Dirty Talk. Ivy & Brent

Roman
 
 
Ullstein Taschenbuchverlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 12. Mai 2017
  • |
  • 304 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8437-1511-9 (ISBN)
 

Er liebt sie, aber er darf es nicht. Sie will ihn, traut sich aber nicht ihn zu lieben.

Brent Payton arbeitet hart und will am Abend seinen Spaß haben. Sein Ruf als Player eilt ihm stets voraus. Dabei steckt hinter der Fassade des Draufgängers viel mehr. Nur dass das niemand sieht. Bis Ivy plötzlich in der Tür steht, mit ihren wallenden Haaren und großen braunen Augen. Und weil sie die Schwester seiner neuen Kollegin in der Autowerkstatt ist, darf zwischen den beiden eigentlich nichts laufen. Das führt natürlich dazu, dass Brent sie nur noch mehr will. Doch Ivy hat den Männern abgeschworen. Zu oft und zu lange bestimmte ein Mann ihr Leben - und das ihrer kleinen Tochter Violet. Damit ist jetzt Schluss, sie steht auf eigenen Beinen. So weit, so gut. Bis sie bei einem Besuch in der Werkstatt Brent trifft. Und plötzlich möchte sie all ihre Prinzipien über Board werfen ...

1. Auflage
  • Deutsch
  • Berlin
  • |
  • Deutschland
  • 1,24 MB
978-3-8437-1511-9 (9783843715119)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Megan Erickson arbeitete als Journalistin und berichtete über das wahre Leben. Bis sie merkte, dass sie lieber ihre eigenen Happy-Endings schreiben wollte. Seither schreibt sie New Adult, Sexy Romance und Gay Romance. Sie lebt mir ihrem Mann, zwei Kindern und zwei Katzen in Pennsylvania.

Kapitel 1


Brent Payton wollte bei der Arbeit anständige Musik hören.

Nicht dieses Pop-Rock-Gedudel, das im Radio kam, sondern echten Rock 'n' Roll. Im Moment hatte er wirklich eine Dosis George Thorogood nötig. Vielleicht »Bad to the Bone«? Das war noch besser als eine Tasse Kaffee, die er an diesem Montagmorgen auch sehr gut vertragen hätte.

Er hatte vorgeschlagen, von seinem Geld ein iPod mit Docking-Station für die Werkstatt anzuschaffen, damit er seine eigene Musik hören konnte. Sein Vater, der alte Technikmuffel, hatte darauf reagiert, als wollte Brent sich ein Raumschiff kaufen.

Das war also wohl vom Tisch.

»Brent!«, kam Cals Stimme aus der anderen Grube der Autowerkstatt Payton and Sons Automotive.

»Ja?«

»Was läuft da für ein Mist im Radio? Dreh das leiser. Meine Ohren fangen gleich an zu bluten.«

Brent schnaubte. Cal war von Natur aus nicht gerade ein Sonnenschein, aber seit er mit dem Rauchen aufgehört hatte und ein Nikotinpflaster verwendete, war es mit ihm kaum noch auszuhalten. Also widersprach er nicht, sondern stellte die Musik leiser.

Ein Truck bog mit röhrendem Motor auf den Hof ein. Brent drehte sich um und spähte durch zusammengekniffene Augen hinaus, um zu sehen, wer der Ankömmling war.

Alex Dawn, die neue Mechanikerin, die sie vor einer Woche eingestellt hatten, stiefelte in Baggy Jeans und engem T-Shirt in die Werkstatt. Sie hatte sich ein Tuch um den Kopf gebunden und hielt eine Banane in der Hand.

Brent grinste und gesellte sich zu ihr, als sie an der Tür zum Büro den Arbeitsplan für den Tag studierte. Sie pellte ihre Banane und biss ein Stück ab.

Er beugte sich zu ihr und atmete tief ein. »Ich liebe den Geruch von Östrogen am Morgen.«

Ihre Lippen zuckten nur einmal ganz kurz, ehe sie sich zu ihm herumdrehte und mit einem harten Boxhieb gegen seinen Oberarm antwortete. Die Frau konnte zuschlagen.

Er jaulte übertrieben auf und hielt sich den Arm, ließ ihn schlaff herunterhängen, als könne er ihn nicht mehr bewegen. »Ich bin verletzt! Jetzt kann ich nicht mehr arbeiten!«

Während Alex ihn in milder Belustigung ansah, nutzte er die Gelegenheit, schnappte sich ihre Banane und verschlang die Hälfte davon mit einem Bissen.

