Der Best-Practice-Ratgeber für betriebliche Verbesserungsvorschläge. Mit Umsetzungskonzepten zur direkten Kostensenkung und Effizienzverbesserung in Unternehmen

 
 
Diplomica Verlag
  • 1. Auflage
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  • erschienen im August 2016
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  • 356 Seiten
 
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978-3-95934-470-8 (ISBN)
 
Dieses Buch soll Ihnen ein hilfreicher und praxisorientierter Ratgeber sein. Es richtet sich sowohl an Firmeninhaber als auch an Mitarbeiter, die konkrete Impulse für betriebliche Verbesserungen und Ideen für das betriebliche Vorschlagswesen suchen. Hierbei wird in jedem einzelnen Konzept offengelegt, was das jeweilige Verbesserungsthema konkret ist, wie man es umsetzen kann, mit welchen Dienstleistern/Lieferquellen es umzusetzen wäre und wie der ROI (Return-of-Invest) einzuschätzen ist.
  • Deutsch
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  • 39 Abb.
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978-3-95934-470-8 (9783959344708)
3959344708 (3959344708)
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Christian Flick wurde 1979 in Melle (Niedersachsen) geboren. Neben nun 20-jähriger Berufserfahrung im Industrieeinkauf bei renommierten Unternehmen und einer dualen langjährigen selbständigen Tätigkeit im E-Commerce erwarb er im Jahr 2014 im Rahmen eines berufsbegleitenden Studiums den akademischen Grad des Master of Business Administration (MBA). Von der Motivation angetrieben, die betriebswirtschaftlichen Potenziale für diverse Unternehmen intensiv zu durchleuchten, entstand dieses praxisnahe Buch. Links zum Autor: www.christian-flick.de www.betrieblichesvorschlagswesen.de www.einkaufwissen.de www.buchportfolio.de Mathias Weber, geboren 1980, ist Gepr. IT-Projektleiter und blickt auf über 15 Jahre Erfahrung als Berater und Projektleiter in einer Web- und Kommunikationsagentur mit der Zielgruppe der mittelständischen Industrie zurück. Er lebt in der wirtschaftsstarken Region Ostwestfalen, wo sich Deutschlands Küchen- und Maschinenbaubranche konzentriert. Sein Schwerpunkt sind webbasierende Intranets für produzierende Unternehmen ab 100 Mitarbeitern, die interne Prozesse verschlanken und standardisieren, sowie die Einführung von E-Commerce-Plattformen für Hersteller von Markenartikeln und Großhändler. Links zum Autor: www.weberdev.de www.autor.weberdev.de www.betrieblichesvorschlagswesen.de www.buchportfolio.de
1 - Der Best-Practice-Ratgeber für betriebliche Verbesserungsvorschläge. Mit Umsetzungskonzepten zur direkten Kostensenkung und Effizienzverbesserung in Unternehmen [Seite 1]
1.1 - Vorwort [Seite 3]
1.2 - Inhaltsverzeichnis [Seite 5]
1.3 - Inhaltsverzeichnis nach Komplexitätsgrad / Einführungszeitraum [Seite 10]
1.4 - Inhaltsverzeichnis Umsetzungskonzepte A-Z [Seite 15]
1.5 - Abbildungsverzeichnis [Seite 19]
1.6 - Abkürzungsverzeichnis [Seite 21]
1.7 - Symbolerklärungen [Seite 23]
1.8 - Betriebliches Vorschlagswesen (BVW) [Seite 25]
1.9 - Kontinuierliche Verbesserungsprozesse (KVP) [Seite 28]
1.10 - Einführung im Unternehmen [Seite 32]
1.10.1 - Betriebliches Vorschlagswesen (BVW) [Seite 32]
1.10.2 - Kontinuierliche Verbesserungsprozesse (KVP) [Seite 35]
1.11 - Musterformular Betriebliches Vorschlagswesen [Seite 38]
1.11.1 - Formular [Seite 38]
1.11.2 - IT-Unterstützung [Seite 41]
1.12 - Autorenprofile [Seite 42]
1.12.1 - Christian Flick [Seite 42]
1.12.2 - Mathias Weber [Seite 43]
