Hochzeit auf dem kleinen Apfelhof

 
 
beHEARTBEAT (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 1. Juli 2022
  • |
  • 224 Seiten
 
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978-3-7517-2053-3 (ISBN)
 

Große Freude auf dem Apfelhof: Kalle macht Oma Luise einen Heiratsantrag! Alle stürzen sich mit Feuereifer in die Vorbereitungen des großen Fests. Auch Emma, die dem Ganzen mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegensieht. Sie möchte ihren Lukas auch unbedingt endlich heiraten, aber der scheint zwischen Babywindeln und Tierarztpraxis gerade gar keinen Kopf dafür zu haben ...

Außerdem gibt es tierischen Zuwachs auf dem kleinen Hof: Lukas und seine neue Mitarbeiterin Miri retten ein verwahrlostes Alpaka. Das ganze Apfelhof-Team päppelt das Tier mit großer Hingabe auf. Doch ein Alpaka mehr bedeutet: Der Stall ist zu klein. Da muss Schreiner Sven einspringen - der Miri auf Anhieb besser gefällt, als sie zugeben will. Sie kann schließlich gerade keine Beziehung gebrauchen, weil sie nur ein paar Monate in Lukas' Praxis hilft. Außerdem hat Sven eine kleine Tochter und zwischen die beiden will Miri sich auf gar keinen Fall drängen. Wenn ihr Herzklopfen in Svens Nähe nur nicht immer ihre Zweifel übertönen würde.

Der vierte Band der warmherzigen Wohlfühlroman-Reihe um den kleinen Apfelhof in der Lüneburger Heide. Liebenswerte Figuren, turbulentes Liebeschaos und flauschige Alpakas.

eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.

weitere Ausgaben werden ermittelt

Seit Sonja Flieder lesen konnte, ließen sie die Faszination für Sprache und menschliche Beziehungen nicht mehr los. Sie wusste früh, dass sie Autorin werden wollte. Bereits mit siebzehn verfasste sie ihren ersten Roman. Nachdem sie durch Studium, Job und Familienplanung das Schreiben etwas aus den Augen verloren hatte, erfindet sie jetzt fast täglich neue Geschichten. Sie lebt mit ihrem Sohn in einem alten Bauernhaus in der Nähe von Köln.

Emma erlebt eine Überraschung


»Jetzt ist es an der Zeit!« Gärtner Kalle kratzte sich am Kopf. »Wenn ich noch länger warte, ist es vielleicht zu spät. Es muss endlich mal sein.«

Auf seine Worte erntete er verständnislose Blicke seiner Freunde, vor allem von seiner Gefährtin Oma Luise. Fast alle Mitglieder des Apfelhof-Teams saßen bei ihr in der Küche um den alten runden Tisch aus Massivholz. Lediglich Journalist Henning befand sich derzeit bei seinem Freund in Hamburg.

Wie gewohnt roch Luises langjährige Freundin Frida intensiv nach Patschuli und trug einen Kaftan, der heute neonpink war, womit er sich mit ihrem roten Schal biss. Neben ihr hielten Lisa und Moritz Händchen.

Dies hätte Emma gerne auch mit ihrem Verlobten Lukas getan, was die kleine Leonie erfolgreich zu verhindern wusste. Das acht Monate alte Baby saß auf Emmas Schoß und hielt jeweils einen Zeigefinger ihrer Eltern fest umklammert.

Es wäre Emma jedoch nie in den Sinn gekommen, sich darüber zu beschweren. Stattdessen warf sie ihrer Tochter immer wieder vernarrte Blicke zu, wobei ihr Herz mit unendlicher Liebe erfüllt war.

Der alte Bernhardiner Radetzky hatte es sich in seinem Korb gemütlich gemacht. Ebenfalls darin lag der einjährige Labrador-Retreaver-Mischling Bigfoot. Wie gewohnt sah er es nicht ein, mit seinem eigenen Korb vorlieb zu nehmen, weswegen er sich neben Rady gequetscht hatte, der es sich gutmütig gefallen ließ.

Da Kalle nach seinen kryptischen Worten nichts weiter sagte, hakte Emma nach. »Was genau möchtest du uns damit mitteilen?« Lächelnd strich sie Leonie mit ihrer freien Hand über eine Wange und drückte ihr einen Kuss auf den Scheitel.

Ihre Tochter wandte ihr das Gesicht zu und strahlte sie an. »Mama«, sagte sie.