»Du Arsch! Das war mein Frühstück!« Alex verpasste ihm einen Schlag in die Magengrube, woraufhin er so heftig lachen musste, dass er sich fast an der Banane verschluckt hätte. »Na warte, dafür klaue ich dir das Snickers, das du im Büro gebunkert hast.«

Vor lauter Schreck richtete er sich kerzengerade auf. »Das würdest du nicht wagen.«

»Und ob«, sagte sie selbstzufrieden. Hexe.

»Das bedeutet Krieg, Weib.«

Sie warf die Bananenschale in hohem Bogen weg, so dass sie auf seiner Schulter landete. »Dann Finger weg von meiner Banane.«

»Hört sich ziemlich versaut an«, meinte er, pflückte die Bananenschale von seiner Schulter und beförderte sie in den Abfalleimer.

»Haltet ihr zwei jetzt endlich den Rand und geht an die Arbeit?«, blaffte sein Vater Jack, der den Kopf aus der Bürotür steckte. »Man könnte glatt meinen, ihr seid verwandt.«

Brent zuckte mit den Schultern und ging zu dem Minivan, dessen Reifen er gerade wechselte. Alex feixte ihn von ihrer Werkstattgrube aus an. Brent zwinkerte ihr zu.

Anfangs war die Zusammenarbeit mit ihr nicht leicht gewesen. Sie schleppte irgendein Problem mit sich herum, über das sie nicht reden wollte, und Brent hatte sich einen Spaß daraus gemacht, zu versuchen, es aus ihr herauszukitzeln - was nur dazu geführt hatte, dass sie sich ständig angifteten. Doch seit ein Kunde einmal unfreundlich zu ihr gewesen war, weil sie eine Frau war, und sie ihm daraufhin gesagt hatte, er könne sie mal am Arsch lecken, bei Payton and Sons nahm man es mit dem Motto »Der Kunde ist König« nicht immer so genau, betrachtete er sie mit neugewonnenem Respekt. Und weil Brent ihr vor besagtem Kunden beigesprungen war, hatte sich auch ihre Einstellung zu ihm geändert. Seitdem pflegten sie eine Art Bruder-Schwester-Beziehung, die ihm richtig Spaß machte. Normalerweise pflegte Brent nämlich keine Freundschaften zu Frauen - erst recht nicht zu Frauen, die er nicht flachgelegt hatte.

Aber die Sache mit Alex war . Er wollte sie gar nicht flachlegen. Und es lag nicht daran, dass sie nicht attraktiv gewesen wäre, denn das war sie. Die Chemie zwischen ihnen stimmte einfach nicht. Was Brent wunderte, denn er war gewissermaßen wie Wasserstoff: Er reagierte auf alles.

Den Rest des Vormittags arbeitete er still vor sich hin und sang leise mit, wann immer ein halbwegs anständiger Song im Radio kam. Er machte den Minivan fertig und wandte sich dann dem nächsten Job zu.

Er war gerade dabei, bei einem alten Toyota das Öl abzulassen, als er aus dem vorderen Bereich der Werkstatt Stimmen hörte. Er sah, wie Dick Carmichael sich mit Alex unterhielt. Sie wies nach hinten in die Richtung, in die Cal kurz zuvor verschwunden war. Die Carmichaels waren seit Urzeiten Kunden der Werkstatt, schon bevor Brent dort angefangen hatte. Dick war früher Buchhalter gewesen, aber mittlerweile in Rente; seine Frau schnitt den Leuten zu Hause die Haare.

»Kann ich dir vielleicht weiterhelfen, Dick?«, fragte Brent im Näherkommen.

Der Mann drehte sich zu ihm um. »Morgen, Brent. Ach, ist schon in Ordnung. Ich warte einfach auf Cal.«

»Also, wenn du was brauchst .«

Dick winkte ab. »Ist schon gut. Kannst ruhig wieder an die Arbeit gehen. Willst ja bestimmt bald Mittagspause machen.« Er tätschelte ihm die Schulter wie einem kleinen Kind und lachte leise. »Dein Dad meint immer, das ist für dich das Wichtigste am ganzen Arbeitstag.«

Brent schluckte seinen aufsteigenden Ärger hinunter. Erstens: Welche Autosorgen Carmichael auch immer hatte, Brent konnte ihm dabei genauso gut behilflich sein wie Cal. Zweitens: Ja, Brent aß gern und viel, aber das bedeutete nicht, dass er faul war.

