Mit dir kommt das Glück

Bianca Band 1766
 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 8. Januar 2011
  • |
  • 144 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Adobe DRM | Systemvoraussetzungen
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-86349-447-6 (ISBN)
 
Mitten in der Nacht bekommt sein Baby hohes Fieber - Witwer Lucas Wingate ist froh, dass Kinderärztin Nikki keinen Hausbesuch scheut. Als sie seine Tochter versorgt und seine Sorgen zerstreut hat, schaut Lucas die Ärztin zum ersten Mal richtig an - und meint, ein Blitz würde in sein Herz einschlagen! Nikkis Lächeln ist so bezaubernd, ihre Figur so hinreißend, ihre blauen Augen strahlen so verheißungsvoll! Aber Lucas kann seinen Gefühlen nicht nachgeben. Zu groß ist seine Angst, wieder verletzt zu werden. Doch die süße Nikki bringt seinen Vorsatz nach und nach ins Wanken ...
  • Deutsch
  • 0,43 MB
978-3-86349-447-6 (9783863494476)
3863494474 (3863494474)

1. KAPITEL

Bevor sie ihren Plan in die Tat umsetzte, wollte Maizie ihrer Tochter noch eine letzte Chance geben.

Sie wusste genau, wie beschäftigt Nikki in ihrer eigenen Kinderarztpraxis und mit den ehrenamtlichen Einsätzen im Krankenhaus war. Also hatte sie das Lieblingsessen ihrer Tochter gekocht und sich damit auf den Weg zu ihrem Haus gemacht.

Aber offensichtlich war Nikki mal wieder beruflich aufgehalten worden. Maizie wartete fast eine Stunde, bis ihre Tochter endlich mit ihrem Auto in die Einfahrt bog.

Nikki war überrascht, ihre Mutter mit einer blauen Auflaufform zu Füßen vor ihrer Haustür anzutreffen. Sie kurbelte die Fensterscheibe herunter, und prompt blies der Wind ihr das blonde Haar ins Gesicht. Sie fischte eine feucht gewordene Strähne aus dem Mund. "Waren wir heute verabredet?", rief sie Maizie zu, stellte den Motor ab und stieg aus dem Wagen.

Maizie bückte sich und hob die Form auf. "Nein, das ist ein Spontanbesuch", rief sie fröhlich.

Nikki sah Maizie prüfend an. Ihre zusammengekniffenen Augen hatten das gleiche Blau wie die ihrer Mutter. Schon seit Nikkis Studienabschluss war Maizie nicht mehr unangemeldet bei ihr aufgetaucht. Dieser Überraschungsbesuch hatte bestimmt nichts Gutes zu bedeuten. "Tut mir leid, dass ich so spät komme", entschuldigte sie sich. "Wartest du schon lange hier?"

"Nein, nicht besonders", log Maizie.

Nikki warf einen Blick auf die Schmorpfanne. Vorsicht vor Müttern mit Geschenken!

Sie schloss die Haustür auf, und Maizie begab sich schnurstracks in die Küche. Für Nikkis Geschmack wirkte sie ein kleines bisschen zu gut gelaunt. Dann kam ihr plötzlich ein Gedanke.

"Hast du gestern etwa wieder mit Tante Cecilia und Tante Theresa gepokert?", fragte sie, während sie die Tür hinter sich ins Schloss fallen ließ.

"Wir spielen doch jede Woche", antwortete Maizie unschuldig.

Nikki wusste, dass das Pokerspiel der drei Frauen nur ein Vorwand für den Austausch von Klatsch und Informationen war. "Du brauchst mir nichts vorzumachen, Mom. Ich weiß genau, was ihr in Wirklichkeit tut."

Maizie stellte den Bräter auf den Tisch und legte sich mit einer dramatischen Geste die Hand auf die Brust. "Großer Gott, ist das wahr? Ich möchte wirklich nicht schuld sein, wenn diese armen Männer verhaftet werden."