1.13 - Hinweis auf Internet-Blogs [Seite 44]
1.13.1 - betrieblichesvorschlagswesen.de [Seite 44]
1.13.2 - verbesserungsvorschlag24.com [Seite 44]
1.14 - Energieeffizienz [Seite 45]
1.14.1 - Bewegungsmelder in Waschräumen und Fluren integrieren [Seite 46]
1.14.2 - Elektroautos als Firmenwagenalternative anbieten [Seite 47]
1.14.3 - E-Mobilität für Mitarbeiter im Unternehmen aktiv fördern [Seite 49]
1.14.4 - Energiemanagement-Steuerung für Pausenzeiten aktivieren [Seite 51]
1.14.5 - Hallen- und Bürobeleuchtng auf LED-Technik umstellen [Seite 53]
1.14.6 - Heizungserneuerung im Unternehmen inkl. moderner Brenner- und Hitzestrahlertechnik [Seite 55]
1.14.7 - Optimiertes Ausdruckverhalten [Seite 57]
1.14.8 - Steuerbare elektronische Thermostate im Unternehmen verwenden [Seite 59]
1.14.9 - Stromerzeugung durch eigene PV-Anlage im Unternehmen [Seite 61]
1.14.10 - Warmluftrückführung durch Industrieventilatoren [Seite 63]
1.15 - Einkauf / Kostenmanagement [Seite 65]
1.15.1 - Abfallverdichtungskonzepte bewerten und im Unternehmen nutzen [Seite 66]
1.15.2 - Alternativen Briefzustelldienst nutzen, um Briefversandkosten im Unternehmen zu senken [Seite 68]
1.15.3 - Automat für persönliche Schutzausrüstung (PSA) im Betrieb integrieren [Seite 70]
1.15.4 - Bauteileprüfungen in Unternehmen vollautomatisch durchführen [Seite 72]
1.15.5 - Business-Reisebüros für Geschäftsreisen nutzen [Seite 74]
1.15.6 - C-Teile über Kanban-Systeme steuern [Seite 76]
1.15.7 - Einkaufspool-Netzwerk nutzen, um Kostensenkungen aktiv zu beschleunigen [Seite 78]
1.15.8 - Externe Aktenarchivierung einführen [Seite 86]
1.15.9 - Fluidmanagement im Unternehmen integrieren [Seite 88]
1.15.10 - Frachtkosten Benchmarking im Unternehmen betreiben [Seite 90]
1.15.11 - Herstellungsumstellung von Drehteilen auf Tiefziehteile [Seite 93]
1.15.12 - KfW-Förderkredite nutzen und Subventionen beantragen [Seite 98]
1.15.13 - Konsignationslager im Unternehmen einführen und einrichten [Seite 100]
1.15.14 - Kunststoffpaletten, Mehrwegboxen und Mehrwegsysteme nutzen [Seite 102]
1.15.15 - Lager- und Logistikoutsourcing an Dienstleister [Seite 104]
1.15.16 - Maschinen leihen statt kaufen [Seite 106]
1.15.17 - Mietwagen nutzen statt hohen Bestand an eigenen Fahrzeugen führen [Seite 108]
1.15.18 - Outsourcing unrentabler Bereiche im Unternehmen [Seite 110]
1.15.19 - Quick-Win-Themen als Einkaufsprojekte nutzen [Seite 112]
1.15.20 - RFID-Werkzeugverwaltung [Seite 114]
1.15.21 - Rückmietverkauf bei der Anschaffung von Maschinen verwenden [Seite 116]
1.15.22 - Stromkosten optimieren durch Kontrolle der Mengen- und Marktbewegungen [Seite 118]
1.15.23 - Telefonkosten im Unternehmen optimieren [Seite 121]
1.15.24 - Verkauf von Kunststoff-Recyclingwertstoffen [Seite 123]
1.15.25 - Wartungsvertrag in Firmen-Leasingverträge für Fahrzeuge integrieren [Seite 125]
1.15.26 - Werbemitteloutsourcing [Seite 126]
1.15.27 - Werkskurier zwischen mehreren Werken auslagern [Seite 127]
1.16 - IT-Prozesse / Technologie [Seite 129]
1.16.1 - Betriebsanleitungen für Maschinen und technische Anlagen digital verfügbar machen [Seite 130]
1.16.2 - Eigener Onlineshop trotz Händlernetz [Seite 132]
1.16.3 - Einführung einer Wettbewerbsprodukte-Datenbank [Seite 134]
1.16.4 - Einführung IT-gestützter Workflows [Seite 136]
1.16.5 - Einführung von Dokumenten-Management [Seite 138]
1.16.6 - Einsatz von EDI für Key Accounts [Seite 142]
1.16.7 - Einsatz von Product Information Management (PIM) [Seite 144]
