Föderalismus und Subsidiarität

 
 
Mohr Siebeck (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 7. September 2016
  • |
  • 212 Seiten
 
E-Book | PDF mit Adobe DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-16-153840-7 (ISBN)
 
In diesem interdisziplinär angelegten Band werden Fragen der effizienten vertikalen Zuordnung von Kompetenzen in föderalen Systemen sowie der Möglichkeiten und Grenzen föderalen Wettbewerbs aus ökonomischer, rechts- und politikwissenschaftlicher Sicht debattiert.
Ein föderaler Staatsaufbau gilt als besonders geeignet, regionale Heterogenität in der staatlichen Ordnung zu berücksichtigen und eine Differenzierung staatlichen Handelns nach regional unterschiedlichen Bedürfnissen zu ermöglichen. Jedes föderale System aber muss die Balance zwischen dem Zentralstaat und den dezentralen Gebietskörperschaften immer wieder neu finden. Hier kommen Ökonomen, Juristen und Politikwissenschaftler zu Wort. Sie diskutieren, wie das Prinzip der Subsidiarität konkret angewendet werden kann, wie dezentrale politische Selbstbestimmung gegen die Tendenz zur Zentralisierung geschützt werden kann und welche Möglichkeiten und Grenzen es für politischen Wettbewerb in föderalen Ordnungen gibt. Dies geschieht insbesondere auch mit einem Blick auf die Europäische Union, die sich immer mehr in Richtung einer föderalen Struktur entwickelt.
  • Deutsch
  • Tübingen
  • |
  • Deutschland
  • 3,13 MB
978-3-16-153840-7 (9783161538407)
3161538404 (3161538404)
weitere Ausgaben werden ermittelt
1 - Cover [Seite 1]
2 - Vorwort [Seite 6]
3 - Inhaltsverzeichnis [Seite 12]
4 - Teil 1: Subsidiarität, Selbstbestimmung und Sezession: Grundsatzfragen [Seite 14]
4.1 - Viktor J. Vanberg: Föderaler Wettbewerb, Bürgersouveränität und die zwei Rollen des Staates [Seite 16]
4.1.1 - 1. Einleitung [Seite 16]
4.1.2 - 2. Demokratische Gemeinwesen als Bürgergenossenschaften und das Konzept der Bürgersouveränität [Seite 17]
4.1.3 - 3. Demokratische Gemeinwesen als Gebietsgenossenschaften und die Geographie gemeinsamer Interessen [Seite 22]
4.1.4 - 4. Die zwei Rollen des Staates: Territorialunternehmen und Solidarverband [Seite 26]
4.1.5 - 5. Bürgersouveränität und föderale Wettbewerbsordnung [Seite 28]
4.1.6 - 6. Schluss: Bürgersouveränität und europäische Integration [Seite 33]
4.1.7 - Literaturverzeichnis [Seite 33]
4.2 - Peter M. Huber: Selbstbestimmung in Europa [Seite 36]
4.2.1 - 1. Selbstbestimmung - ein vielschichtiger Begriff [Seite 36]
4.2.1.1 - 1.1 Disparate Anknüpfungspunkte [Seite 36]
4.2.1.1.1 - 1.1.1 Grundlagen [Seite 36]
4.2.1.1.2 - 1.1.2 Selbstbestimmung in Mehr-Ebenen-Systemen [Seite 37]
4.2.1.2 - 1.2 Selbstbestimmung als Minderheitenproblem [Seite 38]
4.2.1.2.1 - 1.2.1 Allgemeines [Seite 38]
4.2.1.2.2 - 1.2.2 Rechtliche Dimension [Seite 39]
4.2.1.2.3 - 1.2.3 Berührungen mit der katholischen Soziallehre [Seite 40]
4.2.2 - 2. Das Demokratiekonzept des Grundgesetzes als Dreh- und Angelpunkt der Frage nach Selbstbestimmung [Seite 40]
4.2.2.1 - 2.1 Die Subjektivierung des Demokratieprinzips in der Rechtsprechung [Seite 40]
4.2.2.1.1 - 2.1.1 Dominanz des Rechtsstaats bis 1990 [Seite 41]
4.2.2.1.2 - 2.1.2 Entdeckung des Demokratieprinzips [Seite 41]
4.2.2.2 - 2.2 Einwände [Seite 43]
4.2.2.2.1 - 2.2.1 Kritik [Seite 43]
4.2.2.2.2 - 2.2.2 Deutscher Alleinstand [Seite 44]
4.2.3 - 3. Politische Selbstbestimmung als optimierungsbedürftiges Verfassungsprinzip [Seite 45]
4.2.4 - 4. Konsequenzen für das nationale politische System [Seite 46]
4.2.4.1 - 4.1 Ausbau der Partizipationsmöglichkeiten [Seite 46]
4.2.4.1.1 - 4.1.1 Erosion der repräsentativen Demokratie [Seite 46]
4.2.4.1.2 - 4.1.2 Therapieansätze [Seite 47]
4.2.4.2 - 4.2 Föderalismus und kommunale Selbstverwaltung [Seite 47]
4.2.4.2.1 - 4.2.1 Bundesstaat als Instrument gestufter Selbstbestimmung [Seite 47]
4.2.4.2.2 - 4.2.2 Kommunale Selbstverwaltung als Instrument der Selbstbestimmung [Seite 48]
4.2.4.2.3 - 4.2.3 Demokratiefreundliche Auslegung [Seite 48]
4.2.5 - 5. Konsequenzen für die Europäische Union [Seite 49]
4.2.5.1 - 5.1 Verfassungsrechtliche und unionsrechtliche Leitlinien für die politische Selbstbestimmung in Europa [Seite 49]
4.2.5.1.1 - 5.1.1 Bedeutsamkeit der verfassungsrechtlichen Vorgaben [Seite 49]
4.2.5.1.2 - 5.1.2 Unionsrechtliche Parallele [Seite 50]
4.2.5.2 - 5.2 Unzureichende Kompetenzabgrenzung zwischen EU und Mitgliedstaaten [Seite 50]
4.2.5.2.1 - 5.2.1 Rechtliche Grundlagen [Seite 51]
4.2.5.2.2 - 5.2.2 Aktuelle Beispiele [Seite 51]
4.2.5.2.3 - 5.2.3 Trilogen [Seite 52]
4.2.5.3 - 5.3 Mögliche Abhilfen [Seite 52]
4.2.6 - 6. Schluss [Seite 53]
4.2.7 - Literaturverzeichnis [Seite 54]
4.3 - Roland Vaubel: Sezessionen in der Europäischen Union [Seite 56]
4.3.1 - 1. Einleitung [Seite 56]
4.3.2 - 2. Rechtfertigungen des Sezessionsrechts [Seite 57]
4.3.3 - 3. Die Einwände der Sezessionsgegner [Seite 58]
4.3.3.1 - 3.1 Unterdrückung von Minderheiten in der ausscheidenden Region [Seite 58]
4.3.3.2 - 3.2 Negative Auswirkungen auf den Reststaat oder Drittstaaten [Seite 60]
4.3.3.2.1 - 3.2.1 Preisgabe der im Rumpfstaat verbleibenden Mitglieder der Minderheit [Seite 60]
4.3.3.2.2 - 3.2.2 Überregionale öffentliche Güter [Seite 61]
4.3.3.2.3 - 3.2.3 Überregionale Skalenerträge [Seite 61]
4.3.3.2.4 - 3.2.4 Externe Verteilungswirkungen [Seite 62]
4.3.3.2.5 - 3.2.5 Politisch-ökonomische Externalitäten [Seite 63]
4.3.4 - 4. Die Politische Ökonomie der Sezession [Seite 65]
4.3.5 - 5. Die Durchführung der Sezession [Seite 67]
4.3.5.1 - 5.1 Sezessionen in einem Mitgliedstaat [Seite 67]
4.3.5.2 - 5.2 Austritt eines Mitgliedstaats [Seite 70]
4.3.6 - Literaturverzeichnis [Seite 72]
5 - Teil 2: Das Spannungsfeld zwischen Zentralisierung und Dezentralisierung in der Praxis [Seite 76]
5.1 - Hans-Günter Henneke: Gefährdungen kommunaler Selbstbestimmung: Das Beispiel Deutschland [Seite 78]
5.1.1 - 1. Verfassungsrechtliche Ausgangslage [Seite 78]
5.1.2 - 2. Die kommunale Struktur in den 13 deutschen Flächenländern [Seite 82]
5.1.3 - 3. Interkommunale Kooperation [Seite 85]
