Die langen Schatten der Sucht

Behandlung komplexer Traumafolgen bei erwachsenen Kindern aus Suchtfamilien
 
 
Klett-Cotta (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 22. August 2020
  • |
  • 288 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-608-20442-1 (ISBN)
 
Reden, fühlen, vertrauen - das praxisorientierte Behandlungskonzept

Neu: Betrachtung der diversen Spätfolgen unter dem Gesichtspunkt »Traumatisierung«

Kinder, die in Suchtfamilien aufwachsen, sind multiplen Belastungen und Traumata ausgesetzt: Vernachlässigung, Tabuisierung, Parentifizierung, Beschämung, Gewalt. Um in einer so feindlichen Umgebung zu überleben, lernen diese Kinder früh, sich anzupassen und eigene Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse zu verstecken und niemandem zu vertrauen. Als Spätfolge dieses Anpassungsprozesses leiden viele im Erwachsenenalter an diversen psychischen Störungen. Anhand ausführlicher Fallvignetten wird die ganze Bandbreite der typischen Erkrankungen in diesem Buch beleuchtet. Darauf aufbauend folgt eine Darstellung geeigneter Behandlungsmöglichkeiten, die auf einem flexiblen und prozessorientierten verhaltenstherapeutischen Repertoire basieren. Der therapeutische Leitgedanke lautet: »Reden, fühlen, trauen«, um die traumatischen Schemata abzumildern und persönliche Entwicklungsprozesse anzuregen.