Sofort hatte Emma ihre Frage vergessen. »Habt ihr das gehört?«, fragte sie aufgeregt. »Sie hat das erste Mal ,Mama' gesagt!«

Ihre Worte hätte sie sich sparen können, da bereits alle aufgeregt durcheinandersprachen und Leonie ausgiebig lobten. Bis auf Kalle, der ein wenig verzweifelt wirkte, wie Emma verwundert feststellte. Freute er sich denn nicht über das erste Wort der Kleinen?

Anscheinend war dem Baby die Aufmerksamkeit zu viel. Vehement strampelte Leonie mit den Beinchen und verlangte, auf den Boden gesetzt zu werden. Emma tat ihr den Gefallen, woraufhin ihre Tochter sofort zu Radetzky und Bigfoot krabbelte.

Beide Hunde rückten bereitwillig beiseite, sodass sie sich zwischen sie in den Korb quetschen konnte. Längst hatte Luise den Wünschen ihrer Urenkelin und Lisas Hund nachgegeben und einen großen Liegeplatz mit weichen Kissen besorgt, in der alle drei Platz fanden.

»Wie kommt ihr denn mit dem Hofladen voran?«, fragte Frida an Lisa und Moritz gewandt. »Ich kann es kaum erwarten, bei euch einzukaufen.« Bei ihren Worten fuchtelte sie wild mit den Armen, wobei sie eine Patschuliwolke verströmte, die Emma fast zum Niesen brachte.

»Wir sind bald fertig.« Lisa strahlte. »Jetzt fehlen nur noch die Möbel, ein ordentlicher Anstrich und die üblichen, zeitfressenden Kleinigkeiten. Vielen Dank auch für den Tipp mit Sven. Seine Ausstellungsstücke sind wirklich toll, und er wird uns die besten Möbel machen, die ein Hofladen je gehabt hat.«

»Stimmt«, sagte Moritz und nickte zustimmend. »Er ist ein netter Kerl und durfte sogar Lisa zur Begrüßung umarmen.«

Die anderen lachten. Allen war allzu gut in Erinnerung, dass die beiden wegen eines Missverständnisses fast nicht zusammengekommen wären, wobei eine harmlose Umarmung eine entscheidende Rolle gespielt hatte.

Nur Kalle wirkte abwesend, ganz so, als würde er ihrer Unterhaltung gar nicht folgen. Emma sah, dass er mehrmals ansetzte, um etwas zu sagen. Jedes Mal schloss er den Mund wieder, wobei er zunehmend verzweifelt wirkte.

»Herrgott noch mal, jetzt lasst mich auch mal reden!«, rief er kurz darauf, womit er Lisa unterbrach, die gerade erzählte, wie die Möbel aussehen sollten.

Für seine Worte erntete er einen strengen Blick von Oma Luise. »Welche Laus ist dir denn über die Leber gelaufen? Hast du etwa ein bisschen zu viel selbst gebrannten Apfelschnaps erwischt?«

»Nein, natürlich nicht. Es ist nur ...« Mit verlegener Miene fuhr sich Kalle durch seine schlohweiße Mähne, die er damit gehörig durcheinanderbrachte. Er griff nach seinem Strohhut, der vor ihm auf dem Tisch lag und begann, ihn mit den Händen zu kneten.

»Raus mit der Sprache!«, befahl Luise. »Jetzt sind wir alle ganz Ohr, also lass dir nicht jedes Wort aus der Nase herausziehen, oder befürchtest du, jemand verbietet dir den Mund?«

Lukas feixte. »Schon erstaunlich, wie viele Körperteile du in einem Satz unterbekommst.«

»Lass den armen Mann endlich zu Wort kommen«, sagte Emma und boxte ihn leicht in die Seite. »Schau, er wird vor Anstrengung schon ganz rot im Gesicht.«

Ihren gutmütigen Spott schien Kalle gar nicht zur Kenntnis zu nehmen. Stattdessen rutschte er auf seinem Korbstuhl hin und her. Dabei wirkte er, als wäre ihm äußerst unbehaglich zumute.

»Wenn du nicht gleich etwas sagst, frage ich Lisa und Moritz weiter nach dem Hofladen aus.« Spielerisch drohte Frida ihm mit einem Zeigefinger.

»Ist ja schon gut.« Umständlich erhob sich Kalle und kramte in den Taschen seiner Gärtnerkleidung. »Wo hab ich es denn?«, murmelte er.