1.16.8 - IT-gestützte Konfiguratoren im vertrieblichen Einsatz [Seite 148]
1.16.9 - Nutzung einer Vertragsdatenbank [Seite 151]
1.16.10 - Onlineconferencing - Videokonferenzen im Unternehmen nutzen [Seite 154]
1.16.11 - QR-Codes auf Produkten [Seite 156]
1.16.12 - Schulungsserver im Unternehmen integrieren [Seite 158]
1.17 - Projektmanagement [Seite 161]
1.17.1 - Besprechungen mit einem klaren Regelwerk strukturieren [Seite 162]
1.17.2 - Einführung von Projektmanagement [Seite 164]
1.17.3 - Einsatz eines strukturierten Problemlösungsprozesses [Seite 167]
1.17.4 - Einsatz von Kreativtechniken [Seite 170]
1.17.5 - Einsatz von Quality Gates in der Produktion [Seite 173]
1.17.6 - Kalkulationsfehler vermeiden [Seite 175]
1.17.7 - Kommunikation fördern [Seite 177]
1.17.8 - Nutzung von SWOT Analysen im Unternehmen [Seite 179]
1.17.9 - Risiken analysieren und überwachen [Seite 181]
1.17.10 - Schnellere Entscheidungen durch Management Summary [Seite 183]
1.17.11 - Umsetzung eines konsequenten Change Request Managements in Aufträgen [Seite 185]
1.17.12 - Verantwortlichkeiten klar definieren [Seite 188]
1.17.13 - Vertragsstruktur für das Unternehmen aufbauen [Seite 190]
1.17.14 - Verzögerungen durch fehlerhafte Fertigstellungsgrade vermeiden [Seite 192]
1.17.15 - Ziele SMART formulieren [Seite 194]
1.18 - Personalmanagement [Seite 197]
1.18.1 - Aktive Förderung von sportlichem Ausgleich der Belegschaft [Seite 198]
1.18.2 - Aktive Talentförderung durch Mentoren [Seite 200]
1.18.3 - Attraktive und erholsame Aufenthaltsräume schaffen [Seite 202]
1.18.4 - Auslobung zum Mitarbeiter des Monats [Seite 204]
1.18.5 - Azubi-Patenschaften entwickeln und Gruppendynamik nutzen [Seite 206]
1.18.6 - Besprechungen im Stehen führen [Seite 208]
1.18.7 - Betriebliche Zutrittskontrolle durch Transpondertechnik [Seite 210]
1.18.8 - Betriebsärztliche Vorsorge und Impfmaßnahmen organisieren [Seite 212]
1.18.9 - Betriebszeitung digital zur Verfügung stellen [Seite 214]
1.18.10 - Dienst-E-Bikes als win/win nutzen [Seite 215]
1.18.11 - Digitale Kommunikation in betrieblichen Lärmumgebungen [Seite 217]
1.18.12 - Digitale Zeiterfassungssysteme sinnvoll nutzen [Seite 219]
1.18.13 - Einführung einer Qualifikationsdatenbank [Seite 221]
1.18.14 - Einführung eines Unternehmensleitfadens [Seite 223]
1.18.15 - Einkaufsbündelungen für Mitarbeiter arrangieren [Seite 225]
1.18.16 - Employer Branding aktiv betreiben [Seite 227]
1.18.17 - Erste Hilfe-Kästen im Unternehmen professionalisieren [Seite 229]
1.18.18 - Gutscheine als Leistungsprämie für Mitarbeiter [Seite 231]
1.18.19 - Individuelle Teamförderung durch Team-Building-Maßnahmen [Seite 233]
1.18.20 - Individuellen Büromöbelkatalog für ein Unternehmen festlegen [Seite 235]
1.18.21 - Kontrollinstanz durch Scannen der einzelnen Fertigungsschritte [Seite 237]
1.18.22 - KVP- und BVW-Reporting an Mitarbeiter [Seite 239]
1.18.23 - Lean Board für Schichtwechseldatenaustausch nutzen [Seite 241]
1.18.24 - Maschinenpaten für Maschinen ernennen und Verantwortung definieren [Seite 243]
1.18.25 - Mitarbeitergespräche mit Zielvereinbarungen führen [Seite 245]
1.18.26 - Mitarbeiter-Ideen aufgreifen für individuelle Schulungen [Seite 247]
1.18.27 - Mitarbeitermotivation in der Produktion [Seite 249]
1.18.28 - Rekrutierungsprämie einführen [Seite 251]
1.18.29 - Rentner als Minijobber-Aushilfe im Unternehmen beschäftigen [Seite 253]
1.18.30 - Selbstleuchtende Flucht- und Notausgangsschilder [Seite 255]