Dieses Buch richtet sich an:
- PsychotherapeutInnen
- SuchttherapeutInnen
- SozialarbeiterInnen in Suchteinrichtungen
- SuchtberaterInnen
weitere Ausgaben werden ermittelt
Jens Flassbeck, Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut, Verhaltensund Gesprächspsychotherapie, ist in eigener Praxis in Bielefeld tätig, mit dem Schwerpunkt der Behandlung von erwachsenen Kindern und anderen Angehörigen von Suchtkranken.
1 - Cover [Seite 1]
2 - Inhalt [Seite 6]
3 - 1 Einführung [Seite 10]
3.1 - 1.1?Von stillen Kindern und Helferkindern [Seite 10]
3.1.1 - 1.1.1?Zum Zweck [Seite 11]
3.1.2 - 1.1.2?Zur Größenordnung [Seite 13]
3.1.3 - 1.1.3?Zur Problematik [Seite 14]
3.1.4 - 1.1.4?Zur Selbstbetroffenheit des Hilfesystems [Seite 17]
3.2 - 1.2?Komplexe Traumafolgestörungen [Seite 17]
3.3 - 1.3?Zur Behandlung [Seite 21]
3.3.1 - 1.3.1?Differenzierte Methodik und flexibles Therapeutenverhalten [Seite 22]
3.3.2 - 1.3.2?Individualisiertes, prozessorientiertes Vorgehen [Seite 24]
4 - 2 Belastungen und Traumata [Seite 28]
4.1 - 2.1?Stress [Seite 31]
4.1.1 - 2.1.1?Ausfallbedingte Mehrarbeit [Seite 31]
4.1.2 - 2.1.2?Krankenpflege [Seite 33]
4.1.3 - 2.1.3?Last der Verantwortung [Seite 34]
4.1.4 - 2.1.4?Achterbahn der Gefühle [Seite 37]
4.1.5 - 2.1.5?Krise als Normalität [Seite 38]
4.2 - 2.2?Emotionale Vernachlässigung [Seite 40]
4.2.1 - 2.2.1?Mangel an Liebe und Annahme [Seite 40]
4.2.2 - 2.2.2?Mangel an Responsivität und Invalidierung [Seite 43]
4.2.3 - 2.2.3?Alleingelassenwerden [Seite 47]
4.2.4 - 2.2.4?Tabuisierung und Sprachlosigkeit [Seite 48]
4.2.5 - 2.2.5?Wegschauen anderer und kein Schutz [Seite 52]
4.2.6 - 2.2.6?Disharmonie und Loyalitätskonflikt [Seite 54]
4.3 - 2.3?Soziale Beeinträchtigungen [Seite 56]
4.3.1 - 2.3.1?Familiäre Isolation [Seite 57]
4.3.2 - 2.3.2?Mangel an Anregungen und Aktivitäten [Seite 59]
4.3.3 - 2.3.3?Mangel an Ermutigung, Rückhalt und Autonomie [Seite 62]
4.3.4 - 2.3.4?Mangel an Grenzsetzung, Orientierung und Werten [Seite 64]
4.3.5 - 2.3.5?Mangel an Auseinandersetzung [Seite 67]
4.3.6 - 2.3.6?Überbehütung, Verwöhnung, Schonung [Seite 69]
4.4 - 2.4?Übergriffigkeiten [Seite 71]
4.4.1 - 2.4.1?Abwertungen [Seite 72]
4.4.2 - 2.4.2?Beschämung [Seite 73]
4.4.3 - 2.4.3?Beschuldigungen [Seite 75]
4.4.4 - 2.4.4?Abhängigkeit und Parentifizierung [Seite 77]
4.4.5 - 2.4.5?Misshandlungen und Missbrauch [Seite 81]
5 - 3 Bedingungen und Analyse [Seite 84]
5.1 - 3.1?Co-Abhängige Transmission [Seite 85]
5.2 - 3.2?Unerfüllte Grundbedürfnisse [Seite 87]
5.2.1 - 3.2.1?Grundbedürfnis Orientierung, Kontrolle und Autonomie [Seite 88]
5.2.2 - 3.2.2?Grundbedürfnis Lustgewinn und Unlustvermeidung [Seite 89]
5.2.3 - 3.2.3?Grundbedürfnis Bindung [Seite 90]
5.2.4 - 3.2.4?Grundbedürfnis Selbstwerterhöhung [Seite 91]
5.2.5 - 3.2.5?Plananalyse und Inkonsistenz [Seite 93]
5.3 - 3.3?Verletzte Schemata [Seite 98]
5.3.1 - 3.3.1?Abgetrenntheit und Ablehnung [Seite 103]
5.3.2 - 3.3.2?Beeinträchtigung von Autonomie [Seite 108]
5.3.3 - 3.3.3?Fremdbezogenheit [Seite 112]
5.3.4 - 3.3.4?Gehemmtheit und Genussfeindlichkeit [Seite 116]
5.4 - 3.4?Ressourcen [Seite 121]
5.4.1 - 3.4.1?Empathie, Fürsorge und Freundlichkeit [Seite 122]
5.4.2 - 3.4.2?Verantwortung und Verlässlichkeit [Seite 123]
5.4.3 - 3.4.3?Bescheidenheit und Engagement [Seite 124]
5.4.4 - 3.4.4?Belastbarkeit und Managerqualitäten [Seite 125]
