Erlösung

 
 
Random House ebook (Verlag)
1. Auflage | erschienen am 23. März 2011 | 528 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-05471-7 (ISBN)
 
Die Zeit ist ihr größter Feind

Für die junge Notärztin Ella Bach wird ein nächtlicher Routineeinsatz in Berlin zum Beginn eines Alptraums. Völlig unvorbereitet findet sie sich am Schauplatz eines Mordversuchs wieder, und das schrecklich zugerichtete Opfer - eine junge Französin - verschwindet noch in derselben Nacht spurlos aus der Notaufnahme der Charité. Als Ella am nächsten Tag auch ihren Rettungsassistenten und ehemaligen Liebhaber Max ermordet auffindet, begreift sie, dass sie einem Mörder in die Quere gekommen sind. Dass hinter dem Unbekannten mächtigere Feinde stehen, ahnt Ella allerdings erst, als auch die Polizei Jagd auf sie zu machen beginnt. Völlig auf sich allein gestellt, muss die Lebensretterin nicht nur ihr eigenes Leben retten, sondern auch die Französin finden. Die Spur führt in höchste Kreise der internationalen Bankenwelt ...



Claus Cornelius Fischer wurde 1951 in Berlin geboren und lebt heute in München. Er schrieb unter anderem für 'Die Welt' und 'Die Zeit' und ist seit 1976 freier Schriftsteller, Übersetzer und Drehbuchautor. 1989 war er unter anderem mit Günter Grass und Norbert Blüm Herausgeber der Satanischen Verse von Salman Rushdie in Deutschland. Seit 1989 hat er zahlreiche Romane und Drehbücher für Film ('Blueprint' mit Franka Potente) und TV ('Tatort') geschrieben. Sein Roman 'Goyas Hand' wurde für den aspekte-Literaturpreis nominiert. Nach 'Erlösung' (2011) ist 'Nukleus' sein zweiter Roman bei Blessing.
Deutsch
0,47 MB
978-3-641-05471-7 (9783641054717)
3641054710 (3641054710)
weitere Ausgaben werden ermittelt
39 (S. 313-314)

Ella fuhr schnell, aber nicht waghalsig. Sie hielt sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit und blieb auf der rechten Spur. Die Fahrbahn war eine schwarze Fläche, die dem Wagen aus der Dunkelheit entgegenflog. Die weißen Leitstreifen schienen auf dem Asphalt zu schweben, dann schossen sie heran und verschwanden wieder, zu rasch, um ihnen mit den Augen zu folgen. Der Citroën C5 glitt dahin wie eine luxuriöse, leise rauschende Raumkapsel durch die Schwärze des Alls.

Manchmal tauchte am Straßenrand überraschend eine Reklametafel oder ein grünes Hinweisschild im Scheinwerferlicht auf, aber sonst war die Nacht leer, und um diese Zeit gab es kaum Verkehr. Ella warf einen unauffälligen Blick in den Rückspiegel, um zu sehen, ob der andere Wagen noch da war. Der Wagen fuhr seit Paris hinter ihr her, immer im gleichen Abstand. Erst hatte sie gedacht, es seien Aufpasser, die der Anwalt ihr nachgeschickt hatte, um sie zu überwachen. Aber dann hatte der Fahrer mehrmals die Lichthupe betätigt, als legte er es darauf an, dass sie ihn bemerkte, und sie war schneller gefahren. Sie wollte nicht, dass etwas Unvorhergesehenes geschah. »Wir sind die ganze Zeit bei Ihnen«, hatte der Anwalt gesagt.

»Wenn Sie irgendwo halten, wo Sie nicht halten sollten, werden wir es bemerken. Denken Sie immer an Mademoiselle Schneider. Sie wird sterben, wenn Sie von Ihrem Auftrag abweichen. Sobald Sie Mont Saint-Michel erreichen, lassen Sie den Wagen stehen. Dort haben wir Männer, die Sie im Auge behalten. Sie erwarten Sie bei Tagesanbruch. Tun Sie immer genau, was ich Ihnen gesagt habe, dann bleibt Mademoiselle Schneider am Leben.«

Weiter voraus glitt eine erleuchtete Tankstelle heran. Ella beschloss, dort anzuhalten und zu sehen, was der Fahrer des anderen Wagens machte. Eine Tankstelle war unverdächtig; ihr Ortungssystem würde ihnen das sagen. Sie durfte nur nicht länger bleiben, als man brauchte, um sich frisch zu machen und einen Kaffee zu trinken. Wenn etwas Außerplanmäßiges passiert, rufen Sie uns an. Ella setzte den Blinker und kontrollierte kurz ihr Aussehen im Innenspiegel.

Schminke, Kopftuch und eine Brille mit ungeschliffenen Gläsern veränderten ihr Gesicht genug; bei Dunkelheit wies es kaum noch Ähnlichkeit mit den schlechten Fotos in den Zeitungen oder im Fernsehen auf. Am Abend hatte sie unter Laetitias Aufsicht das Kloster auf Mont Saint-Michel angerufen und sich mit Frère Rémy verbinden lassen. Der Mönch war zuerst auf der Hut gewesen, vorsichtig, obwohl Professor Barrault sich bereits mit ihm in Verbindung gesetzt hatte.

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