Rhythm and Love: Sammy und Jayden

 
 
Carlsen (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 2. August 2018
  • |
  • 313 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-646-60443-6 (ISBN)
 
**Rockstar backstage**
Sammy freut sich wahnsinnig darüber, die Rockband "Bad Weeds" auf ihrer Amerika-Tour begleiten zu dürfen. Es muss schließlich auch Vorteile haben, wenn deine Brüder zwei gefeierte Rockstars sind! Doch dann begegnet sie backstage den strahlend blauen Augen Jaydens und es passiert das eine, auf das sie nicht vorbereitet war: Sammy verliebt sich Hals über Kopf in den Drummer der Vorband. Aber immer, wenn sie das Gefühl hat, Jayden näherzukommen, zieht er sich von einem Moment auf den nächsten wieder vollständig von ihr zurück. Sie ahnt nicht, dass Jayden seiner Karriere zuliebe einen Vertrag unterschrieben hat, der ihm die Beziehung zu einem Mädchen verbietet. Und das ist nicht das Einzige, was er verbirgt.
//Alle Bände der berührenden Rockstar-Romance bei Impress:
-- Rhythm and Love: Luna und David
-- Rhythm and Love: Sammy und Jayden
-- Rhythm and Love: Nele und Kevin
-- Rhythm and Love: Lizzy und Steve
-- Rhythm and Love: Alle Bände der berührenden Rockstar-Romance in einer E-Box!//
Alle Bände der Reihe sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden.
  • Deutsch
  • Hamburg
  • |
  • Deutschland
  • 2,74 MB
978-3-646-60443-6 (9783646604436)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Sophie Fawn führt ein Doppelleben: Tagsüber arbeitet sie als Informatikerin, abends versinkt sie in erträumten Geschichten. Ihren ersten Roman schrieb sie bereits in der siebten Klasse und konnte seitdem den Stift kaum aus der Hand legen. Ob sexy Rockstar, frecher Kobold oder geflügelter Wolf - sie alle sind in ihren Werken vertreten. Heute schreibt sie am liebsten im Beisein ihrer Hunde, die zu ihren Füßen schlafen, während sie Figuren und Welten zum Leben erweckt.

Sammy - Party


»Sam, komm raus oder lass mich rein!«, rief Luna.

Seit einem halben Jahr war sie mit David, dem älteren meiner großen Brüder und Frontmann der >Bad Weeds< zusammen. Wir waren dadurch gute Freundinnen geworden, auch wenn uns normalerweise zweihundert Kilometer trennten.

Mit dem Ellenbogen angelte ich nach der Türklinke. Luna stolperte ins Badezimmer und schlug mir beinahe Lockenstab und Kamm aus den Händen.

Sie funkelte mich an. »Ich bereue es, dich eingeladen zu haben.«

Bei uns hatten die Sommerferien längst begonnen. Weil ich in Hessen und sie in NRW wohnte, konnte ich schon vor zwei Tagen herkommen. Es war lustig hier, allerdings war ein Bad für Luna, ihre Mutter und mich eindeutig zu wenig.

»Tust du nicht.«

»Doch!«

»Ach was!« Ich legte meine Utensilien auf dem Waschbecken ab und kramte in der Kosmetiktasche. »Ohne mich hättest du den Lipgloss in dieser mega Farbe nicht.« Ich hielt ihr den Aubergine-Lipgloss vor die Nase. Bis jetzt hatte ich ihn versteckt, um mir die Überraschung aufzusparen.

»Wo hast du den denn her? Der ist überall ausverkauft.«

»In Frankfurt nicht.«

Luna schlang ihre Arme um mich und gab mir einen Kuss auf die Wange. »Danke, Sam, du bist ein Schatz.«

Wenn sie wüsste, was ich noch geplant hatte .

Ich konzentrierte mich auf die nächste Haarsträhne und wickelte sie auf den Lockenstab. Geschminkt hatte ich mich schon, deswegen trat ich einen Schritt zur Seite, damit Luna näher an den Spiegel konnte.

»Ihr habt noch eine halbe Stunde«, rief ihre Mutter durch den Flur. Seit sechs Uhr war sie dazu übergangen, uns die Zeiten im Zehn-Minuten-Takt durchzugeben.

Luna glaubte noch immer, dass ich ihre Begleitung für den Abiball war. Sie ahnte nicht, wer sie um sieben abholen würde.

»Hast du dein Ticket eingesteckt?«, fragte sie.

