Rückkehr

Fluch der Träume 3
 
 
Books on Demand (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 31. August 2020
  • |
  • 392 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Adobe-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7526-9340-9 (ISBN)
 
Hass und Rache sind ihr Antrieb und sie findet mächtige Freunde, die sie bei der Umsetzung ihrer Plänen unterstützen. Ihre Träume führen ihr vor Augen, was die Zukunft bringen könnte, und so spinnt sie ihr Netz.
Die vier Freunde, Michael, Melanie, Anja und Flocke tappen lange Zeit im Dunkeln und werden aus ihren Erlebnissen einfach nicht schlau. Melanie gerät in das Netz des Bösen und muss viel Kraft aufwenden, um zu entkommen. Von unerwarteter Seite erhält sie Hilfe. Aber auch in der Zukunft schläft man nicht und unternimmt alles, um zu verhindern, dass der Zeitverlauf geändert wird.
Ist alles vorbestimmt? Lässt sich nichts beeinflussen? Viele Fragen und wenig Antworten. Erleben Sie die Abenteuer unserer Helden mit, die scheinbar nur einem Weg folgen.
1. Auflage
  • Deutsch
  • 1,20 MB
978-3-7526-9340-9 (9783752693409)
weitere Ausgaben werden ermittelt
1973 in Delmenhorst geboren und lebt seit numehr 15 Jahren in dem Residenzort Rastede. Seit 2019 schreibt er an seiner Romanreihe "Fluch der Träume". Zuvor hat er Bücher über Philosophie und Psychologie veröffentlicht.

Kapitel 2


Flocke schlug die Augen auf und schmatze noch etwas schlaftrunken. Da Anja noch neben ihm leise schnarchte, konnte es nicht allzu spät am Morgen sein. Er starrte an die Decke und war hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch, einfach noch ein Stündchen zu schlafen und dem Bedürfnis nach Kaffee. "Wenn ich eine Münze hätte, würde ich sie wohl oder übel werfen müssen, aber wie es heißt: Greif einem nackten Mann in die Tasche." Er lachte auf und nahm alle Energie zusammen, um sich aufzusetzen. Erneut schmatzte er, wuschelte sich durch die Haare und blickte dann verstohlen zu seiner schnarchenden Freundin.

"Wenn ich dich so sehen, könnte ich fast . ach, was soll's! Mit diesen Worten schlurfte er ins Bad und hantierte kurze Zeit später mit dem Wasserkocher. Mit dem Kaffeebecher in der Hand setzte er sich und griff nach seinem blinkenden Handy. Es handelte sich nur um eine Terminerinnerung, denn in einer guten Stunde wollten Michael und er sich im Park zum Joggen treffen. "Verdammt, warum habe ich mich bloß breitschlagen lassen? Sport ist Mord. Laufen am Morgen, Kummer und Sorgen." Er vermieste sich fast damit selbst die Laune, lachte aber schließlich und dachte daran, dass er das nicht nur für sich, sondern auch für Anja machen wollte. Seufzend trabte er noch einmal ins Schlafzimmer und zog sich um. Nachdem er einen Jogging-Anzug, seine mittlerweile fast zu kleinen Laufschuhe und ein Schweißband angelegt hatte, schrieb er einen Zettel für Anja und machte sich auf den Weg. "Wenigstens kann ich mit dem Auto fahren und muss nicht auch noch zum Park laufen", dachte er.

"Wie siehst du denn aus?" Michael lachte laut auf, als sein Freund erschien. "Hey Alter, was meinst du damit?" Flocke schien verwirrt zu sein, aber grinste dennoch breit.

"Findest du nicht, dass Schweißbänder in Neonfarben etwas sehr Retro oder gar Vintage sind?" kicherte Michael und griff nach seinem Handy, um ein Foto von ihm zu machen.