1.18.31 - Täglicher Cateringwagen als Ersatz für Werkskantine [Seite 256]
1.18.32 - Unternehmensleitbild entwickeln und festlegen [Seite 258]
1.18.33 - Warn- und Sicherheitsaufsteller bei Bauarbeiten im Betrieb nutzen [Seite 260]
1.18.34 - Wie man Mitarbeiter zur Mitwirkung aktivieren [Seite 261]
1.19 - Außendarstellung [Seite 265]
1.19.1 - Einführung eines einheitlichen und hochwertigen Corporate Designs [Seite 266]
1.19.2 - Kennzeichenhalter mit Firmenwerbung [Seite 269]
1.19.3 - Microsites als obligatorische Komponente bei Anzeigenkampagnen [Seite 271]
1.19.4 - Roll-Ups als kostengünstiger Werbeträger im mobilen Einsatz [Seite 274]
1.19.5 - Social Media als gewichtiger Baustein von Marketing und Kundenkommunikation [Seite 276]
1.19.6 - Wikipedia Unternehmenseintrag erzeugen [Seite 280]
1.20 - Weitere Themen [Seite 281]
1.20.1 - Anschaffung von Kaffee- und Snackautomaten für Mitarbeiter und Kunden/Lieferanten [Seite 282]
1.20.2 - Begrüßungsmonitor im Eingang- und Empfangsbereich installieren [Seite 284]
1.20.3 - Besucherführungssysteme und Besucherausweise verwenden [Seite 286]
1.20.4 - Einsatz von Stoßschutzkanten [Seite 288]
1.20.5 - Fachbüchersammlung und Firmenbibliothek im Unternehmen [Seite 289]
1.20.6 - Feinstaubfilter für Drucksysteme [Seite 291]
1.20.7 - Feuerlöscher zielgerichtet warten und verwalten [Seite 292]
1.20.8 - Fußmattenmietservice im Unternehmen integrieren [Seite 294]
1.20.9 - Hygienekonzept und Schädlingsabwehrplan für Unternehmen erstellen [Seite 296]
1.20.10 - Inventaretiketten für Maschinen und Anlagegüter [Seite 298]
1.20.11 - Maschinenbelegungspläne und Effizienzstatistiken [Seite 300]
1.20.12 - Mehrwegputztücher mit Rückholservice verwenden [Seite 302]
1.20.13 - Nachbarschaftswache mit Prämie [Seite 304]
1.20.14 - Patentverwaltung durchführen [Seite 306]
1.20.15 - Soundsystem in Aufenthaltsraum und/oder Kantine integrieren [Seite 307]
1.20.16 - Trockenmittelbeutel zum Metallwarenschutz am Lager nutzen [Seite 309]
1.20.17 - Vernichtungs- und Sammelboxen für sensible Dokumente [Seite 311]
1.20.18 - Wartungs- und Reingiungspläne für Maschinen [Seite 313]
1.20.19 - youneo initiative als Wissensplattform im Unternehmen nutzen [Seite 315]
1.21 - Interviews [Seite 317]
1.21.1 - Interview mit "onepower - Der Einkaufspool" [Seite 318]
1.21.2 - Interview mit "VEA - Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V." [Seite 324]
1.21.3 - Interview mit "Hubert Niewels GmbH" [Seite 329]
1.21.4 - Interview mit "SDS Transport & Logistik" [Seite 333]
1.21.5 - Interview mit "youneo initiative" [Seite 337]
1.21.6 - Interview mit "Effizienz-Agentur NRW (EFA)" [Seite 341]
1.21.7 - Interview mit "Carl Nolte Technik GmbH" [Seite 346]
1.21.8 - Lieferantenempfehlung MB?ConsultMe [Seite 349]
1.22 - Fazit [Seite 351]
Textprobe:

Kontinuierliche Verbesserungsprozesse (KVP):

Das Betriebliche Vorschlagswesen (BVW) ist ein Teil der Kontinuierlichen Verbesserungsprozesse (KVP) im Unternehmen, sorgt es doch im Idealfall für ständig neue innovative Impulse auf konkreter Basis, die wiederum in Summe Verbesserungsprozesse abbilden. Auch können ursprüngliche reine Verbesserungsvorschläge KVP-Projekte initiieren, die langfristig bis stetig installiert werden.
Das generelle Wesen von KVP ist die Beständigkeit des Programms. Hier gibt es nicht einzelne Vorschläge, über die per übergreifender Beurteilung entschieden wird. Diese Prozesse sind im Einzelnen spezifischer und auf permanente bzw. regelmäßige Reflektion der routinierten Abläufe ausgelegt.