"Männer?", fragte Nikki. Rasch holte sie zwei Teller aus dem Schrank. "Was für Männer?" Anschließend nahm sie Besteck aus einer Schublade und warf ihrer Mutter über die Schulter einen fragenden Blick zu. "Wovon um alles in der Welt redest du?"

Maizie hob den Deckel von der Pfanne. "Die Männer, die mit uns Strippoker spielen natürlich", antwortete sie trocken. "Wovon sollte ich wohl sonst reden?"

Nikki griff sich eine Flasche Wasser aus dem Kühlschrank. "Mom, du bist völlig verrückt, weißt du das eigentlich?"

"Das bin ich nicht! Aber selbst wenn, könnte mir niemand einen Vorwurf daraus machen. Einsame Menschen werden nun einmal verrückt", antwortete Maizie, während sie ihrer Tochter die Wasserflasche aus der Hand nahm.

"Einsam? Jeder Wildfremde schüttet dir doch sofort sein Herz aus." So war es, seit Nikki denken konnte. Ihre Mutter strahlte etwas aus, das selbst völlig Unbekannte zum Reden ermunterte. Und Maizie unternahm nichts, um sie daran zu hindern.

Maizie zuckte die Achseln. "Das zählt nicht."

"Was zählt denn dann?" Aber Nikki wusste schon, worauf ihre Mutter hinauswollte. Denn darauf liefen alle ihre Gespräche hinaus. "Kinder?", fragte sie.

"Allerdings!", sagte Maizie mit Nachdruck.

"Schön", antwortete Nikki mit ausdrucksloser Miene. "Du kannst mich ja morgen zur Arbeit begleiten und dich nach Herzenslust unter meine Patienten mischen."

Maizies Lächeln erstarb. "Das sind die Kinder anderer Leute."

"Trotzdem sind es Kinder." Nikki legte Servietten auf den Tisch.

"Das ist nicht das Gleiche." Maizie blieb stur. "Bist du etwa damit zufrieden, dich immer nur um den Nachwuchs anderer Leute zu kümmern? Willst du denn nie ein eigenes Kind?"

Nikki verdrehte die Augen. Nicht schon wieder! "Doch, ich hätte sehr gern eigene Kinder. Und so Gott will, werde ich auch welche bekommen", versicherte sie Maizie. "Aber in der Zwischenzeit mache ich etwas Sinnvolles mit meiner Zeit. Mom, ich liebe dich mehr als alles auf der Welt, aber ich wünschte, du würdest mich endlich mit dem Kinderthema in Ruhe lassen."

Maizie schüttelte traurig den Kopf. "Ich fürchte, ich habe dich viel zu lange damit in Ruhe gelassen."

"Das sehe ich anders", antwortete Nikki energisch, fest entschlossen, das Thema zu wechseln. "Komm schon, Mom", drängte sie. "Lass uns einfach essen und über etwas anderes unterhalten." Sie zeigte auf den Topf. "Der Braten duftet köstlich."

"Er ist längst abgekühlt", widersprach Maizie. "Ich habe eine Stunde lang auf dich gewartet."

"Ich dachte, du bist gerade erst gekommen?"

"Das war gelogen. Aber nur ausnahmsweise", fügte Maizie hastig hinzu.

"Ach so", ging Nikki über die Flunkerei hinweg. Sie erklärte stattdessen lieber, was sie aufgehalten hatte. "Mrs Lee hat vorzeitig Wehen bekommen. Es ist ihre erste Geburt. Sie hatte sich noch keine Kinderärztin gesucht, und Larry rief mich an, als ich gerade die Praxis verlassen wollte."

Maizie wurde sofort hellhörig. "Larry? Meinst du etwa Larry Bishop?"

Nikki erkannte zu spät, dass sie mit ihrer Bemerkung ein Minenfeld betreten hatte. Sie und der Gynäkologe waren einige Monate lang ein Paar gewesen. Dann hatte sie einsehen müssen, dass Larrys Beziehungskonzept darin bestand, dass er sich mit jeder Frau traf, während sie zu Hause auf ihn wartete.

