Harmonielehre kompakt für Dummies

 
 
Wiley-VCH (Verlag)
  • 2. Auflage
  • |
  • erschienen am 1. Juli 2020
  • |
  • 228 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Adobe-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-527-82782-4 (ISBN)
 
So idyllisch der Name auch klingt - so unangenehm kompliziert kann die Harmonielehre für einen Musiker sein. Aber keine Sorge, Oliver Fehn erklärt Ihnen leicht verständlich alles, was Sie über die Lehre von den Akkorden wissen müssen. Sie erfahren zunächst alles Wichtige zu Tonleitern, und warum man diese kennen muss, um Akkorde zu bilden. Anschließend werden Intervalle, Quintenzirkel und Co. besprochen und intensiv auf die verschiedenen Akkorde, Akkorderweiterungen, Akkordsequenzen und Kadenzen eingegangen. Zahlreiche Übungen und Praxistipps runden das Buch ab.
2. Auflage
  • Deutsch
  • Newark
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  • Deutschland
  • 6,29 MB
978-3-527-82782-4 (9783527827824)
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Oliver Fehn war Musiker und Musiklehrer. Er spielte Gitarre, Klavier und Harmonika und trat schon im Teenageralter als Singer/Songwriter vor Publikum auf. Die Musik war seine große Leidenschaft, auch wenn er sich sein Geld hauptsächlich in der »schreibenden Zunft« verdiente. Er war als Autor belletristischer Bücher und als Übersetzer tätig. Für die Dummies hat er zahlreiche Bücher übersetzt und überarbeitet, darunter auch "Musiktheorie für Dummies", "Gitarrenakkorde für Dummies", "Ukulele für Dummies", "E-Bass für Dummies", "Komponieren für Dummies" und "Songwriting für Dummies" und viele mehr. Er ist außerdem Autor von "Übungsbuch Musiktheorie für Dummies" und Co-Autor von "Notenlesen für Dummies".
  • Intro
  • Inhaltsverzeichnis
  • Über die Autorin
  • Über den Überarbeiter der 2. Auflage
  • Einführung
  • Über dieses Buch
  • Konventionen in diesem Buch
  • Törichte Annahmen über den Leser
  • Was Sie nicht lesen müssen
  • Wie dieses Buch aufgebaut ist
  • Symbole, die in diesem Buch verwendet werden
  • Teil I: Tonleitern, Intervalle und Akkorde - die Grundbausteine der Harmonielehre
  • Kapitel 1: Eine Welt ohne Noten - undenkbar!
  • Wir erfinden die Notenschrift neu
  • Erhöht oder erniedrigt?
  • Kapitel 2: Einmal Dur und dreimal Moll - die Tonleitern
  • Voll die Härte: Die Durtonleiter
  • Moll? Find ich toll!
  • Ein Moll, zwei Moll, drei Moll .
  • Kapitel 3: Wohlklänge und Missklänge: Die Inter?valle
  • Die Namen der Intervalle
  • Hier sind sie alle - die Intervalle
  • Groß? Klein? Rein? Was denn noch alles?
  • Fünf Nüsse, die Sie knacken dürfen
  • Wenn die große Sexte mit der kleinen Terz .
  • Kapitel 4: Die Steckbriefe der vier Hauptakkordarten
  • Die vier Hauptakkorde
  • Extrovertiert und optimistisch: Durakkorde
  • Schwermütig und schniefig: Mollakkorde
  • Hochspannung und Gänsehaut: Der verminderte Akkord
  • Der Sound des Universums: Übermäßige Akkorde
  • Teil II: Harmonielehre für Fortgeschrittene
  • Kapitel 5: Akkorde verbinden, mit Akkorden spielen
  • Jede Tonleiter-Mutter hat sieben Akkord-Kinder
  • Und wozu nun die ganzen Progressionen?
  • Die Bluesprogression
  • Kapitel 6: Was man mit dem Quintenzirkel alles anstellen kann
  • Ein erster Blick auf den Quintenzirkel
  • Die andere Hälfte des Quintenzirkels
  • Wozu der Quintenzirkel sonst noch gut ist
  • Transponieren
  • Seine Verwandten kann man sich nicht aussuchen .
  • Tonale und atonale Musik
  • Kapitel 7: 3 x Terz + 4 x Ton = Septakkord
  • Lässt uns keine Ruhe: Der Dominantseptakkord
  • Wirkt nicht auf jeden gleich: Der maj7-Akkord
  • Der Mollseptakkord als »Klassiker«
  • Der halbverminderte Septakkord
  • Kapitel 8: Viele Wege führen nach Rom: Akkordumkehrungen
  • Quint-, Oktav- und Terzlagen
  • Akkordumkehrungen im Liniensystem erkennen
  • Der tiefere Sinn der enharmonischen Verwechslung
  • Akkordumkehrungen in der Praxis
  • Eine Spezialform der Umkehrung: Slash-Akkorde
  • Kapitel 9: Akkordsubstitutionen und Kadenzen
  • Wann ersetze ich Akkorde?
  • Was sind Turnarounds?
  • Kadenzen
  • Teil III: Für alle, die nicht genug kriegen: Spiel und Spaß für Harmonielehre-Kenner
  • Kapitel 10: Tonleitern für Kenner und Experimentierfreudige
  • Von der Pentatonik bis zum Blues
  • Die Kirchentonarten
  • Die Kirchentonarten in der Praxis
  • Neue Intervallmuster
  • Nur so als Schmankerl . die Zigeunertonleiter
  • Kapitel 11: Ein paar neue Tricks mit Akkorden
  • Arpeggios
  • Gebrochene Akkorde
  • Akkorde ohne Grenzen
  • Eine kleine Akkord-Logelei zum Schluss
  • Kapitel 12: Ein paar Klavierlektionen gefällig?
  • Werkzeugkasten Teil 1: Die Tonleiter
  • Werkzeugkasten Teil 2: Die Akkorde
  • Werkzeugkasten Teil 3: Improvisieren
  • Teil IV: Der Top-Ten-Teil
  • Kapitel 13: Zehn Akkorde, die Sie gut gebrauchen können
  • C-Dur
  • a-Moll
  • G-Dur
  • e-Moll
  • F-Dur
  • d-Moll
  • G7
  • D7
  • Cmaj7
  • Csus4
  • Kapitel 14: Intervalle mit dem Gehör erkennen - Kunst, Magie oder Technik?
  • Prime
  • Sekunde
  • Terz
  • Quarte
  • Quinte
  • Sexte
  • Septime
  • Oktave
  • Düstere Zugabe: Der Tritonus
  • Stichwortverzeichnis
  • End User License Agreement

