Kuss mit Soße

Ein Stephanie-Plum-Roman 15
 
 
Manhattan (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 13. Juni 2011
  • |
  • 320 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-06222-4 (ISBN)
 
Stephanie Plum lässt nichts anbrennen

Stephanie Plum kennt das Rezept für Desaster nur zu gut: Man nehme einen Mord an einem bekannten Fernsehkoch, dazu ihre exzentrische Kollegin Lula als Zeugin und ein Preisgeld von einer Million Dollar für jeden Hinweis auf den Mörder. Einmal umrühren und fertig ist das Chaos! Aber Stephanie behält einen kühlen Kopf, obwohl sie zusätzlich zu ihrem Job als Verbrecherjägerin noch eine Nebenbeschäftigung in der Sicherheitsfirma ihres attraktiven Kollegen Ranger angenommen hat. Jemand scheint dort vertrauliche Daten zu entwenden, um dann bei Klienten einbrechen zu können. Stephanie soll sich nun unauffällig bei Rangers Mitarbeitern umhören und die Sicherheitslücke finden. Mord zum Frühstück und Spione zum Dessert - Stephanie ist in ihrem Element!

  • Deutsch
  • München
  • |
  • Deutschland
  • 0,49 MB
978-3-641-06222-4 (9783641062224)
3641062225 (3641062225)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Janet Evanovich, die unangefochtene Meisterin turbulenter Komödien und Erfinderin der äußerst erfolgreichen Stephanie-Plum-Reihe, stammt aus New Jersey, und lebt heute in New Hampshire. Mit jedem ihrer Romane stürmt die mehrfach ausgezeichnete Autorin in den USA die Bestsellerlisten.
"17 (S. 180-181)

Eddie Gazarra stand mit seinem Streifenwagen auf dem Parkplatz des Beerdigungsinstituts und wartete auf Morelli. Eddie ist mit meiner Cousine Shirley, der Heulsuse, verheiratet, und er ist Streifenpolizist, freiwillig. Er hätte aufsteigen können, aber er ist glücklich so. Er sagt, es sei die Uniform. Da habe man morgens nicht die Qual der Wahl, was man anziehen soll. Ich glaube, es sind eher die kostenlosen Donuts bei Tasty Pastry. »Ich war als Erster am Tatort«, sagte Gazarra, als wir aus Morellis SUV stiegen.

»Es muss gleich nach Ablauf der Besuchszeit passiert sein. Morton hat das Licht ausgemacht, und zehn Minuten später klingelt es. Als Morton aufmacht, liegt Chipotle auf den Stufen, steifgefroren.« Eli Morton ist der gegenwärtige Besitzer des Instituts. Jahrzehntelang hatte Constantine Stiva unsere Toten unter die Erde gebracht. Seit seinem Weggang ist das Unternehmen durch mehrere Hände gegangen, doch für viele ist es immer noch Stivas Beerdigungsinstitut. »Wo ist die Leiche jetzt?«, fragte Morelli. »Auf der Veranda. Wir haben nichts angerührt.« »Bist du ganz sicher, dass es Chipotle ist?«

»Die Leiche hatte keinen Kopf«, sagte Gazarra. »Man braucht nur zwei und zwei zusammenzuzählen.« »Hatte der Tote irgendeinen Ausweis dabei?« »Wir haben keinen gefunden. Ist aber auch schwierig, ihm in die Taschen zu greifen. Er ist ein einziger Eiszapfen.« Wir waren weitergegangen, während wir uns unterhielten, und jetzt an der Treppe zu der breiten Veranda des Beerdigungsinstituts angelangt. Auf der obersten Stufe stand Eli Morton, im Gespräch mit zwei Polizisten und einem älteren Herrn in Smokinghemd und Hose. Zwei Rettungssanitäter aus dem Notarztwagen waren auch noch da. Von der Leiche war nichts zu sehen. »Ich glaube, ich warte doch lieber hier unten«, sagte ich. »So schlimm ist es gar nicht«, sagte Gazarra.

»Der Mann ist stocksteif, das Blut ist gefroren, und der Kopf wurde fein säuberlich abgetrennt.« Ich ließ mich auf der untersten Stufe nieder. »Ich warte auf jeden Fall hier.« »Bin gleich wieder bei dir«, sagte Morelli und ging den Rest des Wegs mit Gazarra. Der Wagen der Gerichtsmedizin fuhr auf den Parkplatz, gefolgt von einem Übertragungswagen eines Fernsehsenders mit einer Satellitenschüssel auf dem Dach. Ich sah, wie Morellis Blick zu dem Ü-Wagen wanderte und er zwei Polizisten von der Veranda zum Parkplatz beorderte, die Medienleute in Schach zu halten. Eine halbe Stunde hockte ich auf der Treppenstufe und sah Leute kommen und gehen. Dann endlich war Morelli fertig und setzte sich neben mich.

»Wie läuft es?«, fragte ich ihn. »Der Tatortfotograf hat gerade alles abgelichtet, jetzt kommt noch der Gerichtsmediziner, dann schaffen wir die Leiche ins Kühlfach. Sie taut allmählich auf.« »Bleibt sie bis zur Beerdigung hier?« »Sie kommt wieder hierher, ja. Vorher wird aber in der Gerichtsmedizin noch eine Autopsie vorgenommen, erst danach wird sie zur Bestattung freigegeben. Ich brauche jemanden, der die Leiche identifiziert.« »Kann es denn sein, dass es gar nicht Chipotle ist?« »Das ist ein prominenter Fall, und wir haben nichts gefunden, was auf die Identität der Leiche hindeutet.« »Gibt es für solche Sachen nicht bestimmte Tests?« »Ja, schon, und die werden im Rahmen der Autopsie auch durchgeführt. Trotzdem brauche ich jemanden, der sich den Kerl für eine vorläufige Identifizierung mal aus der Nähe ansieht.« »Seine Schwester.«"

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