5.1.4 - 4. Die Kommunalverfassung als landespolitisches Experimentierfeld [Seite 87]
5.1.5 - 5. Auch noch ein Experimentierfeld des Bundes? [Seite 91]
5.1.6 - 6. Gefährdungen durch den Bundesgesetzgeber [Seite 91]
5.1.6.1 - 6.1 Aufgabenübertragungen [Seite 91]
5.1.6.2 - 6.2 Vollzugssteuerung durch Normdichte [Seite 92]
5.1.6.3 - 6.3 Bundesbeteiligung an Geldleistungsgesetzen und Bildungsausgaben [Seite 92]
5.1.6.4 - 6.4 "Wer zahlt, schafft an" [Seite 94]
5.1.6.4.1 - 6.4.1 Bundesauftragsverwaltung [Seite 94]
5.1.6.4.2 - 6.4.2 Kommunale Selbstverwaltung [Seite 95]
5.1.6.5 - 6.5 Mischverwaltungsgebot in Art. 91e Abs. 1 GG [Seite 96]
5.1.6.6 - 6.6 Kommunalautonome Einnahmegestaltung [Seite 98]
5.1.7 - 7. Kommunale Finanzausstattungsgarantien in den Landesverfassungen [Seite 99]
5.1.7.1 - 7.1 Steuerfindungsrecht [Seite 99]
5.1.7.2 - 7.2 Duale Finanzausstattungsgarantie [Seite 100]
5.1.7.3 - 7.3 Mehrbelastungsausgleich [Seite 100]
5.1.7.4 - 7.4 Aufgabenangemessener Finanzausgleich [Seite 101]
5.1.8 - Literaturverzeichnis [Seite 102]
5.2 - Thomas König: Das Spannungsverhältnis zwischen Subsidiarität und europäischer Gesetzgebung [Seite 104]
5.2.1 - 1. Subsidiarität und Selbstkontrolle der Kommission [Seite 104]
5.2.2 - 2. Handlungs(un)fähigkeit und Selbstkontrolle aus strategischer Perspektive [Seite 107]
5.2.3 - 3. Gesetzgebung und Subsidiarität: Zuständigkeiten, Rechtsinstrumente und -typen [Seite 112]
5.2.4 - 4. Subsidiarität, Selbstkontrolle und tertiäre Rechtsetzung in der EU [Seite 119]
5.2.5 - Literaturverzeichnis [Seite 120]
5.3 - Wolf Linder: Kompetenzzuordnung und Wettbewerb im Föderalismus [Seite 122]
5.3.1 - 1. Zur Bedeutung der Kompetenzzuordnung im Föderalismus [Seite 122]
5.3.2 - 2. Die Kompetenzzuordnungen der USA und der Schweiz im Vergleich [Seite 123]
5.3.3 - 3. Innerstaatliche Kompetenzzuweisung und Europäisierung [Seite 125]
5.3.4 - 4. Wettbewerb und Föderalismuskultur [Seite 127]
5.3.5 - 5. Was für einen Wettbewerb? [Seite 129]
5.3.6 - 6. Wieviel Wettbewerb? [Seite 130]
5.3.7 - 7. Formelle und informelle Föderalismen [Seite 132]
5.3.8 - Literaturverzeichnis [Seite 132]
6 - Teil 3: Institutionelle Probleme föderaler Ordnungen: Globalisierung, Nation-Building und fiskalische Anreizsysteme [Seite 134]
6.1 - Reiner Eichenberger und David Stadelmann: Globalisierungstauglicher Föderalismus: Elemente eines Reformprogramms [Seite 136]
6.1.1 - 1. Globalisierung fördert Föderalismus [Seite 137]
6.1.2 - 2. Globalisierung fordert Föderalismus [Seite 140]
6.1.3 - 3. Föderalismus für eine globale Welt [Seite 142]
6.1.3.1 - 3.1 Ohne fiskalische Dezentralisierung geht es nicht [Seite 142]
6.1.3.2 - 3.2 Stärkung der institutionellen Äquivalenz [Seite 144]
6.1.3.2.1 - 3.2.1 Steuer- und Wahlrechtszerlegung zwischen Wohn- und Arbeitsort [Seite 144]
6.1.3.2.2 - 3.2.2 Finanzausgleich [Seite 145]
6.1.3.3 - 3.4 Stärkere Widerspruchsmöglichkeiten dank besserer Information der Bürger [Seite 146]
6.1.3.4 - 3.5 Markt für gute Politiker [Seite 147]