Einführung


Musik besteht aus drei wichtigen Komponenten - aus Rhythmus, Melodie und Harmonie. Ein Stück, das wir im Radio oder bei einem Konzert hören und das eine oder mehrere dieser Hauptbestandteile vermissen lässt, empfinden wir als unbefriedigend oder unschön. Es hinterlässt keinen bleibenden Eindruck.

Was Rhythmus ist, wissen wir - es ist jenes musikalische Element, das uns dazu bringt, bei einem Song mitzuklatschen, mit dem Bein zu wippen, gegebenenfalls auch zu tanzen, ob langsam oder schnell. Der Rhythmus ist es, der einen Musiker beim ersten Blick auf das Notenblatt am meisten interessiert. Erst wenn er weiß, ob der Song im beschwingten Walzertakt oder im atemberaubenden Beat einer Rocknummer gespielt wird, ob er aus vielen schnellen oder nur wenigen langsamen Taktschlägen besteht, ob er interessante Synkopen enthält (das bedeutet, dass Sie einen anderen als den Hauptschlag betonen müssen), kann er ihn so spielen, wie der Komponist es beabsichtigte, und die entsprechende Wirkung erzielen. Stellen wir uns den Rhythmus als das Skelett, das Körpergerüst eines Musikstücks vor.

Ein Skelett jedoch ist noch kein lebendes Wesen - es braucht einen Körper aus Fleisch und Blut, um sich bewegen zu können, es braucht ein Gesicht, das es von anderen unterscheidbar macht, ein Lächeln, eine unverwechselbare Gestik und Mimik. Diesen Zweck erfüllt in der Musik die Melodie. Die Melodie ist jene Notenfolge, die dafür sorgt, dass wir einen Song ein Leben lang nicht wieder vergessen, dass wir mitsummen, dass er uns manchmal nachts aus dem Bett treibt, weil er uns nicht mehr loslässt. Wir alle haben Melodien im Kopf; sie sind - neben Düften - die stärksten Erinnerungsträger überhaupt, die uns an denkwürdige Zeiten oder Erlebnisse unseres Lebens (den ersten Kuss, den Verlust einer geliebten Person, aber auch Orte, Urlaube und Reisen) auf eindringliche Weise erinnern. Wir können sie mit dem Körper, der äußeren Erscheinung eines Musikstücks vergleichen.