Trotzdem nickte er bloß und ging zurück zu seinem Toyota. Er sah nicht auf, als Cal zurückkam und Dick mit ihm besprach, was an seinem Auto erledigt werden sollte - Arbeiten, die am Ende vermutlich sowieso Brent zugeteilt würden. Aber er war eben nicht der vertrauenswürdige Cal.

Und er war auch nicht Max, ihr jüngerer Bruder und der Erste aus der Familie, der aufs College gegangen war.

Brent war das Sandwichkind, der Clown, die Stimmungskanone. Der Verantwortungslose.

Wen interessierte es da schon, dass er in der Werkstatt arbeitete, seit er sechzehn war? Wen interessierte es, dass er Autos in- und auswendig kannte und jeden Job praktisch blind erledigen konnte? Wen interessierte es, dass auf ihn immer Verlass war, auch wenn ihn niemand so behandelte?

Er spürte einen Schmerz im Handgelenk und sah auf seinen Arm herab. Seine Adern und Sehnen traten unter der Haut hervor, so fest hielt er den Schraubenschlüssel umklammert.

Er lockerte den Griff und warf das Werkzeug neben sich auf die Bank.

Er musste wirklich aufhören, sich in Selbstmitleid zu suhlen.

So war nun mal das Leben. Er war glücklich (meistens) und frei (keine Frau, keine Verpflichtungen). War es so wichtig, dass ihn die Leute nicht ernst nahmen? Er spielte seine Rolle gut, man konnte es ihnen also wohl nicht verdenken.

»Warum so bedrückt, Igelschnäuzchen?«, fragte Alex neben ihm, als sie sein Gesicht sah.

Er verzog die Lippen zu einem Grinsen, lehnte sich mit der Hüfte gegen den Tresen und verschränkte die Arme vor der Brust. »Wusste ich doch, dass du auf mich stehst, Zuckerbacke.«

Ihre Augen wurden schmal, doch sie schürzte die Lippen, um ein Schmunzeln zu verbergen. »Träum weiter.«

Er stieß einen theatralischen Seufzer aus. »Du bist genau wie all die anderen. Jede will ein Stück von Brent. Aber entspann dich, Alex, es ist genug für alle da, du musst mich nicht erst mit süßen Kosenamen weichkochen.«

Jemand räusperte sich. Als Brent sich umdrehte, entdeckte er eine Frau in ihrer Nähe. Sie hatte eine Hand locker in die Seite gestemmt, in der anderen schlenkerte sie eine Papiertüte. Fragend zog sie ihre dunklen Augenbrauen hoch, ihre vollen roten Lippen waren leicht gespitzt.

Brent blinzelte. Hoffentlich war das keine Fata Morgana.

Tory, Maryland war nicht groß, und er hatte es sich zur Aufgabe gemacht, jede alleinstehende junge Frau innerhalb der Stadtgrenzen - und etwa zehn Meilen darüber hinaus - zu kennen.

Aber diese hier? Die hatte er noch nie zuvor gesehen. Denn er hätte sich garantiert an sie erinnert.

Umwerfend. Lange Haare, die so dunkel waren, dass sie fast schwarz wirkten. Ein perfektes Gesicht. Es war September und noch warm, und sie trug ein enges gestreiftes Kleid, das ihr bis zur Mitte der Oberschenkel reichte. Sie war zierlich, mindestens dreißig Zentimeter kleiner als er. Scheiße, was ihm bei ihrem Anblick alles durch den Kopf ging . Ob sie Yoga machte? Zierlich und gelenkig, das wäre sein Untergang.

Schmale Taille, runde Hüften, große Brüste.

Kein Ring.

Bingo.

Er lächelte. Okay, vermutlich war sie eine Kundin, aber es wäre ja nicht das erste Mal, dass er die Werkstatt-Umgebung nutzte, um Eindruck zu schinden. Normalerweise reichte es, ein paar Reifen durch die Gegend zu werfen oder einen Motor aufheulen zu lassen, und schon rückten die Frauen bereitwillig Telefonnummer und Adresse heraus. Es hielt ihn sowieso keiner für besonders professionell. Warum...

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