Das Gesicht des Todes

Authentische Mordfälle
 
 
Random House ebook (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 8. März 2011
  • |
  • 320 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-05468-7 (ISBN)
 
Hautnah erzählt - Nervenkitzel pur

In einem Waldstück wird die lichterloh brennende Leiche einer jungen Frau gefunden - Kopf und Hände fehlen. Bald gerät der Freund der Toten ins Visier der Fahnder, doch erst nach intensiven Ermittlungen kommen sie dem Täter auf die Spur. Diesen und acht weitere spektakuläre Mordfälle aus seiner Praxis deckt Kriminalhauptkommissar Toni Feller hier auf. Packend vermittelt er ein authentisches Bild der Polizeiarbeit, das zeigt: Nichts ist spannender und aufwühlender als die Realität!



Toni Feller, geboren 1951, erlernte zunächst den Beruf des Werkzeugmachers und studierte dann Maschinenbau. Nach dem erfolgreichen Abschluss als Maschinenbautechniker bewarb er sich 1977 bei der Polizei. 1985 wurde er in die Mordkommission des Polizeipräsidiums Karlsruhe berufen, wo er heute als Kriminalhauptkommissar tätig ist. Er ist Autor von Kurzgeschichten, Gedichten, Bühnenstücken, Drehbüchern, Abenteuerreiseberichten sowie von Beiträgen in Fachzeitschriften. 1999 und 2001 erhielt er den 'Mundartpreis' des Regierungspräsidiums Nordbaden. Toni Feller ist Mitglied 'Polizei-Poeten' und lebt in der Nähe von Karlsruhe.
weitere Ausgaben werden ermittelt
"Schwulenmord (S. 143-144)

Der Kollege in der Funkleitzentrale konnte um 21.54 Uhr das grellrote Aufleuchten des Knopfes an seinem Funkpult bereits sehen, bevor eine Sekunde später der laute und prägnante Summton des Notruftelefons an sein Ohr drang. Obwohl er den Job schon einige Jahre machte, veranlassten die beiden Signale sofort eine Erhöhung seines Pulses.

Bei einem Notruf konnte es auf jedes Wort und auf jede Sekunde ankommen, und dem Kollegen war klar, dass es an ihm liegen würde, wenn es jetzt in diesem Augenblick um die Rettung eines Menschen ging. Er griff nach dem Hörer, presste ihn an sein Ohr und drückte auf den roten Knopf. »Polizeinotruf!«, sagte er mit fester Stimme.

»Was kann ich für Sie tun?« »Guten Abend!«, meldete sich eine besorgte Frauenstimme. »Hier ist Hannelore Appel, und ich weiß nicht, ob es richtig ist, dass ich Sie anrufe, aber ich mache mir Sorgen um meinen Nachbarn. Er war in letzter Zeit etwas depressiv und heute zog er den ganzen Tag über seine Rollläden nicht hoch. Ich habe mehrfach versucht, bei ihm anzurufen, doch das Telefon ist ständig besetzt.« »Sie meinen also, Ihr Nachbar könnte sich etwas angetan haben?« »Ja, das befürchte ich. Aber ich hoffe, dass ich ihn mit meinem Anruf nicht in Schwierigkeiten bringe, sollte ihm nichts passiert sein.«

»Da kann ich Sie beruhigen. Außer einer eventuell beschädigten Wohnungstür wird das für Ihren Nachbarn keine weiteren Folgen haben. Wie heißt denn der Mann und wo wohnt er genau?« »Er heißt Klaus Haag und wohnt in der Hirschstraße 14.« »Ich schicke sofort eine Streife dorthin. Wenn Sie bitte vor dem Haus auf sich aufmerksam machen könnten, wären wir Ihnen sehr dankbar, Frau Appel.« Als der Streifenwagen wenige Minuten später in der Hirschstraße eintraf, winkte Hannelore Appel schon von weitem.

Die beiden Beamten begrüßten sie und begaben sich mit ihr in das erste Obergeschoss des fünfstöckigen Mehrfamilienhauses. Vor Klaus Haags Wohnungstür zog Polizeihauptmeister Dressler eine alte Scheckkarte aus seiner Brusttasche, die er gekonnt in Höhe des Schlosses in den dünnen Spalt zwischen Türblatt und Rahmen schob. Auf diese Weise versuchte er, die Schlosszunge der Tür zurückzudrücken, was ihm jedoch partout nicht gelingen wollte.

Die Tür hatte einfach zu wenig Spiel im Rahmen. Hannelore Appel rief daraufhin den Hausmeister herbei, der im selben Haus wohnte. Doch der konnte die Tür ebenfalls nicht öffnen, da sich der Generalschlüssel nicht weit genug ins Schloss einführen ließ. Offensichtlich steckte von innen der Schlüssel. Polizeiobermeister Kromer drückte mehrfach und lang auf den Klingelknopf. Gleichzeitig klopfte er heftig gegen die Tür und rief laut: »Polizei! Bitte machen Sie die Tür auf!«

Doch in der Wohnung rührte sich nichts. Durch eine etwa 20 mal 30 Zentimeter große Milchglasscheibe in der oberen Hälfte des Türblattes sah man ein schwaches Licht aus der Wohnung dringen. Polizeiobermeister Kromer und sein Kollege sahen sich kurz an. Dann nickten sie einander zu. Dressler zog seinen Gummiknüppel und schlug damit die Scheibe ein. Vorsichtig griff er hindurch und tastete nach dem Schlüssel, der tatsächlich von innen steckte. Als die Beamten die Einzimmerwohnung betraten, nahm Dressler sofort den süßlichen Leichengeruch wahr. Dennoch rief er zwei- oder dreimal »Hallo«, ohne jedoch eine Antwort zu erhalten."

Dateiformat: EPUB
Kopierschutz: Wasserzeichen-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie eine Lese-Software, die das Dateiformat EPUB verarbeiten kann: z.B. Adobe Digital Editions oder FBReader - beide kostenlos (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat EPUB ist sehr gut für Romane und Sachbücher geeignet - also für "fließenden" Text ohne komplexes Layout. Bei E-Readern oder Smartphones passt sich der Zeilen- und Seitenumbruch automatisch den kleinen Displays an. Mit Wasserzeichen-DRM wird hier ein "weicher" Kopierschutz verwendet. Daher ist technisch zwar alles möglich - sogar eine unzulässige Weitergabe. Aber an sichtbaren und unsichtbaren Stellen wird der Käufer des E-Books als Wasserzeichen hinterlegt, sodass im Falle eines Missbrauchs die Spur zurückverfolgt werden kann.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

7,99 €
inkl. 19% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
ePUB mit Wasserzeichen-DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen