Windenergieprojekte an ertragsschwachen Standorten. Finanzierung und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen

 
 
Diplomica Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen im August 2016
  • |
  • 80 Seiten
 
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978-3-95934-464-7 (ISBN)
 
Im Rahmen der deutschen Energiewende soll der Ausbau der erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung bis zum Jahr 2035 auf 60% steigen. Dabei kommt der Windenergie an Land - als kostengünstige Sparte - große Bedeutung zu. Höchstwahrscheinlich werden im Rahmen des Ausbaupfades auch windschwächere Standorte genutzt werden müssen. Aktuell herrscht in der Politik eine kontroverse Diskussion, ob die Vergütungsätze für Anlagen an windschwachen Standorten angehoben oder sogar gänzlich abgeschafft werden sollten. Diese Studie verfolgt das Ziel, die Errichtung und den Betrieb von Windenergieanlagen an windschwachen Standorten in Deutschland auf Wirtschaftlichkeit unter aktuellen Bedingungen zu untersuchen. Um diese komplexe Themenstellung theoretisch beantworten zu können, wird in dieser Arbeit - unter Beachtung der technischen, rechtlichen, standortspezifischen und wirtschaftlichen Aspekte - ein fiktiver Windpark modelliert und anhand der eingeführten Bewertungsmethoden und unter Variation der Parameter ausgewertet. Dazu werden vorher technische Grundlagen, rechtliche Rahmenbedingungen, geeignete Finanzierungsmodelle, Risikomanagement, Risiko- und Kostensituation der Standorte, Methoden zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit und computergestützte Modellierung eingeführt und erläutert.
  • Deutsch
  • Hamburg
  • |
  • Deutschland
  • 37 Abb.
  • |
  • 37 Abb.
  • 3,92 MB
978-3-95934-464-7 (9783959344647)
3959344643 (3959344643)
weitere Ausgaben werden ermittelt
1 - Windenergieprojekte an ertragsschwachen Standorten. Finanzierung und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen [Seite 1]
1.1 - Kurzfassung [Seite 3]
1.2 - Inhaltsverzeichnis [Seite 4]
1.3 - Abkürzungsverzeichnis [Seite 6]
1.4 - Tabellenverzeichnis [Seite 6]
1.5 - Abbildungsverzeichnis [Seite 7]
1.6 - 1. Einleitung [Seite 9]
1.7 - 2. Technische Grundlagen: Erzeugung elektrischer Energiemittels Windenergieanlagen [Seite 11]
1.7.1 - 2.1 Entstehung des Windes [Seite 11]
1.7.2 - 2.2 Mittlere Windgeschwindigkeiten und Häufigkeitsverteilungen [Seite 13]
1.7.3 - 2.3 Theoretische und technische Grundlagen von Windkraftanlagen [Seite 16]
1.8 - 3. Ausgangspunkt Projektfinanzierung: Grundlagen und Risikomanagement [Seite 18]
1.8.1 - 3.1 Grundlagen der Projektfinanzierung [Seite 19]
1.8.2 - 3.2 Varianten der Projektfinanzierung [Seite 22]
1.8.3 - 3.3 Beteiligte an einer Projektfinanzierung [Seite 23]
1.8.4 - 3.4 Risikomanagement bei Projektfinanzierungen [Seite 24]
1.8.5 - 3.5 Risikoallokation im Rahmen der Projektfinanzierung [Seite 26]
1.8.6 - 3.6 Stabilität und Auskömmlichkeit des Cashflows: Bewertung anhand von DSCR, LLCR, Kapitalwert und internen Zinssatz [Seite 29]
1.8.7 - 3.7 Berücksichtigung von Risiko bei der Bewertung von Projekten [Seite 32]
1.9 - 4. Risikostruktur von onshore Windenergieprojekten: Identifikation von und Umgang mit Einzelrisiken [Seite 34]
1.9.1 - 4.1 Rechts- und Regulierungsrisiko [Seite 35]
1.9.2 - 4.2 Ressourcenrisiko [Seite 36]
1.9.3 - 4.3 Fertigstellungsrisiko [Seite 38]
1.9.4 - 4.4 Betriebsrisiko [Seite 40]
1.10 - 5. Finanzierungsplanung und Wirtschaftlichkeitsberechnungeines fiktiven Windenergieprojekts an einem ertragsschwachen Standort [Seite 42]
1.10.1 - 5.1 Basisdaten und getroffene Annahmen der Untersuchung [Seite 42]
1.10.2 - 5.2 Würdigung der Einzelrisiken [Seite 45]
1.10.3 - 5.3 Abgleich der Ertragsberechnung mit dem Referenzertrag der Anlage [Seite 48]
1.10.4 - 5.4 Kapitalflussprognose [Seite 49]
1.10.5 - 5.5 Analyse per Szenario-Technik [Seite 51]
1.10.6 - 5.6 Kapitalwert at Risk [Seite 54]
1.10.7 - 5.7 Break-even Analyse [Seite 57]
1.10.8 - 5.8 Auswertung der Ergebnisse [Seite 59]
1.11 - 6. Fazit und Ausblick [Seite 61]
1.12 - Literaturverzeichnis [Seite 63]
1.13 - Anhangsverzeichnis [Seite 67]
Textprobe:

Kapitel 5.5 Analyse per Szenario-Technik:

Die klassische Dreifachrechnung geht von extremen Abweichungen von den Planwerten aus. Gleichzeitig hat diese Methode den Nachteil, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit der Extremfälle nicht ermittelt werden kann. Im Rahmen dieser Untersuchung wurde auch die Simulation (vgl. 5.6) zur Analyse angewendet. Somit war es möglich, den Extremfällen Eintrittswahrscheinlichkeiten zuzuordnen. Da Ergebnis war, das die extremsten Fälle (anhand des Kapitalwerts) Eintrittswahrscheinlichkeiten von weniger als 0,01% haben und somit wahrscheinlich nie eintreten werden. Deshalb wurden für den Best- und Worst-Case Situationen gewählt die den P5 und P95 Werten entsprechen und somit die besten und schlechtesten fünf Prozent des Kapitalwerts at Risk darstellen.
Worst-Case-Szenario:

Für das Worst-Case Szenario wurde der Nettoenergieertrag auf ein Niveau von 88% abgesenkt und beläuft sich auf 25.702.159 kWh. Die Betriebskosten in beiden Dekaden wurden um 20% erhöht, sodass der Anfangswerte der ersten zehn Jahre bei 709.379? und in der zweiten Dekade bei 792.654? liegen. Der Kapitalwert ist auf 1.025.000? abgesunken und entspricht dem Wert der die schlechtesten fünf Prozent des Kapitalwerts at Risk (vgl. Abbildung 17). Dies ist nur eine der Situationen um o.g. Kapitalwert zu erhalten, es hätten auch andere Parameter abgewandelt werden können. Die Bandbreite der schlechtesten fünf Prozent liegt zwischen -6.395.000? und 1.025.000?.
Für den betrachteten Fall ist es aus Sicht der Sponsoren positiv, auch im Worst-Case noch einen positiven Kapitalwert zu haben. Der Worst-Case dient aber vor allem den Fremdkapitalgebern als Bewertungsgrundlage (vgl. Abschnitt 3.5) [.].
Somit ist vor allem der Verlauf des DSCR interessant. Abbildung 18 stellt die Verläufe des DSCR und des LLCR im Worst-Case dar. Die Bedienung des Schuldendienstes ist in den ersten 16 Jahren allein durch den Cashflow möglich, im letzten Jahr sinkt der DSCR aber unter das kritische Niveau von 1,00 ab. Weiterhin ist die Deckung mit 1.01 im dritten Jahr sehr dünn und auch in den darauf folgenden Jahren wird maximal ein DSCR von 1,22 erreicht. Auch der LLCR fällt vor der letzten Tilgung unter das kritische Niveau von 1,00 [.].
Es ist davon auszugehen, dass die Fremdkapitalgeber die Kreditvergabe anhand der vorliegen Situation nicht ohne verbindliche Zusage zum Aufbau einer Schuldendienstreserve seitens der Sponsoren genehmigen werden. Da mitunter nicht klar ist, ob die Bank den Projektcashflow als stabil oder nicht stabil ansieht, wurde der Aufbau einer Schuldendienstreserve vorgenommen, sodass der DSCR mit Schuldendienstreserve Werte von 2,00 annimmt. Dieses Vorgehen wurde auch auf den Base-Case übertragen.
Best-Case-Szenario:

Im Best-Case wurden die besten 5% des Kapitalwerts at Risk untersucht, wobei der untere Wert der Bandbreite von 9.099.000? bis 15.184.000? zur Untersuchung herangezogen wurde.
Dieser Wert stellt sich z.B. ein, wenn der Nettoenergieertrag auf ein Niveau von 110% steigt und die Betriebskosten der beiden Dekaden auf 80% absinken. Aus Sicht der Sponsoren ist es erfreulich, dass Sie eine fünf prozentige Chance haben den pessimistisch berechneten Kapitalwert des Base-Case mindestens zu verdreifachen.

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