»Eintrittskarte und Schminkspiegel liegen in meiner Clutch.« Ich schaltete den Lockenstab aus und setzte mich auf den Toilettendeckel. »Bist du aufgeregt?«

»Weil es vorerst der letzte Abend mit meinen Schulfreunden ist oder wegen morgen?«

»Nicht nur morgen. Der Flug ist nur der Anfang. Wir werden die Jungs auf ihrer USA-Tour begleiten.«

Luna tuschte ihre Wimpern zu Ende, dann drehte sie sich zu mir. »Ich weiß nicht, ob ich mich freuen oder davor drücken soll.«

»Freuen! Das wird super!«

Wir halfen uns gegenseitig in die Outfits. Luna hatte für den Abiball ein bodenlanges Kleid ausgewählt. Sehr schlicht geschnitten mit einem Herzausschnitt. Der Farbton des Lipgloss harmonierte perfekt mit dem Satinstoff. Ihre braunen Haare hatte sie nach hinten frisiert. Von dort fielen sie in Wellen hinunter, sodass die Locken den Großteil des nackten Rückens bedeckten.

Ich wollte es weniger spießig und hatte mich für ein knallrotes Kleid im Rockabilly-Stil entschieden. Der Petticoat war der Hammer.

Luna räumte das Bad auf, ich checkte mein Handy. Alles lief nach Plan.

»Hast du die Karten?«, fragte Luna schon wieder, als ihre Mutter uns zu sich rief.

»Hab alles.« Bevor sie mich kontrollieren konnte, ging ich in die Küche.

»Ach, Luna«, ihre Mum zog einen Beutel aus dem Mülleimer unter der Spüle hervor, »kannst du den bitte rausbringen?«

Luna sah ihre Mutter schockiert an, dann blickte sie auf ihr Kleid und wieder zu den Abfällen.

»Hab dich nicht so«, sagte ich. »Ich nehme das Altpapier mit.« Ich griff mir den Stapel und schob Luna zur Tür. Es war Punkt sieben. Am liebsten hätte ich mir selbst auf die Schulter geklopft, so gut hatte ich alles organisiert.

Ich ging voraus und öffnete die Haustür. Wie in einem Slow Motion Video konnte ich zusehen, wie Lunas Augen immer größer wurden. »David«, hauchte sie. »Aber ihr seid doch in England.«

Waren sie nicht. Dort hatten sie zwei Wochen lang gearbeitet, aber schon gestern war die Band vollzählig zurückgekehrt.

Dave nahm ihr Gesicht in seine Hände und küsste sie. »Dachtest du, ich lasse dich allein zum Abiball gehen und warte morgen am Flughafen auf dich?«

Während Luna über meinen ältesten Bruder herfiel, begrüßte ich Nele und Kevin, meinen anderen Bruder. Er war Gründer und Gitarrist der >Bad Weeds<.

Nele trug das gleiche Kleid wie ich. Gemeinsam waren wir im MTZ, unserem Lieblingseinkaufscenter in Frankfurt, shoppen gewesen und hatten uns in dem 50er-Jahre-Laden sofort in dasselbe Design verliebt. Nur hatte sie sich für Blau entschieden. Der Ton passte besser zu ihren blonden und Kevs roten Haaren.

»Wo sind Paul und Steve?« Abgemacht war, dass sie ebenfalls zum Abiball kämen. Der Tag war wichtig für Luna und deshalb wollte ich, dass alle dabei waren.

»Die kommen später nach«, sagte Kev.

»Prima.«

»Das hat gut geklappt.«

Ich gab Kev einen Stups in die Seite. »Meine Ideen funktionieren immer.«

Wir hatten Luna erzählt, dass die Jungs es nicht zum Abiball schaffen würden. Angeblich hatte es Probleme bei den Aufnahmen der Single gegeben, weshalb sie länger in England bleiben mussten.

Von hinten stach mir ein Finger in die Rippen. »Willst du mich nicht begrüßen?«, fragte Dave.

Ich drehte mich um und zuckte mit den Schultern. »Luna hatte es nötiger.« Ich drückte ihm ein Küsschen auf die Wange. »Schön, dass ihr wieder im Land seid.«

Lunas Mutter verfolgte uns mit einer Kamera. Sie verlangte ein Gruppenfoto. Kev umschlang Nele, Luna schmiegte sich an David und ich bildete den roten Mittelpunkt des Bildes. Es folgten weitere Bilder von Luna, dann fuhren wir zur Schule.

Es war ein hässlicher, gradliniger Bau. Da half auch die Deko nicht, mit der Decken und Wände nur mäßig versteckt wurden.

In der Aula gab es feste Sitzplätze und zu denen mussten wir uns vorarbeiten. Leider standen zwei aufgetakelte Blondinen mitten im Weg.