Dementsprechend wird in der Praxis auch nicht wie beim BVW ein unternehmensweites Gremium mit Mitgliedern vieler Fachbereiche definiert, sondern es werden KVP-Teams mit fachlich qualifiziertem Personal in spezifischen Bereichen gebildet, die sich ausschließlich mit Optimierungen in einem ihrer Haupttätigkeit nahen Segment beschäftigen. Dies kann z.B. ein KVP-Team für die Lackierstraße sein, das sowohl aus planenden als auch aus ausführenden Mitarbeitern in dieser Abteilung besteht. Allerdings kann es ebenfalls sinnvoll sein, ein gemischtes KVP-Team mit Mitarbeitern aus zwei aufeinander folgenden Produktionsbereichen zu bilden, die insbesondere die Prozesse an der Schnittstelle dieser Einheiten durchleuchten sollen.
Im Gegensatz zum BVW ist es hier keine freiwillige Leistung, Verbesserungspotentiale zu finden, sondern ein verpflichtender Part im Rahmen des Beschäftigungsverhältnisses dieser Personen. In der Folge finden in der Praxis regelmäßige Treffen der KVP-Teams statt, um über kürzlich aufgetretene Probleme, Lösungsvorschläge, freie Verbesserungsmöglichkeiten und Resultate erfolgter Änderungen zu beraten.
Sollte ein KVP-Team mehr als drei Mitglieder umfassen, ist es sinnvoll, einen geschulten Moderator einzusetzen, der die Teamsitzungen thematisch leitet, jedoch an dieser Stelle keine Führungskompetenz besitzt.
Wie bereits beschrieben steht bei KVP die Qualitätsverbesserung für Produkte, Prozesse und die Dienstleistung im Vordergrund. Kosteneinsparungen sind sekundär zu sehen. Die Mitglieder der KVP-Teams begeben sich bewusst auf die Suche nach Optimierungsmöglichkeiten und hinterfragen stetig den Status Quo.
Durch die Team-Komponente und Anwendung von Kreativitätstechniken (siehe auch Kapitel "Einsatz von Kreativtechniken" im Buch) können mit Hilfe der Gruppendynamik bessere konstruktive Lösungen gefunden werden, als wenn ein einzelner Fachverantwortlicher zuständig für laufende Verbesserungen wäre.
Ein weiterer Ratschlag für die KVP-Praxis ist, den strukturierten Problemlösungsprozess aktiv anzuwenden, der in diesem Buch im gleichnamigen Kapitel erörtert wird. Der kausale Zusammenhang von Ursache und Wirkung von Problemen steht im Vordergrund. Des Weiteren ist besonders die Erfolgskontrolle nach Anwendung einer Änderung hier obligatorisch. KVP-Teams müssen nicht zwingend frei heraus mögliche Optimierungspotentiale finden, sondern können sich bei ihrer Arbeit auf viele wertvolle Quellen stützen, die Anhaltspunkte für Fehlerquellen und nicht ideale Prozesse liefern, z.B. bei KVP-Teams in der Produktion:

Reports über Fehlproduktionen (qualitativ mangelhafte Chargen etc.).
Statistiken aus der unternehmensinternen Warenausgangskontrolle.
Mündliche Aussagen z.B. von Maschinenbedienern.
Konkrete Reklamationen von Kunden.
Statistiken aus ggf. eingesetzten Quality Gates.
Ergebnisse von Qualitätsaudits.
Für eine Entscheidung über die aktive Anwendung von KVP-Empfehlungen der Teams ist i.d.R. der fachlich zuständige Abteilungsleiter oder je nach Auswirkung von Änderungen die Geschäftsleitung einzubeziehen. Mit der Umsetzung werden wiederum die KVP-Teams beauftragt, welche nach Erfolgskontrolle die Dokumentation und das Reporting an die Entscheidungsebene zur Aufgabe haben.
Sollte man sich als Unternehmen die Einführung von KVP nicht selbst zutrauen, so gibt es die Möglichkeit, erfahrende KVP-Coaches zu beauftragen, die die Einführung planen und strukturieren, erste ausgewählte Mitarbeiter für einen späteren Multiplikatoreffekt schulen und dem Einführungsprozess für einen gewissen Zeitraum beratend zur Seite stehen. Sehr gute Basisinformationen finden Sie hierzu unter www.kvp.me.
Abschließend ist festzuhalten, dass natürlich auch bei KVP die Akzeptanz aller Beteiligten der größte Erfolgsfaktor ist. Zwar gibt es nicht wie beim BVW ein entgeltliches Anreizsystem, allerdings sollte das Unternehmen seinen Mitarbeitern und insbesondere den KVP-Teams die hohe Priorität und direkte Einflussnahme auf den Unternehmenserfolg kommunizieren, um die Teameffekte und die Motivation so hoch wie nur möglich zu gestalten.

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