6 - 4 Traumafolgestörungen [Seite 127]
6.1 - 4.1?Komplexe PTBS [Seite 129]
6.1.1 - 4.1.1?Wiedererleben [Seite 129]
6.1.2 - 4.1.2?Vermeidung und Gleichgültigkeit [Seite 131]
6.1.3 - 4.1.3?Übererregbarkeit und Schreckhaftigkeit [Seite 132]
6.1.4 - 4.1.4?Affektregulationsstörungen [Seite 133]
6.1.5 - 4.1.5?Selbstwahrnehmungsstörungen [Seite 134]
6.1.6 - 4.1.6?Beziehungsstörungen [Seite 134]
6.1.7 - 4.1.7?Dissoziative Störungen [Seite 135]
6.2 - 4.2?Weitere Traumafolgestörungen [Seite 136]
6.2.1 - 4.2.1?Anpassungsstörung [Seite 137]
6.2.2 - 4.2.2?Depressionen, Burnout, Ängste und Psychosomatik [Seite 138]
6.2.3 - 4.2.3?Persönlichkeitsakzentuierungen [Seite 139]
6.2.4 - 4.2.4?(Co-)Abhängige Probleme [Seite 139]
7 - 5 Methoden - Reden, trauen, fühlen! [Seite 143]
7.1 - 5.1?Therapeutische Beziehungsgestaltung [Seite 144]
7.1.1 - 5.1.1?Die Grundhaltung von Motivational Interviewing (MI) [Seite 145]
7.1.2 - 5.1.2?Komplementäre Beziehungsgestaltung [Seite 153]
7.1.3 - 5.1.3?Störungsspezifische Strategien der Beziehungsgestaltung [Seite 156]
7.1.4 - 5.1.4?Der Therapeut als erfahrbares Gegenüber [Seite 161]
7.2 - 5.2?Störungsmodell, Motivation und Ziele [Seite 164]
7.2.1 - 5.2.1?Mikroanalyse und Störungsmodell [Seite 165]
7.2.2 - 5.2.2?Problemaktualisierung [Seite 168]
7.2.3 - 5.2.3?Klärung von Motivation [Seite 170]
7.2.4 - 5.2.4?Ressourcenaktivierende Methoden [Seite 183]
7.2.5 - 5.2.5?Wertebasierte Methoden [Seite 187]
7.2.6 - 5.2.6?Therapieziele [Seite 189]
7.3 - 5.3?Depressionsbewältigung [Seite 194]
7.3.1 - 5.3.1?Aufbau positiver Aktivitäten [Seite 195]
7.3.2 - 5.3.2?Entspannung [Seite 197]
7.3.3 - 5.3.3?Genusstraining [Seite 200]
7.3.4 - 5.3.4?Kognitive Umstrukturierung [Seite 203]
7.3.5 - 5.3.5?Stressbewältigung [Seite 217]
7.3.6 - 5.3.6?Problemlösen [Seite 220]
7.4 - 5.4?Angstbewältigung [Seite 222]
7.4.1 - 5.4.1?Das therapeutische Setting als Exposition [Seite 223]
7.4.2 - 5.4.2?Sorgenexposition [Seite 225]
7.4.3 - 5.4.3?Entkatastrophisieren [Seite 228]
7.4.4 - 5.4.4?Sicherheitsverhalten abbauen und neue soziale Strategien ausprobieren [Seite 229]
7.4.5 - 5.4.5?Aufbau eines positiven, unabhängigen Selbstbildes [Seite 234]
7.4.6 - 5.4.6?Training sozialer und kommunikativer Kompetenzen [Seite 237]
7.5 - 5.5?Flexibilisierung persönlicher Erlebens- und Verhaltensmuster [Seite 242]
7.5.1 - 5.5.1?Körperorientierte Erlebensaktivierung [Seite 243]
7.5.2 - 5.5.2?Emotionsfokussierte Methoden [Seite 250]
7.5.3 - 5.5.3?Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) [Seite 261]
7.5.4 - 5.5.4?Schematherapie [Seite 276]
7.5.5 - 5.5.5?Plananalytische Reduktion von Inkonsistenz [Seite 284]
7.5.6 - 5.5.6?Selbstmanagement [Seite 288]
7.6 - 5.6?Traumabewältigung [Seite 291]
7.6.1 - 5.6.1?Stabilisieren und Distanzieren [Seite 292]
7.6.2 - 5.6.2?Traumaverständnis - dem Schrecken einen Namen geben [Seite 297]
7.6.3 - 5.6.3?Integration des verletzten Kindes [Seite 300]
7.6.4 - 5.6.4?Entwicklung eines Narrativs und Einordnen des Traumas [Seite 310]
7.7 - 5.7?Bewältigung (co-)abhängiger Probleme [Seite 318]
7.7.1 - 5.7.1?Absichtsbildung durch Diskrepanzen [Seite 320]
7.7.2 - 5.7.2?Motivorientierte Verhaltensanalysen abhängigen Verhaltens [Seite 326]
7.7.3 - 5.7.3?Rückfallprophylaxe [Seite 328]
8 - 6 Brief an ein stilles Kind [Seite 334]
9 - Literatur [Seite 338]
BISAC Classifikation

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