Das Wichtigste aber ist, dass ein Song oder Musikstück mit uns kommuniziert. Ein und derselbe Song kann genial arrangiert sein oder auch hundsmiserabel - die Melodie muss auf gefällige Weise an unser Ohr dringen (was keineswegs mit glatt oder langweilig zu verwechseln ist), sie muss Flügel bekommen, eine Tragfläche, die Töne müssen zusammenklingen und ein in sich geschlossenes Ganzes ergeben - oder, um es mit anderen Worten zu sagen: Musik braucht eine Seele. Diese musikalische Seele wird in einem Musikstück über dessen Harmonie transportiert. Und während der Rhythmus vor allem aus den Beats eines Schlaginstruments besteht (die für sich noch keine Musik sind, sondern erst mal nur Geräusch), während die Melodie aus Noten entsteht, die so zusammengefügt werden, dass sie der musikalischen Aussage des Stücks entsprechen (es gibt bekanntlich sehr schlichte, anspruchslose Weisen, aber auch sehr ausgefeilte und komplexe Tonfolgen), wird die Harmonie eines Stücks mithilfe von Akkorden vermittelt (was das genau ist, werden Sie in diesem Buch erfahren).

Die Harmonielehre (also sozusagen die »Wissenschaft« von den Akkorden) stellt den wohl umfangreichsten Baustein der Musiklehre dar. Wer nicht über die Funktionsweise von Harmonien und Akkorden Bescheid weiß, dem wird es zum Beispiel kaum gelingen, ein eigenes Stück zu komponieren oder die Musik anderer zu arrangieren. Sie müssen aber nicht unbedingt selbst Songs schreiben, um ein Verständnis der Harmonielehre als nützlich zu empfinden - es genügt, wenn Sie ein Instrument spielen, Gitarre etwa oder Klavier, um dieses umfangreiche Wissen für ein noch ausgefeilteres, noch souveräneres Spiel nutzen zu können.

Über dieses Buch


Wenn wir mal von der Rhythmik und der Melodik absehen, die wir nur am Rande streifen werden, lernen Sie in diesem Buch alles, um zu einem fähigeren und kompetenteren Musiker (oder Musikinteressierten) zu werden. Und wie viele einprägsame Musikstücke hat auch dieses Buch ein Leitmotiv, das allen Kapiteln zugrunde liegt. Dieses Leitmotiv lautet: Musik ist dazu da, dass man sie spielt und hört, nicht dass man darüber fachsimpelt.

Aus diesem Grund steht bei all den interessanten Dingen, die Sie hier zu lesen bekommen, immer wieder die Praxisnähe im Vordergrund. Es gibt eine Menge Musikfachbücher, bei deren Lektüre Sie eher das Gefühl haben, sich soeben durch einen komplizierten Teilbereich der höheren Mathematik zu ackern; bei uns aber gilt: Nägel mit Köpfen. Die Musik wurde nicht erfunden, um daraus Musiktheorie zu machen, sondern die Musiktheorie wurde erfunden, damit wir Musik besser verstehen. Was in diesem Buch steht, soll Ihnen in der Praxis nutzen - und falls Sie darin irgendwelche Dinge finden sollten, mit denen Sie im Musikalltag nichts anfangen können, schreiben Sie mir einen bitterbösen Brief, und ich werde die betreffenden Passagen in den nächsten Auflagen streichen.