6.1.4 - 4. Auflösung und Wiederherstellung institutioneller Äquivalenz [Seite 149]
6.1.4.1 - 4.1 Steuerüberwälzung bricht institutionelle Äquivalenz [Seite 149]
6.1.4.2 - 4.2 Wege zur institutionellen Äquivalenz [Seite 150]
6.1.5 - 5. Folgerungen [Seite 152]
6.1.6 - Literaturverzeichnis [Seite 153]
6.2 - Rüdiger Wolfrum: Nation- und State-Building. Gleichlaufende oder möglicherweise auch gegenläufige Prinzipien am Beispiel des Südsudan [Seite 156]
6.2.1 - 1. Vorbemerkung [Seite 156]
6.2.2 - 2. Ausgangslage [Seite 157]
6.2.3 - 3. Verfassungsrechtliche Situation des Sudan [Seite 158]
6.2.4 - 4. Verfassungsrechtliche Situation des Südsudans [Seite 160]
6.2.5 - 5. Schlussbemerkungen [Seite 162]
6.2.6 - Literaturverzeichnis [Seite 163]
6.3 - Christoph A. Schaltegger und Marc M. Winistörfer: Insolvenzordnung für öffentlich-rechtliche Körperschaften [Seite 164]
6.3.1 - 1. Einleitung [Seite 164]
6.3.2 - 2. Internationale Erfahrungen [Seite 165]
6.3.3 - 3. Geltende Rechtslage in der Schweiz [Seite 169]
6.3.4 - 4. Entstehung des SchGG [Seite 170]
6.3.5 - 5. Instrumente des SchGG [Seite 177]
6.3.6 - 6. Bewährung in der Praxis: Der Fall Leukerbad [Seite 180]
6.3.6.1 - 6.1 Zwischenfazit [Seite 186]
6.3.6.2 - 6.2 Auftretende Spannungsfelder [Seite 188]
6.3.7 - 7. Begriff der Zahlungsunfähigkeit [Seite 188]
6.3.8 - 8. Souveränität des öffentlich-rechtlichen Schuldners [Seite 189]
6.3.9 - 9. Moral-Hazard des Schuldners [Seite 190]
6.3.10 - 10. Unabhängige Entscheidungsinstanz [Seite 192]
6.3.11 - 11. Haftungssubstrat [Seite 193]
6.3.12 - 12. Organisations- und Koordinationsfähigkeit der Gläubiger [Seite 195]
6.3.13 - 13. Schlussfolgerungen [Seite 196]
6.3.14 - Literaturverzeichnis [Seite 200]
6.3.14.1 - Materialienverzeichnis [Seite 202]
6.3.14.2 - Rechtsprechung [Seite 203]
7 - Personenregister [Seite 206]
8 - Sachregister [Seite 210]
9 - Autorenverzeichnis [Seite 212]
DNB DDC Sachgruppen

Dateiformat: PDF
Kopierschutz: Adobe-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose Software Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat PDF zeigt auf jeder Hardware eine Buchseite stets identisch an. Daher ist eine PDF auch für ein komplexes Layout geeignet, wie es bei Lehr- und Fachbüchern verwendet wird (Bilder, Tabellen, Spalten, Fußnoten). Bei kleinen Displays von E-Readern oder Smartphones sind PDF leider eher nervig, weil zu viel Scrollen notwendig ist. Mit Adobe-DRM wird hier ein "harter" Kopierschutz verwendet. Wenn die notwendigen Voraussetzungen nicht vorliegen, können Sie das E-Book leider nicht öffnen. Daher müssen Sie bereits vor dem Download Ihre Lese-Hardware vorbereiten.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

54,00 €
inkl. 19% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
PDF mit Adobe DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen

Unsere Web-Seiten verwenden Cookies. Mit der Nutzung des WebShops erklären Sie sich damit einverstanden. Mehr Informationen finden Sie in unserem Datenschutzhinweis. Ok