Hygiene für Pflegeberufe

 
 
Urban & Fischer (Verlag)
  • 5. Auflage
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  • erschienen am 21. Mai 2013
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  • 209 Seiten
 
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978-3-437-16841-3 (ISBN)
 

Das ideale Lehrbuch zum Thema Hygiene

Hygiene, eines der unentbehrlichen Fächer in der Ausbildung, ist mehr als die Prävention von Infektionskrankheiten. Sie beschäftigt sich mit allen Dimensionen, die Krankheit verursachen können und wird aufgrund der aktuellen hygienebedingten Probleme in Kliniken und Pflegeheimen zunehmend wichtiger.

Dieses Buch vermittelt Ihnen verständlich und praxisbezogen, wie Sie als Pflegende Ihre Patienten durch hygienegerechtes Arbeiten vor Infektionen schützen können und durch gesundheitsförderndes Verhalten Krankheit vermeiden helfen.

Es greift dabei auf fundiertes Wissen aus Krankenhaushygiene, Qualitätssicherung, Sozialhygiene, Umwelthygiene und Ernährungslehre zurück - lernfreundlich und praxisnah aufbereitet. Lernen und Wissen überprüfen: Wiederholungsfragen sorgen dafür, dass sich das Gelernte rasch einprägt!

Neu in der 5. Auflage: die hygienischen Besonderheiten in stationären Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten wurden berücksichtigt - damit folgt das Buch schon jetzt dem generalistischen Ansatz der Pflegeausbildung.

  • Deutsch
  • München
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  • Deutschland
  • 7,46 MB
978-3-437-16841-3 (9783437168413)
weitere Ausgaben werden ermittelt
1 - Front Cover [Seite 1]
2 - Hygiene für Pflegeberufe [Seite 4]
3 - Copyright [Seite 5]
4 - Abkürzungen [Seite 6]
5 - Abbildungsverzeichnis [Seite 7]
6 - Inhaltsverzeichnis [Seite 8]
7 - I - Medizinische Mikrobiologie und Infektionskrankheiten [Seite 12]
7.1 - KAPITEL 1 - Bakteriologie [Seite 14]
7.1.1 - 1.1 Einteilung der Bakterien [Seite 14]
7.1.2 - 1.2 Aufbau der Bakterien [Seite 15]
7.1.3 - 1.3 Physiologie der Bakterien [Seite 21]
7.2 - KAPITEL 2 - Virologie [Seite 24]
7.2.1 - 2.1 Einteilung der Viren [Seite 24]
7.2.2 - 2.2 Grundlagen der Virologie [Seite 24]
7.2.3 - 2.3 Nachweissysteme viraler Erkrankungen [Seite 25]
7.2.4 - 2.4 Prophylaxe und Therapie von Viruserkrankungen [Seite 25]
7.2.5 - 2.5 Prionen und Viroide [Seite 26]
7.3 - KAPITEL 3 - Mykologie [Seite 30]
7.3.1 - 3.1 Einteilung der Pilze [Seite 30]
7.3.2 - 3.2 Aufbau der Pilze [Seite 32]
7.3.3 - 3.3 Nachweissysteme für Mykosen [Seite 32]
7.3.4 - 3.4 Prophylaxe und Therapie von Mykosen [Seite 32]
7.4 - KAPITEL 4 - Parasitologie [Seite 34]
7.4.1 - 4.1 Grundlagen der Parasitologie [Seite 34]
7.4.2 - 4.2 Einteilung der Parasiten [Seite 34]
7.4.3 - 4.3 Prophylaxe und Therapie von Parasiten [Seite 35]
7.5 - KAPITEL 5 - Infektionslehre [Seite 38]
7.6 - KAPITEL 6 - Epidemiologie [Seite 40]
7.6.1 - 6.1 Grundbegriffe [Seite 40]
7.6.2 - 6.2 Ausbreitung von Infektionskrankheiten [Seite 40]
7.6.3 - 6.3 Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten [Seite 42]
7.7 - KAPITEL 7 - Chemotherapie [Seite 46]
7.8 - KAPITEL 8 - Mikrobiologische Diagnostik [Seite 48]
7.9 - KAPITEL 9 - Physiologische Flora [Seite 50]
7.10 - KAPITEL 10 - Wichtige Infektionskrankheiten [Seite 52]
7.11 - KAPITEL 11 - Nosokomiale Infektionen [Seite 66]
7.11.1 - 11.1 Entstehung von nosokomialen Infektionen [Seite 67]
7.11.2 - 11.2 Erreger nosokomialer Infektionen [Seite 69]
7.11.3 - 11.3 Erreger mit (Multi-)Resistenzen [Seite 77]
7.11.4 - 11.4 Verhütung nosokomialer Infektionen [Seite 81]
7.12 - KAPITEL 12 - Reinigung [Seite 88]
7.13 - KAPITEL 13 - Desinfektion [Seite 90]
7.13.1 - 13.1 Physikalische Desinfektion [Seite 90]
7.13.2 - 13.2 Chemische Desinfektion [Seite 92]
7.13.3 - 13.3 Routinemäßige Desinfektion [Seite 95]
7.14 - KAPITEL 14 - Sterilisation [Seite 104]
7.15 - KAPITEL 15 - Desinsektion [Seite 108]
7.16 - KAPITEL 16 - Isolierung bei Infektionskrankheiten [Seite 114]
8 - II-Organisation und Recht - Hygiene in der Pflege [Seite 118]
8.1 - KAPITEL 17 - Einführung in die Hygienearbeit [Seite 120]
8.2 - KAPITEL 18 - Geschichtliche Entwicklung [Seite 124]
8.3 - KAPITEL 19 - Einführung in die Sozialhygiene [Seite 130]
8.3.1 - 19.1 Organisation des öffentlichen Gesundheitswesens [Seite 131]
8.3.2 - 19.2 Internationale Institutionen [Seite 132]
8.3.3 - 19.3 Nationale Institutionen [Seite 134]
8.4 - KAPITEL 20 - Hygiene im Krankenhaus [Seite 140]
8.4.1 - 20.1 Der Patient in der Krankenhausorganisation [Seite 141]
8.4.2 - 20.2 Steuerung durch Qualitätsmanagement [Seite 147]
8.4.3 - 20.3 Der gesetzliche Rahmen der Krankenhaushygiene [Seite 153]
8.4.4 - 20.4 Hygienemanagement konkret [Seite 168]
8.4.5 - 20.5 Hygiene im Patientenumfeld [Seite 175]
8.5 - KAPITEL 21 - Hygiene in Alten- und Pflegeeinrichtungen [Seite 184]
8.5.1 - 21.1 Merkmale von Alten- und Pflegeeinrichtungen [Seite 184]
8.5.2 - 21.2 Infektionsgefahren [Seite 185]
8.5.3 - 21.3 Hygieneorganisation [Seite 185]
8.5.4 - 21.4 Personalhygiene [Seite 186]
8.5.5 - 21.5 Umgebungshygiene [Seite 187]
8.5.6 - 21.6 Lebensmittelhygiene [Seite 189]
8.5.7 - 21.7 Hygiene im Zusammenhang mit medizinisch-pflegerischen Maßnahmen [Seite 190]
8.5.8 - 21.8 Infektionsintervention [Seite 190]
8.6 - KAPITEL 22 - Hygiene in ambulanten Pflegediensten [Seite 194]
9 - Literaturverzeichnis [Seite 198]
10 - Kontakt- und Internetadressen [Seite 198]
11 - Index [Seite 200]
Kapitel 1

Bakteriologie


Obwohl Infektionskrankheiten seit Jahrtausenden bekannt sind, liegen exakte Kenntnisse zur Ätiologie (Ursachen der Krankheiten) nur wenig länger als einhundert Jahre vor. Wegbereitend war vor allem die Entwicklung optischer Hilfsmittel und damit das Sichtbarmachen kleinster Lebewesen. Namen wie Anthony van Leeuwenhoek, Louis Pasteur und Robert Koch sind untrennbar mit dieser Entwicklung verbunden. Nachdem gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu einer Reihe lange bekannter Krankheiten die verursachenden Erreger entdeckt wurden, gewann man auch Einblick in den epidemiologischen Ablauf. Damit begann die Erforschung der Immunität. Im 20. Jahrhundert wurden spezifische Chemotherapeutika und Antibiotika entwickelt, die unterstützt durch die erfolgreiche Entwicklung von Impfstoffen, die Mortalität bei Infektionskrankheiten entscheidend senkten. In den vergangenen Jahrzehnten sind weitere Fortschritte im Verständnis, in der Erkennung sowie in der Bekämpfung der Infektionskrankheiten erzielt worden. Auch in der Industrie haben, durch die Biotechnologie gefördert, die Mikroorganismen einen wichtigen Platz eingenommen, z. B. bei der Herstellung von Eiweißen und Vitaminen. Im Vergleich zur Gesamtzahl der in der Natur vorkommenden Arten von Mikroorganismen ist der Anteil menschenpathogener Krankheitserreger gering. Mikroorganismen, die in der Lage sind, Krankheiten hervorzurufen, sind: Bakterien Bakterienähnliche wie Chlamydien, Mykoplasmen, Rickettsien Viren Protozoen Pilze Prione (organische Gifte mit virusähnlichen Eigenschaften - Creutzfeld-Jakob-Krankheit)

