Bildungsvorstellungen im 'interkulturellen Doppelblick'

Eine Studie über deutsche Romane der Goethezeit und frankophon afrikanische Romane
 
 
Tectum Wissenschaftsverlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 21. November 2016
  • |
  • 320 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8288-6576-1 (ISBN)
 
Die Literatur vergangener Epochen lässt immer auch den Blick auf den Kontext ihrer Entstehung zu, auf die jeweils vorherrschenden Verhältnisse und gesellschaftlichen Widersprüche. Mit der Zusammenführung ausgewählter Romane aus der deutschsprachigen Literatur der Goethezeit und frankophon afrikanischer Literatur der kolonialen und nachkolonialen Ära geht Henri Essomba der Frage nach, wie dort die spezifischen Bildungsprobleme, die in den jeweiligen Gesellschaften durch den Übergang zu "modernen" Lebensverhältnissen entstanden, behandelt werden. Gemäß dem von der 'Ecole de Hanovre' - einem von afrikanischen Germanisten in ihren Hannoverschen Dissertationen und Habilitationsschriften - entwickelten Konzept einer interkulturellen Literaturwissenschaft, werden die aus sehr unterschiedlichen Kulturen stammenden Texte durch Essomba wechselseitig neu kontextualisiert: Mit 'interkulturellem Doppelblick' liest der kamerunische Germanist die Texte afrikanischer Autoren im Lichte von Texten der deutschen Literatur und diese aus afrikanisch literarischer Perspektive.
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Henri ESSOMBA, Jahrgang 1971, ist Dozent für Übersetzungswissenschaft an der Advanced School of Translators and Interpretors (ASTI) der University of Buea (Kamerun). Er studierte an seiner Heimatuniversität Yaoundé (Kamerun) und an der Leibniz-Universität Hannover Germanistik sowie an der Ecole normale supérieure de Yaoundé Pädagogik und Erziehungswissenschaft und schloss dieses Studium ab mit einem DIPES II (Diplom für Gymnasiallehrer). Mit dieser Studie über Bildungsvorstellungen in der deutschen Literatur der Goethezeit und der frankophonen afrikanischen Literatur promovierte er an der Ruhr-Universität Bochum.
1 - Cover [Seite 1]
2 - Inhaltsverzeichnis [Seite 6]
3 - Vorwort [Seite 10]
4 - Einleitendes [Seite 12]
4.1 - I. Das interkulturelle 'Doppeltblicken' der Ecole de Hanovre [Seite 12]
4.2 - II. Zur Debatte über die Bildungskrise in Afrika südlich der Sahara [Seite 17]
4.3 - III. Zur Legitimation meines Ansatzes [Seite 26]
5 - 1. Kapitel: Der 'Zwiespalt' bei der Übernahme der europäischen Schule in Cheikh Hamidou Kanes Roman L'aventure ambiguë [Seite 30]
5.1 - I. Zur Kritik des Romans an Positionen der Négritude-Bewegung [Seite 37]
5.2 - II. Samba Diallo oder die Gewöhnung ans Unglück [Seite 50]
5.3 - III. Repräsentanten von Gegenpositionen zur Négritude-Bewegung [Seite 59]
6 - 2. Kapitel: Eine Typologie afrikanischer Studenten der 1950er Jahre: Aké Lobas Roman Kocoumbo, l'étudiant noir [Seite 70]
6.1 - I. Kocoumbo in seinem Dorf [Seite 73]
6.1.1 - I.1. Kouamo, ein traditionales afrikanisches Dorf [Seite 73]
6.1.2 - I.2. Gesellschaftliche Transformationen in Kouamo [Seite 79]
6.2 - II. Transit: Die Reise nach Frankreich [Seite 84]
6.2.1 - II.1. Die Reisevorbereitungen [Seite 84]
6.2.2 - II.2. Die Protagonisten auf dem Schiff nach Frankreich [Seite 88]
6.2.3 - II.3. Die Ankunft in Frankreich [Seite 97]
6.3 - III. "L'étudiant noir" in Paris [Seite 99]
6.3.1 - III.1. Das Negativ-Modell [Seite 100]
6.3.2 - III.2. Die Hoffnungsträger [Seite 106]
7 - 3. Kapitel: Eine marginalisierte geistige Elite - Mongo Betis Roman Perpétue et l'habitude du malheur [Seite 114]
7.1 - I. Die Mechanismen einer Marginalisierung der geistigen Elite im kolonialen und nachkolonialen Afrika [Seite 121]
7.1.1 - I.1. Fehlentwicklungen in der kolonialen Epoche [Seite 122]
7.1.2 - I.2. Fehlentwicklungen in der nachkolonialen Zeit [Seite 124]
7.2 - II. Die Konsequenzen einer Marginalisierung kritischer Intellektueller und kompetenter Fachleute [Seite 133]
7.3 - III. Essolas neues Konzept eines politischen Engagements [Seite 140]
7.4 - IV. Zur Bedeutung von Essolas Mord an seinem Bruder Martin [Seite 149]
8 - 4. Kapitel: Instrumentalisierung des Intellektuellen - Mongo Betis Roman Mission terminée [Seite 156]
8.1 - I. Fehlmodernisierungsprozesse in den Dörfern [Seite 163]
8.2 - II. Jean-Marie Medza als Repräsentant einer vielversprechenden afrikanischen intellektuellen Elite [Seite 172]
8.3 - III. Die Instrumentalisierung des jungen Intellektuellen Medza im dörflichen Milieu [Seite 178]
9 - ZWISCHENRAUM [Seite 196]
10 - 5. Kapitel: Zur Instrumentalisierung des Theaters: Karl PhilippMoritz' Anton Reiser [Seite 210]
10.1 - I. Der Theaterenthusiast Anton Reiser [Seite 223]
10.2 - II. Kritik der Theatromanie [Seite 226]
10.3 - III. Ursachen der Theatromanie [Seite 240]
10.3.1 - III.1. Familienverhältnisse [Seite 240]
10.3.2 - III.2. Die Lesekultur [Seite 243]
10.3.3 - III.3 Die ungünstige Stimmung in der Schule [Seite 245]
11 - 6. Kapitel: Der Kaufmannssohn und das Theater:Goethes Wilhelm Meisters Lehrjahre [Seite 248]
11.1 - I. Wilhelm Meister, der Kaufmannssohn [Seite 251]
11.2 - II. Wilhelm Meister, der Theaterenthusiast [Seite 254]
11.3 - III. Wilhelm Meister, der Dilettant [Seite 263]
11.4 - IV. Die Ursachen von Wilhelm Meisters Dilettantismus [Seite 280]
11.5 - V. Wilhelm Meisters Bildungsgeschichte als Heilungsgeschichte [Seite 287]
12 - Abschliessende Bemerkungen [Seite 302]
13 - Literaturverzeichnis [Seite 306]

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