»Echt jetzt?«, fragte eine von beiden und zeigte auf Luna und Dave. »Hat es ihr nicht gereicht, einmal in der Zeitung zu sein? Was soll der billige Doppelgänger?«

Die andere nickte. »Kein Mensch glaubt ihr jetzt noch, dass sie >Bad Weeds< kennt.«

Es waren nur ein einziges Mal Fotos von Luna und David öffentlich geworden. Dass die beiden ein Paar sein könnten, wurde sofort dementiert. Gerade deshalb hing es Luna noch immer nach. Zwar sagte sie, dass es egal war, was die Mädchen aus ihrer Stufe darüber dachten, aber mich ärgerte es.

Ich stellte mich zu den Blondchen. »Das ist unglaublich, oder? Der mit den Sommersprossen sieht beinahe aus wie Kev. Ob es die billigen Doppelgänger im Zweierpack noch günstiger gibt?«

Blondie eins rümpfte die Nase, als hätte ich mich vor der Party in Schweinemist gesuhlt. Sollte sie doch.

»Wenn ihr zusammenlegt, könnte ich auch Paul und Steve besorgen. Vielleicht schafft ihr es mit denen an eurer Seite auch mal in die Zeitung.«

»Du kleines Wiesel . Menschenhandel ist verboten.«

Von hinten schlangen sich zwei muskulöse Arme um meinen Bauch und hoben mich an. Ich wusste sofort, an wessen Brust ich da gedrückt wurde. Seit ich ihn kannte, ging er regelmäßig zum Krafttraining, aber im letzten halben Jahr hatte er sein Trainingspensum deutlich gesteigert.

»Steve, lass mich runter!«

»Nur wenn du deine Verkupplungsversuche unterlässt.«

Die Blondinen sahen zu, wie ich mich mit aller Kraft gegen Steves Arme stemmte. Sie hätten mir ruhig mal helfen können, aber dazu fehlte den beiden Blitzbirnen der nötige Funke.

»Ja, versprochen.«

Die Gehirnzellen der ersten Blondine erwachten und sofort schoss sie Fotos mit ihrem Smartphone. Erst nur von Steve. Dann ging sie an uns vorbei zu den anderen.

Steve interessierte sich nicht dafür. »Wieselfreier Abend?«

»Bestimmt nicht! Ich lasse mir die Party nicht entgehen. Aber du darfst auch deinen Spaß haben.«

»Wie gnädig von dir.« Er setzte mich ab.

»Da sind Mia und Daniel.« Luna winkte ihren Mitschülern.

Neben ihnen entdeckte ich Nick. Luna hielt ihn noch immer für ihren besten Freund. Es hatte zwar kurz mal zwischen den beiden gekriselt, aber Luna hatte es schnell wieder vergessen. Zu gerne hätte ich ihr erzählt, was wirklich passiert war. Von Dave wusste ich, dass Nick sich als Lunas fester Freund ausgegeben hatte. Leider hatte Dave mir verboten, ihr davon zu erzählen.

Luna setzte sich zu ihren Leuten. Für uns hatte Mia Plätze direkt am Nebentisch reserviert. Nur mit ihrer Hilfe war es möglich gewesen, alles vor Luna geheim zu halten.

Ich begrüßte sie und setzte mich dann zu Steve. Es war selbstverständlich, dass wir Luna zu diesem Abend begleiteten, aber dafür hatten einige Pläne verschoben werden müssen. Die Jungs mussten den Abflug für die USA-Tour möglichst weit hinauszögern, sonst hätte es zeitlich nicht gepasst.

Für Luna blieb bis zum Studium genug Zeit, um die Band zu begleiten. Ich hatte nur die Sommerferien, trotzdem wollte ich wenigstens einen Teil der Tour mitmachen. Ich war noch nie in Amerika gewesen und hatte meine Eltern angefleht, mich mitgehen zu lassen. Es war ein harter Kampf mit meiner Mum gewesen, aber am Ende hatte ich gewonnen. Wie immer.

»War das deine Idee?«, fragte Luna. Sie saß bei ihren Freunden, hatte aber den Stuhl so weit gedreht, dass sie mit mir sprechen konnte.

»Ich musste Dave helfen. Du hast ihm verboten, dir etwas zum Abi zu kaufen, Kev hat ihm verboten, einen Song für dich aufzunehmen, unsere Mum . Ach, du weißt doch, wie das ist.«

»Ihr bezahlt meinen Flug in die USA, die Unterkunft, die .«

Dave beugte sich zu ihr und stoppte ihre Aufzählung mit einem Kuss. »Wir bezahlen die Tour nicht, wir werden dafür...

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