Die Reliquie von Buchhorn

Historischer Roman
 
 
Gmeiner Verlag
1. Auflage | erschienen am 7. März 2011 | 365 Seiten
 
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978-3-8392-3651-2 (ISBN)
 
Buchhorn am Bodensee, im 10. Jahrhundert. Als der Imker Dietger ermordet wird, gerät seine Frau Isentrud unter Verdacht. Wulfhard, ihr heimlicher Geliebter, bittet den St. Gallener Benediktinermönch Eckhard um Hilfe. Dabei plagen diesen bereits andere Sorgen: Ein Ordensbruder, der Reliquien für das Michaelskloster auf dem Heidelberger Heiligenberg erwerben sollte, ist auf seiner Reise verschwunden. Seine Spur verliert sich in Bregenz. Eckhard macht sich zunächst auf die Suche nach dem verschollenen Mönch. In Bregenz findet er jedoch heraus, dass es eine Verbindung zwischen den beiden Fällen gibt ...
Historischer Roman
2011
Deutsch
3,10 MB
978-3-8392-3651-2 (9783839236512)
3839236517 (3839236517)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Birgit Erwin, geboren 1974, hat Anglistik und Germanistik in Heidelberg und Southhampton studiert und lebt heute als Gymnasiallehrerin in Karlsruhe. Sie hat mehrere Romane sowie zahlreiche Kurzgeschichten unterschiedlicher Genres veröffentlicht. Ulrich Buchhorn, Jahrgang 1961, lebt in Heidelberg. Der Althistoriker unterrichtet Latein und ist Autor von Kriminalkurzgeschichten, die in verschiedenen Anthologien erschienen sind. "Die Reliquie von Buchhorn" ist der dritte historische Roman des Autorenduos.
1 - I [Seite 7]
2 - II [Seite 32]
3 - III [Seite 62]
4 - IV [Seite 97]
5 - V [Seite 127]
6 - VI [Seite 154]
7 - VII [Seite 188]
8 - VIII [Seite 213]
9 - IX [Seite 243]
10 - X [Seite 278]
11 - XI [Seite 309]
12 - XII [Seite 335]
13 - Nachwort [Seite 361]

IX (S. 243-244)

Gerald blies in seine Hände, die vor Kälte fast taub waren, und blickte unschlüssig zum Gehöft hinüber. Er war sich sicher, dass Wulfhard in seine Richtung geschaut hatte, aber gewinkt hatte er nicht. Was erwartete der verdammte Kerl jetzt von ihm? Obwohl er wusste, dass eine Waffe ihm gegen Hunfried nichts nützen würde, wünschte er, Gernot hätte ihm bei seiner Festnahme in Altdorf das Schwert nicht abgenommen. Minuten verstrichen. Ab und zu schimmerte der Mond durch eine Lücke in der Wolkendecke, sodass die Nacht ein unheimliches Wechselspiel aus bläulichem Licht und tiefster Finsternis wurde.

Um ihn herum knackte und raschelte es in den Büschen. Gerald schloss die Faust um den Griff seines Messers und versuchte, die leise schnaubenden Pferde zu beruhigen. Ganz in seiner Nähe brach ein Ast, und er glaubte, ein Knurren zu hören. Ein Luchs!, schoss es ihm durch den Kopf, aber kein verräterischer Schatten, keine glühenden Augen bestätigten seine Furcht. Er drängte sich dichter an die warmen Pferdeleiber, während er Wulfhard verfluchte, der jetzt im Warmen saß und sie vielleicht schon an Hunfried verkaufte.

Gerald verscheuchte energisch die düsteren Gedanken, ehe das flüchtige Vertrauen, das in jener Nacht im Kerker zwischen ihm und seinem alten Feind entstanden war, wieder zerbrach. Mit einem Mal durchdrang ein anderes Geräusch die Stille, und diesmal war Gerald ganz sicher, Hufschlag auf dem weichen Waldboden zu hören. Er hielt den Atem an und horchte. »… nicht länger warten können.« Erleichtert ließ er sich gegen einen Stamm sinken, als er die vertraute Stimme hörte. »Eckhard, hier drüben!«

Der Hufschlag setzte kurz aus. Gleichzeitig streifte Mondlicht das erschöpfte Gesicht des Mönches. »Gerald? Wo bist du?« »Hier, unter den Bäumen.« Kurz darauf führten Eckhard und Ottmar ihre Pferde zu der Baumgruppe und schlangen die Zügel um einen dicken Stamm. »Wo sind die Mönche?«, fragte Gerald, während er über die Schultern der beiden Männer spähte. »Zurück nach Altdorf gegangen.« Eckhard rieb sich müde die Augen.

»Es war völlig unmöglich, die Toten zu bestatten. Wir haben sie nur mit Steinen und Zweigen bedecken können.« Sein Blick streifte die Pferde. »Wulfhard?« Gerald zeigte zum Gehöft. »Da drin. Mit Hunfried. « »Was?« Gerald musste beinahe grinsen, als der Mönch in die Höhe fuhr, aber zu seiner Überraschung blieb Ottmar gelassen.

»Das ist doch gut, Bruder Eckhard. Es gibt Gernot Zeit, wieder zu uns zu stoßen. Und wenn Hunfried den roten Hund totschlägt, auch gut.« Eckhard seufzte. »Es war überflüssig, ihn den Räubern hinterherzuschicken. Wir brauchen ihn und seine Leute hier! Wie lange reden die beiden schon?« Er nickte besorgt zu dem Langhaus hinüber.

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