Kämpfe, Centurio! Drei Romane um Centurio Marcus

 
 
Uksak E-Books (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 2. August 2020
  • |
  • 360 Seiten
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7389-4309-2 (ISBN)
 
Dieser Band enthält folgende Romane um Centurio Marcus: Von Verrätern umzingelt Ariovist - eine germanische Legende kehrt zurück Das Attentat auf eine Legende Germanicus wird er allgemein genannt, der jüngste Centurio Roms. Einst als Kind aus Germanien verschleppt, lebt er in der Familie des Feldherrn Nero Claudius Germanicus und erhielt von seinem Adoptivvater den Namen Marcus Quintus, kurz Marc gerufen. Wie sein Ziehvater, so zeichnet sich auch Marcus bei Feldzügen gegen die Germanen aus, bis ihm bewusst wird, gegen wen er da eigentlich kämpft - sein ursprüngliches Volk. Trotzdem will Marcus nicht zu den Germanen zurück, die er für schreckliche Barbaren hält. Er liebt das Leben, das er führt, und er genießt die Privilegien, die man seiner Familie gewährt. Bis er eines Tages auf einen Zug gefangener Germanen trifft und dort auf die wunderschöne Anselma (Selma), die sein Leben gründlich durcheinanderbringen wird ...
  • Deutsch
  • 0,89 MB
978-3-7389-4309-2 (9783738943092)

Ariovist - eine germanische Legende kehrt zurück


Centurio Marcus - Roms jüngster Offizier Band 2:



von Tomos Forrest




Impressum

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© Cover by: Nach einem Motiv von Johannes Gehrts mit Steve Mayer, 2018

Mitwirkung: Ines Schweighöfer

Lektorat: Kerstin Peschel

Created by Thomas Ostwald & Jörg Martin Munsonius, 2018

© dieser Ausgabe 2018 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de




Klappentext:


Gerüchte gehen im Land umher, dass der sagenumwobene Feldherr Ariovist, der stärkste Feind Roms, von dem man sagt, dass er bereits vor fünfzig Jahren bei einer Schlacht getötet wurde, zurückgekehrt ist. Er ist eine lebende Legende, der es gelungen ist, Scharen von germanischen Kriegern um sich zu vereinen und damit eines der größten bis dahin existierenden Heere aufzustellen.

Marcus Quintus Germanicus, der jüngste Centurio Roms, erhält zusammen mit Pluvius, seinem Waffengefährten, den Auftrag, diesem Gerücht auf den Grund zu gehen und den Mann wenn möglich aufzuhalten. Dabei führt sie ihr gefahrvoller Weg direkt hinter die feindliche Linie ins Kriegslager der Germanen. Und es kommt der Tag, da muss sich Marc für eine Seite entscheiden: die Liebe seines Lebens und damit die Seite seiner germanischen Wurzeln oder die Seite Roms .



***



1.


Es lag eine Spannung in der Luft, die förmlich greifbar schien.

Die Legionäre verfolgten jeder Bewegung des Bogenschützen, als er sich zum Schuss bereit machte. Schon die Vorbereitungen hatten für Unruhe unter den Männern gesorgt, denn niemand konnte sich erklären, warum man eine Lorica Squamata, einen Schuppenpanzer, um einen mannshohen Baumstamm gebunden hatte.

"Er verwendet einen griechischen Bogen", sagte einer der Legionäre halblaut, als der Mann den seltsam geformten Bogen aus einer Schutzhülle zog.

"Unsinn, das ist ein Bogen, wie ihn die Parther verwenden! Ich habe so etwas schon einmal im Feld gesehen!", antwortete ein anderer.

"Ja, natürlich, du und die Parther!", sagte ein Dritter, aber nun schwiegen alle und starrten nach vorn, wo der große, blonde Bogenschütze einen Köcher öffnete und einen besonderen Pfeil auflegte.

"Also doch ein parthesischer Bogen, dazu passt der Pfeil!"

Keiner der Legionäre lag mit seiner Vermutung richtig, wie sich gleich herausstellen sollte. Dann trat absolute Stille auf dem Platz ein, als der Bogenschütze die Waffe ergriff und den seltsam geformten Pfeil auflegte. Es war, als hätten die Männer der Auxiliareinheit plötzlich den Atem angehalten. Diese raue, bärtige Gruppe, die von ihrem Centurio an die Ufer des Flusses geleitet wurde, den man mit dem Gott Rhenus (Rhein) benannt hatte, starrte auf die geschmeidigen Bewegungen, mit denen das alles geschah.

Jetzt visierte der Schütze kurz und ließ den Pfeil von der Sehne fliegen. Das leise Sirren schien wie ein entfesselter Hornissenschwarm die Stille zu durchbrechen, fast gleichzeitig folgte ein dumpfer Ton, als der Pfeil sein Ziel gefunden hatte.

Mit einem erstaunten Ruf wurde sein Einschlag in den Schuppenpanzer begleitet und damit die bisherige Stille durchbrochen. Gleich darauf drängten sich die Legionäre um den Stamm und versuchten, den Pfeil aus der Rüstung zu ziehen.

Der Bogenschütze lachte laut heraus.

"Gebt euch keine Mühe, der Pfeil hat nicht nur das Schuppengeflecht durchschlagen, sondern auch den Baum. Hier, kommt auf die Rückseite, dort könnt ihr die Spitze erkennen!", erklärte der Bogenschütze und deutete auf das Ziel.

Sofort standen alle Legionäre schweigend vor der Baumrückseite, wo deutlich die Pfeilspitze erkennbar war. Gleich darauf löste sich die Spannung in einem wilden Stimmengewirr, aus der schließlich ein breitschultriger Legionär ausrief: "Aber Centurio - das ist doch unmöglich! So etwas kann es nicht geben!"

