Frida Kahlo

Die Lebensgeschichte (optimiert für Tablet-Computer)
 
Dagmar Feghelm (Autor)
 
Random House ebook (Verlag)
1. Auflage | erschienen am 23. Mai 2011 | 112 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-06178-4 (ISBN)
 
Fridas Leben leicht verständlich erzählt

Bei kaum einer Künstlerin sind Leben und Werk so eng verknüpft wie bei der mexikanischen Malerin Frida Kahlo. Fast die Hälfte ihrer Bilder sind Selbstporträts, viele davon mit einem Spiegel im Krankenbett gemalt, an das Frida Jahre ihres Lebens gefesselt war. Ihre Werke sind Ventile für ihren Schmerz und ein Ausdruck ihrer dennoch unbändigen Lebensfreude. Schon zu Lebzeiten war sie eine Legende. Ihre Person und ihr Werk zählen zu den eigenwilligsten, kreativsten und eindrucksvollsten Beispielen der Kunst.



Dagmar Feghelm lebt mit ihrer Familie in München und arbeitet als Autorin und Lektorin. Zuletzt erschien bei Prestel 'Frida Kahlo. Die Lebensgeschichte'.
Deutsch
5,28 MB
978-3-641-06178-4 (9783641061784)
3641061784 (3641061784)
weitere Ausgaben werden ermittelt
"Gelb — Wahnsinn, Krankheit, Angst (S. 57-58)

Frida als Lehrerin.
Note Eins von ihren Studenten »Los Fridos«!


Sie erschien dort ganz plötzlich wie ein schöner Blütenzweig. Sie strahlte Freude, Freundlichkeit und Bezauberung aus. « »Sie hatte wirklich die Begabung, Leute zu fesseln. Sie war einmalig. Es steckte unheimlich viel Heiterkeit in ihr, Humor und Lebenslust. « »Sie hat uns beigebracht, die einfachen Leute gern zu haben und die Bedeutung der Volkskunst zu erkennen. « Drei Stimmen, drei Meinungen, dreimal Note Eins — die Fridas Schülerinnen und Schüler ihrer Lehrerin geben.

Dabei geht sie mit recht gemischten Gefühlen an die Aufgabe, die sich ihr an der neuen staatlichen Kunstschule stellt. »Und wie geht das mit dem Unterrichten? Ich habe keine Ahnung davon!«, fragt sie einen Kollegen zu dessen ärgerlicher Verblüffung. Offenbar hat er kein Ohr für Ironie. Frida weiß nämlich eines mit Sicherheit: »Ihr müsst wissen, dass es auf der ganzen Welt keinen Lehrer gibt, der wirklich ›Kunst lehren‹ kann. « Zwei Jahre lang wird Frida, die nie eine Kunstakademie besucht hat, nun drei Tage pro Woche unterrichten.

Es sind Mädchen und Jungen von fünfzehn bis neunzehn, oft vom Land und ohne große Schulbildung, die an der Esmeralda studieren, bei prominenten Künstlern Mexikos. Auch Diego Rivera lehrt hier als Professor — obwohl er seine eigene Lehrzeit nicht gerade in guter Erinnerung hat: »So geriet ich an den schlimmsten Ort, auf den ein Mensch fallen kann, der malen will: in eine Akademie der Schönen Künste. « Doch Fridas Unterricht hat nichts am Hut mit dem üblichen langweiligen Abzeichnen verstaubter Gipsfiguren.

Die bleiben schön in der Abstellkammer! Viel lieber begeistert sie die Schüler für alles, was sie selbst mag: präkolumbische Kunst, spanisch-koloniale Kultur, Malerei der Renaissance, Hieronymus Bosch, Pieter Brueghel, Pablo Picasso, Literatur und Biologie inklusive Sexualkunde. Auf Ausflügen bringt sie den jungen Leuten Schlager und kämpferische Revolutionslieder bei. Sogar Kinobesuche und die Einkehr in pulquerías, zwielichtige Kneipen, in denen das Volk Agavenbier trinkt, gehören zu Fridas Lehrplan, Motto: »Muchachos, lasst uns das Leben in den Straßen malen!«

Als sie 1944 wieder kränkelt, verlegt sie den Unterricht zu sich nach Hause. Ein harter Kern, die vier »Los Fridos«, bleibt ihr trotz des weiten Wegs noch jahrelang treu. Schwärmerisch schildern sie die zwanglosen Malstunden im Garten des Hauses, das voller Kunstwerke, Pflanzen und überall frei herumlaufender Tiere ist. Als ihr Schüler Monroy beim Malen einer Blume stillvergnügt vor sich hin summt, sagt sie: »Sing ruhig weiter, Monroycito, du weißt ja, dass ich auch gern singe. Wie schön dein Bild wird! Lass dir nur nichts von dem Vergnügen mit der kleinen Amaryllis entgehen …

Wie erregend das Malen doch sein kann, nicht wahr?« Wenn die Schüler Frida bitten, sie porträtieren zu dürfen, ist sie, gerührt wie geschmeichelt, immer gern zum Modellsitzen bereit — warum auch nicht? Schließlich malt ja auch sie ihre Schüler! Zum Beispiel im »Selbstbildnis mit Affen«. Da ist Frida wohl in den Dschungel geraten! Wie aus dem Ei gepellt steht sie in blütenweißer Bluse vor einem Dickicht aus gummibaumartigen Blättern. Die eignen sich hervorragend als Kletterhilfe und Versteck der vier drolligen Äffchen, die ihr Gesellschaft leisten. Heißen die lustig herumtollenden Gesellen vielleicht zufällig »Los Fridos«? Jedenfalls scheinen zwei von ihnen besonders an ihr zu hängen. Scheu und behutsam legen sie ihre langen Arme um Schultern und Hals ihrer »Herrin«. Die ist wahrhaftig eine Königin — wirkt die prächtige orangerote Strelitzie hinter ihr nicht wie eine Krone?"

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