Begehren gegen alle Vernunft

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 1. September 2020
  • |
  • 144 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7337-2633-1 (ISBN)
 
Der sexy Unternehmer Luke Dallas macht sie noch verrückt! Erst verlangt er von Headhunterin Danica, dass sie ihm drei Kandidatinnen für eine Zweckehe sucht, dann sagt er ihr plötzlich mit verführerischem Lächeln, dass sie selbst die passende Frau für ihn sei. Tatsächlich knistert es immer erregender zwischen ihnen. Aber Danica weiß: So heiß Luke sie begehrt, so eiskalt ist der Deal, den er ihr vorschlägt. Wenn sie sich nicht das Herz brechen lassen will, muss sie Nein sagen. Bloß wie, wenn sie sich mit jedem Kuss mehr nach Luke verzehrt?

2. KAPITEL

"Was brauchen Sie? Eine Ehefrau?", fragte Danica völlig entgeistert. "Und Sie wollen, dass ich eine für Sie engagiere?"

Das ergab doch keinen Sinn. Luke Dallas sollte wirklich keine Probleme damit haben, eine Frau zu finden. Seine Wirkung auf Frauen war legendär, und sie selbst hatte lediglich drei Minuten in seiner Gegenwart gebraucht, um über ihre eigene Tasche zu stolpern. Wenn es ihr vorhin nicht gelungen wäre, sich auf ihre Professionalität zu besinnen, hätte sie diesen Mann einfach so geküsst.

"Deswegen sind Sie also hier?" Sie begann zu begreifen. "Sie wollten, dass Johanna eine Frau für Sie sucht."

Seine Wangen färbten sich rot. "Wollen Sie jetzt den Job oder nicht?"

"Ich habe keinerlei Erfahrungen damit, Ehefrauen zu suchen", gestand sie. "Vizepräsidenten? Ja. Lebenspartner? Nein."

"Was ist denn der Unterschied?", entgegnete er. "Ich gebe Ihnen eine Liste mit meinen Anforderungen, und Sie finden die Kandidatinnen, die sie erfüllen."

"Aber", begann sie in dem verzweifelten Versuch, sich ihm verständlich zu machen, "eine Frau ist doch keine Angestellte. Was ist denn beispielsweise mit, ich weiß auch nicht, Kompatibilität? Gemeinsamen Lebenszielen?"

"Ich stelle Mitarbeiter ein, die gut zu meiner Firmenkultur passen und meine Ziele für die Zukunft teilen. Dasselbe erwarte ich von einer Ehefrau."

"Einen Mitarbeiter können Sie aber wieder feuern - eine Frau nicht."

"Doch. Das nennt man Scheidung. Sehen Sie mal, ich stelle nur die besten Mitarbeiter ein, die ich finden kann. Aber ich suche nicht selbst auf der ganzen Welt nach ihnen - dafür engagiere ich jemanden." Er beugte sich zu ihr herüber, seine breite Schulter gegen den Türrahmen gelehnt, nur wenige Zentimeter von ihrer entfernt.

Ihr Puls beschleunigte sich. Das kam sicher, weil sie seine lächerliche Forderung so sehr empörte, und nicht daher, dass er ihr so intensiv in die Augen sah. "Hören Sie, ich wäre entzückt, wenn ich als Headhunterin für Sie arbeiten könnte, aber ."

"Ach, das ist doch dasselbe Prinzip. Ich habe einfach keine Zeit für langwierige Kennenlerntreffen, um herauszufinden, ob eine Frau meinen Ansprüchen genügt. Stattdessen beauftrage ich Sie damit. So einfach ist das."

"Aber ."

"Und wenn Sie eine geeignete Kandidatin gefunden haben, unterzeichnet sie einen Ehevertrag, sodass ich sie notfalls ohne Konsequenzen feuern kann, falls es notwendig werden sollte. Das ist doch überaus vernünftig." Während er sprach, starrte er sie unentwegt an, und beinahe hätte sie ihm widersprochen.