Je länger es dauerte, desto finsterer blickte er drein. Emma beobachtete ihn gespannt. Was sein seltsames Verhalten wohl sollte? Sie wollte schon fragen, als sich seine Miene wieder erhellte.

»Ähm, ja ... ich wollte ...« Kalle blickte zu Oma Luise. »Willst du mich heiraten?«, nuschelte er so schnell, dass Emma ihn kaum verstand.

Ihre Augen weiteten sich ebenso wie die ihrer Großmutter. Luise presste sich beide Hände vor den Mund, wobei ihr die Überraschung deutlich ins Gesicht geschrieben stand.

»Ist das dein Ernst?«, hauchte sie, während sich ihre Wangen zartrosa verfärbten.

»Würd ich sonst fragen?«, brummte Kalle.

Langsam nahm Luise die Hände vom Mund und begann zu strahlen. »Wie könnte ich bei einem derart charmanten Antrag Nein sagen?«

»Heißt das ...?«

»Ja, mein Lieber. Ja!«

Unter donnerndem Applaus und Begeisterungsrufen der anderen trat Luise zu Kalle. Sie zog ihn in eine Umarmung, die er unbeholfen erwiderte.

Als sie sich voneinander gelöst hatten, wischte sich Kalle mit einer Hand über die Stirn. »Bin ich froh, dass das jetzt erledigt ist.«

Emma fing an zu lachen, und die anderen stimmten ein. Mit verwunderter Miene kratzte Kalle sich am Kopf. Es war offensichtlich, dass er keine Ahnung hatte, was seine Freunde in solche Erheiterung versetzte.

Um ihn nicht weiter in Verlegenheit zu bringen, sagte Emma schnell: »Du hast da eine Kleinigkeit vergessen. Schau mal auf deine rechte Hand.«

Kalle folgte ihrer Aufforderung und fing ebenfalls an zu lachen. »Du hast recht. Meiner lieben Luise den Ring zu geben, wäre noch hilfreich.«

Nachdem er die Schatulle aufgeklappt hatte, zog er den Ring heraus. Vorsichtig steckte er ihn an Luises linken Ringfinger, die ihn mit verzücktem Gesichtsausdruck musterte.

»Ist der schön«, hauchte sie. »Schaut euch mal den herrlichen Diamanten an.«

Sie streckte ihre Hand aus, damit die anderen den Ring bewundern konnten, was sie auch ausgiebig taten. Es hagelte regelrecht bewundernde Ausrufe.

»So viel Geschmack hätte ich dir gar nicht zugetraut«, sagte Luise und lächelte ihren zukünftigen Ehemann an.

»Sagen wir mal, ich hatte überaus kompetente Hilfe von der Mitarbeiterin im Juwelierladen.«

»Jetzt sind erst mal Apfelkuchen und ein Schlückchen Sekt fällig«, stellte Luise mit energischem Ton fest.«

Zufrieden rieb sich Frida die Hände. »Prima. Von mir aus kannst du Luise jeden Tag einen Heiratsantrag machen«, sagte sie an Kalle gewandt.

»Nie im Leben«, erwiderte er und prustete. »Das eine Mal war schon schwer genug. Ich kann froh sein, dass ich vor Aufregung keinen Herzklabaster bekommen habe.«

»Hat denn überhaupt jemand Sekt im Haus?«, fragte Moritz in die Runde. »Lisa und ich haben schon mal keinen da.«

»Ich habe zwei Flaschen im Kühlschrank stehen.« Während sie sprach, stand Frida bereits auf und schlüpfte in ihre Slipper, die sie der Bequemlichkeit halber ausgezogen hatte.

Da Frida nur wenige Minuten vom Apfelhof entfernt wohnte, dauerte es nicht lange, bis sie mit den Sektflaschen zurückkehrte.

Inzwischen hatten die anderen den Tisch gedeckt und einen Apfelkuchen daraufgestellt, der eigentlich für das Café in der ehemaligen Scheune gedacht war.

Wie Luise sagte, würde sie später einfach einen neuen backen.

Kurz darauf saßen die Freunde plaudernd am Tisch und ließen sich Kuchen und Sekt schmecken. Auf die bevorstehende Hochzeit stießen sie mehrmals an.

Als Emma zu ihrer Tochter und den Hunden blickte, sah sie, dass alle drei eingeschlafen waren. Einen Moment...

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