Der blonde Centurio drehte sein sonnengebräuntes Gesicht zu dem Rufer und lächelte.

"Hast du nicht gesehen, wie ich es gemacht habe? Berühre die Pfeilspitze und du wirst feststellen, dass diese Sorte Pfeile jedes Hindernis durchschlagen kann!", antwortete er ihm dann.

Ungläubig fuhren ein paar Finger über die Pfeilspitze, danach traten sie zu ihrem Centurio und sahen ihn voller Bewunderung an.

"Das ist nicht zu fassen, Centurio! Es sah so leicht aus, gar nicht, als müsste man große Kraft aufbringen, um den Pfeil derart in das Ziel zu bringen!"

Der junge Centurio lächelte noch immer, schließlich

reichte er den Bogen an einen anderen Mann weiter.

"Pluvius, jetzt bist du dran. Zeige den Männern, dass es ein Kinderspiel ist, mit diesem neuen Bogen zu schießen!"

"Aber, Marc, ich hatte noch nie ."

Marcus Quintus Germanicus, Ziehsohn des Feldherrn Nero Claudius Germanicus, genannt Gaius Iulius Caesar Germanicus, deutete auf das Ziel, zog gleich darauf einen weiteren Pfeil aus dem Köcher und reichte ihn zusammen mit dem Bogen an Pluvius.

Alles eilte zum Abschusspunkt zurück, die Legionäre traten hinter den Schützen, und Pluvius atmete mehrfach tief ein und aus, bevor er den Pfeil auflegte und ihn gleich darauf mit demselben Ergebnis wie der Centurio ins Ziel lenkte.

Jubel brandete auf.

Jeder Legionär wusste in diesem Augenblick, was diese beiden Schüsse bewiesen hatten. Es gab kein Hindernis, das einen solchen Pfeil aufhalten konnte. Ein Wunder war geschehen, ein Wunder der Waffentechnik. Sie hatten eine Waffe, die jeder anderen weit überlegen war. Die in der Lage war, jeden Panzer zu durchschießen.

Erst recht einen germanischen, wesentlich einfacher gefertigten Schuppenpanzer als den gerade zweifach durchschlagenen, aus bester römischer Fertigung stammenden, bei dem man ähnlich den Schuppen eines Fisches die kleinen Plättchen dicht an dicht übereinandergelegt hatte, um die bestmöglichste Wirkung gegen Schwertschläge und Pfeilbeschuss zu bieten.

"Centurio, wann erhalten wir diese Waffe? Wie lange muss man damit üben, um so zu treffen? Hast du damit schon einen Schild durchschlagen?"

So tönten die Fragen und Zurufe von verschiedenen Seiten, und Marcus Quintus machte lächelnd mit beiden Händen abwehrende Bewegungen.

"Legionäre! Ich verstehe ja eure Begeisterung, aber die muss ich noch ein wenig dämmen! Die neuen Bögen sind unterwegs, aber sie werden kaum vor einem Monat hier eintreffen können. In der Zwischenzeit haben wir eine neue Aufgabe. Nicht mehr als zwei Mann werden eine Einheit bilden, um im Land nicht aufzufallen. Ich habe euch deshalb ausgesucht, weil jeder von euch aus Germanien stammt und die Sprache fehlerfrei beherrscht!"

"Bis auf einige!", antwortete ein kräftiger, rothaariger Legionär, und das Lachen der anderen unterstützte seinen frechen Einwand.

"Ruhe, Legionäre!"

Marcus hatte die Tonart gewechselt. Aus dem freundlichen Kameraden Marc war der Centurio Marcus Quintus Germanicus geworden, der seine Gestalt gestrafft hatte und mit finsterer Miene in die Runde sah.

Augenblicklich trat Ruhe ein.

Die Auxiliar-Legionäre kannten ihren Centurio zur Genüge, um sofort wieder Disziplin zu zeigen.

"Mir ist es egal, ob ihr von den Bataven, Chauken, Quaden oder den Marsigner stammt oder meinetwegen euch noch anders nanntet. Ihr seid Legionäre und habt Rom einen Eid geschworen. Wenn ihr eure Zeit als Legionäre überlebt habt, seid ihr Bürger Roms. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, und unsere Aufgabe in Germanien ist gefährlich. Aus diesem Grund wird alles, was römischer Herkunft ist, in diesem Lager bleiben. Ich möchte bei keinem von euch auch nur einen Becher oder einen Kamm finden, dessen Herkunft auf die römischen Legionen deutet. Wenn ihr zu dumm seid, das nicht zu erkennen, bleibt am besten gleich hier und verzichtet auf Ruhm und Ehre, die wir mit unserem geheimen Auftrag erlangen können."

Sein Blick ging bei diesen Worten von einem Mann zum anderen, musterte ihn kurz und traf dann den Nächsten.

"Ihr erhaltet anschließend von Pluvius die Orte genannt, die ihr auskundschaftet. Solltet ihr aus irgendeinem Grund in Konflikte mit den Germanen geraten, dann denkt daran, was ihr gelernt habt, Legionäre! Ihr seid Germanen und denkt wie Germanen! Eure Geschichte, die ihr auch im Schlaf erzählen könntet, ist wahr. Und ihr werdet nicht bei den römischen Göttern beten oder fluchen, das ist die größte Gefahr, eure wahre Herkunft zu verraten!"

Die Männer wurden unruhig und begannen, mit den Sandalen im Staub zu scharren. Marcus verkniff...

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