Überwundene Metaphysik?

Beiträge zur Konstellation von Phänomenologie und Metaphysikkritik
 
 
Alber, K (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 2. März 2017
  • |
  • 272 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-495-81108-5 (ISBN)
 
Es dürfte heute weitestgehend außer Frage stehen, dass mit der Phänomenologie - wie sie unter dem Leitspruch "Zu den Sachen selbst!" erstmals konkretisiert und als Methode ausgebildet wurde - sich eine neue und gewandelte Grundstellung gegenüber der traditionellen Metaphysik ereignet hat. Im vorliegenden Sammelband wird aus unterschiedlichen Perspektiven vor allem der Frage nachgegangen, ob und inwiefern es einer phänomenologisch verfahrenden Metaphysikkritik gelingt, die metaphysischen Denkvoraussetzungen zu überwinden und einen unverstellten Blick auf die Phänomene freizugeben. Dabei besteht der Anspruch der Beiträge nicht zuletzt darin, auszuloten, wie es (heute) um das Potenzial phänomenologischer Bemühungen bestellt ist und wo genau deren Grenzen auszumachen sind.
1. Auflage
  • Deutsch
  • München
  • |
  • Deutschland
  • 1,30 MB
978-3-495-81108-5 (9783495811085)
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Murat Ates ist u. a. wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Philosophischen Fakultät der Universität des Saarlandes, Lehrbeauftragter am Institut für Philosophie der Universität Wien und Redaktionsmitglied der Zeitschrift Polylog.

Oliver Bruns studierte Politikwissenschaft und Geschichte, war von 2002 bis 2015 am Hannah Arendt-Zentrum der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg tätig und ist Lehrbeauftragter an den Universitäten in Oldenburg, Bremen und Osnabrück.

Dirk Fonfara, geb. 1969, Studium der Klassischen Philologie, Geschichte und Philosophie in Köln, 1996/97 Staatsexamen, 2002 Promotion in Philosophie über Aristoteles' Substanzlehre, seit 2002 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Husserl-Archiv der Universität zu Köln mit einem Editionsprojekt zu Husserls Eidoslehre im Rahmen der textkritischen Husserl-Gesamtausgabe "Husserliana".
Max Brinnich, 2012 Abschluss des Diplomstudiums, 2016 des Doktorats in Philosophie und 2017 des Lehramtsstudiums (Deutsch/Philosophie und Psychologie). 2009-2012 Studienassistent am Institut für Philosophie in Wien, 2012-2016 Universitätsassistent und Lektor ebendort. Seit 2016 Lehrer an einem Gymnasium in Wien.

