Zwischen Fama und Fememord

Die Dolchstoßlegende als Nährboden für die politisch motivierten Attentate auf Matthias Erzberger, Philipp Scheidemann und Walther Rathenau
 
 
GRIN Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 13. Juli 2020
  • |
  • 43 Seiten
 
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978-3-346-20527-8 (ISBN)
 
Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Geschichte - Sonstiges, , Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit hat es sich zur Aufgabe gemacht, genauer zu betrachten, welche konkreten Umstände den Weg ebneten, dass eine Fama wie die der Dolchstoßlegende ein so großes und vor allem gewalttätiges Potential entfalten konnte und wie sich dieses in einer direkten Linie mit den Attentaten an Vertretern der Republik nachzeichnen lässt. Die Anzahl der politischen Morde, die den erstarkten deutschnationalen Kräften zuzurechnen ist, lässt sich nur vage ermitteln, weshalb exemplarisch auf drei Repräsentanten unterschiedlicher politischer Lager eingegangen werden soll, die allesamt Opfer deutschnationaler Kräfte und der von ihnen veranlassten und verbreiteten Fama des Dolchstoßes geworden sind: Matthias Erzberger, Philipp Scheidemann und Walther Rathenau. Neben einer kontextualen historischen Einbettung, die, m.E., für ein vollumfängliches Verständnis unabkömmlich erscheint, auch wenn sie einige Seiten füllen wird, bildet die Entstehung der Legende selbst einen wichtigen Anknüpfungspunkt, von welchem man ihre mediale Aufbereitung und gezielte Verbreitung aus beobachten kann. Hierbei bildet insbesondere eine gut organisierte und inszenierte Öffentlichkeit eine herausgehobene Rolle, die mittels Zeitungsorganen und propagandistischen Mitteln der Kunst, wie Karikaturen, Schmähliedern und -gedichten die Ausbreitung der Fama begünstigen konnte. Im weiteren Verlauf soll nachvollzogen werden, wie der gezielte Einsatz von Propaganda auf verschiedenen und unterschiedlichen Ebenen zu konkreten Hetzkampagnen führen und sich, von einer noch abstrakt gehaltenen Fama des "Dolchstoßes in der Heimat", zu realen Fememorden ausweiten konnte. Die Propagandamaschinerie des Dolchstoßes ermöglichte wiederum selbst ein Konglomerat aus antirepublikanischem, völkisch-nationalistischem und antisemitischem Gedankengut und war damit auch Wegbereiter für künftige Ereignisse der deutschen Geschichte.
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Julia Catharina Eydt, geborene Maron (* 16. Dezember 1990 in Merseburg) ist eine deutsche Germanistin, Kulturwissenschaftlerin, Theologin und Historikerin. Sie publiziert auch unter dem Namen Julia von Marienfels. Sie ist als freischaffende Autorin, Lektorin und Kulturmanagerin tätig. Julia Eydt wuchs in Merseburg auf, wo sie 2009 das Abitur ablegte. Nach einem ersten Exkurs an die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in den Fächern Geschichte und Politikwissenschaft, brach sie das Studium zu Gunsten einer ergotherapeutischen Ausbildung ab. Das Staatsexamen für Ergotherapie beendete sie mit summa cum laude. In den Endzügen ihrer Ausbildung begann sie parallel ein Fernstudium zum Ernährungsberater (FH) an der Apollon Hochschule der Gesundheitswirtschaft in Bremen, welches sie ebenfalls mit Bestnote abschloss. Nach kurzer selbstständiger Tätigkeit als Ernährungsberaterin in Halle an der Saale zog sie nach Dresden und studierte dort Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften, Germanistik und Theologie an der Technischen Universität Dresden. Nach ihrem erfolgreichen Studienabschluss absolvierte sie zusätzlich ein Geschichtsstudium an der TU Dresden. Julia Eydt arbeitete zunächst im Notariat Heckschen und van de Loo und war mehrere Semester als wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Angewandte Linguistik bei Joachim Scharloth tätig. Dort konnte sie bereits erste praktische Erfahrungen im wissenschaftlichen Lektorat sammeln. Sodann folgte sie ihrem Hochschullehrer Walter Schmitz an das Mitteleuropazentrum für Staats-, Wirtschafts- und Kulturwissenschaften, wo sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig war. Darüber hinaus arbeitete sie für den anliegenden Thelem Universitäts- und Wissenschaftsverlag in Dresden und war vornehmlich mit dem Lektorat wissenschaftlicher Publikationen betraut. Im Jahr 2019 gründete Julia Eydt ein eigenes freies Lektorat, was sich vor allem mit der Betreuung wissenschaftlicher Publikationen in den Bereichen Geistes- und Sozialwissenschaften befasst. Daneben verantwortet sie auch Marketingtexte und Werbekampagnen für Künstler und Musiker und ist für verschiedene Verlage in Leipzig tätig. Im Rahmen internationaler und nationaler Kulturprojekte ist sie darüber hinaus als Kultur-und Projektmanagerin tätig. Julia Eydt lebt und wirkt in Leipzig.
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