

»Kommen Sie einfach zum Punkt, Mithun.« Vor dem Shuttle, und gut durch die vorderen Fenster zu erkennen, näherte sich der außergewöhnliche Rumpf der Covenant. Der Repräsentant nickte, erleichtert darüber, dass er nicht länger an Höflichkeitsfloskeln gebunden war.

»Um es ganz offen zu sagen, gibt es einige, die nicht sicher sind, ob die Firma das richtige Paar für die Leitung dieser Mission ausgewählt hat.«

Ohne zu blinzeln, erwiderte Jacob den nun unverwandten Blick des anderen Mannes. »Mutter leitet die Mission. Ich bin nur der menschliche Captain, und meine Frau ist die Ladungsexpertin. Oram ist die Nummer Zwei, nicht sie.«

»Wir machen uns weniger um Daniels Sorgen als um Sie«, antwortete der Repräsentant nachdrücklich.

»Ich verstehe. Und was an mir ist es genau, dass Ihren nicht näher identifizierten Wir Sorgen macht?«

Nun lächelte Mithun, wenn auch nur leicht. »Es gibt einige, die Sie für zu unstet halten. Nicht ernsthaft genug, um das Kommando eines derart enormen und schwierigen Unternehmens übertragen zu bekommen.«

Das Shuttle wurde langsamer und näherte sich den Hauptlandeschleusen. Ein leichtes Rütteln fuhr durch Jacobs Körper, als die sehr viel kleinere Fähre in das künstliche Schwerefeld der Covenant eintauchte. »Und auf welcher Basis gelangte man zu der höchst wissenschaftlichen Feststellung, ich sei unstet

»Es gibt da gewisse Korrespondenzen.« Wiederum peinlich berührt wendete Mithun sich ab. »Zwischen Ihnen und anderen. Korrespondenzen, die ein Übermaß an Begeisterung für nicht mit dem Projekt in Verbindung stehende Angelegenheiten widerspiegeln. Es gibt da gewisse Leute in der Firma, die das Gefühl haben, dass Sie beispielsweise Ihr Enthusiasmus für partizipative Sportarten von Ihren Pflichten ablenken könnte.«

»Sport.« Jacob beugte sich derart schnell zu dem Repräsentant hinüber, dass dieser zusammenzuckte. »Hören Sie, einer der Gründe, warum man mir das Kommando über die Covenant übertragen hat, war mein unter Beweis gestelltes Einfühlungsvermögen für die Interessen der Kolonisten. Wenn wir erst einmal auf Origae-6 angekommen sind, werde ich die Gründung der Kolonie überwachen müssen. Dafür braucht es gänzlich andere Fähigkeiten als jene, die man braucht, um Captain eines Raumschiffes zu sein.« Er ließ sich in seinen Sitz zurückfallen. »Die Firma wollte jemanden, der beide Erfahrungswerte in sich vereint. Deshalb hat man mich ausgewählt. Ihre gewissen Leute in der Firma können mir gestohlen bleiben.«

Ein sanfter Ruck ging durch das Shuttle, als es in der Landebucht aufsetzte. Jacob war dankbar, dass die Schwerkraft vollends wiederhergestellt war. Es war nicht leicht, jemanden in der Schwerelosigkeit in den Hintern zu treten, aber der Drang, genau das bei dem Repräsentanten der Firma zu tun, wurde immer größer.

Nimm 's nicht so schwer, dachte er bei sich. Mithun mag vielleicht mehr Geld in der Woche verdienen als du in einem Jahr, aber dafür ist er nichts weiter als ein besserer Laufbursche. Du hingegen - du bist der Captain. Über so etwas musst du darüberstehen können. Du weißt, was du zu leisten imstande bist, und was vor dir liegt. Glaube an dich, an deine Fähigkeiten und Fertigkeiten. Und daran, dass es für Weyland-Yutani beinahe zu spät sein dürfte, um die Stelle noch mit jemand anderes zu besetzen.

»Es gab eben ein paar Unstimmigkeiten im Gremium.« Mithun redete einfach weiter, auch dann noch, als sie bereits von Bord gingen. »Der größte Teil des Vorstands ist mit Ihrer Wahl einverstanden. Das gilt auch für Hideo Yutani selbst, aber es gibt einige in der Weyland-Gruppe, die immer noch das Gefühl haben, sich durchsetzen zu müssen.«

»Sie machen wohl Witze?«, sagte Jacob. »Das Ganze ist doch schon seit einiger Zeit ein einziges Unternehmen. Weyland-Yutani.« Er betrat als erster einen großen Hauptkorridor. »Ich dachte, diesen Unsinn hätten sie hinter sich gelassen.«

»Firmenübernahmen sind nie einfach«, erklärte Mithun. »Die meisten Leute, die nach solchen...

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