Martin Huth, Jahrgang 1978, hat in Wien Philosophie und Geschichte studiert. Seine Forschungsschwerpunkte sind Ethik, Medizinethik, Sozialphilosophie bzw. politische Philosophie und neuere Entwicklungen der Phänomenologie. Er ist im Sozialbereich tätig und Lehrbeauftragter des Instituts für Philosophie an der Universität Wien.
1 - Inhalt [Seite 6]
2 - Siglenverzeichnis [Seite 8]
3 - Vorwort [Seite 10]
4 - Murat Ates: Freilegung der Phänomene als Dekonstruktion überlieferter Metaphysik [Seite 12]
5 - Dirk Fonfara: Zur Auseinandersetzung Edmund Husserls mit Platon und Aristoteles Metaphysik, Ontologie und Theologie in Husserls eidetischer Phänomenologie als Erster Philosophie [Seite 30]
5.1 - I. Einleitung: Die Verbindung von Erster Philosophie und Eidoslehre [Seite 30]
5.2 - II. Die Erste Philosophie im Kontext einer vorangehenden Auseinandersetzung mit der philosophischen Tradition [Seite 31]
5.3 - III. Trennung von Metaphysik und Erster Philosophie bei Husserl [Seite 39]
5.4 - IV. Zu Husserls Verortung des Göttlichen als Thema der traditionellen Metaphysik [Seite 41]
5.5 - V. Zusammenfassung [Seite 47]
6 - Tomas Sodeika: Zu den Sachen selbst: Phänomenologie, Erste Philosophie und die Schriftlichkeit [Seite 49]
7 - Bence Peter Marosan: Husserls Gedanke einer phänomenologisch neubegründeten Metaphysik am Leitfaden der Idee der indirekten Apodiktizität [Seite 60]
7.1 - I. Einleitung [Seite 60]
7.2 - II. Husserls Kritik der traditionellen Metaphysik [Seite 62]
7.3 - III. Die Idee der doppelten Reduktion [Seite 64]
7.4 - IV. Das Problem der konstruktiven Phänomenologie bei Husserl und Fink [Seite 66]
7.5 - V. Phänomenologische Metaphysik und indirekte Apodiktizität [Seite 68]
8 - Thomas Schmaus: Phänomenologie als Insächlichkeit [Seite 72]
8.1 - I. Nähe und Ferne von Metaphysik und Phänomenologie [Seite 72]
8.2 - II. Metaphysik - Ursächlichkeit und Gegenständlichkeit [Seite 74]
8.3 - III. Phänomenologie - Insächlichkeit und Sachverhalt [Seite 78]
8.4 - IV. Veranschaulichung im Spiegelbild [Seite 82]
8.5 - V. Herausforderungen für die Phänomenologie [Seite 86]
9 - Guang Yang: An der Grenze der platonischen Metaphysik [Seite 91]
9.1 - I. [Seite 91]
9.2 - II. [Seite 93]
9.3 - III. [Seite 98]
10 - Anna Orlikowski: Phänomenologie als Rückgang auf das Prä-Reflexive [Seite 103]
10.1 - I. Der Wahrnehmungsglaube [Seite 104]
10.2 - II. »Metaphysik in actu« [Seite 110]
10.3 - III. Das Konzept der Nicht-Koinzidenz [Seite 113]
10.4 - Schluss [Seite 117]
11 - Christian Sternad: Tod und Metaphysik [Seite 119]
11.1 - I. Metaphysik und Phänomenologie [Seite 119]
11.2 - II. Metaphysik und Tod [Seite 122]
11.3 - III. Tod und Metaphysik - eine »Metaphysik des Todes«? [Seite 126]
12 - Alexander Bilda: Das barbarische Prinzip [Seite 131]
12.1 - I. Merleau-Pontys Naturbegriff von 1956/57 [Seite 133]
12.2 - II. Schellings metaphysikkritische Metaphysik [Seite 137]
12.3 - III. Kunst und das barbarische Prinzip in der Ontologie des wilden Seins [Seite 140]
13 - Kristin Drechsler: »Doch das Ding ignoriert uns und ruht in sich.« [Seite 146]
13.1 - I. Beunruhigende Stillleben [Seite 146]
13.2 - II. Merleau-Ponty und Cézanne [Seite 148]
13.3 - III. Der Leib als Ort des Übergangs [Seite 151]
13.4 - IV. Leibliches Sehen [Seite 152]
13.5 - V. Morandis Stillleben als Sichtbarmachung einer Ordnung im Entstehen [Seite 154]
13.6 - VI. Das Ding als Ort des Übergangs [Seite 155]
13.7 - VII. Schluss [Seite 156]
14 - Holger Sederström: Hannah Arendt, Edmund Husserl und die Phänomenologie [Seite 158]
14.1 - I. Einleitung [Seite 158]
14.2 - II. Arendt und Husserl [Seite 159]
14.3 - III. Husserl bei Arendt explizit I [Seite 161]
14.4 - IV. Mutmaßungen über Arendt und die Phänomenologie [Seite 165]
14.5 - V. Husserl bei Arendt explizit II [Seite 169]
14.6 - VI. Phänomenologie und Metaphysikkritik [Seite 170]
15 - Jens Bonnemann: »In den Netzen des Spinnengeistes« [Seite 178]
15.1 - I. Eine Erfahrung ohne Begriff - Levinas und das Antlitz [Seite 181]
15.2 - II. Mit Begriffen über die Begriffe hinaus - Adorno und die Negative Dialektik [Seite 186]
15.3 - III. Das individuelle Allgemeine - Sartre und die regressiv-progressive Methode des Verstehens [Seite 190]
16 - Sebastian Edinger: Die Kritik der Phänomenologie als Metaphysikkritik und die Methode der Phänomenologie in Helmuth Plessners Philosophischer Anthropologie [Seite 198]
16.1 - I. Plessners phänomenologischer Ansatz in der Deutung des mimischen Ausdrucks [Seite 199]
16.2 - II. Plessners Kritik an Klages, Scheler und Husserl [Seite 203]
16.2.1 - II.1. Klages [Seite 203]
16.2.2 - II.2. Scheler [Seite 206]
16.2.3 - II.3. Husserl [Seite 210]
16.3 - III. Die Rolle der Phänomenologie in Plessners Philosophischer Anthropologie [Seite 213]
17 - Federico Ignacio Viola: Jenseits von Husserl: Subjekt und Zeit bei Emmanuel Levinas [Seite 219]
17.1 - I. Levinas mit Heidegger contra Husserl [Seite 220]
17.2 - II. Levinas contra Husserl und Heidegger. Die Wiedergewinnung der Zukunft [Seite 221]
17.3 - III. Levinas (nochmals) mit Heidegger contra Husserl. Die Wiedergewinnung der Vergangenheit [Seite 222]
18 - Max Brinnich: Die Bedeutung des Phänomens »Zeit« bei Levinas und das Erbe Kants [Seite 229]
18.1 - I. [Seite 230]
18.2 - II. [Seite 234]
18.3 - III. [Seite 237]
19 - Martin Huth: Zwischen Mensch und Tier?! [Seite 247]
19.1 - I. Einleitung: Kann und darf es eine Phänomenologie des Menschlichen geben? [Seite 247]
19.2 - II. Schelers Stellung im Kosmos und Heideggers humanitas [Seite 248]
19.3 - III. Agambens anthropologische Maschine - homo ex machina? [Seite 252]
19.4 - IV. Derridas Grenzen und der (faule?) Zauber eines Katzenblicks [Seite 254]
19.5 - V. Präliminarien für eine Phänomenologie des Menschlichen [Seite 257]
19.5.1 - V.1. Das Menschliche [Seite 257]
19.5.2 - V.2. Die Nötigung zur Anthropologie [Seite 258]
19.5.3 - V.3. Ein- und Ausgrenzung: Die Gleichursprünglichkeit des Menschlichen und des Nichtmenschlichen [Seite 261]
19.5.4 - V.4. Die Relativität des Menschenbildes [Seite 262]
20 - Dank [Seite 264]
21 - Autorenverzeichnis [Seite 266]

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