Theatralität und die Krisen der Repräsentation

DFG-Symposion 1999
 
 
J.B. Metzler (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 17. Februar 2016
  • |
  • VII, 623 Seiten
 
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978-3-476-05566-8 (ISBN)
 
Sowohl das 17. als auch das 20. Jahrhundert sind in der abendländischen Kultur von einer tiefgehenden Krise der Repräsentation geprägt. In beiden Epochen fungiert(e) Theater als eine Art kulturelles Modell, worauf einerseits der Topos vom Theatrum mundi hinweist und andererseits eine exzessive Verwendung von Theaterbegrifflichkeit in sämtlichen kulturellen Bereichen und in den Kulturwissenschaften. Damit erhebt sich die Frage, wie Theater jeweils auf die Krise der Repräsentation bezogen war und ist, und ob sich der von der Theaterwissenschaft erarbeitete Begriff der Theatralität für ihre Bearbeitung fruchtbar machen lässt. Die Beiträge des Bandes orientieren sich an den vier Aspekten, die für die einschlägigen Theorien der Theatralität konstitutiv sind: Performance/Aufführung, Inszenierung, Körperlichkeit und Wahrnehmung.
  • Deutsch
  • Stuttgart
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  • Deutschland
J.B. Metzler, Part of Springer Nature - Springer-Verlag GmbH
Bibliographie
  • 74,29 MB
978-3-476-05566-8 (9783476055668)
10.1007/978-3-476-05566-8
weitere Ausgaben werden ermittelt
Erika Fischer Lichte war Professorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Komparatistik und Theaterwissenschaft an den Universitäten Frankfurt am Main, Bayreuth, Mainzund an der Freien Universität Berlin.
  • Intro
  • Inhalt
  • Einleitung der Herausgeberin
  • I. Performance im 17. Jahrhundert
  • Andreas Kablitz (Köln): Einführung
  • Georg Braungart (Regensburg): Der Tod des Körpers des Herrschers: Begräbnisrituale als Zeichenprozesse
  • Roland Galle (Essen): Racine - oder die Ästhetisierung des Archaischen
  • Doris Kolesch (Berlin): Performanzen im Reich der Liebe: Die »Carte de Tendre« (1654)
  • Joachim Küpper (Wuppertal): Repräsentation und Real-Präsenz. Bemerkungen zum auto sacramental (Calderón: Pisquis y Cupido)
  • Armin Schäfer (Bayreuth): Der Souverän, die clementia und die Aporien der Politik. Überlegungen zu Daniel Caspar von Lohensteins Trauerspielen
  • Christopher J. Wild (North Carolina): Fleischgewordener Sinn: Inkarnation und Performanz im barocken Martyrerdrama
  • Axel Rüth (Köln): Diskussionsbericht
  • II. Inszenierung im 20. Jahrhundert
  • Hans-Georg Soeffner (Konstanz): Einleitung
  • Alois Hahn (Trier): Inszenierung von Unabsichtlichkeit
  • Karl-Siegbert Rehberg (Dresden): Bildinszenierungen als >institutionelle Performanz<: Begriffliche und theoretische Vorklärungen - Das Beispiel der Präsentation von Kunstwerken in und aus der DDR
  • Ulrich Port (Köln): »Pathosformeln« 1906-1933: Zur Theatralität starker Affekte nach Aby Warburg
  • Ralf Simon (Bonn): Medienwechsel der Theatralität? Zu Brechts Dreigroschenprojekt (Oper, Roman, Film, Prozeß)
  • Walter Moser (Montreal): Die Rückkehr des Barocks in der Gesellschaft des Spektakels
  • Ralf Simon (Bonn) / Dirk Taenzler (Konstanz): Diskussionsbericht
  • III. Wahrnehmung im 17. Jahrhundert
  • Helmar Schramm (Berlin): Einleitung
  • Anna Bergmann (Berlin): Massensterben und Todesangst im 17. Jahrhundert: Zur rituellen Leichenzergliederung im Anatomischen Theater
  • Rüdiger Campe (Essen): Die Einstellung des Zuschauers. >Admiratio< in den Gärten von Versailles und in der Royal Society zwischen 1660 und 1690
  • Annette Graczyk (Berlin): Repräsentanz und Performanz in der Bildenzyklopädie des Orbis sensualium pictus von Jan Amos Comenius
  • Martin Huber (München): Optik und Religion. Zum Wahrnehmungsmodus in Johann Amos Comenius' Via lucis
  • Florian Nelle (Berlin): Von der beobachteten zur inszenierten Natur - Descartes und der Regenbogen im Wasserglas
  • Wolfgang Schäffner (Berlin): Telemathische Repräsentation im 16. und 17. Jahrhundert
  • Jan Lazardzig (Berlin): Diskussionsbericht
  • IV. Körperlichkeit im 20. Jahrhundert
  • Gabriele Brandstetter (Basel): Einleitung
  • Anne Fleig (Berlin): Leibfromm: Der Sportkörper als Erlöser in Marieluise Fleißers Eine Zierde für den Verein
  • Michael Ott (München): »Unsere Hoffnung gründet sich auf das Sportpublikum«. Über Sport, Theatralität und Literatur
  • Stefan Rieger (Konstanz): Der bewegte Körper. Zur Theatralik von Mikrophonie und individueller Stimmführung
  • Ralph Poole (München): »The Ruined City Under My Skin«: Der gemarterte Körper im Theater Reza Abdohs
  • Gertrud Lehnert (Berlin): Der modische Körper als Raumskulptur
  • Inge Baxmann (Berlin): Zwischen Taylorismus und Esoterik: Inszenierungen des bewegten Körpers im frühen 20. Jahrhundert
  • Gottfried Boehm: Der Körper als Medium der Zeit. Mit Marginalien über bildnerische Theatralität
  • Elisabeth Bronfen (Zürich): Cross-Dressing
  • Jörg Wiesel (Basel): Diskussionsbericht
  • Personenregister

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