"Wieso? Ich dachte, das trägt man so, wenn man Kilometer laufen muss", antwortete er und kratze sich am Kopf, musste allerdings auch lachen, nachdem Michael ihm ein Foto von ihm gezeigt hatte.

"Okay, ich glaube, der Verkäufer hat mich veräppelt." Mit diesen Worten zog er das Schweißband vom Kopf und steckte es in die Tasche. "Ich werde es entsorgen, wenn wir an einem Mülleimer vorbeikommen."

"Artig, artig! Ich hatte schon Angst, dass es dir mittlerweile völlig egal ist, wie du aussiehst, weil du eine Freundin hast." Michael konnte fast nicht mehr vor Lachen.

"Mensch Alter, nun lass doch. Werde auch nicht jünger und überhaupt.", maulte Flocke und begann sich mit seinem Freund aufzuwärmen, was den beiden bereits jetzt den Schweiß auf die Stirn trieb.

"Ich glaube, wir machen heute die kleine Runde - ist unser erster Lauf", rief Michael schwer atmend, als sie die ersten Meter gelaufen waren. "Jaaaaa", ächzte Flocke.

Der Morgen war herrlich und die Sonne schien. Obwohl es noch früh war, trafen sie auf viele Menschen, die scheinbar alle zu der kleinen Bühne im Zentrum der Parks unterwegs waren. "Gibt es", schweres Atmen, "hier etwas umsonst?", fragte Michael und schaute verschwitzt zu Flocke, der nur ". da . ein . Müll . eimer." herausbekam und mit zittriger Hand auf die Parkbank kurz vor ihnen zeigte. Einige Sekunden später hatten sie sich gesetzt. Sie bekamen kaum noch Luft und waren schweißüberströmt. Michaels Herz raste, als wollte es ihm aus der Brust springen und der Schweiß brannte ihm in den Augen. Sein Freund beobachtete ihn. "Siehste, hättest du ein Schweißband, dann würde dir das Zeug nicht in die Augen laufen. Ich hätte hier noch eines." Er griff in die Tasche, zog das neonfarbene Teil hervor und wedelte damit vor der Nase seines Freundes, der kaum die Kraft hatte, es wegzuschlagen. "Lass mal. Ich glaube, eher erblinde ich von meinem Schweiß, als dieses grelle Ding um die Stirn zu tragen." Langsam ging es wieder mit dem Reden.

"Wer ist eigentlich auf die Idee mit dem Laufen gekommen? Das war ja wirklich bescheuert."

"Mensch Alter, du hattest doch gesagt, dass wir etwas in Sachen Sport machen sollten."

"Echt jetzt? Verdammt. Ich glaube, das war ."

". bescheuert! Das sagtest du bereits." Flocke grinste. "Vielleicht, sollten wir es einfach in Zukunft lassen und erstmal unsere Ernährung umstellen?"

"Gute Idee! Hätte ich selbst drauf kommen können." Michael schaute sich dann um. "Verdammt, es werden ja immer mehr Leute und es ist 9 Uhr und mitten in der Woche! Was haben die denn hier verloren?"

Michael blickte den Passanten neugierig nach.

"Vielleicht sollten wir unseren Lauf tatsächlich vergessen und schauen, was da los ist."

"Gar keine schlechte Idee. Wenn wir Glück haben, gibt es dort auch etwas zu essen."

"Mensch Alter, so viel zur Ernährungsumstellung." Flocke grinste breit und erhob sich.

Nach und nach wurden es immer mehr Menschen, die aus allen möglichen Richtungen in den Park und auf dessen Zentrum zuströmten. Von dort hörten sie leise Musik und Sprechproben in ein Mikrofon. "Test, eins, zwei" begleitete sie wie ein monotoner Marschbefehl.

"Links, zwo drei vier, links", begann Flocke und passte seinen Schritt an.

"Du musst auch wirklich überall auffallen. Mensch, die Leute gucken schon", stupste Michael seinen Freund in die Seite.