Jetzt wunderte sie sich nicht mehr über seinen Spitznamen Dalek. Wenn er über das Heiraten sprach, klang er tatsächlich wie ein emotionsloser Außerirdischer. "Und was ist mit Liebe?"

Missbilligend sah er sie an wie ein Lehrer eine Schülerin, die zwei und zwei nicht korrekt zusammengezählt hatte. "Die ausgewählte Kandidatin wird alles haben, was auch mich zufriedenstellt. Ich schätze, dreihunderttausend Dollar sollten Ihr Honorar und die Ausgaben abdecken."

"Das beantwortet aber nicht meine . Moment mal, haben Sie dreihunderttausend Dollar gesagt?" Das würde bedeuten, dass sie die Rechnungen für Matts Behandlung bezahlen und darüber hinaus auch die alternative Therapie finanzieren könnte! Ihre Eltern brauchten sich keine Sorgen mehr zu machen, und sie konnte die Miete für ihr Apartment weiterhin bezahlen.

Als er nickte, wurden ihre Wangen heiß vor Aufregung, und dieses Mal hatte es nichts mit Luke Dallas' Nähe zu tun.

Das wäre sogar genügend Geld, um eine eigene Agentur zu gründen. Nie mehr würde sie sich auf die leeren Versprechungen einer unzuverlässigen Vorgesetzten verlassen müssen.

Es klang zu gut, um wahr zu sein. Doch sie war auf der Hut. Schon oft hatte sie die Erfahrung gemacht, dass solche Angebote mit Tränen endeten - und zwar mit ihren. "Es gibt wirklich genug professionelle Partnervermittlungen. Weshalb beauftragen Sie nicht eine von denen?"

"Lieber würde ich meinen Laptop durch eine Schreibmaschine ersetzen. Wie ich Ihnen schon gesagt habe, ich habe einfach keine Zeit für die Praktiken einer professionellen Paarvermittlung. Deswegen engagiere ich Sie. Meine Anforderungen an meine zukünftige Ehefrau sind Erfolg im Geschäftsleben, Erfahrung mit gemeinnützigem Engagement sowie eine ausgezeichnete Ausbildung. Mit diesen Qualitäten sollten Sie als Headhunterin schließlich vertraut sein."

"Das klingt trotzdem nach einem extrem ungewöhnlichen Weg, eine Frau kennenzulernen."

Sein Blick verdunkelte sich, und er beugte sich zu ihr herüber. "Wenn es mir nur darauf ankäme, Frauen kennenzulernen, dann würde ich Ihre Dienste ganz bestimmt nicht benötigen. Glauben Sie mir das."

Als sie seine heisere Stimme so verführerisch dicht an ihrem Ohr hörte, hatte sie das Gefühl, butterweiche Knie zu bekommen. Erschöpft lehnte sie sich gegen die Wand. Auf keinen Fall wollte sie Luke Dallas begehrenswert finden. Sicher, er war schon das, was man eine Augenweide nennen konnte. Seine Muskeln hätten jeder antiken Statue geschmeichelt. Seine Augen waren eine gefährliche Waffe: Ein Blick in dieses unergründliche Blau genügte, jede Spionin bereitwillig ihre Geheimnisse preisgeben zu lassen. Es war eine Sache, auf den Seiten der Klatschkolumnen über die Affären dieses Mannes zu lesen. Okay, es war auch aufregend, sich selbst in den Designerkleidern seiner weiblichen Verabredungen vorzustellen. Doch Auge in Auge mit ihm zu sprechen? Einschüchternd. Er war arrogant. Außerdem verlangte er das Unmögliche.

Gedankenverloren, wie sie war, fiel ihr jetzt erst auf, dass Luke in der Zwischenzeit weitergesprochen hatte. Sie hörte gerade nur noch, wie er sagte: "Wenn Sie die Suche innerhalb eines Monats abschließen, bekommen Sie einen Bonus von fünfzigtausend Dollar."

"Fünfzig.tausend .", wiederholte sie ungläubig und bekam einmal mehr das Gefühl, dass sich alles um sie herum drehte.