1.1. Einteilung der Bakterien


MERKE Die Bakterien lassen sich aufgrund ihrer Form (Morphologie) einteilen (Abb. 1.1) in
Abb. 1.1 Grundformen der Bakterien. a: Haufenkokken (Staphylokokken). b: Kettenkokken (Streptokokken). c: Diplokokken (Neisserien). d: Plumpe Stäbchen (z. B. Enterobakterien). e: Bazillen. f: Klostridien. g: Spirochäten. [L126, L217] kugelförmige Zellen (Kokken), stäbchenförmige Zellen (Stäbchen), spiralförmige Zellen (Schraubenbakterien; Spirochäten). Außerdem lassen sich an den Kokken weitere Merkmale beobachten, z. B.: Haufenlagerung (Staphylokokken) Paarweise Lagerung (Diplokokken wie Gonokokken) Aneinanderlagerung wie Ketten (Streptokokken) Auch die Stäbchen können unterschiedliche Formen aufweisen, z. B. abgerundet, eckig, spitz, keulenförmig, lang, kurz oder plump. Mit der 1884 von dem dänischen Pathologen Hans Gram eingeführten Färbemethode, die den unterschiedlichen Zellwandaufbau ausnutzt, steht ein weiteres Einteilungsschema für die meisten Bakterien zur Verfügung: grampositiv oder gramnegativ. Unterschiede wie die Kolonieform, abweichende Stoffwechselleistungen, das Verhalten gegen Luftsauerstoff (aerob und anaerob), ob Sporen gebildet werden oder nicht oder ob Geißeln (Beweglichkeit) vorhanden sind oder nicht, führen zu weiteren Unterteilungen der Bakterien (Taxonomie). Unter Taxonomie versteht man die Zuordnung gleichartiger oder ähnlicher Bakterien in ein hierarchisch geordnetes System, das in Reich (Prokaryotae), Division, Klasse, Ordnung, Familie, Gattung (Genus) und Art (Spezies) eingeteilt ist. Anhand der Gattungs- und Artnamen (z. B. Staphylococcus aureus) und der beschriebenen Einteilungsschemata können medizinisch wichtige Bakterien identifiziert werden. Da die modernen molekularbiologischen Methoden neue Erkenntnisse über die Bakterien erbrachten, ist es zurzeit schwierig, eine gültige Systematik zu erstellen (Tab. 1.1).

Tab. 1.1

Humanpathogene Bakterien.


Sektion 1: Spirochäten, gramnegativ, spiralig gewunden

Spirochaetaceae

- Treponema pallidum

Nur beim Menschen, nicht kultivierbar Syphilis, drei Stadien

- Borrelia burgdorferi

Durch Zecken übertragen, kultivierbar Lyme-Borreliose, drei Stadien

- Borrelia afzelii

- Borrelia garinii

- Borrelia duttonii

Durch Zecken übertragen Endemisches Rückfallfieber

- Borrelia hermsii

Antigenvariabilität

- Borrelia recurrentis

Durch Kleiderläuse übertragen Epidemisches Rückfallfieber

Leptospira interrogans

Serogruppen und Serovare (z. B. icterohaemorrhagiae, pomona, grippotyphosa)

Leptospirose

Morbus Weil

Zoonose (Nager, Igel, Rind)

Sektion 2: Gramnegative Stäbchen, beweglich, gekrümmt, aerob/mikroaerophil

Campylobacteriaceae

- Campylobacter jejuni

Kultivierbar Enteritis

- Campylobacter fetus

Verschiedene Infektionen

Helicobacter pylori

Kultur schwierig, produziert viel Urease

Gastritis Typ B

Peptische Ulzera

Spirillum minus

Nicht kultivierbar Rattenbissfieber (Sodoku) Sektion 4: Gramnegative Stäbchen und Kokken, aerob

Pseudomonadaceae

Stäbchen, beweglich

Wundinfektionen, Infektionen bei Verbrennungen

Harnwegsinfektionen

Nosokomiale Infektionen

- Pseudomonas aeruginosa

Überall verbreiteter Wasserkeim,
bildet Pigmente

- Burkholderia cepacia

Häufig Mehrfachresistenz gegen Antibiotika

- Stenotrophomonas maltophilia

Legionellaceae

Stäbchen, beweglich, Spezialmedien für Kultur

- Legionella pneumophila

Häufigste Spezies, aquatische Biotope Legionärskrankheit, Pneumonie

Neisseriaceae

Diplokokken/Kurzstäbchen,

- Neisseria gonorrhoeae

Unbewegliche Kokken in Phagozyten Gonorrhö

- Neisseria meningitidis

Meningitis, Sepsis

Moraxellaceae

- Moraxella catarrhalis

Normalflora, Respirationstrakt Sinusitis, Otitis media bei Kindern

- Acinetobacter baumanii

Kurzstäbchen, überall vorkommend Nosokomiale Infektionen, häufig

- Acinetobacter calcoaceticus

Mehrfachresistenz gegen Antibiotika

Genera ohne Familie

- Brucella abortus

Kurzstäbchen, intrazellulär

Anspruchsvoll

Brucellose (Morbus Bang, Malta-Fieber)

- Brucella canis

- Brucella melitensis

Kurzstäbchen, intrazellulär

Anspruchsvoll

Zoonose

- Brucella suis

- Bordetella pertussis

Kokkoide Stäbchen

Unbeweglich

Nur beim Menschen

Keuchhusten

- Francisella tularensis

Kokkoide Stäbchen

Anspruchsvoll

Tularämie, Zoonose (Nagetiere) Sektion 5: Gramnegative Stäbchen, fakultativ anaerob

Enterobacteriaceae

Standort: Darm von Mensch und...

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