"Ja, Mom", antwortete Nikki geduldig. "Larry Bishop."

"Wie geht es ihm denn?", bohrte ihre Mutter nach.

"Er ist inzwischen verlobt", berichtete Nikki und stellte den Bräter in die Mikrowelle.

Maizie rutschte auf ihrem Stuhl herum. "Für immer?", fragte sie.

"Nein, er wird es bestimmt irgendwann satthaben, verlobt zu sein, und dann wird er heiraten." Seine Frau tut mir jetzt schon leid, dachte sie bei sich. Sie drehte sich zu ihrer Mutter um und lehnte sich gegen die Arbeitsplatte. "Mach nicht so ein Gesicht, Mom. Hat Grandma dir nicht gesagt, dass Grimassen festwachsen können, wenn man nicht aufpasst?", witzelte sie.

"Kann schon sein, aber ich war zu beschäftigt mit meinem Kind, um ihr zuzuhören", antwortete Maizie gereizt. "Dir ist doch wohl klar, dass deine biologische Uhr tickt?"

Wie waren sie nur schon wieder bei diesem Thema gelandet? "Ich weiß, Mom. Ich verspreche dir hoch und heilig, dir noch rechtzeitig ein Enkelkind zu schenken, und wenn ich dafür eines stehlen muss."

"Hervorragend - meine Tochter, die Kidnapperin!"

"Jeder braucht etwas, worauf er sich freuen kann", erwiderte Nikki fröhlich. In diesem Augenblick klingelte die Mikrowelle. Nikki nahm ein Paar Topfhandschuhe, zog den Bräter heraus und brachte ihn zum Tisch. Dann setzte sie sich wieder. "Und? Was gibt es Neues in deinem Leben?", fragte sie, während sie sich ein großes Bratenstück auf ihren Teller lud.

"Meinst du abgesehen von meiner respektlosen Tochter?"

"Das ist doch nichts Neues", antwortete Nikki, schluckte den ersten Bissen hinunter und lächelte genießerisch. "Mmmh, schmeckt das lecker!", rief sie begeistert. "Ich hatte ganz vergessen, wie gut dein Schmorbraten ist."

Maizie witterte sofort ihre Chance. "Ich verspreche dir, jeden Abend für dich zu kochen, wenn du erst einmal verheiratet bist."

Früher hätte Maizie ihre Tochter mit ihrer Hartnäckigkeit zur Weißglut gebracht, aber inzwischen hatte sie sich schon fast daran gewöhnt. Daher lachte Nikki nur. "Danke, nicht nötig. Außerdem bin ich beruflich viel zu eingespannt für einen Ehemann." Nach mehreren Missgriffen in Sachen Männer hatte sie sich inzwischen ganz gut damit arrangiert, allein zu sein. "Kein Mann will schließlich mit einer florierenden Praxis konkurrieren."

"Deine Patienten werden irgendwann erwachsen", beharrte ihre Mutter. "Dann ziehen sie einfach weiter."

Nikki verstand Maizies Sorge, dass sie irgendwann allein zurückbleiben würde. "Dann kommen eben neue", antwortete sie.

"Auch die werden irgendwann erwachsen." Maizie legte ihre Hand auf die ihrer Tochter. "Eigene Kinder sind immer für dich da, wenn du es nur richtig anstellst."

"Nicht wenn man sie lange genug nervt", konterte Nikki.

Maizie richtete sich würdevoll auf. "Willst du damit etwa andeuten, dass ich dich nerve? Ich gebe dir doch nur einen Rat."

"Aber den immer und immer und immer wieder."

Maizie nickte. "So lange, bis du ihn annimmst, Kleines."

Nikki schob sich rasch einen weiteren Bissen in den Mund. Sonst hätte sie nämlich ihrer Mutter empfohlen, sich ihren Rat an den Hut zu stecken.

Auf die Frage nach ihrem Sternzeichen antwortete Maizie...

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