"Atmen", sagte er und legte eine Hand auf ihren Unterarm, um sie zu stützen. Seine Berührung wirkte ein weiteres Mal elektrisierend auf ihr nervöses Nervensystem. "Sie sollten wirklich daran arbeiten."

Das war wirklich eine Menge Geld. Geld, das ihre Familie gut gebrauchen konnte. Nachdenklich sah sie ihm in die Augen, suchte nach einem Hinweis für eine Falle. Doch alles, was sie sah, war Entschlossenheit.

"Und", er sah auf seine Uhr, "dieses Angebot endet in drei Minuten."

Nachdenklich biss sie sich auf die Lippen. Ethisch betrachtet fand sie die Angelegenheit immer noch ein bisschen fragwürdig. Doch in einer Sache hatte Luke Dallas durchaus recht: Headhunter taten nichts anderes, als einen passenden Kandidaten für ihren Auftraggeber zu finden. Worum Luke sie bat, war also eigentlich keine große Sache. Trotzdem hatte sie ihre Grenzen. "Auf gar keinen Fall werde ich einer Kandidatin Fragen zu ihrem Sexualleben stellen. Das müssen Sie schon selbst übernehmen", stieß sie hervor, bevor ihr klar wurde, was sie gerade gesagt hatte.

Das brachte Luke Dallas zum Lächeln und ließ ihn sogar ein wenig charmant wirken. "Und? Soll das bedeuten, dass Sie das Jobangebot annehmen?"

"Ich hab ein paar Bedingungen." Sie hatte das Gefühl, dass ihre Stimme in dem leeren Büro unnatürlich laut war. "Ich werde drei Frauen für Sie finden, die Ihren Anforderungen entsprechen. Allerdings ist es Ihre Sache, eine von denen dazu zu bringen, Sie zu heiraten. Und auch wenn sich keine dazu bereit erklären sollte, bekomme ich mein Geld."

"Nur drei?"

Sie hielt ihre Hand hoch und zählte die Punkte an ihren Fingern ab, während sie sprach. "Sie bitten mich darum, geeignete Kandidatinnen zu finden, deren Lebensläufe und Referenzen zu überprüfen und sicherzustellen, dass sie Interesse an der angebotenen ." Sie unterbrach sich, weil sie das Wort Stelle hatte benutzen wollen. "Dass sie Interesse an Ihrem, ähm, Angebot haben werden. Und das alles innerhalb eines Monats. Da sind drei infrage kommende Kandidatinnen ein sehr gutes Ergebnis."

"In Ordnung, ich akzeptiere. Aber ich muss darauf bestehen, dass jede einzelne von ihnen hinsichtlich meiner Ansprüche zufriedenstellend ist", erklärte er mit einem verdächtigen Funkeln in seinem Blick, während er das Wort zufriedenstellend betonte.

"Bevor Sie sich mit ihnen treffen, werden Sie mir schriftlich zusichern, dass Sie mit meiner Auswahl zufrieden sind. Welche Befriedigung Sie anschließend empfinden, liegt ganz bei Ihnen", entgegnete sie und schaffte es gerade noch rechtzeitig, sein anzügliches Lächeln nicht zu erwidern.

Er sah auf ihre Lippen, und wenn er vorhatte, sie damit verlegen zu machen, dann hatte er Erfolg. Rasch verschränkte sie die Arme und hob das Kinn.

"Und Ihre anderen Bedingungen?", fragte er mit seiner sexy Stimme.

Nur mühsam konnte sie sich davon abhalten, ihre feuchten Handflächen an ihrer Hose abzuwischen. "Ein Büro, ein Geschäftshandy und keine finanzielle Beschränkung der Auslagen. Oh, und natürlich eine Krankenversicherung - ab heute." Obwohl sie sich längst nicht so mutig fühlte, wie sie klang, gelang es ihr, seinem durchdringenden Blick standzuhalten. Seine Augen waren wirklich faszinierend. Blau mit grauen Flecken? Oder waren sie grau mit blauen Flecken? Wie dem auch sei, sie erinnerten sie mit ihrem unglaublichen Farbenspiel an die...

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