Ansonsten halte ich es für am besten, wenn Sie bei jedem neuen Lerninhalt, auf den Sie stoßen, selbst »aktiv werden«. Ich habe daher die Kapitel so strukturiert, dass Sie mit Fakten nicht einfach nur konfrontiert werden, sondern gewissermaßen selbst den Weg dorthin finden. Eine Sache, von der Sie wissen, warum sie so ist, wie sie ist, vergessen Sie in der Regel nicht wieder. Ob es nun um den Aufbau von Tonleitern geht, um Akkordumkehrungen, um Progressionen oder Kadenzen - Sie sollen immer das Gefühl haben, was Sie gerade lesen, sei logisch, selbstverständlich und könne gar nicht anders sein. Ich habe den Text durch zahlreiche Beispiele zur Herleitung musikalischer Inhalte dokumentiert, die Sie Schritt für Schritt nachvollziehen können. Die darauffolgenden Übungen sollten Sie aber auf jeden Fall machen. Der eigentliche Lernprozess, bei dem sich in unserem Gehirn etwas verändert, spielt sich nicht beim Lesen eines Textabschnitts ab, sondern bei dessen praktischer Umsetzung.

Dabei lässt sich dieses Buch auf zweierlei Art und Weise verwenden, nämlich als:

  • Praktisches Lehrbuch: In diesem Fall sollten Sie es wirklich systematisch von vorn bis hinten lesen - und zwar erst einmal ganz. Wenn Sie etwas nicht gleich verstehen, springen Sie darüber hinweg und nehmen Sie es sich wieder vor, wenn Sie es brauchen. Es ist ganz normal, dass Ihnen bei diesem ersten Durchgang viele Stellen erst mal ein Rätsel bleiben - aber Sie verschaffen sich einen guten ersten Überblick. Danach können Sie das Buch noch einmal kapitelweise und genauer studieren. Jede andere Vorgehensweise ergäbe für mich keinen Sinn - es ist einfach absurd, wenn Sie detailliert sämtliche Akkordarten benennen können, andererseits aber das Wort Quintenzirkel noch nie gehört haben. In Schulen wird beim »Durchackern« von Lehrbüchern so vorgegangen - wir machen es anders (und meiner Meinung nach besser).
  • Nachschlagewerk: Es kann sein, dass Sie über viele Teilaspekte der Harmonielehre schon Bescheid wissen, vielleicht auch schon das eine oder andere Buch zum Thema gelesen haben. In diesem Fall reicht es, wenn Sie sich aus Harmonielehre für Dummies die Punkte herauspicken, die Sie noch nicht beherrschen oder mal wieder gründlich auffrischen wollen. Sie können also, wenn Sie wollen, die Lektüre auch mit Kapitel 5 oder 9 oder sonst irgendwo beginnen. Falls sich Lücken bemerkbar machen sollten, verweise ich immer wieder auf andere Kapitel, in denen eine bestimmte Sache näher erklärt wird. Es reicht dann, diese Erklärung zu lesen und danach mit der Lektüre des aktuellen Kapitels fortzufahren.

Eins sollten Sie auf keinen Fall vergessen: Hören Sie so viel Musik wie möglich - und zwar idealerweise aus den verschiedensten Stilrichtungen. Schnuppern Sie ein wenig in die klassische Musik hinein, lassen Sie sich aber auch den Genuss moderner Rock-, Blues-, Jazz- und Popsongs nicht entgehen. Über Musik lernen Sie am meisten, wenn Sie ihre verschiedenen Ausdrucksformen auf sich wirken lassen. Und trennen Sie sich von dem alten Vorurteil, nur klassische Musik sei »gute Musik«. In unseren Tagen sind die Beatles, Bob Dylan und Miles Davis mindestens ebenso wichtig und einflussreich wie Mozart, Beethoven oder Haydn.

Konventionen in diesem Buch


  • Es mag Leser geben, die vielleicht eine Tuba haben, aber die meisten Leute, die selbst Musik machen, spielen entweder Gitarre oder Klavier/Keyboard - deshalb beziehe ich mich zur Erklärung musikalischer Sachverhalte ausschließlich auf diese beiden Instrumente, wobei ich dem Klavier den Vorzug einräume, da musikalische Gesetzmäßigkeiten sich anhand eines Tasteninstruments einfach besser erklären und nachvollziehen lassen als mit einem Saiteninstrument. Als Abbildung zu den Übungen und Beispielen in diesem Buch finden Sie also in der Regel eine grafische Darstellung der Klaviertastatur (Klaviatur) oder eines Ausschnitts davon, in selteneren Fällen aber auch das Griffbrett einer Gitarre.
  • Wo es hilfreich ist, werden die Beispiele und Übungen außerdem in Form der Standardnotation (Liniensystem) angegeben. Dabei bedienen wir uns - wenn...

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