"Okay, ich höre ja schon auf, aber ich konnte mir den Gedanken nicht verkneifen. Du hast recht, mir tun schon die Füße weh - da brauche ich nicht noch marschieren."

"Recht so. Wegen unserer Kleidung fallen wir hier schon auf, da brauchen wir nicht noch dich als Clown." Michael schaute sich erneut um. Die Menschenmenge war bereits so groß geworden, dass ein Vorankommen nicht mehr möglich schien. "Hast du was von einer Demo im Park gehört?"

"Nö, hat vielleicht mit den kommenden Wahlen zu tun. Wenn die Partei doof ist, gehen wir einfach nach Hause. Hab echt keinen Bock auf Demo oder eine Art Parteitag."

"Vielleicht sollten wir einfach jetzt schon gehen. Ist echt voll hier."

Plötzlich vernahm Michael eine Stimme aus den Lautsprechern, die ihm das Blut in den Adern gefrieren ließ.

"Freunde, Bürger! Schön, dass Sie unserem Aufruf gefolgt sind, um die nationale Einheit zu demonstrieren, die es in diesen schweren Zeiten zu verteidigen gilt .", propagierte eine weibliche Stimme.

"Oh ja, komm, lass uns gehen, ich mag keine weiblichen Göbbels und Nazigelaber."

"Warte mal", fauchte Michael und hielt sich den Finger vor den Mund, weil die Umstehenden Flocke bereits böse anschauten. "Ich kenne diese Stimme. Das klingt voll nach Simone."

"Ach Quatsch. Die ist nicht mehr und überhaupt, so blöde war die doch nun auch nicht, sich für so einen Kram herzugeben. Das klingt wahrscheinlich nur so durch das Mikro und die Lautsprecher. Da klingen alle gleich. Lass uns gehen", flüsterte Flocke, der sich unwohl zu fühlen schien.

"Ja, komm. Ich werde mal nachher schauen, ob ich etwas herausbekomme. Wird bestimmt was im Netz zu finden sein. Aber vorerst weg hier." Michael drehte sich um und die beiden schoben sich durch die Menge. Weg vom Zentrum, weg von diesen Leuten und weg von diesem Gelaber.

Je weiter sie sich entfernten, desto besser wurde ihre Laune. Auf dem Parkplatz lachten sie schon wieder und machten sich über die Leute lustig, die sich sowas anhören wollten. Michael bemerkte jedoch, dass es erstaunlich viele Menschen waren, und das machte ihm ein wenig Angst. Vor allem, weil er noch immer an die ihm bekannte Stimme denken musste.

Flocke glaubte nicht, dass es Simone war. Egal, was Michael vorbrachte. Letztendlich beließen sie es einfach dabei. Er schlug seinem Freund vor, sich am Abend zu treffen und ein veganes Abendessen einzunehmen.

"Essen gehen klingt gut, aber wir sollten vielleicht unsere Frauen fragen, ob sie mitkommen möchten. Hab keine Lust auf Mecker!" Michael grinste und ergänzte: "Wir sollte uns abstimmen, wie viele Kilometer wir heute offiziell gelaufen sind, damit wir angeben können."

"Prima Idee. Also mit den Kilometern, meine ich. Natürlich werden wir die beiden Fragen, ob sie uns nicht begleiten möchten. Grillen fällt ja leider aus, wenn wir uns etwas gesünder ernähren wollen. Aber das Vegane hättest du mir ausreden können. Das ist doch so wie mit unserem Laufen heute Morgen. Macht keinen Spaß und Fleisch fehlt auch." Flocke schaute Michael an und gnickerte.

"Oder wir sagen, dass wir keine 10 Meter geschafft haben und noch einmal vernünftig essen müssen, um nicht wieder so zu schwächeln."

"Also doch Fleisch und Grillen?"

"Du magst neuerdings Insekten. Ich weiß nicht, wo es ein...

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